Klaus Brinkbäumer Der Traum vom Leben

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Inhaltsangabe zu „Der Traum vom Leben“ von Klaus Brinkbäumer

Wie verzweifelt müssen Menschen sein, um ihre Heimat, ihre Familien, ihre Kinder zu verlassen? Um sich auf eine Odyssee zu begeben, deren Ausgang ungewiss ist? Um sich, wenn sie tatsächlich das kalte, unwirtliche Europa erreichen, als sogenannte illegale Einwanderer verstecken zu müssen oder als Zwangsprostituierte ausgebeutet zu werden? Klaus Brinkbäumer ist auf der zentralen Route der Flüchtlinge quer durch sieben afrikanische Staaten gereist. Er erzählt die Geschichte seines Begleiters John Ampan aus Ghana, der damals fünf Jahre bis Europa brauchte, weil er deportiert, in der Wüste ausgesetzt und ins Gefängnis gesteckt wurde; er erzählt von Jane Aimufua aus Benin-City, die ihre drei Kinder zurückließ, um in Europa Geld für sie zu verdienen; und er erzählt von all den Menschen, denen er unterwegs begegnet ist, auf den Lastwagen, in der Sahara und in den Bergen, in den Kellern von Agadez, in den Gassen von Tanger. »Der Traum vom Leben« ist ein Buch über Afrika, über die Hoffnungen von Menschen, ein Buch auch über Europa und die Realität unserer Politik.

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  • Rezension zu "Der Traum vom Leben" von Klaus Brinkbäumer

    Der Traum vom Leben
    Kermunto

    Kermunto

    21. September 2009 um 22:55

    Afrika, irreguläre Migration

  • Rezension zu "Der Traum vom Leben" von Klaus Brinkbäumer

    Der Traum vom Leben
    Liisa

    Liisa

    07. May 2007 um 02:05

    Schon seit Jahren begleiten uns Nachrichten über Flüchtlinge oder besser Migranten aus Afrika, die versuchen in die inzwischen sog. »Festung Europa« zu gelangen. Immer wieder verlieren sie dabei auch ihr Leben. Letztes Jahr häuften sich die Meldungen und leider auch die Zahl der Toten. Bilder von Stränden an denen völlig entkräftete Afrikaner angespült wurden umgeben von halbnackten Touristen, die versuchten so gut es ging zu helfen, flimmerten über die TV-Bildschirme. Die betroffenen Regierungen unternahmen und unternehmen weitere Anstrengungen um solche »Szenen« in Zukunft zu verhindern. Tatsächlich ist das Augenwischerei, denn das, was wir sehen, sind nur die ersten kleinen Wellen einer in Zukunft mit Sicherheit anschwellenden Flutwelle von Afrikanern, die ihr Glück versuchen werden, wieder und wieder und wieder - und leider werden viele diese Versuche auch mit ihrem Leben bezahlen. Klaus Brinkbäumer hat zusammen mit dem Wittener Fotografen Markus Matzel versucht eine solche »Flucht« zu rekonstruieren. Zusammen mit dem Ghanaer John Ampah (heute) Ampan, der diese Reise vor 14 Jahren erfolgreich gemeistert hat, allerdings schon damals unter schwierigsten Bedingungen. Heute haben sich die »Reisebedingungen« für diese Flüchtlinge um ein Vielfaches verschärft. Klaus Brinkbäumer zeigt Afrika und seine Probleme ungeschönt, er benennt die Gründe für Afrikas Probleme und keine der beteiligten Parteien kommt dabei ungeschoren davon. Durch die Gespräche mit Afrikanern entlang der Route erfahren die Leser etwas über die Hintergründe solcher Fluchten, warum die Afrikaner von Europa träumen und alles auf eine Karte setzen, um es zu erreichen und wie es ihnen ergeht, wenn sie es tatsächlich bis dorthin schaffen. Es ist ein düsteres Bild, das sich da abzeichnet und leider muss, wer Afrika kennt - und es nicht romantisch verklärt - diesem Bild zustimmen. Trotzdem sollte man versuchen sich nicht völlig vom Optimismus abzukehren und Afrika jegliche Chance zur Verbesserung seiner Verhältnisse absprechen. Teilweise sind mir Brinkbäumers Schlussfolgerungen dann doch etwas zu pessimistisch. Ja, die Probleme sind da und sie sind überwältigend groß und jeder der halbwegs ehrlich ist, und versucht sich vorzustellen, er wäre in Afrika zuhause, wird zugeben, dass er, wäre er jung und sähe eine winzige Chance es in ein vermeintlich besseres Leben nach Europa zu schaffen, es genauso versuchen würde. Noch eines macht Brinkbäumer mehr als deutlich - die Flüchtlinge sind nicht Afrikas Problem alleine, sind auch nicht das alleinige Problem der Mittelmeerländer, in denen die meisten Flüchtlinge »anlanden« - wir können uns nicht abwenden und so verhalten als ginge uns das Ganze (fast) nichts an. Die Flüchtlingsströme gehen auch uns etwas an und die bisherigen Ansätze diese Ströme abzuwehren oder zu kanalisieren sind zum Scheitern verurteilt. Es braucht andere Lösungswege und vor allem auch den Mut, sie zu gehen. Es steht allerdings leider zu befürchten, dass Europa weiter versuchen wird sich zu verbunkern - eine Zeit lang mag das funktionieren aber am Ende wird diese Taktik scheitern und was dann? Es ist Brinkbäumer und John Ampan zu danken, dass sie die Strapazen auf sich genommen haben, um dieses Buch zu schreiben und es ist zu wünschen, dass viele dieses Buch lesen, um zumindest ein etwas besseres Verständnis von dem zu gewinnen, was sich in Afrika und an den Grenzen Europas abspielt.

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