Licht am Ende des Tunnels

von Klaus-Peter Wolf 
3,3 Sterne bei47 Bewertungen
Licht am Ende des Tunnels
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Schönes Buch. Gute Einstellung des Opas. Aber unnatürliche Barbie-Püppchen mit rotem Lippenstift sind nicht schön. Männer auch nicht.

S

Spannend.

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Inhaltsangabe zu "Licht am Ende des Tunnels"

Auf wen soll man hören, wenn man niemandem auf der Welt vertrauen kann?

Als Robert von einem angeblichen Geschäftsfreund seines Vaters aus dem Internat abgeholt wird, ahnt der Junge nicht, dass er das Opfer einer brutalen Entführung werden soll.

Gefangen in einer abgeschiedenen Hütte irgendwo in den Schweizer Bergen, versucht Robert seinen Peiniger zu überlisten. Zwischen Opfer und Täter entspinnt sich ein dramatischer Psychokrieg, dessen Ausgang über Leben und Tod entscheidet.

(Dieser Text bezieht sich auf eine frühere Ausgabe.)

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596304325
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:184 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:15.09.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    DarthEnis avatar
    DarthEnivor 6 Monaten
    Licht am Ende des Tunnels

    In dem Buch "Licht am Ende des Tunnels" von Klaus-Peter Wolf berichtet der Ich-Erzähler Robert von seiner Entführung. Der Geschäftspartner seines Vaters, Freddy, holt ihn vom Internat ab und erzählt ihm, dass er ihn zu seinem Vater bringen soll. Schon nach kurzer Zeit merkt Robert, dass etwas nicht stimmt, und leider behält er Recht: Freddy hat ihn nicht abgeholt, sondern entführt.

    Manche Situationen im Buch sind ziemlich vorhersehbar und die Gefühle und Gedanken der anderen Figuren gehen teilweise völlig unter. Obwohl Robert 'Kontakt' mit seinem Opa hat, kommt er mir machmal doch zu mutig vor. Ich schätze ihn mal auf 11, 12 Jahre. Kann man in solch einer Situation wirklich so gelassen bleiben und ruhig nachdenken? Selbst wenn sein Opa ihn scheinbar gedanklich unterstützt, wirkt es auf mich übertrieben. Außerdem haben sich kleine Ungereimtheiten eingeschlichen. Für diejenigen, die das Buch noch nicht gelesen haben, möchte ich nicht zu viel verraten, deshalb nur mal das Beispiel: Freddy hat Robert an einen menschenleeren Ort gebracht und es wird mehrere Male betont, dass sich dort auch wirklich niemand anderes befindet. Warum aber findet Robert dann doch einen Hinweis, dass jemand in der Nähe war? (Stichwort: Höhle)

    Positiv war die Beschreibung der Verbindung zwischen Robert und seinem Opa. Dieser steht ihm auch nach seinem Tod noch in den scheinbar aussichtslosen Situationen bei. Er ist für Robert eine Art Schutzengel. Interessant fand ich auch die Andeutung der Wiedergeburt.

    Ganz ehrlich: Ich mag keine offenen Enden. Aber dieser Schluss hier ließ so viele Fragen offen, dass ich nach dem Lesen dachte: "Wie, das war es schon?" Das Ende kam so plötzlich, nach den ganzen Andeutungen und Hinweisen habe ich auf eine Auflösung gehofft. Wenn der Autor eine Fortzsetzung schreiben sollte, wäre es ja noch akzeptabel. Sollte er allerdings nicht vorhaben, ein weiteres Buch über Robert zu schreiben, hinterlässt dieses Ende einen recht negativen Eindruck.

    "Licht am Ende des Tunnels" ist ein Jugendbuch - und als solches ist es nicht schlecht. Der Schreibstil ist ziemlich einfach und lässt sich flüssig lesen, übertrieben "jugendlich" ist es meiner Meinung nach nicht, wie es in einigen anderen Jugendbüchern leider der Fall ist. Dennoch hat mich das Buch nicht vom Hocker gehauen.

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    Sanieinsanityvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Schönes Buch. Gute Einstellung des Opas. Aber unnatürliche Barbie-Püppchen mit rotem Lippenstift sind nicht schön. Männer auch nicht.
    Wenn die Klügeren immer nachgeben, werden die Schwachköpfe irgendwann die Welt beherrschen.


