Klaus Cäsar Zehrer

 4.4 Sterne bei 81 Bewertungen
Autor von Das Genie, Bilden Sie mal einen Satz mit ... und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Klaus Cäsar Zehrer

Das Genie

Das Genie

 (48)
Erschienen am 23.08.2017
Bilden Sie mal einen Satz mit ...

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 (16)
Erschienen am 01.05.2007
Hell und Schnell

Hell und Schnell

 (9)
Erschienen am 01.12.2006
Der Kackofant

Der Kackofant

 (7)
Erschienen am 01.04.2011
Maxi Pixi 210: Der Kackofant

Maxi Pixi 210: Der Kackofant

 (1)
Erschienen am 18.03.2016
Das Genie

Das Genie

 (0)
Erschienen am 28.08.2019

Neue Rezensionen zu Klaus Cäsar Zehrer

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Rezension zu "Maxi Pixi 210: Der Kackofant" von Klaus Cäsar Zehrer

schöne Geschichte
xxxSunniyxxxvor 20 Tagen

Nachdem wir unzählige Maxi Pixi Bücher verschlungen haben, haben wir dieses entdeckt. Alleine bei diesem Titel könnte ich mich immer wieder aufs neue Totlachen. Dieses liegt bei uns auf der Toilette damit auch unsere Gäste sich köstlich darüber amüsieren können. Besonders die Reimform fand ich hier sehr gut gemacht. Es sind kleine kurze Texte die mit aussagekräftigen Bilder bei uns punkten konnten.  Ich denke jeder der es ein paar mal gelesen hat wird es genauso lustig finden wie wir. Ansonsten eine tolle Geschichte die wir nur weiterempfehlen können.

Für diesen kleinen Preis bekommt man eine tolle Geschichte geboten. Durch das handliche Format passt es perfekt in eine Wickeltasche und ist gut handelbar für meinen kleinen Sohn. Auch hier fand ich die Geschichte wieder sehr unterhaltsam gestaltet und mein Sohn hatte viel Spaß dabei. Die Illustrationen waren auch diesmal wieder sehr farbenfroh gestaltet und es gab viele tolle Sachen zu entdecken, die das Kinderherz höher schlagen lassen.


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Rezension zu "Das Genie" von Klaus Cäsar Zehrer

Die Lebensgeschichte des "Wunderjungen" W.J. Sidis
Vorleser2vor 2 Monaten

Der Roman beruht auf der Lebensgeschichte des „Wunderjungen“ William James Sidis. Er lebte von 1898 -1994 und war das geniale Opfer der Erziehungsmethode seiner Eltern. Sein Vater Boris Sidis kommt aus einer guten ukrainischen Familie. Als er während seines Unterrichts in der Schule mit dem Gesetz in Konflikt gerät, kommt er 1886 als mittelloser Einwanderer nach Abbüssung seiner Haftstrafe nach New York. Boris besticht mit seinem Ehrgeiz und seiner sehr schnellen Auffassungsgabe. Er glaubt, dass jeder Mensch, die richtige Lernmethode vorausgesetzt alles lernen kann. Und mittlerweile Havard-Absolvent und berühmter Psychologe, der als erster die Möglichkeiten der Hypnose erkennt, ist er selber der perfekte Beweis für seine Theorie. Er verfügt über alle erforderlichen Eigenschaften: „Fleiß, Selbstdisziplin, Ausdauer und die wichtigste von allen, Lernbereitschaft“. 

Als William James, genannt Billie, geboren wird, wird er zum Erziehungsexperiment für seine Eltern. Und es scheint zu gelingen: Während andere Kinder spielen und kindlich sind, gibt es für Billie nur lernen. Denn „normal“ darf Billie auf keinen Fall sein. Er muss nach dem Höchsten streben, nach Vollkommenheit. Und dazu braucht es einer „neutralen Atmosphäre“, also kein Spielzeug, Bilder, Deckchen oder Vasen. Jedes Gespräch dient dem lernen, seinem „subwaking self“. Und es scheint zu funktionieren, Billie macht mit acht Jahren seinen High-School Abschluss, kommt in die „Wundergruppe“ nach Havard, wird von internationalen Wissenschaftlern anerkannt. Aber Billie macht keine Abschlüsse, sammelt keine Lobeshymnen, denn ihm hat die sozial-emotionale Komponente in seiner Erziehung gefehlt. Billie ist menschenscheu, widersetzt sich allen Regeln guten Benehmens und fällt immer wieder unangenehm durch sein ungestümes und unfreundliches Verhalten auf ... mehr dazu bei www.dievorleser.blogspot.de

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Rezension zu "Das Genie" von Klaus Cäsar Zehrer

Faszinierend und eindrucksvoll
himbeerbelvor 5 Monaten

William James Sidis war ein US-amerikanisches „Genie“ mit geschätztem IQ von 250, das mit 18 Monaten Zeitung lesen konnte, mit fünf Jahren acht Sprachen (darunter eine selbst erfundene) sprach und mit elf Jahren der jüngste Harvard-Student aller Zeiten war. Er wurde am 1. April 1898 in New York City geboren und verstarb mit 46 Jahren am 17. Juli 1944 in Boston, Massachusetts.

