Klaus-Peter Wolf , Jobst Schlennstedt Kriminelle Weihnachten

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Inhaltsangabe zu „Kriminelle Weihnachten“ von Klaus-Peter Wolf

Eiskalt mordet die Nordsee – und das sogar zur Weihnachtszeit, wenn Scharen argloser Touristen auf die friesischen Inseln strömen, um das Fest der Liebe zu feiern. In siebzehn Kurzkrimis segnet so mancher zwischen Sylt und Borkum das Zeitliche, noch ehe der Christbaum in Flammen aufgeht. Die Autoren: Klaus-Peter Wolf, Fenna Williams, Claudia Schmid, Jobst Schlennstedt, Regina Schleheck, Lotte Minck, Gudrun Lerchbaum, Bernd Köstering, Regine Kölpin, Ria Klug, Thomas Kastura, Norbert Horst, Anke Gebert, Jürgen Ehlers, Wilfried Eggers, Sina Beerwald und Ulrike Barow

Abwechslungsreiche Mischung aus 17 Kurzkrimis, die alle zur Weihnachtszeit auf den Nordseeinseln spielen

— Klusi
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  • Kriminelle Weihnachten

    Kriminelle Weihnachten

    Klusi

    11. January 2016 um 23:37

    Wie der Titel schon verrät, befinden sich in diesem etwas anderen Weihnachtsbuch 17 Kriminalgeschichten verschiedener Autoren, gesammelt von der Herausgeberin Ella Theiss, und alle diese Geschichten spielen auf einer der Nordseeinseln. Lediglich die letzte Geschichte spielt auf dem Festland, im Norden Deutschlands. Wo die einzelnen Erzählungen jeweils handeln, das steht im Inhaltsverzeichnis dabei. Ich finde es immer schwierig, eine Anthologie zu bewerten, denn da hat man ja meist eine sehr bunte Mischung an Kurzgeschichten, und jede ist anders und individuell. Man entdeckt beim Lesen Storys, die einem gut gefallen und andere, mit denen man vielleicht nicht so viel anfangen kann, und man kann sie nicht alle über einen Kamm scheren. Ich entschloss mich daher, jede Geschichte für sich zu bewerten, wie sie mir gefallen hat, und so habe ich dann einen Durchschnittswert von 4,5 herausbekommen und auf fünf Sterne aufgerundet, ein toller Schnitt, wie ich finde. Aber nun hier zu den einzelnen Geschichten mein persönlicher Eindruck: 1. Die Helgoländer Weihnachtsgesellschaft Hintergründig, mit offenem Ende, was hier aber gut passt. Eine gute Geschichte für „Gedankenspinner“ **** 2. Rien ne va plus So makaber und raffiniert ausgeklügelt, dass ich am Ende fast lachen musste, in Anbetracht der Skurrilität ***** 3. Keine Tafelrunde auf Hooge Die Geschichte liest sich sehr vergnüglich, unterhaltsam und ein wenig mystisch, denn es gibt diverse Anspielungen auf „Die Nebel von Avalon“. Aber man versteht die Pointe auch ohne diesbezügliches Insiderwissen. ***** 4. Die entführte Maria