    Schönes Buch. Gute Einstellung des Opas. Mit Humor, spannend bis zum Schluss, flüssig, kein unnötiger Kitsch, spirituell angehaucht, realistisch. Doofes Ende, der arme Junge :/
    Alles schön zu lesen bis auf einen oberflächlichen Kommentar über eine Frau, roter Lippenstift, etc, und er denkt sich, schöne Frau oder so. Immer dieses Reduzieren von Frauen aufs Äußere, bei Männern wird das fast nie gemacht. Total unfair. Und sowieso - unnatürliche Frauen mit falscher auffälliger Farbe im Gesicht, wo nichts mehr natürlich aussieht, sollen schön sein? Ohje... In welcher Welt leben wir da.. =(

    Gute Zitate :
    Wenn die Klügeren immer nachgeben, werden die Schwachköpfe irgendwann die Welt beherrschen. 

    Nur Idioten haben keine Angst. Angst ist wichtig. Sie macht uns vorsichtig. Sie hält uns wach. 
    Ohne Angst, überfahren zu werden, würden die Leute einfach über die Straße laufen, ohne nach linke und rechts zu gucken. 
    Solange die Angst dich wachsam macht, ist sie dein Freund. 
    Aber wenn Angst zu groß wird, macht sie einen kopflos. Dann ist sie dein Feind. 
    Autor: Klaus-Peter Wolf

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    Schatzdosevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Spannend.
    Licht am Ende des Tunnels

    Mir hat das Buch am Anfang sehr gefallen. Der Autor vermittelt mit seiner Geschichte, dass man auch in scheinbar ausweglosen Situationen noch Hoffnung haben kann. Und das stellt er sehr schön über die enge Beziehung Roberts zu seinem (verstorbenen) Großvater dar.

    Bevor ich diese Rezension geschrieben habe, habe ich beim kurzen Überfliegen festgestellt, dass viele andere auch Probleme mit dem Ende haben. Es mag sein, dass ich im Moment sehr dünnhäutig bin, aber dieses Ende, bei dem nicht klar ist, ob der eigene Vater an Roberts Entführung der Drahtzieher war, finde ich für Jugendliche absolut ungeeignet. Mir war richtig schlecht, als ich am Ende angekommen war.

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    badwomans avatar
    badwomanvor 3 Jahren
    Eine neue Lebensaufgabe?

    Das Buch, aus der Sicht des jugendlichen Entführungsopfers Robert erzählt, ist sehr spannend und flüssig geschrieben. Von einem Mitarbeiter seines reichen Vaters entführt, erlebt Robert schlimme Tage in einer einsamen Berghütte mit einem Entführer, der immer nervöser und damit auch brutaler wird. Nur der "Kontakt" zum verstorbenen Großvater gibt Robert die Kraft und die Motivation zum Überleben. Nach seiner Flucht und Rettung wächst in ihm das Misstrauen gegen den eigenen Vater. Hat der etwas mit dem Verbrechen zu tun? Dieses Buch liest sich so leicht, dass ich es innerhalb kürzester Zeit durchgelesen hatte. Bis zum Schluss ist es spannend und das offene Ende lässt einen wirklich zweifeln: Hat Robert und damit auch der mitfiebernde Leser einfach zuviel Fantasie? Ich glaube ihm und seinem Opa gern, dass der Schutz seiner kleinen Schwester vor dem zwielichtigen Vater seine (Lebens-)Aufgabe ist. Diesen Thriller kann man mit gutem Gewissen weiterempfehlen!

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    razeruebes avatar
    razeruebevor 5 Jahren
    ein spannendes Jugendbuch

    Inhalt:

    Auf wen soll man hören, wenn man niemandem auf der Welt vertrauen kann? Als Robert von einem angeblichen Geschäftsfreund seines Vaters aus dem Internat abgeholt wird, ahnt der Junge nicht, dass er das Opfer einer brutalen Entführung werden soll. Gefangen in einer abgeschiedenen Hütte irgendwo in den Schweizer Bergen versucht Robert seinen Peiniger zu überlisten. Zwischen Opfer und Täter entspinnt sich ein dramatischer Psychokrieg, dessen Ausgang über Leben und Tod entscheidet.

