Klaus Erfmeyer

 3.6 Sterne bei 52 Bewertungen
Autor von Todeserklärung, Irrliebe und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Der Zweifel
 (1)
Neu erschienen am 05.09.2018 als Hardcover bei Gmeiner-Verlag.

Alle Bücher von Klaus Erfmeyer

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Klaus ErfmeyerTodeserklärung
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Todeserklärung
Todeserklärung
 (17)
Erschienen am 01.07.2007
Klaus ErfmeyerIrrliebe
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Irrliebe
Irrliebe
 (7)
Erschienen am 11.07.2011
Klaus ErfmeyerKarrieresprung
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Karrieresprung
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 (7)
Erschienen am 01.02.2006
Klaus ErfmeyerTribunal
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Tribunal
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 (5)
Erschienen am 08.02.2010
Klaus ErfmeyerDrahtzieher
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Drahtzieher
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 (5)
Erschienen am 13.02.2012
Klaus ErfmeyerGeldmarie
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Geldmarie
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 (4)
Erschienen am 02.07.2008
Klaus ErfmeyerEndstadium
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Endstadium
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 (4)
Erschienen am 12.07.2010
Klaus ErfmeyerRasterfrau
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Rasterfrau
Rasterfrau
 (1)
Erschienen am 01.07.2013

Neue Rezensionen zu Klaus Erfmeyer

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Rezension zu "Todeserklärung" von Klaus Erfmeyer

[Rezension #59] Todeserklärung
KiraNearvor einem Jahr

 Name: Todeserklärung
Autor: Klaus Erfmeyer
Genre: Krimi
Preis: € 9,90
Seiten: 269 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: Ursprünglich 2007, diese Version hier etwa 2016/2017
ISBN: 978-3-861907-70-1
Verlag: Gmeiner-Verlag, Sonderausgabe von EDITIONNOVA GmbH

Klappentext:
Als der bekannte Dortmunder Rechtsanwalt Stephan Knobel morgens aufwacht, ahnt er noch nicht, dass dieser Tag sein Leben verändern wird: Erst spielt seine Frau verrückt, dann taucht auch noch der unsympathische Gregor Pakulla in seinem Büro auf. Pakulla wird ein großes Vermögen erben - allerdings nur, wenn er sich mit seinem Bruder Sebastian versöhnt.

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Um ehrlich zu sein, das Buch hat mich leider ziemlich enttäuscht. Gregor Pakulla sucht aufgrund eines Erbfalls seinen verschwundenen Bruder und ist nicht in der Lage zu erben, solange der Bruder nicht wieder auftaucht. Doch statt einen Detektiv anzuheuern, wendet er sich lieber an einen Anwalt und zahlt ihm stattliche Summen im Voraus. Etwas, was den Anwalt aufhorchen und den Mandanten mehr als verdächtig erscheinen lässt.

Doch leider ist die Geschichte nicht so aufregend erzählt, wie die Beschreibung es möglicherweise klingen lässt. Irgendwie ist die Spannung wie nasses Holz, es wird die ganze Zeit versucht etwas zu zünden, aber leider brennt es leider nicht. Viele Entdeckungen passieren eher beiläufig und auch recht unspektakulär. Klar, der Alltag in einer Kanzlei ist jetzt nicht gerade etwas, was man als actionreich bezeichnen würde (ganz ehrlich, wenn ich eine Geschichte schreiben würde, in der ein Alltag einer kleinen Kanzlei realistisch dargestellt wird, man hätte nichts besonders viel aufregendes zu lesen - da ich meine Ausbildung in einer Kanzlei gemacht habe, weiß ich, wovon ich spreche), aber hier hätte ich sogar ein wenig darüber hinweggesehen, wenn man wenigstens ein bisschen übertrieben hätte. Andererseits hat es mich an die Zeit meiner Ausbildung erinnert, was auch wieder für die Kanzleimomente spricht.

