Klaus D Klimke Eindeutige Zweideutigkeiten

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Inhaltsangabe zu „Eindeutige Zweideutigkeiten“ von Klaus D Klimke

Die heutige Welt stimmt uns nachdenklich, und manchmal erscheint sie uns unbegreiflich. Die Zeiten vor dem Wirtschaftswunder, in denen die jungen Schriftsteller und Dichter sich vehement mit provokanten Kurzgeschichten und frechen Gedichten gegen die staatliche Obrigkeit, menschliche Verelendung und politische Fehlentwicklungen auflehnten und anklagten, sind in Vergessenheit geraten. Doch die Wohlstandsgesellschaft, die sich aus eben diesem damaligen Wirtschaftswunder entwickelte, erreicht nun ihre Grenzen, und wir beginnen uns in der Literatur langsam wieder in Richtung dieser Zeiten zu bewegen, in denen mit Kurzgeschichten und Gedichten der Versuch unternommen wurde, den Bürger wachzurütteln und die gesellschaftliche Weiterentwicklung in menschenwürdige Bahnen zu lenken. Die Kurzgeschichten und Gedichte in diesem Buch möchten - unter dem Aspekt des heutigen Zeitgeistes – an ihre damalige Bedeutung anknüpfen und den Leser ein wenig zum Nachdenken verführen.

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  • Rezension zu "Eindeutige Zweideutigkeiten" von Klaus D Klimke

    Eindeutige Zweideutigkeiten
    Peter_Pitsch

    Peter_Pitsch

    01. March 2011 um 22:04

    In einer seiner alltäglich-irrwitzigen Geschichten weist Klaus D. Klimke auf einen höchst nüchternen Eintrag des Arbeitsamtes hin: "Zu alt, nicht mehr vermittelbar" - eine nebenbei geäußerte und quasi unschuldig klingende Bemerkung. Wann jedoch hat man zuletzt eine Sammlung von Gedichten und kurzen Prosastücken in Händen gehalten, die mittels so sparsamer und bewusst schlichter Formulierungen eine derart große Wirkung erzielt und gleichsam so viel Inhalt vermittelt? Einerseits muten Klimkes minimalistische Erzählungen "Eindeutige Zweideutigkeiten" federleicht und frei von Larmoyanz an, andererseits ist ihnen die schwere Anziehungskraft einer ironischen Tiefe zueigen, welche den Leser in ein emotionales Wechselbad aus Freude und Trauer eintauchen lässt. Eine treffliche Mischung, die trotz aller kurzweiligen, schnell (durch-)gelesenen Lektüre wie ein Nachklang von wahrhaftig gelebtem Dasein haften bleibt. Der Autor vermag seelischen Befindlichkeiten einen bald poetischen, bald augenzwinkernden Ausdruck abzuringen, und oft steht zwischen den Aussagen unendlich viel mehr, als das schmale Volumen des Bandes auf dem sprichwörtlich ersten Blick vermuten lässt. Sicherlich diente ein großzügig gewähltes Textbild dem Autor primär dazu, sein literarisches Kaleidoskop auf immerhin/wenigstens 75 Seiten entfalten zu können, dennoch entsteht im nachdenklichen Leser der Eindruck, dass diese Zwischenräume die Möglichkeit für eigene Erwägungen aufzeigen wollen. Nur angedeutet ist der Schmerz etwa, als im Laufe der verschiedenen Episoden Gevatter Tod einen Menschen an sich reißt und dessen Leben gnadenlos abrupt auslöscht. Fünfzehn Jahre darauf - eine kleine Ewigkeit - steht die Zurückgebliebene erneut auf dem Friedhof: "Eine kahle Schneise zog sich durch die Wiese hindurch, an ihrem Rand ein Bulldozer. Die Schaufel tief in den Boden gerammt, wartete er auf den Tag. Sie (die Frau) war zu spät gekommen." Die Friedhofsverwaltung hatte es bereits kundgetan: der Parkschein war abgelaufen. Derart unaufgeregt, unaufdringlich, zugleich von federleichter Hand und tief schürfend wie ein Bulldozer trägt Klaus. D. Klimke seine Lebensfragmente an den Leser heran, und er kann nicht umhin, die Zeugnisse eines alltäglichen Daseins aus ihrer Banalität zu befreien. Für eine Eintagsfliege, weiß Klimke zu berichten, vergehen die Stunden buchstäblich im Fluge, was bleibt dem Insekt am Ende des Tages zu wünschen übrig, da sich die anderen ringsum plötzlich ans Herz fassen und haltlos hinab stürzen: "in die Erdbeermarmelade (schöner Tod!), in das Hundefutter (nicht ganz so schöner Tod!), in den Kochtopf (schrecklicher Tod!)." Die "Eindeutigen Zweideutigkeiten" sind während der Dauer eines leicht bewölkten Nachmittags durchgelesen, doch keineswegs werden sie unbeachtet in jenem großen Kochtopf landen, wo eine ungenießbare Suppe aus fader, inhaltsloser Literatur seit geraumer Zeit vor sich hin köchelt. Peter Pitsch

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