Klaus Ebner

 5 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von Lose, Warum und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Klaus Ebner

Klaus Ebner, geb. 1964 in Wien, lebt in Schwechat (Niederösterreich). Autor von erzählender Prosa und Essays sowie von Lyrik in Katalanisch und Deutsch. Mitglied der Grazer Autorenversammlung, des Österreichischen Schriftstellerverbandes und des P.E.N. Català. Preisträger beim Feldkircher Lyrikpreis 2005 und des katalanischen Premi de Poesia Parc Taulí 2014.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Schwarzlicht (ISBN: 9783754301166)

Schwarzlicht

Neu erschienen am 20.05.2021 als Hardcover bei BoD – Books on Demand.

Alle Bücher von Klaus Ebner

Cover des Buches Lose (ISBN: 9783750423756)

Lose

 (2)
Erschienen am 20.08.2020
Cover des Buches Fia wås (ISBN: 9783751907439)

Fia wås

 (1)
Erschienen am 15.06.2020
Cover des Buches Hominide (ISBN: 9783990292068)

Hominide

 (1)
Erschienen am 30.06.2016
Cover des Buches Warum (ISBN: 9783749470419)

Warum

 (1)
Erschienen am 06.01.2021
Cover des Buches Schwarzlicht (ISBN: 9783754301166)

Schwarzlicht

 (0)
Erschienen am 20.05.2021
Cover des Buches Wortspieler (ISBN: 9783751936705)

Wortspieler

 (0)
Erschienen am 19.10.2020
Cover des Buches Lose (ISBN: 9783751983112)

Lose

 (0)
Erschienen am 20.08.2020
Cover des Buches Auf der Kippe (ISBN: 9783750470163)

Auf der Kippe

 (0)
Erschienen am 25.06.2020

Neue Rezensionen zu Klaus Ebner

Cover des Buches Lose (ISBN: 9783750423756)C

Rezension zu "Lose" von Klaus Ebner

Fantastische Kurzgeschichtensammlung
COBuchachervor 8 Monaten

Bei »Lose« handelt es sich um eine Kurzgeschichtensammlung, in der vom Autor Klaus Ebner jeweils neun Geschichten in fünf Kapitel gepackt wurden: Uferlos, Haltlos, Atemlos, Schwerelos und Selbstlos. 

Die Zuordnung erfolgte eher »lose«; in Uferlos scheint die Physik aufgehoben, hier hat der Autor einige seiner fantastischsten Geschichten untergebracht. Etwa die Erzählung vom »Trinker«, der mit seinem selbst gebastelten Trinkhalm erst an Gemüse, Bäumen, Laternen und Hausdächern übt, bevor er den Mond vom Himmel trinkt. 

In Haltlos scheinen die Grenzen aufgehoben. In diesem Kapitel findet sich auch mein Favorit »Die Reisende«, in dem eine junge Frau durch das Internet von Firma zu Firma reist und sich eine Pause im Büro des Protagonisten gönnt, um sich an seinem Schokoladevorrat zu stärken, bevor sie wieder in die Tiefen des WWW abtaucht. 

In Atemlos geht es auffallend häufig um Schmerz, Verlust und Tod. Das Kapitel kulminiert in der Geschichte »Der Geier«, in der ein Mensch bei vollem Bewusstsein von einem Geier verzehrt wird, bis er endlich im Tod Erlösung findet. 

In Schwerelos und Selbstlos sind die eher persönlichen Geschichten untergebracht, wie etwa »Die Straßenbahn«, in der ein Obdachloser mehr über den verschwundenen Vater zu wissen scheint, als der eigene Sohn. 

Bei allen Geschichten beweist der Autor eine schier grenzenlose Fantasie und überrascht mit ebenso erheiternden wie skurrilen, manchmal fast schon befremdlichen Ideen. Die Texte bestechen aber nicht nur durch ihre Originalität, sie unterhalten auch, belustigen, berühren, fesseln, verstören, erschrecken und vor allem: Sie regen zum Nachdenken an! Aus diesem Grund habe ich manche Texte mehrfach gelesen und bei jeder Lektüre neue Details entdeckt, die mir beim ersten Mal nicht aufgefallen waren. Wie auch in den anderen Werken Ebners begeisterte mich seine elaborierte Sprache, die niemals übertrieben wirkt und immer angenehm zu lesen bleibt. 

Absolute Leseempfehlung!