    Fazit:

    Für Jugendliche ist dieses ein spannendes Buch, da es in der Ich-Form geschrieben ist und in seinen Gedanken werden sich viele Jugendliche wiederfinden. Für Erwachsene finde ich das Buch nicht so gut, da es doch recht vorhersehbar ist, da Robert sich nicht wie ein Kind seines Alters verhält, sondern wie ein Erwachsener, der schon alles erlebt hat.

    Die Geschichte beginnt mit der Beerdigung von Roberts Opa, zu dem dieser eine innige Bindung hatte. Diese scheint auch über den Tod hinaus zu gehen, denn Robert "spricht" mit seinem Opa bzw. dessen Seele. Das beginnt bei dessen Beerdigung, geht über Roberts Unfall, wo er lange im Koma gelegen hat bis zu seiner Entführung, wo sein Opa ihm immer Mut macht und ihn an Dinge erinnert, die die beiden zusammen gemacht haben und nun Robert dadurch Ratschläge geben, wie er seinen Entführer einwickeln und zu guter Letzt auch entkommen kann. Auch klärter ganz alleine so hopplahopp den Hintergrund seiner Entführung auf, nachdem er wieder zuhause ist, leider viel zu glatt und ohne Ecken und Kanten.

     

    Die Geschichte ansich ist gut und flüsssig zu lesen, leider ist das Verhalten von Robert überhaupt nicht seinem Alter angemessen. Das gibt der Geschichte wieder einen faden Beigeschmack, die sich ansonsten flott an einem Abend lesen lässt. Es fehlt nicht an Spannung und Action, die durch Roberts vorhersehbares Verhalten immer wieder minimiert wird.

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    Pageturnervor 6 Jahren
    Rezension zu "Licht am Ende des Tunnels" von Klaus-Peter Wolf

    Inhalt:
    Robert Sonntag ist Sohn eines Millionärs, der Vater geschäftlich viel unterwegs. Engste und wichtigste Bezugsperson für Robert war sein Opa, der jedoch nicht mehr lebt. Der Tod des Großvaters ist ein Schock für Robert, doch er stellt fest, dass der Großvater nicht ganz verschwunden ist, sondern ihm weiterhin in Notsituationen und bei Schwierigkeiten mit Rat und Tat zur Seite steht. Eine Nahtoderfahrung lässt Robert das Licht am Ende des Tunnels finden, nach dem er sich immer wieder sehnt, wenn das Leben zu kompliziert scheint. Eines Tages wird er vom Angestellten seines Vaters entführt, es geht um eine Lösegelderpressung. Von nun an muss Robert sehr stark und mutig sein und mit Hilfe der mystischen Anwesenheit/Gegenwart seines Großvaters durchhalten, überleben und versuchen zu fliehen, bevor er möglicherweise umgebracht wird.

    Meinung:
    Dieses Buch ist Jugendbuch und Thriller zugleich. Der mitreißende Schreibstil nimmt einen gefangen, so dass man das Buch bis zur letzten Seite nicht aus der Hand legen möchte. Durch die Ich-Perspektive an der Entführung teilzunehmen, ist ein spannendes Stilmittel. Man durchleidet mit Robert die Situation und kann seine Gefühlslage realistisch nachempfinden. Das Buch wird somit zum Vermittler. Lehrt es eine schwierige Situation zu meistern, den Mut nicht zu verlieren und letztendlich Durchhaltevermögen zu zeigen. Hier kann sicherlich sowohl die Jugend von den erfahrenen Menschen lernen, als auch umgekehrt. Der Ansatz, dass auch nebenbei die Themen Nahtoderfahrung, der Tod an sich und die familiäre Trauerbewältigung eine große Rolle spielt, hat mir an diesem Buch gut gefallen. Zum Teil finde ich Roberts Dialoge jedoch nicht wirklich seinem Alter entsprechend. Diese philosophischen Ansätze passen meiner Meinung nach nicht zu einem Jugendlichen, den ich altersmäßig zwischen 12- 15Jahren einschätzen würde.

    Cover und Titel:
    Die Covergestaltung gefällt mir für einen Thriller sehr. Der Blick durch das Schlüsselloch, durch das fahles Licht fällt, steht wunderbar für das sprichwörtliche Licht am Ende des Tunnels. Der Titel nimmt Bezug auf den Inhalt des Buches und erklärt sich somit beim Lesen selbst. Auch für sich genommen, zeigt der Titel einen Weg auf.