Amüsant geschrieben und überraschend, was die Verknüpfungen angeht, die sich ergeben. Aber ich fand die Gedankengänge des Ermittlers etwas verwirrend, und seine Schlussfolgerungen haben mich verblüfft. **** 5. Die Fuge Eine rätselhafte, auch ein wenig mystische Geschichte, deren Ende ich leider nicht so ganz verstanden habe bzw. bei der ich das Gefühl hatte, da fehlt noch etwas. *** 6. Alle Jahre (nie) wieder Wenn eine Schwiegermutter zur Plage wird. Amüsante Geschichte mit tragischem Ende. **** 7. Alle Neune auf Norderney Handfeste, kurzweilig geschriebene Kriminalgeschichte, aber mir haben hier ein wenig Spannung und Überraschung gefehlt, den die Handlung war für mein Empfinden frühzeitig vorhersehbar. **** 8. Strandkorb 7007, mit der Lizenz zum Sterben Witwe betreibt auf Juist Trauerbewältigung, weil sie hier immer mit ihrem verstorbenen Mann Urlaub gemacht hatte. Wie sich die Dinge dann entwickeln, ist verblüffend, mit spektakulärem Ausgang. ***** 9. Der Weihnachtsretter Ein Dieb auf Baltrum zwecks Weihnachtsentzug – sehr vergnüglich zu lesen ***** 10. Nicht ohne meinen Papa Raffiniert eingefädelt, eine super Geschichte, obwohl man ab der Mitte bereits erahnen kann, worauf die Sache hinausläuft. ***** 11. Weihnachten bei Oma „Weihnachten rockt“ oder: Da werden Weihnachtstraditionen eisern verteidigt. - Gut geschrieben und spannend zu lesen. ***** 12. Time to say Goodbye Von der Gefahr, sich an geistigem Gut zu bereichern, das einem nicht gehört. Durchaus nachvollziehbar, mit einer plausiblen Lösung. ***** 13. Stille Handelt von einer zerrütteten Ehe und den Folgen der Garstigkeit. Eine faszinierende Geschichte. ***** 14. Moppe und Kloppe Scheinbar bin ich für derartige Geschichten zu arglos. Ich bin mir nicht sicher, ob ich die „Auflösung“ richtig verstanden habe, denn irgendwie blieben mir die Beweggründe schleierhaft. *** 15. Das letzte große Ding Zwei Freunde planen den letzten großen Coup, eine Geschichte mit überraschender Wendung, toll gemacht und amüsant zu lesen. ***** 16. Ein Steuerfahnder auf Wangerooge Seemannsgarn auf Wangerooge? Das nennt sich wohl dann eher „Inselgarn“, eine Geschichte zum Schmunzeln. **** 17. Warnung Von einem Täter mit Weihnachtsmann-Phobie – Humorvoll und ein wenig makaber. ***** Wie bereits oben an entsprechender Stelle erwähnt, sind zwei Geschichten dabei, bei denen sich mir das jeweilige Motiv nicht erschlossen hat. Irgendwie stand ich da wohl auf der Leitung. ;-) Aber der Großteil der Geschichten hat mich gut bis sehr gut unterhalten, und das Büchlein bietet abwechslungsreiche Lektüre für die dunklen, kalten Monate des Jahres.

