Klaus Bernhardt

 4.6 Sterne bei 21 Bewertungen

Lebenslauf von Klaus Bernhardt

Klaus Bernhardt arbeitete viele Jahre als Wissenschafts- und Medizinjournalist, bevor er Heilpraktiker für Psychotherapie wurde. Er leitet in Berlin eine Praxis für Psychotherapie und hat sich auf die Behandlung von Angsterkrankungen spezialisiert. Er ist Mitglied der Akademie für neurowissenschaftliches Bildungsmanagement (AFNB) und der Initiative Neues Lernen eV. (INL).

Quelle: Verlag / vlb

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Rezension zu "Depression und Burnout loswerden" von Klaus Bernhardt

Umdenken
Sophia!vor 15 Tagen

Depression, Burnout, Angststörungen … Seelische Tiefs sind längst zu einem festen Bestandteil unserer modernen Gesellschaft geworden. Sie rauben Energie, machen handlungsunfähig und stürzen eine Vielzahl an Menschen in dunkle Abgründe, aus denen es schier keinen Ausweg mehr zu geben scheint. Jeder fünfte Deutsche ist mittlerweile gefährdet, an einer Depression zu erkranken und dabei spielen Alter, Status oder Erfolg absolut keine Rolle. Es kann jeden treffen. Umso wichtiger ist eine bewusste Auseinandersetzung mit Ursachen und wirksamen Gegenmaßnahmen, damit ein seelisches Tief gar nicht erst entsteht oder sich so bald wie möglich wieder verzieht. 




Klaus Bernhardt, der als Heilpraktiker für Psychotherapie tätig ist, präsentiert in diesem Ratgeber keineswegs nur relevante Fakten zu den Erkrankungen Depression und Burnout. Vielmehr werden ganz konkrete Techniken vorgestellt, den seelischen Tiefs zu begegnen. Betroffene, Angehörige oder potenziell Gefährdete profitieren von einer überaus klaren Struktur der jeweiligen Einzelkapitel, einer anschaulichen Sprache und präzisen Anleitungen zum Aktivwerden. 




Thematisch beginnt Bernhardt mit einer Darstellung der grundlegenden Verschiedenheit von Depression und Burnout mitsamt einer Erklärung der unterschiedlichen Auslöser. Die Leser werden eingeladen anhand eines Selbsttests herauszufinden, welcher Seite sie sich eher zuordnen würden. Hilfreich ist die Kategorisierung Zweckpessimist und Perfektionist. Dabei wird eine gezielte Reflexion des eigenen Denkens initiiert: Bin ich ständig wachsam und darauf vorbereitet, schon wieder enttäuscht zu werden? Oder habe ich als „Macher“ immer wieder das Gefühl, mehr tun zu müssen, auch dann, wenn die Zeit sowieso schon knapp ist?




Überaus anschaulich wird das Gefahrenpotenzial einer negativen Einstellung aufgezeigt, denn wenn sich unser Denken einzig und allein in negativen Bahnen bewegt, ist unser Gehirn regelrecht darauf trainiert, nur noch Negatives wahrzunehmen. Es folgt eine wichtige Erkenntnis:


„Negatives Denken und Zweckpessimismus schützen weder vor unangenehmen Erfahrungen noch reduzieren sie den empfundenen Schmerz.“ Eine gewinnbringende Hilfe kann also sein, alte Denkmuster aufzubrechen und dadurch zu einer Mobilisierung jener Gehirnregionen beizutragen, sie ansonsten kaum aktiv sind. 




Es handelt sich bei Bernhardts Ausführungen glücklicherweise nicht um eine additive Auflistung rein wissenschaftlicher Fakten oder den bloßen Ratschlag, positiv zu denken, sondern um konkrete Handlungsimpulse und Tipps, wie es tatsächlich gelingen kann, wirklich etwas gegen seelische Tiefs zu tun. 


Er benennt zahlreiche Entstehungsursachen für sowohl Depressionen als auch Burnout und bietet für jede Ursache gleichzeitig Lösungsvorschläge. Hierbei wird beispielsweise ein verändertes Sozialverhalten ausgelöst durch die vermehrte Nutzung von Social Media in den Blick genommen. Was passiert, wenn wir uns ständig mit anderen vergleichen und wie können wir wirksam gegensteuern? Lohnenswert ist außerdem die Beschäftigung mit Nebenwirkungen bestimmter Arzneien, mit der Bedeutung einer extrem zuckerhaltigen Ernährung oder der positiven Rolle von Vitaminen. Konkrete Lösungen werden z.B. auch bei verdrängter Trauer, einem übersteigerten Perfektionismus oder Schlafstörungen aufgezeigt. 




Während der Lektüre gelingt es letztlich sogar, sich von schädlichen Generalisierungen und Glaubenssätzen, wie „Das bringt doch alles sowieso nichts“, zu verabschieden. Besonders hilfreich sind ebenfalls mögliche Gedanken, die eine Umwandlung der negativen Variante darstellen, die einem häufig durch den Kopf geht, und alleine schon beim Lesen einen Anstoß zum Umdenken geben. 




Fazit: Der beste Ratgeber, den ich zu dieser Thematik bisher gelesen habe. Er beinhaltet richtig gute Tipps, die sich leicht umsetzen lassen, bis hin zu richtig guten Gedanken, die direkt aufgenommen und übernommen werden können, damit es schnell wieder gelingt zu spüren, dass es einem gut geht. Überaus empfehlenswert!

