Klaus Douglass

 4.5 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor von Beten. Ein Selbstversuch., Aufbruch zum Ich und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Beten. Ein Selbstversuch.

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Neu erschienen am 22.02.2019 als Hardcover bei adeo Verlag.

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Beten. Ein Selbstversuch.

Beten. Ein Selbstversuch.

 (6)
Erschienen am 22.02.2019
Glaube hat Gründe

Glaube hat Gründe

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Erschienen am 04.03.2010
Heisse Eisen

Heisse Eisen

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Erschienen am 01.10.2005
Motivieren

Motivieren

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Erschienen am 01.10.2005
Expedition zum ICH

Expedition zum ICH

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Erschienen am 01.09.2006
Glück ist jetzt.

Glück ist jetzt.

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Erschienen am 02.05.2014

Neue Rezensionen zu Klaus Douglass

Neu

Rezension zu "Beten. Ein Selbstversuch." von Klaus Douglass

Sehr interessante und auch humorvolle Einblicke
peedeevor 5 Tagen

Ein Buch übers Beten? Brauche ich dafür eine Anleitung? Kann ich falsch beten? Geht es auch anders? Klaus Douglass nimmt den Leser mit auf eine spirituelle Reise, wo er 50 unterschiedliche Gebetsformen ausprobiert. Der Autor war zwanzig Jahre Gemeindepfarrer bei Frankfurt und ist seit 2010 als theologischer Referent tätig.

Erster Eindruck: Ein sehr schlichtes und durch die Farbe sehr auffälliges Cover. Die betenden Hände tauchen im Buch immer wieder in unterschiedlichsten Varianten auf – gefällt mir sehr gut.

Das Buch „Beten – ein Selbstversuch“ ist bereits in mehreren Varianten (und Covern) erschienen: August 2011, Mai 2014 und zuletzt Februar 2019. Als ich auf dieses Buch aufmerksam wurde, habe ich mich gefragt, wie ernst dieser Selbstversuch zu nehmen ist: Wird das Sachbuch „knochentrocken“ oder wird es auch mit Humor präsentiert?

„Lieber Gott, dasselbe wie gestern, Amen.“ (Klappentext)

Die 50 Gebetsformen werden jeweils auf ein paar Seiten vorgestellt und mit einem Portfolio kurz und knapp zusammengefasst. Der Autor vergibt sogar Noten, die jedoch mit einem Augenzwinkern zu verstehen und logischerweise völlig subjektiv sind. Doch welche Arten gibt es nun? Die vorgestellten Arten kann man in zehn Kategorien zusammenfassen:
- Grundformen des Gebets (z.B. Fürbitte, Anbetung)
- Persönliche Gebete (z.B. Tagesrückschau, Abendgebet)
- Gemeinschaftliche Gebete (z.B. Prozession, Lobpreismusik)
- Gebete mit der Bibel (z.B. in der Bibel blättern)
- Meditative Gebetsformen (z.B. Stille und Kontemplation)
- Wiederholungsgebete (z.B. Jesusgebet, Rosenkranzgebet)
- Gebete mit Leib und Seele (z.B. Pilgern/Wallfahrt, Gebetsgebärden)
- Stimmungsgebete (z.B. Stossgebet)
- Kreative Gebete (z.B. Ikone malen)
- Hingabe und Handeln (z.B. Arbeit als Gebet)

„[…] Dankbarkeit ist eine der wichtigsten Schlüssel zu innerer Gesundheit und einem glücklichen Leben. Ausserdem ist sie eines der wichtigsten inneren Tore zum Herzen Gottes.“ (S. 31)

Was ist nun also Beten? Es ist einfach die Kommunikation mit Gott. Aus meiner Sicht gibt es da kein richtig oder falsch, sondern ich muss nur die für mich stimmigen Varianten finden. Was darf ich Gott sagen? Schlussendlich darf ich mit Gott über alles sprechen, was mich bewegt. Mir hat dieser Selbstversuch sehr gut gefallen und mir unerwartete Einblicke gegeben, die mit viel Humor präsentiert wurden. Verblüfft haben mich z.B. seine Erfahrungen in puncto Abendmahl (es spricht ihn nämlich nicht an) – das hätte ich von einem Theologen nicht erwartet, aber es zeigt eben, dass auch Theologen „nur“ Menschen sind und für die nicht einfach alles rund ums Gebet stimmig ist. Die Erkenntnisse sind sehr persönlich – vielen Dank für die wertvollen Impulse!