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Cover des Buches Fia wås (ISBN: 9783751907439)Gundolfs avatar

Rezension zu "Fia wås" von Klaus Ebner

Schriller autobiografischer Essay auf Wienerisch
Gundolfvor einem Jahr

Das ist nun des Autors eigene Übersetzung seines autobiografischen Essays - der sein Werden zum Schriftsteller beschreibt - in den Wiener Dialekt (oder eigentlich Jargon, wie man in diesem Büchlein erfährt).

Ich habe das standarddeutsche Original zuerst gelesen, und das war sicher gut so. Denn eines vorweg: Um dieses Buch lesen zu können, sollte man irgendeinen Bezug zum Wienerischen oder zumindest zu einem anderen bairischen Dialekt haben. Andernfalls wird es wohl schwer.

In dieser Wiener Fassung hat sich der Autor wohl bemüht, diesen Dialekt oder Jargon auszureizen und den Text besonders lustig zu gestalten. Das macht wohl auch diese besondere Sprache aus. Viele Stellen, die im Original eher neutral klingen, werden hier mit Formulierungen und Wendungen wiedergegeben, die einfach zum Zerkugeln sind, um es einmal so zu formulieren. Ich gebe zu, ich würde gerne einer Lesung des Autors beiwohnen, bei der er diesen Text zum Besten gibt.

Wie bei aller Dialektliteratur muss man sich zuerst einlesen, denn sogar wenn man diesen oder einen ähnlichen Dialekt beherrscht, ist die Verschriftung - für die es ja keine Norm gibt - nicht immer einfach zu verstehen. Sobald man aber flüssig lesen kann, ist es ein haarsträubend lustiges Erlebnis.

Im Anhang des Buches befindet sich ein - standardsprachlich geschriebener - Essay, in dem Ebner einerseits darlegt, warum er diese Übersetzung angefertigt hat, und andererseits, welche Schwierigkeiten sich bei der in der Literatur völlig uneinheitlichen Orthographie ergeben, und auch, was der Wiener Dialekt oder Jargon eigentlich ist. Eine gute Lesehilfe bietet auch das Glossar, das zwischen dem Wienerischen und diesem Essay eingefügt wurde und einen guten Teil der verwendeten Vokabeln enthält, die im Buch vorkommen und nicht jedem gleich verständlich sind.

Solcherart Dialektliteratur hat ein Österreich eine gewisse Tradition, und namhafte Autoren wie Artmann oder Teuschl haben Bücher veröffentlicht, die in der österreichischen Literaturgeschichte sehr bekannt sind.

Am Ende des erklärenden Essays bekennt Ebner, dass es ihm einen Riesenspaß bereitet hat, diese Übersetzung anzufertigen. Ich meine: Das merkt man auch!

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Cover des Buches Warum (ISBN: 9783749470419)Gundolfs avatar

Rezension zu "Warum" von Klaus Ebner

Wie wird ein Schriftsteller zu einem solchen?
Gundolfvor einem Jahr

In diesem autobiografischen Essay reflektiert der Wiener Autor Klaus Ebner über sein Werden zum Schriftsteller. Das dünne, feine Büchlein (gerade mal 48 Seiten) spricht von ersten Anzeichen während der Kindheit, plaudert aus der Schulzeit und zeichnet ganz speziell den Weg nach, den Ebner ging, als er begann, seine Lyrik katalanisch (!) zu schreiben.

Das Buch lässt sich locker lesen und hat auch eine humoristische Seite. Jedenfalls lassen viele Stellen schmunzeln. Ebner beschreibt seine Vergangenheit mit viel Emotion, die, glaube ich, auf die Leserin und den Leser leicht überspringt.

Er geht auch auf Bücher und Aufsätze anderer Autoren zu diesem Thema ein, und es zeichnet sich ab, dass jedes eine eigene kleine Welt darstellt - natürlich auch dieser Essay "Warum (... ich schreibe)".

Im Übrigen übersetzte der Autor sein Buch selbst (!) in mehrere Sprachen, darunter natürlich auch das Katalanische. Aber auch eine wienerische Übersetzung ("Fia wås") gibt es, die ich beim entsprechenden Eintrag rezensieren möchte.

Das Buch, ein Taschenbuch, ist - wohl aufgrund seines geringen Umfangs - sehr günstig zu haben (ca. 5 EUR), und es gibt auch ein E-Book (z.B. bei Apple iBooks).

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