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Rezension zu "Depression und Burnout loswerden" von Klaus Bernhardt

Ein leicht verständlicher Ratgeber, sowohl für Erkrankte, als auch für Behandelnde geeignet.
royalbooksvor 3 Monaten

Der Autor Klaus Bernhardt ist Heilpraktiker und Wissenschaftjournalist, er weiß also wovon er spricht. Leicht verständlich erklärt er, dass man Depressionen und Burnout nicht gleichsetzen kann. In diesem Atemzug schildert er, wie sich die beiden von ihm angeratenen Therapien unterscheiden.

Mir gefällt der wissenschaftliche Ansatz in diesem Buch sehr gut, daran merkt man, dass der Ratgeber nicht einfach so herunter geschrieben wurde. Klaus Bernhardt hat sich hier tiefgehend mit den Thematiken befasst und hat daher eine Mischung aus thematischen Studien, Therapieansätzen und Coaching geschaffen. Die häufigsten Ursachen von Depression und Burnout werden in jeweils einem großen Kapitel beschrieben – dabei wird Erstaunliches zu Tage gebracht. Zum Beispiel die Depressions-fördernde Nebenwirkung vieler Medikamente oder auch die enorme Bedeutung von Bewegung, Schlaf und Ernährung. Manche Inhalte sind neu, andere lange bekannt, Klaus Bernhardt hat die Faktenfülle hervorragend strukturiert und auch medizinischen Laien zugänglich gemacht.

Betroffene werden nach dem Lesen der ersten Kapitel eine Idee haben, wo die Ursachen ihrer depressiven Situation liegen, psychotherapeutisch Kundige werden zum Thema Depression einiges an Inspiration mitgenommen haben. Die weiteren Kapitel beschäftigen sich mit den Möglichkeiten, der Depression und dem Burnout aktuell und präventiv ein Schnippchen zu schlagen. Der Autor stellt Techniken aus Therapie und Coaching vor, die hilfreich sein können – auch wenn deutlich wird: Eine Depression ist nicht mit einem Handbuch zu behandeln (wobei: Wer will das schon wissen…?), es ist gut, sich begleiten zu lassen, damit aus gewonnenen Erkenntnissen Handlungen werden können.

Alle Anregungen und Inspirationen zielen freundlich aber bestimmt darauf ab, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen und sich auf die Socken zu machen, nach Ursachen und Lösungen für schwierige Phasen, welchen Namen die Wissenschaft ihnen auch immer geben mag, zu suchen.

Depression und Burnout loswerden ist ein sehr gelungenes Ermutigungsbuch für von Depression, Erschöpfung und dergleichen Ungemach Betroffene und eine Inspiration für Therapeut*innen, vor allem Heilpraktiker und Coaches. Die Rezensentin kennt jedenfalls einige Menschen aus beiden "Abteilungen", denen das Buch mit ziemlicher Sicherheit eine Hilfe sein wird.

Fazit:
Ein leicht verständlicher Ratgeber, sowohl für Erkrankte, als auch für Behandelnde geeignet.

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Rezension zu "Depression und Burnout loswerden" von Klaus Bernhardt

Wichtiges Buch zu einem wichtigen Thema
DavinaCavusvor 3 Monaten

Ich entdeckte das Buch von Klaus Bernhardt, zuerst dachte ich "kann dir ein Buch helfen?". Aber was solls, schaden konnte es ja auch nicht - und das hat es nicht! Es geht im Buch "Depression und Burnout loswerden" nicht nur um das loswerden an sich, sondern auch um die Entstehung. Helfen Psychopharmaka wirklich? Meiner Meinung nach nicht - ich hab zwei durch. Das eine schenkte mir 15kg mehr auf den Rippen, was den Fortschritt meiner Heilung natürlich meilenweit zurückwarf, denn natürlich geht die Gesundheit vor, aber ein Medikament was dich dick werden lässt kann weder gut für den Körper, noch für die Psyche sein. Das andere machte einfach nichts außer schwindel, also auch nicht wirklich das Gelbe vom Ei - so beschloss ich, die Tabletten abzusetzen (natürlich nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt - niemals von heute auf morgen einfach weg lassen) und mich mit dem Thema auseinander zu setzen. 

Klaus Bernhardt's Buch hat mir dabei tatsächlich sehr geholfen. Wie? In dem ich verstaden habe, wie die ganze Erkrankung zu stande kommt, welch einen Prozess der Körper durchläuft und in welcher Zeit sich dieser Scherbenhaufen angesammelt hatte. Was dazu führt sich klar zu machen, wie lange es dauern wird, diesen Scherbenhaufen wieder zu beseitigen - ich brauchte 6 Monate, doch dies ist nicht das Ende. Man sollte sich immer und zu jeder Zeit um sich selbst kümmern und auf sich und seinen Körper (sowohl psychisch als auch physisch) aufpassen!

Klaus Bernhardt geht allem auf dem Grund, berichtet Praxisnah und gibt wirklich tolle Tips um zB seine Schlafgewohnheiten zu ändern, sein Handy sinnvoll zu nutzen und spricht auch über das Thema Ernährung im bezug zu depressionen. Sein Schreibstil ist toll zu lesen, leicht zu verstehen und auch trotz ein paar Fachbegriffen, kann man dem ganzen Buch auch als laie leicht folgen. Hinten im Buch gibt es zusätzlich ein ausführliches Quellenverzeichnis, welches auf die ausgeprägte Recherche zu dem Buch hinweist.


Ich kann euch das Buch wirklich nur ans Herz legen - egal ob ihr betroffen seid oder nicht, denn es hilft auch angehöhrigen ihre Familienmitglieder oder Freunde besser zu verstehen und ihnen evtl sogar mit Rat und Tat zur Seite zu stehen!

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