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Rezension zu "Beten" von Klaus Douglass

Eine Vielfalt von Möglichkeiten zur Kommunikation mit Gott
LEXIvor 4 Jahren

Klaus Douglass, langjähriger Gemeindepfarrer und derzeit Theologischer Referent hat bereits einige erfolgreiche Bücher geschrieben. Mit dem vorliegenden Buch „Beten“ machte er sich auf eine „spirituelle Reise“ und testet in einem Selbstversuch fünfzig Tage lang ebenso viele verschiedene Arten zu Beten. Dies dokumentiert er tagebuchartig. Er widmet jedem dieser fünfzig Arten zu Beten ein Buchkapitel und möchte seine Leser an seinen Erfahrungen teilhaben lassen.

Beten soll für ihn nach seinen eigenen Worten „keine fromme Pflicht, sondern eine natürliche Lebensäußerung – wie etwa das Atmen, Lernen, Lachen oder Lieben“ – sein. Er bezeichnet sein Werk auch nicht als hochtheologisch und tiefgehend, auch nicht objektiv oder gar humorfrei. Doch gerade das ist es, was mir an diesem Buch gefallen hat. Klaus Douglass schlägt einen lockeren Ton bei ernsthaften Themen an, berichtet von seinen erfolgreichen, aber ganz freimütig und offen auch den weniger positiven Versuchen. Die stete Gleichförmigkeit im Gebet bezeichnet er als Killer jeglicher lebendigen Kommunikation mit Gott. Zwar listet er im Anhang dieses Buches über hundert Weisen zu beten auf, beschränkt sich in seinem Buch jedoch auf fünfzig davon. So individuell wie die Menschen untereinander kommunizieren, so unterschiedlich sind für ihn auch die Arten, mit Gott zu sprechen. Er möchte dem Leser durch seine Anregungen und Erfahrungsberichte helfen, seine ganz eigene persönliche Weise für das Beten herauszufinden.

Und tatsächlich präsentiert er eine Vielzahl von Gebetsformen, wobei ich als Beispiele das Beten voller Sehnsucht, das Beten mit dem Vaterunser, das Bittgebet, das Beten in Gemeinschaft, die Anbetung als tiefste innigste Form der verbalen Kommunikation mit Gott, das Beten mit der Bibel, Beten für andere („Fürbitten“) oder das Dankgebet als eine der grundlegendsten Gebetsformen anführen möchte. Der Autor wollte in seinem Selbstversuch erreichen, sich selber auszuloten, neue Möglichkeiten zu entdecken und Grenzen zu überschreiten. Er rät, sich nicht festzulegen und seine eigenen Standpunkt sowie die eigene Sicherheitszone zu verlassen, sich zu neuen Ufern aufzumachen. Auf welche Art und Weise ihm dies durch die fünfzig Varianten zu Beten gelungen ist, erzählt er freimütig, oftmals mit einem kleinen Schmunzeln und einer Prise Selbstironie, was dem Buch eine humorvolle Note verleiht.

In jedem Kapitel widmet sich der Autor nach der Erläuterung der aktuellen Gebetsform seinen Erfahrungen, führt reflektierende Gedanken an und fasst seinen Versuch anschließend in einigen Schlagwörtern zusammen, wobei er auch seine persönlichen Erfahrungen damit benotet. Die Grundthese dieses Buches lautet: „Gebetsformen, die für die einen gut sind, müssen dies nicht unbedingt für die anderen sein.“ Und er hat Recht. In einigen Kapiteln würde ich seiner Benotung keinesfalls zustimmen, manche Arten zu Beten wie beispielsweise das Reden in Zungen wirkten überaus befremdend auf mich.

An einer anderen Stelle positioniert er sich klar und deutlich und gibt zu, die Bibel nicht für „Gottes unverfälschtes Wort“ zu halten. Er bezieht sich auf viele Irrtümer, Widersprüche und Boshaftigkeiten und nennt es unter anderem "ein eigenartiges Buch“. Er vergleicht es mit einer dicken Schicht aus Schlamm, Steinen und Geröll, worunter man das ein oder andere Goldkorn finden kann.

Der Autor bezeichnet zudem Lobpreis als emotional verdichtetes, intensives Gespräch mit Gott und empfiehlt, „die Kirche rocken zu lassen“. Er bevorzugt „saugute Rockmusik, verbunden mit innigen Gebetstexten“ und ist der Ansicht, dass klassische Kirchenmusik wie Chor oder Orgelmusik am Lebensgefühl der meisten Menschen weitgehend vorbei geht. Irgendwie habe ich den Eindruck, der Autor befürwortet es, sich nach dem aktuellen Lebensgefühl, dem aktuellen Musiktrend zu richten, um die Menschen in die Kirche zu holen… „Kirche als Unterhaltung“? Ich kann ihm da nicht ganz zustimmen. Klaus Douglass schreibt: „Wenn die Musik für die Menschen nicht stimmt, geht ein Gottesdienst bereits in seinem Ansatz an ihren innersten Empfindungen vorbei und die Menschen bleiben fern, weil sie die Musik dort „uncool“ finden. Irgendwie vermittelt sich mir hier der Eindruck, dass der Gottesdienst sich nach aktuellen Trends richten sollte… muss ein Gottesdienst wirklich "cool" sein?