In seinem Debütroman „Das Genie“ erzählt Klaus Cäsar Zehrer die ebenso faszinierende, wie nachdenklich machende Geschichte dieses „Wunderkindes“. Der Roman beginnt mit dessen Vater Boris Sidis, der aus dem russischen Kaiserreich 1887 nach Amerika emigriert und dort Dank seiner Wissbegierde und Intelligenz ein völlig neues Leben beginnt, indem er sich anhand von Büchern vieles erarbeitet und schließlich auch zu akademischen Titeln gelangt.

„Für einen intelligenten Menschen ist Wissen wie ein zahmer Vogel. Er muss nur seine Sinne öffnen wie ein Fenster, dann fliegt es ihm zu, frei und leicht, und bleibt für immer.“ (S. 62)

Schließlich ist er als bekannter Psychologe davon besessen, „die Menschheit von ihrer schlimmsten Seuche zu befreien, der Dummheit, und somit zugleich vom verrohten Sohn der Dummheit, dem Krieg.“ Er glaubt den universalen Impfstoff gegen die Dummheit in einer Erziehungsmethode entdeckt zu haben und probiert diese von Geburt an bei seinem Sohn William James aus, der sich schnell zu einem hochbegabten Kind entwickelt. Durch Anwendung der Sidis-Methode könnten alle Kinder die gleichen Fähigkeiten entwickeln wie sein Sohn, behauptet er. Doch als William älter wird bricht er mit seinen Eltern und seiner Vergangenheit. Er weigert sich, seine Intelligenz einer Gesellschaft zur Ver­fügung zu stellen, die von Ausbeutung, Profitsucht und Militärgewalt beherrscht wird. Stattdessen versucht er, sein Leben nach eigenen Vorstel­lungen zu gestalten – mit aller Konsequenz.

Während ich zu Beginn des Romans noch Bewunderung für die Hartnäckigkeit und den unerschütterlichen Lernwillen des Boris Sidis und seiner späteren Frau empfinden konnte, schlug dies um, als sie ihre Erziehungsmethode an dem eigenen Kind ausprobieren. Schnell erkennt man beim Lesen, welche entscheidende Zutat der Sidis-Methode fehlt, die den Verstand über alles stellt. Man erlebt ein unglaublich kluges, aber auch sehr schrulliges und enorm einsames Kind, das einzig und allein ein Produkt seiner Eltern ist und trotz Intelligenz dem Leben nicht so recht gewachsen ist. So sehr das Wunderkind in den ersten Jahren zumindest in der Denkleistung brilliert, so sehr betrübt es erkennen zu müssen, dass der Junge dies mit einer nie gelebten Kindheit bezahlen muss und von den Eltern schließlich sogar beschuldigt wird, für das Scheitern der Sidis-Erziehungsmethode allein verantwortlich zu sein.

Man mag sich eigentlich lieber keine Gedanken darüber machen, was geschehen wäre, wenn das Ergebnis ein anderes gewesen wäre und Boris Sidis mit seiner Theorie, dass alle Säuglinge ab der Geburt die gleichen geistigen Startbedingungen haben, recht gehabt hätte. Wäre die Welt wirklich besser geworden, wenn sich die Sidis-Methode flächendeckend durchgesetzt hätte und die Universitäten voll mit Zehnjährigen wären? Im Sinne der Kinder wäre dies eher nicht wünschenswert, wenn man den Werdegang von William James Sidis verfolgt, dessen Probleme in diesem Roman gut nachvollziehbar dargestellt werden.

„Dabei war Billy durchaus nicht der Lehrerliebling, für den seine Mitschüler ihn hielten. Im Gegenteil, den meisten Lehrern war er suspekt. Seine Auffassungsgabe war ihnen nicht geheuer, seine Selbstgewissheit unsympathisch, seine Altklugheit lästig. Sie unterrichteten in der ständigen Furcht, durch seine Verbesserungen vor der ganzen Klasse blamiert zu werden, und sie spürten, wie in seiner Anwesenheit ihre Autorität schwand, ohne dass sie genau sagen konnten, ob daran seine Kommentare schuld waren oder ihre Angst vor ihnen.“ (S. 261/262)

Fast wünscht man sich, dass dieser Roman keinen realen Hintergrund hätte und auch wenn er in längst vergangenen Zeiten spielt, findet er doch auch genug Berührungspunkte mit der heutigen Zeit und immer aktuellen Themen. Insgesamt ein faszinierendes Buch, das viel Stoff zum Nachdenken bietet und das ich kaum noch aus der Hand legen mochte – für mich ein echtes Lesehighlight, das ich sehr empfehlen kann.

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