    Fazit:
    Das Buch bleibt aus meiner Sicht durchgehend spannend, die Erzählperspektive ist gut gewählt und es bleibt am Ende Raum für die eigene Interpretation, da das Ende halb offen ist. Eine mögliche Fortsetzung kann in Betracht gezogen werden.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Licht am Ende des Tunnels" von Klaus-Peter Wolf

    Der Roman "Licht am Ende des Tunnels" von Klaus-Peter Wolf wurde mir freundlicherweise vom arsEdition-Verlag zur Verfügung gestellt, worüber ich mich wieder herzlich bedanken möchte.
    Ich habe dieses Buch gestern in einem Rutsch durchgelesen und da ich mittlerweile das besondere Verantwortungsgefühl, das der Verlag gegenüber Kindern und Jugendlichen zeigt, kenne und schätze, bewerbe ich diesen Thriller gerne.
    Das Wort thriller in der ursprünglichen Wortbedeutung umfasst ja nicht, wie leider heute oft üblich, Krimis, die vor sinnloser Gewalt und Blut triefen, sondern to be thrilled bedeutet angeregt, aufgeregt, aufgerüttelt sein...und das erreicht dieser Roman, der eigentlich sogar zwei Stories beherbergt, die dem Leser keineswegs das eigene Denken und Fühlen abnehmen, sondern gerade dazu anstacheln.
    Mehr kann und sollte ein gutes Buch ja wohl auch kaum leisten.

    Zum Inhalt in Kürze: Peter Sonntag, Sohn eines einflußreichen Großfabrikanten von sanitären Einrichtungen, wird im Alter von 10 Jahren durch den Tod seines Opas zum Millionenerbe, da dieser das Unternehmen seinem Enkel direkt überschrieb und dessen Vater nur so lange weiter als Geschäftsführer einsetzte, bis Robert volljährig sein wird. Zwischen Opa und Enkel bestand schon seit jeher eine tiefe Beziehung, ja im Grunde war der Großvater für das Kind die einzige Bezugsperson, da seine Eltern ihn zwar mit materiellen Dingen beglückten, sich ansonsten aber nie wirklich Zeit für ihn nahmen.

    Schon auf der Beerdigung hat Robert das Gefühl, sein Opa sei nicht gänzlich von ihm gegangen, sondern kommuniziere als eine Art Schutzgeist noch weiterhin mit ihm, besonders in gefährlichen Situationen. Eine solche tritt dann auch tatsächlich bei einem Reitunfall ein: Robert stürzt schwer und fällt ins Koma. Wie in vielen Berichten von Komapatienten schon zu lesen war, sieht auch er einen dunklen Tunnel mit einem verheißungsvollen Licht am Ende. Robert verspürt den unwiderstehlichen Wunsch, zu diesem Licht zu kommen, doch sein Opa erscheint ihm und bittet ihn, diesen Weg noch nicht zu gehen, da er noch eine Aufgabe zu erfüllen habe. Robert kommt voller Vertrauen in seinen Großvater dieser Bitte nach und erwacht wieder aus dem Koma.
    Sein Körper erholt sich auch schnell wieder von den Folgen des Reitunfalls, seine Seele erscheint ihm aber vom Körper abgetrennt. Ja, es kommt ihm vor, als stünde er ständig neben sich und sei nie wirklich ganz bei der Sache.

    Mit niemandem kann er über seine Nahtoderfahrung wirklich reden, manchmal kommt es ihm sogar selbst so vor, als bilde er sich alles nur irgendwie ein. Mit 14 Jahren schieben ihn seine Eltern, die mittlerweile durch allzu viele eigene Probleme noch weniger Ambitionen zeigen, sich mit ihrem Kind wirklich auseinander zu setzen, in ein schweizer Internat ab.