Laut Autor ist es das Ziel dieser Lektüre, „empfänglicher für die Gegenwart Gottes in unserem Leben zu werden, uns mit Gott in Berührung zu bringen, und sie an der Fülle dessen teilhaben zu lassen, was Gebet sein kann.“ Dieses Ziel hat Klaus Douglass bei mir auf jeden Fall erreicht. Es gab für mich persönlich viele verschiedene Anregungen, die ich sehr gerne umsetzen werde, die neu für mich waren und die ich meinerseits in Selbstversuchen ausprobieren möchte. Insgesamt betrachtet empfand ich „Beten“ als einen inspirierenden Bericht über den Selbstversuch des Autors Klaus Douglass, und ich kann dieses Buch wärmstens weiter empfehlen.

Ich möchte abschließend noch ein großes Kompliment für das Buchcover aussprechen – die Optik und Haptik der Umschlaggestaltung wirken sehr edel, zwar schlicht, aber elegant. Ein kleines, optisch wunderschönes Büchlein mit über vierhundert Seiten äußerst interessantem Inhalt.

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Rezension zu "Beten" von Klaus Douglass

Teils, teils ...
cho-icevor 4 Jahren

Klaus Douglass, ehemaliger Pfarrer und heute recht erfolgreicher Autor, wagt in „BETEN“ den Selbstversuch und überprüft darin seine eigene These bzw. vollmundige Aussage, dass es über 50 Arten gibt, auf die man beten kann. Das Buch ist im Tagebuchstil geschrieben und erinnert ein bisschen an Hanna Schotts „Monotasking“, das im selben Verlag erschienen ist. Am Ende jedes Tages findet sich eine kurze Übersicht der Gebetsform inklusive persönliche Benotung durch Douglass, außerdem verwandte Gebetsarten. Im Anhang ist außerdem eine Auflistung von über 100 (!) Arten zu beten für alle, die noch weiter forschen und experimentieren möchten.

Es ist schon wirklich lange her, dass ein Buch derart zwiespältige Gefühle bei mir hervorgerufen hat. Ein Selbstversuch, wie Klaus Douglass ihn unternommen hat, muss zwangsläufig subjektiv ausfallen, keine Frage. Doch ich hatte mir insgesamt mehr erhofft. Manches hat mich zweifellos berührt und einige Zeilen haben sogar ihren Weg in mein Tagebuch gefunden. Doch vieles kratzte meinem Empfinden nach nur an der Oberfläche, was sicherlich auch damit zu tun hatte, dass mir Douglass´ persönlicher Zugang zum Glauben und Frömmigkeitsstil in vielen Punkten fremd waren.

An manchen Versuchstagen haben mir seine Ehrlichkeit und Offenheit, auch jenseits seiner Wohlfühlzone und konfessionellen Grenzen zu suchen, gut gefallen. An anderen wirkte der Autor wieder zu überzeugt von sich und seiner Meinung als dass mich das hätte ansprechen können. Da es sich außerdem um eine Neuauflage handelt (das Buch wurde erstmals 2011) veröffentlicht, ist mancher Bezug schon wieder veraltet, z. B. auf den Papst.

„Beten“ hat zwar keine klar definierte Zielgruppe, doch nach dem Lesen hatte ich den Eindruck, es ist für Menschen jenseits der 45 geschrieben, die einen eher landeskirchlichen Hintergrund haben. Im Buch wird der Leser konsequent gesiezt und als ehemaliger Pfarrer neigt Douglass leider auch dazu, in seinen Tagesabschnitten kleine Minipredigten zu  halten. Das fand ich persönlich nicht so toll und teils auch langatmig. Manches hat mich darüber hinaus irritiert – warum muss man als bekennender Christ das Beten mit den 99 Namen Allahs praktizieren?!

Die Idee an sich, 50 verschiedene Arten des Gebets auszuprobieren, finde ich sehr gut. Sicher kann man auch für sein persönliches Gebetsleben gute Anregungen mitnehmen – ich habe das trotz aller Kritik auf jeden Fall getan und werde sicher mal die ein oder andere vorgestellte Form des Gebets ausprobieren. Wer allerdings hoffen sollte, hier möglicherweise Anregungen für die Jugendarbeit zu finden, ist mit Pete Greigs Buch „Red Moon Rising“ definitiv besser beraten.

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