Doch nicht nur die Spannung ist nicht gerade sehr aufregend, die Charaktere wirkten ebenfalls ein wenig flach und eindimensional. Da ist der strenge Chef, der sich nicht entscheiden kann, ob er einen nun mag oder nicht. Der Konkurrent in der Kanzlei, der sich überall einschleimt bis zum Geht-nicht-mehr und versucht, dem Hauptcharakter den Posten als zweiter Chef der Kanzlei streitig machen. Und der Hauptcharakter wurde mir bereits nach den ersten Seiten ziemlich unsympathisch. Nicht nur, dass er seine Frau nicht wirklich geliebt hat, er hatte offenbar auch kein Problem, nebenbei auch noch fremdzugehen und das auch noch schönzureden. Er nannte die Stunden bei seiner Geliebten eine "Ausflucht aus dem Alltag", welcher er in einem Tagebuch festhält und er konnte sich auch nicht so richtig entscheiden, ob er nun die Scheidung möchte oder nicht. Besonders der Satz "Gerade, weil Knobel Marie (die Affäire) genießen durfte, gab es überhaupt keinen Grund, sich von Lisa (die Ehefrau) zu trennen."
Ganz ehrlich, seitdem hatte Knobel mir nur noch den Status eines "schwanzgeilen Arschlochs". Er betrügt seine Frau, die er eh nie geliebt hat, wie er immer wieder beteuert (ob er sich hier auch nur was schönredet?), belügt sie über die Zeit, in der er bei Lisa ist und empfindet das als vollkommen normal. Als ihn Marie dann zu einer Entscheidung zwingt, kommt ihm das mehr als merkwürdig vor. Ebenso hebt er Marie ständig in den Himmel, erst durch sie "lebt er richtig", auch muss er immer wieder loben, wie schön und klug ist ist.

Nun ja, abgesehen von dem dunklen Schatten und dem nervigen Konkurrenten stechen die Charaktere nicht besonders hervor, so dass man zu keinem von ihnen eine Verbindung aufbaut, nicht mal zu denen, mit denen man irgendwie mitfühlen sollte. Nicht mal mit der betrogenen Ehefrau, denn sie kommt selbst so gut wie gar nicht im Buch vor. Höchstens in zwei Kapiteln.

Der Fall selbst war an sich sehr interessant und eigentlich auch der einzige Grund, weshalb ich das Buch komplett durchgelesen wurde. Zwar war es komplex, aber wenn die Spannung nicht so lahm und unaufregend gewesen wäre, dann wäre der ganze Fall viel besser rübergekommen. Das Ende ist ziemlich verwirrend, weshalb ich froh bin, dass es noch eine abschließende Aufklärung gibt. So gibt es auch keinen richtigen Spannungsbogen, was schade ist. Dadurch wurde leider viel an Potential und Spannung verschenkt. Zwar ist der Mandant bei dem ganzen Fall nicht sonderlich hilfreich, aber das alleine kann nicht der Grund dafür sein. Was mir ebenso seltsam vorkam: Marie weiß alles und Knobel irgendwie nichts - anfangs dachte ich mir nichts, aber dann kam es mir dann doch etwas zu merkwürdig und gestellt vor. Der Schreibstil war dagegen sehr angenehm zu lesen.

Leseprobe:
Rechtsanwalt Stephan Knobel saß an jenem regenverhangenen Montagmorgen Anfang Februar seit bereits über zwei Stunden tatenlos hinter seinem Schreibtisch, als seine Sekretärin die Tür zu seinem Büro einen Spalt weit öffnete, ihren Kopf hineinsteckte und über die Gläser ihrer Lesebrille spähte. Sie sah die leere große Schreibtischplatte, dahinter die ausdruckslose Miene ihres Chefs und seine ungewöhnlich blasse Gesichtsfarbe.
"Ein neuer Mandant", meinte sie unsicher, "er hat zwar keinen Termin, aber er sagt, es sei wichtig. - Übernehmen Sie ihn?"
Frau Klubunde trat nun ganz in sein Büro und schloss leise hinter sich die Tür.
"Herr Knobel?"
Ihr Tonfall verriet gleichermaßen Fürsorge und Neugier.
"Sie gefallen mir heute gar nicht. Ist Ihnen nicht gut?"
Sie hielt inne, hätte natürlich gerne insistiert und sich als geduldige Zuhörerin empfohlen. Stattdessen schwieg sie erwartungsvoll, hielt gebührliche Distanz und signalisierte zugleich, dass sie nicht eher gehen werde, bis sie eine befriedigende Antwort erhalten hatte. Frau Klabundes fülliger Körper stand wie eine Statue in seinem Büro.
"Es ist nichts", log er. "Wie heißt der Mandant?"
Seine Stimme klang leise und klang gereizt.
Frau Kalbunde überging seine Frage.
"Sie können mir nichts vormachen, Herr Knobel. Ich kenne Sie zwar noch nicht sehr lange, aber eine Frau hat dafür ein Gespür."
Wie immer, wenn nach ihrem Eindruck etwas nicht stimmte, brachte sie ihr frauliches Empfinden ein, diente sich als Freundin an, ohne Freundin sein zu wollen.
Knobel nickte.

Fazit:
Auch das hier ist leider wieder ein Buch, das ich jetzt nicht unbedingt empfehlen würde oder von dem ich sage, dass man unbedingt gelesen haben muss. Die ganze Zeit über bleibt die Spannung im unteren Bereich, es wäre vielleicht hilfreich gewesen, wenn die Freundin Marie nicht immer sofort alles gewusst hätte und wenn Knobel auch etwas mehr selbst in Erfahrung hätte bringen können. Hat er zwar, aber nicht viel. So wirkt er nur wie jemand, der nur die Nebenarbeit macht und dann am Ende für das Endergebnis die Lorbeeren einsammelt. Zudem wäre eine richtige Bedrohung, sei es nun eine echte Person oder nur durch etwas wie einen Zeitdruck, nicht schlecht für die Geschichte gewesen. So wirkt es, als hätten sie alle Zeit der Welt und als wäre das alles gar nicht so dringend. Daher kann ich dem Buch nur 2 Rubine vergeben. Ein weiteres Mal werde ich es nicht lesen.

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wampys avatar

Rezension zu "Todeserklärung" von Klaus Erfmeyer

ruhiger und solider Krimi
wampyvor 3 Jahren

Buchmeinung zu Klaus Erfmeyer - Todeserklärung

„Todeserklärung“ ist ein Krimi von Klaus Erfmeyer, der 2007 im Gmeiner Verlag erschienen ist. Meine Rezension bezieht sich auf die ungekürzte Lesung durch Manuel Kressin, die 2010 bei Audible als Radioropa-Hörbuch veröffentlich wurde.

Klappentext:
Als der Dortmunder Rechtsanwalt Stephan Knobel von seinem neuen Mandanten Gregor Pakulla den Auftrag erhält, dessen verschwundenen Bruder Sebastian zu suchen, wundert er sich zunächst, warum Pakulla hierfür einen Anwalt benötigt. Aber der Fall klingt interessant: Die Geschwister sind die alleinigen Erben eines großen Vermögens. Doch ohne Sebastian kann Gregor seinen Anteil nicht kassieren – wird sein Bruder hingegen tot aufgefunden, erhält er sogar alles. Schnell wird klar, dass Gregor mehr weiß, als er zugibt. Knobel folgt Sebastians Spuren bis nach Mallorca, wo sich ihm ein bis ins Detail durchdachtes teuflisches Spiel offenbart.

Meine Meinung:
Im zweiten Fall des Dortmunder Rechtsanwalts Stephan Knobel wimmelt es von unsympathischen Menschen. Dies fängt bei der Hauptfigur an, die neben der Ehefrau auch ein Verhältnis mit einer Studentin hat, die Ermittlungen für die Anwaltskanzlei durchführt. In der Kanzlei ist der Anwalt den Intrigen eines Kollegen ausgesetzt und als er sich von seiner Frau trennt bekommt er es mit seinem Schwiegervater zu tun, der auch ein erfolgreicher Rechtsanwalt ist. In die Riege der unsympathischen Menschen reiht sich der neue Klient Gregor Pakulla nahtlos ein. Er sucht seinen Halbbruder, einen Maler, um das Geld aus einem erheblichen Erbe ausgeben zu können. Von Anfang an wundert sich Herr Knobel, warum Gregor Pakulla nicht einen Privatdetektiv beauftragt hat. Anfänglich dümpelt die Geschichte vor sich hin, bevor sich die Ermittlungen nach Mallorca verlagern. Allein die privaten Probleme Knobels und sein Kampf mit seinem intriganten Kollegen sorgen für etwas Spannung.
Die Lösung des Falles findet nicht in einem aktionsgeprägtem Ablauf statt, sondern sie wird in einem Gespräch erläutert. Dies passt nach meinem Eindruck sehr gut zum anwaltlichem Umfeld. Auch die Erläuterung der gesetzlichen Hintergründe war gelungen.

Zum Sprecher:
Manuel Kressin liest professionell und stellt die einzelnen Figuren überzeugend dar, ohne aber einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Fazit:
Dem zweiten Fall von Stephan Knobel fehlte ein Sympathieträger, Sympathie für Knobel ergab sich nur aus den noch weniger sympathischen Menschen in seinem Umfeld. Dabei ist der Fall durchaus interessant geplottet und hat eine nachvollziehbare Lösung. Auch wird zu Anfang zu viel Zeit für Nebenhandlungen verschwendet. Insgesamt halte ich diesen Roman für leicht überdurchschnittlich. Diese Wertung gilt auch für den Sprecher. So kann ich ohne zu zögern drei Sterne vergeben und kann den Krimi allen Lesern empfehlen, die einen ruhigen Ablauf bevorzugen.

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goats avatar

Rezension zu "Rasterfrau" von Klaus Erfmeyer

Kurz und knackig mit Knobel
goatvor 5 Jahren

In Knobels achtem Fall geht es um eine Tat, die bereits vier Jahre zurückliegt. Damals wurde Maxim Wendel wegen Mordes an einem Rentner zu lebenslanger Haft verurteilt. Der frühere Gymnasiallehrer soll sich im Park an einer jungen Studentin vergangen haben. Dabei wurde er anscheinend von seinem früheren Nachbarn, dem Mordopfer, beobachtet. Doch obwohl Wendel die Tat von Beginn an hartnäckig leugnet, ist die Beweislast erdrückend, denn die Tatwaffe, eine Flasche, trug Wendels Fingerabdrücke.

Nun hat sich Wendel an Rechtsanwalt Stephan Knobel gewandt, mit der Bitte um Wiederaufnahme des Prozesses. Knobel zögert zunächst den Fall anzunehmen, stimmt dann aber zu. In Zusammenarbeit mit dem früheren Verteidiger des Inhaftierten, Staatsanwalt Dr. Immo Trost, macht sich der Rechtsanwalt an die Arbeit. Während er zunächst zugeben muss, dass wirklich alle Beweise gegen Maxim Wendel sprechen, kristallisieren sich aber nun immer mehr Ungereimtheiten heraus …

„Rasterfrau“ ist für mich der zweite Roman, den ich aus der Stephan Knobel-Reihe gelesen habe. Das Cover ist für einen Krimi ein richtiger Eyecatcher. Abgebildet ist dort das Unterteil einer zerbrochenen grünen Flasche mit einem Fingerabdruck darauf. Für einen Krimi nicht zu aufdringlich, aber auch absolut passend zur Geschichte.

Erfmeyers Buchtitel, die immer aus einem Wort bestehen, sind genauso kurz und knackig wie sein Schreibstil. Er hält sich nicht mit großen Umschreibungen auf, sondern schreibt ganz direkt, worum es geht, kommt immer gleich zum Punkt und konzentriert sich damit ausschließlich auf den Fall. Mir ist das bereits in seinem siebten Band positiv aufgefallen. Bei keinem anderen Autor habe ich das bis jetzt in dieser Form erlebt. Dabei gelingt es ihm, die Spannung konstant zu halten. Gut waren auch die vielen Wendungen, die es mir unmöglich machten herauszufinden, ob Wendel auch tatsächlich unschuldig ist oder nicht. Die Auflösung war sehr überraschend für mich und im Nachhinein muss ich sagen, dass ich darauf garantiert nicht gekommen wäre.

Ich denke, als Rechtsanwalt bekommt man tagtäglich viele interessante Fälle auf den Tisch, aus denen sich massig Krimis schreiben ließen. Von daher hoffe ich, noch viel von Klaus Erfmeyer lesen zu dürfen. Ich habe ihn auf jeden Fall für mich als einen neuen Favoriten entdeckt und vergebe fünf Sterne für „Rasterfrau“.

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