    Doch da geschieht es: Robert wird von einem ehemals engen Mitarbeiter seines Vaters entführt und in einer abgelegenen Berghütte ohne jeglichen gewohnten Komfort in einer Bretterkiste, die einem Sarg gleicht, gefangen gehalten. Als eine Übergabe des geforderten Lösegeldes scheitert, dreht der Entführer völlig durch und läßt Robert in der Bretterkiste allein zurück. Nur durch hohe eigene Lebenswillenskraft und den massiven Mutzuspruch des Geistes seines Opas gelingt ihm völlig entkräftet die Flucht. Doch wiedereinmal kann er niemandem wirklich klar machen, was ihm tatsächlich geholfen hat und er muss zusätzlich feststellen, dass mit seiner Entführung offenbar auch nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Seine eigene Mutter ist offenbar von einem anderen Mann schwanger, von dem sie sich aber nach Roberts Rettung trennt, um äußerlich wieder eine heile Familie ab zu geben, in Wahrheit gehört allerdings ihre volle Konzentration nur noch ihrem ungeborenen Töchterchen. Es bestehen außerdem starke Indizien dafür, dass Roberts eigener Vater aus materiellen Gründen die Entführung nicht nur inszeniert, sondern auch den eventuellen Tod seines einzigen Sohnes billigend in Kauf genommen hat.

    An dieser Stelle endet der Roman und überläßt dem Leser jede weiterführende Spekulation. Robert ist allerdings nach der Geburt seiner Schwester klar geworden, worin die Aufgabe besteht, von der sein Opa gesprochen hatte.

    Ich finde dieses Buch toll. Zum einen halte ich nichts davon, Kinder in Watte zu packen, um sie vor jeglichen (auch schlimmen) Erfahrungen zu schützen und macht-und habgierige Menschen (die auch mal der eigene Vater sein können) gibt es nun einmal in dieser Welt. Die Entführung ist von dem Autor so geschrieben, dass man als Jugendlicher mitdenkt und mitfiebert, ob Robert die Flucht gelingt, aber unterschwellig schon ahnt, dass es klappen wird. Einige Überraschungen sind allerdings auch unvorhersehbar und machen die Geschichte dadurch nur glaubwürdiger.

    Zum anderen hat das Buch einen sehr guten ethischen Ansatz, über den man sich nicht nur als Jugendlicher Gedanken machen kann. Ob man nun an Wiedergeburt, Seelenwanderung etc. tatsächlich glaubt oder nicht, ob sich Robert - wie er selbst manchmal glaubt - den seelischen Mutmacher in Form des Geistes seines Großvaters nur eingebildet hat oder es so etwas tatsächlich gibt. Auf jeden Fall hat es dem entführten Robert geholfen, seine Situation realistischer einzuschätzen und sich zur Wehr zu setzen. Der Glaube daran, dass man sein Leben ohne zu große lähmende Ängstlichkeit selbst meistern kann und muss und die Hoffnung darauf, dass die eigene Seele sich durch mehrfache Wiedergeburten vervollkommnen kann, schaden niemanden - im Gegensatz zu so manchen einengenden, bevormundenden und somit bedrückenden, unfrei machenden religiösen Glaubensvorstellungen, die oft mit ihren sinnlos angedrohten Strafandrohungen allerhöchstens Menschen unterdrücken wollen, aber ganz sicher nicht zu einem eigenständig gewachsenem Selbstbewußtsein und innerer Stärke führen.

    Kurzum: Ich denke, es wäre eine gute Idee, mit seinen Kindern oder Enkelkindern nach der Lektüre des Romans gemeinsam darüber zu dikutieren, denn es enthält eine Menge Denkanstöße, über die man sehr gut weiterführende Gespräche zusammen führen kann. Auch als moderne Lektüre im Deutschunterricht empfinde ich das Buch als sehr gut geeignet.

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    anywayss avatar
    anywaysvor 9 Jahren
    Rezension zu "Licht am Ende des Tunnels" von Klaus-Peter Wolf

    Robert Sonntag der II. , benannt nach seinem über alles geliebten Opa, muss in seinem jugendlichen Leben schon eine Menge Schicksalsschläge überstehen. Sein Opa stirbt und er steht mit seiner Trauer ziemlich allein da. Dann hat er einen Reitunfall der ihn für Monate ins Koma versetzt, und da begegnet ihm das "Licht zum Tunnel " zum ersten Mal.Aber er kämpft und überlebt seine schwere Krankheit, vielleicht auch mit Hilfe seines Opa's dessen geisterhafte Anwesenheit ihm die Reise in den Tunnel schlicht verbietet. Nach erfolgreicher Genesung muss er allerdings feststellen, das seine Eltern sich getrennt haben, und er jetzt in ein Internat abgeschoben wird. Er findet dort wenig Anschluss und ist deshalb hocherfreut, das der Geschäftspartner seines Vaters in abholt um mit ihm in die Schweizer Berge zu fahren, dort soll er mit seinem Vater die Ferien verbringen.Doch warum hat sein Vater im keine SMS geschickt, und warum darf er nicht telefonieren, ist es vielleicht eine Entführung...?

