Mit Glatze kann man nicht mit Locken locken

Cover des Buches Mit Glatze kann man nicht mit Locken locken (ISBN:9783868631050)
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Inhaltsangabe zu "Mit Glatze kann man nicht mit Locken locken"

Das Wort als kleinster selbständiger Redeteil ist eine sprachliche Äußerung des Menschen mit bestimmtem Bedeutungsgehalt, – so kann man es in der Jubiläumsausgabe des WAHRIG, Deutsches Wörterbuch, lesen. Wortgewaltige haben die reinsten Wundergebäude aus Wörtern erbaut, – Lyriker und Schriftsteller haben Märchen- und Phantasiewelten errichtet, in Fabeln und Parabeln Lehrhaftes übermittelt, wodurch wir unser eigenes geistiges Leben bereichern und Anregungen für eigenes Gedankengut finden können.Über dieses Thema und diese Gedanken redete ich oft schon mit vielen Leuten. Dabei verglichen wir die Wortgewaltigen mit den Architekten und die Lyriker mit den Komponisten. Mitten in einem Gespräch über solche Dinge schnitt mir aber einmal jemand das Wort ab, als ich das geschliffene Wort als eines unserer „Lebenstrümpfe“ bezeichnen wollte. Ich kam nur bis „Leben.“, dann kam der Schnitt und ich behielt die „.strümpfe“ in meinen Gedanken, – den Rest meiner Rede habe ich dabei natürlich vergessen. Meine Gedanken wanderten ab, – Lebenstrümpfe bestehen also aus Leben und Strümpfen. Daraus bekam ich den Anstoß zu der Aufforderung: Leben, mach’ dich auf die Strümpfe, damit du deine Lebenstrümpfe ausspielen kannst.Gleich fiel mir auch eine andere Aussage ein: „In Staubecken gibt es keine Staubecken“. Das versteht man nicht sogleich, wenn es auch logisch ist; denn, wo sich ein fester Körper befindet, kann kein zweiter sein. So etwas lernten wir doch in der Schule? Aber ein Staubecken ist hauptsächlich flüssig (wenn’s überläuft, sogar überflüssig), nur in den Mauern fest. Wir kämen auf diese Weise in eine fast endlose Diskussion. Erst nach betonter Redeweise: „In Stau-becken gibt es keine Staub-ecken“ kann man diese Aussage sinnvoll verstehen.Es tritt bei der Beschäftigung mit der Sprache, mit den Wörtern, überhaupt oft der Verdacht auf, dass Wörter zu großen Teilen „geschneidert“ wurden. Es ist nur ein Verdacht oder eine märchenhafte Vorstellung, weiter nichts.Ich dachte manchmal auch darüber nach, dass die Sprache einmal ein Knäuel aus Buchstabenketten gewesen sein muss, wenn man bedenkt, wie man sagt, dass sie sich entwickelt hat.Es ist wohl so, dass sie einen langen Entwicklungsweg genommen hat, aber zusätzlich haben, so glaube ich, „Wortschneider“ mit ihren Gesellen und Lehrlingen in vielen Generationen doch wohl auch dabei geholfen, diese Entwicklung in Richtungen zu lenken, die uns heute zu Entdeckerfreuden führen können. Und wenn wir uns der Sprache bedienen, so sollten wir immer bedenken:

Die gesprochenen WORTE seien zugleich die WURTE und die WARTE gegen einen schlechten Sprachgebrauch, –ja, sie sollten die WIRTE sein, die die hohen WERTE unserer schönen Sprache auf’s Tapet bringen.

Wie leicht und schnell zu merken sein wird, ist dieses Büchlein fern von jeder Wissenschaftlichkeit.Es soll der anregenden Unterhaltung dienen und dazu verleiten, Wörter näher zu betrachten. Sie bestehen aus einer Auswahl von nur dreißig Elementen, den sechsundzwanzig Buchstaben sowie dem ß, dem ä, dem ö und dem ü, – mit Ausnahme des „ß“, groß oder klein geschrieben.Die eingestreuten kleinen Karikaturen mit den Großbuchstaben lassen erkennen, dass diese auch eine interessante Architektur haben, die zu phantasievollen Betrachtungen verleiten können. Dem Zauber, den vermutlich die schon genannten Wortschneider in die Wörter brachten, wollen wir hier ein bisschen auf die Spur kommen.Berlin, im Jahre 2012Der Verfasser

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783868631050
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Buch
Umfang:60 Seiten
Verlag:Schibri-Vlg
Erscheinungsdatum:13.12.2012

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