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  • Weihnachtsanthologie

    Kriminelle Weihnachten

    Claudias-Buecherregal

    15. November 2015 um 16:26

    Das Weihnachtsfest auf einer Nordseeinsel zu verbringen, klingt sehr verlockend und ruhig. Jedoch nur für unerfahrene Touristen, denn die Einheimischen wissen, dass es auf den Inseln ganz anders zugeht. Genau davon berichten die folgenden AutorInnen in 17 Kurzgeschichten: Klaus-Peter Wolf, Fenna Williams, Claudia Schmid, Jobst Schlennstedt, Regina Schleheck, Lotte Minck, Gudrun Lerchbaum, Bernd Köstering, Regine Kölpin, Ria Klug, Thomas Kastura, Norbert Horst, Anke Gebert, Jürgen Ehlers, Wilfried Eggers, Sina Beerwald und Ulrike Barow. Die Geschichten im Einzelnen: Die Helgoländer Weihnachtsgesellschaft - Wilfried Eggers (Helgoland) Lässt hinter die angeblich heile Welt von Helgoland blicken, aber dann verläuft die Idee im Sande. Die Geschichte ist nichtssagend und für mich noch nicht zu Ende erzählt. Rien ne va plus - Norbert Horst (Föhr) Viele Perspektiven und Personen, fast schon zu viele. Interessante Verknüpfung der Handlungsstränge um Diebe, Mörder und Betrüger, aber das Ende war unbefriedigend. Keine Tafelrunde auf Hooge - Ria Klug (Hooge) Viele Anspielungen auf den Roman 'Die Nebel von Avalon', den ich nicht kenne. Daher hatte ich leider nicht so viel Spaß beim Lesen der Geschichte um einen angeblichen Greenpeace-Aktivistin und eine junge Frau, die ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr in der Schutzstation Wattenmeer ableistet. Die entführte Maria -Bernd Köstering (Sylt) Zwei Einführungen, deren Zusammenführung etwas holprig ist. Die Fuge - Gudrun Lerchbaum (Amrum) Ein Wiedersehen zwischen Vater und Tochter auf der Insel Amrum, das leider nicht von langer Dauer ist. Die Geschichte spielt mit der Zeit, aber auch hier ist die Handlung zu kurz gehalten. Alle Jahre (nie) wieder - Sina Beerwald (Sylt) Eine Geschichte über die erdrückende Fürsorge einer Mutter, die ihren Sohn samt Schwiegertochter in den Tod ... äh ... Wahnsinn treibt. Mir hat sehr gefallen, dass diese Story eine Menge Humor enthält. Alle Neune auf Norderney - Thomas Kastura (Norderney) Tödliches Kegeltreffen auf Norderney. Hat interessant begonnen, endete aber komplett vorhersehbar. Strandkorb 7007, mit der Lizenz zum Sterben - Fenna Williams (Juist) Von alten Traditionen kann man sich schlecht trennen, auch wenn manche verhängnisvoll enden. Zwischendurch eine Überraschung, anschließend aber vorhersehbar. Der Weihnachtsretter - Ulrike Barow (Baltum) Nicht jeder unfreiwilliger Weihnachtsretter wird belohnt. Ganz nette Idee, aber die Umsetzung hätte spannender sein können. Nicht ohhe meinen Papa - Claudia Schmid (Spiekeroog) Auch wenn Papa der Beste ist, muss sich eine Tochter manchmal selbst zu helfen wissen. Gute Geschichte, sinnvoll aufgebaut und passendem Ende. Weihnachten bei Oma - Regine Kölpin (Langeroog) Eine schön kriminelle Weihnachtsgeschichte, die zeigt, dass man weihnachtliche Traditionen nicht gegen den Willen aller brechen sollte. Es könnte tödlich enden. Time to say goodbye - Anke Gebert (Juist) Man trifft sich immer zwei Mal im Leben und manchmal beherrschen beim zweiten Treffen die Rachegefühle das Handeln. Die Idee der Kurzgeschichte fand ich interessant und ich wurde gut unterhalten. Stille - Lotte Minck (Spiekeroog) Trautes Heim, Glück allein kann man dazu nur sagen :) Bei der Darstellung der wortkargen Norddeutschen musste ich schmunzeln, aber so sind wir nun eben manchmal. Gelungene Geschichte. Moppe oder Kloppe - Regina Schleheck (Borkum) Seltsame Bräuche können so manches Leben fordern. Ob es diese Tradition tatsächlich gibt, habe ich nicht überprüft, aber sie bietet eine interessante Idee für eine Kurzgeschichte und den Tod einer Figur. Das letzte große Ding - Jobst Schlennstedt (Langeoog) Zwei Männer wollen noch einmal ein großes Ding drehen. Endlich mal eine überraschende Wendung, die mir auch noch sehr gut gefallen hat. Ein Steuerfahnder - Jürgen Ehlers (Wangerooge) Steuerfahnder sind auch auf Wangerooge nicht beliebt. Ein Geschichte, bei dem der Autor dem Leser ganz schön viel 'Dumm Tüch' erzählt :) Weihnachten auf dem Festland:Warnung - Klaus-Peter Wolf (Norden) Tolle Idee um einen Grinch und seine Rache an nicht rechtschaffenden Menschen. Lässt sich gut lesen und ist ein interessanter Grundgedanke Das Buch endet mit den Autorenvorstellungen, bei der über jeden Autor ein paar Zeilen erzählt werden. Fazit: Nach der Hälfte der Geschichten war diese Anthologie für mich kein Weihnachtshighlight. Ich erwarte von Kurzgeschichten, dass mich am Ende etwas Überraschendes erwartet oder es etwas anderes Besonderes gibt. Dabei haben mich die meisten Geschichten leider enttäuscht. In der zweiten Hälfte haben mir im Großen und Ganzen die Erzählungen und deren Grundideen immerhin besser gefallen.

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