Klaus Frank Totenrache und zehn weitere Erzählungen

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Inhaltsangabe zu „Totenrache und zehn weitere Erzählungen“ von Klaus Frank

Elf anspruchsvolle Geschichten werden Sie in eine abgründige Welt entführen. Entdecken Sie die Geheimnisse des Lebens und folgen Sie den trügerischen Lockungen des Todes. (Quelle:'E-Buch Text/01.11.2008')

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  • Rezension zu "Totenrache und zehn weitere Erzählungen" von Klaus Frank

    Totenrache und zehn weitere Erzählungen

    buederich

    02. November 2007 um 18:13

    Da ich dieses Buch selbst geschrieben habe, ist diese natürlich keine Rezension im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr eine Buchvorstellung (die man mir erlauben mag): Wie der Titel bereits sagt, umfasst das Buch insgesamt elf Erzählungen, die im Laufe mehrerer Jahre entstanden sind. Es sind einige Geschichten aus dem Genre der Phantastischen Literatur dabei, aber auch ganz "normale" Themen verarbeite ich in dem Band, zum Beispiel die Geschichte eines stummen Jungen, der ein geheimnisvolles Mädchen kennenlernt. Stilistisch war ich seit jeher den alten Meistern der Literatur verbunden; ich liebe einfach die sprachliche Finesse, mit der Poe, Lovecract oder Zweig vorgehen. So ausgeklügelt ist mein Stil natürlich bei weitem nicht, aber er läßt sicher schon ein wenig auf meine Vorbilder schließen. Daher einfach hier eine kurze Leseprobe aus der Geschichte "Verlorene Seelen": Vom ersten Tag an ihrer kurzen Reise war Nicole dem Charme New Yorks erlegen. Mal spielte die Stadt die Betörerin, im nächsten Moment war sie heuchlerisch, und stets präsentierte sie sich mit einer Selbstverliebtheit, die ein menschliches Ego kaum besser hinbekommen hätte. Die Leute, die dort lebten, waren fleischgewordene Bilder ihrer Seele, so empfand Nicole ihre erste Begegnung mit ihnen. Selten betrat sie eine hitzeverdörrte Straße, die nicht etwas Neues präsentierte, und sei es lediglich in einem Hauseingang eine eingetrocknete Blutlache, in welcher ein spielendes Kind einen Handabdruck hinterlassen hatte. Nicole hatte genügend Zeit, den spröden Reiz der Riesenstadt zu erforschen. Wie so oft, wenn sie Paul auf seinen Geschäftsreisen begleitete, war sie sich selbst überlassen, während ihr Mann in klimatisierten Geschäftsräumen saß und in Verhandlungen verstrickt war. Es war eine Scheinwelt, die für Nicole keinerlei Bedeutung hatte. Sie hatte nichts gegen die Menschen, deren Bekanntschaft sie manchmal machte, weil Paul das wollte; sie kamen ihr lediglich so steril und kalt vor, dass Nicole in ihrer Nähe fröstelte. Ihr war klar, dass Paul sie nicht nur aus reiner Gefälligkeit auf seine Reisen mitnahm. In mancherlei Hinsicht war er mitteilsamer als ein aufgeschlagenes Buch, und so wusste sie, dass dies seine Art war, Nicole zu zeigen, wie sehr sie ihn brauchte und wie wenig sie wert war ohne das Geld, das er verdiente. Was hatte er ihr einmal im Streit gesagt? Du wärst ein Stück Dreck ohne deine Titten! Trotzdem nahm Nicole den Mann an ihrer Seite klaglos hin, denn es bedeutete ihr mehr, als er ahnte, wenn sie frühmorgens im Schlund der Städte verschwand und abends an anderer Stelle wieder ausgespuckt wurde. Ein wenig kam es ihr so vor, als würde sie Paul betrügen, wenn sie fremde Straßen erkundete. Und nun New York, das ihr von der ersten Sekunde die Sprache verschlug und in jeder Hinsicht anders war, als alle anderen Orte, die sie kannte. Sie dachte an ihre Heimatstadt Stuttgart, in die Paul und sie in vier Tagen wieder zurückreisen würden, und ein wenig deprimierte dieser Gedanke sie. Es war so aufregend, die von Abgasen und Hotdogs schwere Luft zu atmen, die Stimmen der unzähligen Menschen zu lauschen oder den Regen zu spüren, der warm war und in den Augen brannte. ... Wer sich über meine anderen Geschichten (und vielleicht über mich selbst informieren) möchte, ist herzlich eingeladen, auf meiner Homepage www.klausfrank.de herumzustöbern. Über eine kurze Nachricht im Gästebuch oder eine Email würde ich mich selbstverständlich sehr freuen.

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