Klaus Ebner

 5 Sterne bei 2 Bewertungen
Autor von Lose, Hominide und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Klaus Ebner

Klaus Ebner, geb. 1964 in Wien, schreibt erzählende Prosa, Essays und Lyrik. Publikationen unter anderem bei Mitter (Wels), Wieser (Klagenfurt) und Pagès (Lleida).

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Physikstunde

Neu erschienen am 07.02.2020 als Hardcover bei BoD – Books on Demand.

Lose

 (1)
Neu erschienen am 13.01.2020 als Hardcover bei BoD – Books on Demand.

Alle Bücher von Klaus Ebner

Cover des Buches Lose (ISBN:9783750423756)

Lose

 (1)
Erschienen am 13.01.2020
Cover des Buches Hominide (ISBN:9783990292068)

Hominide

 (1)
Erschienen am 30.06.2016
Cover des Buches Physikstunde (ISBN:9783750423749)

Physikstunde

 (0)
Erschienen am 07.02.2020
Cover des Buches Andorranische Impressionen (ISBN:9783851299342)

Andorranische Impressionen

 (0)
Erschienen am 01.10.2011
Cover des Buches Dort und anderswo (ISBN:9783950282894)

Dort und anderswo

 (0)
Erschienen am 14.10.2011

Neue Rezensionen zu Klaus Ebner

Neu

Rezension zu "Lose" von Klaus Ebner

Schöne Neuausgabe - skurrile Geschichten
Gundolfvor einem Monat

Ich habe vor Jahren schon einmal die Erstausgabe dieses Buches gelesen. Die Neuausgabe ist fest gebunden mit Lesebändchen und sehr ansehnlich gestaltet - sie gefällt mir definitiv besser als die Erstausgabe (das war damals ein Taschenbuch).

Nun zum Inhalt: Lose sind Kurzgeschichten, und "lose" oder eben "Lose" scheint ein Wortspiel zu sein, dass sich in den Kategorietiteln des Buches, wie "atemlos" oder "haltlos" fortsetzt. Diese Kurzgeschichten sind einerseits sehr unterschiedlich, und andererseits scheint sie (zumindest die meisten) eine gewisse Skurrilität zu verbinden. So etwa eine "Reisende", die anscheinend durch die elektronischen Gefilde des Internets saust und immer wieder von bestimmten Computern ausgespuckt wird, wo sie dann als attraktive Frau von ihren Erlebnissen berichtet, bis sie wieder in Disketten- oder CD-Laufwerk (ja, in dieser Geschichte - die Erstversion des Buches erschien 2007 - gibts das alles noch!) verschwindet. Oder die ziemlich krasse und kurze Icherzählung, wo jemand im Stiegenhaus auf den Aufzug wartet und, als dieser ankommt, seinen Körper in Mitte zerteilt und zuschaut, wie die eine Hälfte winkend mit dem Lift davonfährt; als der Erzähler erwähnt, dass die davonfahrende Hälfte den Wohnungsschlüssel in der Tasche hat, habe ich gebrüllt vor Lachen.

Man müsste oder könnte jede einzelne Kurzgeschichte beschreiben - sie gehen von haarsträubend komisch über witzig bis nachdenklich machend; manchmal ist sehr Tiefsinniges oder sogar Kritisches nicht nur enthalten, sondern in gewisser Weise versteckt, sodass man doch aufmerksam lesen muss, um es gleich zu erkennen. Insgesamt enthält das Buch fünf Abschnitte, von denen jeder neun Kurzgeschichten präsentiert.

Ich finde es schön, dass dieses Buch neu aufgelegt wurde, es ist bei BoD und Amazon erhältlich. Von mir eine absolute Leseempfehlung.

Kommentieren0
1
Teilen

Rezension zu "Hominide" von Klaus Ebner

Menschheitsgeschichte haarsträubend komisch erzählt
Gundolfvor 10 Monaten

Auf den ersten Blick ist das eine seltsame Geschichte, denn das Setting ist das folgende: Da gibt es eine Gruppe von Australophithecinen (sic! die lebten vor 5 Millionen Jahren!), die großteils noch auf Bäumen leben, aber alle moderne (und sprechende) Namen haben und reden, als wär es eine Jugendbande von nebenan. Nein, das stimmt nicht ganz: Da gibt es einen, Carpediem, der schmeißt mit lauter lateinischen Ausdrücken und Zitaten rum (die am Ende des Buches alle in einem Glossar erläutert sind). Die Hauptperson heißt Pitar, und wer sich mal mit Linguistik beschäftigt hat, weiß, dass es sich dabei um das Sanskrit-Urwort für "Vater" handelt.


Das Buch ist in sieben Kapitel unterteilt, wo die sieben Tage der biblischen Schöpfung durchblicken. Auch inhaltlich scheint es hier Parallelen zu geben, obwohl sich die in ihrer Ausformung und in ihrem Ausgang manchmal und vor allem im letzten Kapitel, wie soll ich sagen: gewaschen haben.

Ich habe selten ein Buch gelesen, das dermaßen viele Anspielungen anhäuft wie dieses. Und die sind so komisch, dass ich beim Lesen fast die ganze Zeit über gelacht habe. (Meine Frau hat mich schon mit gerunzelter Stirn angeschaut!) Allein die Namen haben schon eine Bedeutung, die auf die Persönlichkeit der Figur hinweist. In der Wikipedia fand ich eine Aufschlüsselung der Namen.

Aber nochmals zur Grobstruktur zurück: Anfänglich lebt diese Familie von Australophithecinen (die den Affen wohl ähnlicher waren als heutigen Menschen) noch ziemlich dumpf dahin und denkt eigentlich nur als Fressen und Ficken, und manchmal auch an Raubtiere, weil die fressen die Menschlein gerne auf, wenn sie sie erwischen. Pitar, der Protagonist, ist so etwas wie ein Denker, er scheint vieles, was wir aus unserer Geschichte und der Jetztzeit kennen, irgendwie vorauszuahnen und macht es sich zur Aufgabe, quasi die Menschheitsgeschichte einzuleiten.

Da er körperlich wohl eher ein Schwächling ist, muss er den Chef der Bande, der bezeichnenderweise Costello heißt, rhetorisch umgarnen, damit der ihm hilft, seine Ideen durchzusetzen. Das beginnt beim erstmaligen Bau von banalen Windschilden und führt zu Ideen der "Arbeitenden", eine Gewerkschaft zu gründen.

Die Anspielungen finden teilweise auf Wortebene statt, dann geht es um Bücher, Filme, politische Ereignisse - und ich bin sicher, dass ich nur die Hälfte davon verstanden habe. Bei einer zweiten Lektüre habe ich dann noch einiges entdeckt. Da das Buch nur knapp hundert Seiten hat, steht einer mehrmaligen Lektüre auch nichts entgegen.

Der Autor Klaus Ebner lebt in Wien. Er hat ein paar Prosabände, Essays und Lyrik veröffentlicht. Dieses Buch, "Hominide", ist im österreichischen Wieser-Verlag herausgekommen und zwar in der Taschenbuch-Reihe; dadurch ist es recht günstig (nicht ganz 10 EUR), und ich habe gesehen, dass man es auch elektronisch bekommt (für Kindle oder bei Thalia), da kostet es dann überhaupt nur die Hälfte.

Ich möchte dieses Buch allen empfehlen, die gerne lachen und dabei nicht auf Intelligenz und Tiefgründigkeit verzichten wollen. Wegen des geringen Umfangs ist das ein tolles Buch auch für zwischendurch oder für den Urlaub.

Kommentieren0
0
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 1 Bibliotheken

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks