Klaus Frühauf Das fremde Hirn, Wissenschaftlich-phantastische Erzählungen,

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Inhaltsangabe zu „Das fremde Hirn, Wissenschaftlich-phantastische Erzählungen,“ von Klaus Frühauf

11 x 18 cm Taschenbuch 273 S mit Illsutrationen
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    Das fremde Hirn, Wissenschaftlich-phantastische Erzählungen,
    buchwanderer

    buchwanderer

    10. September 2016 um 10:17

    „Die Wirklichkeit übertrifft jede Vorstellung, und sei sie noch so phantastisch.“ (S.225) Zum Inhalt: Modelle sind es, 14 an der Zahl, die Klaus Frühauf entwirft, der drängenden Frage nachgehend, was den Menschen als Individuum und als Spezies in einer sich evolvierenden Umwelt definiert. Dabei fokusiert er sich nicht alleinig auf SF-Dauerbrenner wie Robotik resp. Kybernetik („Transfer“)  oder den Kontakt mit fremden Spezies („Das fremde Hirn“) als Leuchtfeuer für eine Positionsbestimmung dessen was Menschsein ausmachen könnte. Ebenso intensiv nähert er sich dem nach wie vor brisanten Thema der genetischen Manipulierbarkeit dessen woraus wir gemacht sind („Mont“,“Petras Mütter“), versucht der schier ungreifbaren Frage nach dem Determinismus zwischen Umwelt und Veranlagung näher zu kommen und einen aus seiner humanistischen Überzeugung erwachsenden Ansatz von Möglichkeiten zu extrapolieren, der tragende Gesellschaft auch im Umfeld von Wissenschaft und Technik möglich macht. Folgende Erzählungen finden sich in diesem Band: Nachtzug, Mont, Was du ererbt…, Hoffnung, Herzfehler, Der Unfall, Kontakt, Petras Mütter, Die Erde ist ein fremder Stern, Der Mörder, Transfer, Das fremde Hirn, Die Chimäre, Regeneration Fazit: Den Grundtenor der Erzählungen bildet Frühaufs positive Sicht auf das Potential des Menschen und dessen Fähigkeit sich zu einem im Kollektiv der Gesellschaft bewährenden Individuum entwickeln zu können, welches über seine eigene Existenz hinaus Großes bewegen kann. Dabei geht er nicht den ausgetretenen Weg der Superhelden oder Einzelkämpfer, sondern real denkbarer und emotional vom Leser erfassbarer Lebenswege stimmiger Charaktere, anhand derer er Konflikte entwickelt, welche seine Darsteller sehr viel öfter in moralische denn in technisch-wissenschaftliche Spannungsfelder gelangt. Nichts liegt Frühauf dabei ferner, als ein plattes, pastelfarbenes Heile-Eierkuchen-Bild mit Happy-End zu malen. Die fesselnden Szenarien lassen den aufmerksamen Leser mit einem oft fröstelnden Hauch im Nacken zurück, jedoch nicht in dem teils modern gewordenen dystopischen Fatalismus endend, sondern mit einem motivierenden Anspornen, nichts einfach hinzunehmen, wachsam zu sein und stets an der eigenen und der kollektiven Integrität einer wertschätzenden Menschlichkeit zu arbeiten.

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