    Als Thriller würde ich das Buch nicht bezeichnen.Die Geschichte um die Entführung ist zwar gut aufgebaut driftet zum Ende aber in Unglaubwürdigkeit und haarsträubenden Geschichten ab. Auch fehlt mir ein Hinweis auf das Alter von Robert, stellenweise klingt er wie ein kleines Kind, um dann mit verblüffenden Fachwissen ( Medizin und Kriminalistik) zu verwirren.

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    bibliomaniacs avatar
    bibliomaniacvor 9 Jahren
    Rezension zu "Licht am Ende des Tunnels" von Klaus-Peter Wolf

    Der Autor: Klaus-Peter Wolf wurde als kleiner Junge zu unrecht verdächtigt, bei einer Klassenarbeit geschummelt zu haben. Es gelang ihm, mit kriminalistischem Spürsinn, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Immer wieder löste er dann geheimnisvolle Fälle, statt seine Schularbeiten zu machen. Kein Wunder, dass aus ihm ein Kriminalschriftsteller wurde. Er hat zahlreiche Krimis fürs Fernsehen geschrieben, u.a. für die Reihen "Tatort", und "Polizeiruf110". Seine Bücher wurden in 22 Sprachen übersetzt und mehr als acht Millionen Mal verkauft.

    Der Klappentext: Als Robert von einem angeblichen Geschäftsfreund seines Vaters aus dem Internat abgeholt wird, ahnt der Junge nicht, dass er das Opfer einer brutalen Entführung werden soll.

    Gefangen nin einer abgeschiedenen Hütte irgendwo in den Schweizer bergen, versucht Robert seinen Peiniger zu überlisten. Zwischen Opfer und Täter entspinnt sich ein dramatischer Psychokrieg, dessen Ausgang über Leben und Tod entscheidet.

    Meine Meinung: Das Buch lässt sich flüssig lesen, ist leicht verständlich geschrieben. Die Psyche von Robert sehr gut beschrieben. Die Frage nach dem gibt es ein Leben nach dem Tod? können wir Kontakt zu den Toten aufnehmen? Lassen wir uns tatsächlich soweit beeinflussen , dass man tatsächlich an Geister glaubt? stellt sich in diesem Roman.Robert stand seinem Opa sehr nahe , und nur er bedeutete ihm was. Er hat wärend der Enführung all das Wissen, was er von seinem Opa hatte, in einen Geist projiziert, mit dem er dann kommunizierte, und meinte es wäre sein Opa. Wenn man in so einer Lage wie Robert ist greift man wirklich nach jedem Strohhalm um sein eigenes Leben zu retten, auch wenn es nur die Einbildung eines Geistes ist.

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    Sanris avatar
    Sanrivor 9 Jahren
    Rezension zu "Licht am Ende des Tunnels" von Klaus-Peter Wolf

    Natürlich ist Licht am Ende des Tunnels kein richtiger Thriller, mit übermäßig viel Spannung, Action oder Momenten zum Gruseln. Doch Klaus Peter Wolf ist auch vielmehr für seine Jugendbücher bekannt, als solches dieser Roman sicher auch gelesen werden sollte.

    Für ein jüngeres Publikum bietet die Geschichte um die Entführung des Teenagers Robert bestimmt genug Thrill und ist meiner Meinung nach sehr gelungen. Der Roman ist von Anfang bis Ende spannend und durch die psychologischen Elemente (Robert bittet seinen verstorbenen Opa um Rat) sehr interessant und lässt dem Leser eigenen Interpretationsspielraum. Ebenso das offene Ende gibt Anstoß zum Nachdenken: War wirklich Roberts Vater Drahtzieher bei der Entführung seines eigenen Sohnes, oder hat er eine so blühende Fantasie, dass er sich Verschwörungstheorien ausmalt und ist nur ein einsamer Junge, der seinen besten Freund verloren hat?

    Ich habe mit etwa 15 Jahren Wolfs Feuerball mit großer Begeisterung gelesen und hätte mit Sicherheit auch deisen Roman verschlungen. Doch auch für Erwachsene eine spannende Story, die man schnell mal zwischendurch lesen kann.

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