Klaus Gietinger

 3.4 Sterne bei 7 Bewertungen
Autor von 99 Crashes, Vollbremsung und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Klaus Gietinger

Klaus Gietinger ist Drehbuchautor, Filmregisseur und Sozialwissenschaftler. Sein Kinofilm "Daheim sterben die Leut" ist Kult. Er schrieb und drehte "Tatorte", TV-Filme, Serien und Dokumentationen (zuletzt "Wie starb Benno Ohnesorg?") und erhielt dafür zahlreiche Preise. Er ist Autor zahlreicher Bücher, u. a. "Eine Leiche im Landwehrkanal - Die Ermordung Rosa Luxemburgs", "Der Konterrevolutionär", "Totalschaden" oder "99 Crashes".

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Klaus Gietinger

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Cover des Buches 99 Crashes (ISBN:9783864890734)

99 Crashes

 (3)
Erschienen am 01.09.2014
Cover des Buches Vollbremsung (ISBN:9783864892806)

Vollbremsung

 (1)
Erschienen am 04.06.2019
Cover des Buches Eine Leiche im Landwehrkanal (ISBN:9783894015930)

Eine Leiche im Landwehrkanal

 (1)
Erschienen am 12.12.2008
Cover des Buches Karl Marx, die Liebe und das Kapital (ISBN:9783864892042)

Karl Marx, die Liebe und das Kapital

 (1)
Erschienen am 01.03.2018
Cover des Buches Der Konterrevolutionär (ISBN:9783894015923)

Der Konterrevolutionär

 (0)
Erschienen am 07.01.2009
Cover des Buches Hitler vor Gericht (ISBN:9783941282162)

Hitler vor Gericht

 (0)
Erschienen am 24.11.2009

Neue Rezensionen zu Klaus Gietinger

Neu
W

Rezension zu "Vollbremsung" von Klaus Gietinger

ziemlich reisserisch geschrieben, aber auf jeden Fall korrekt!
wschvor 3 Monaten

Anhand der zahlreichen statistischen Daten über Tote, die der Strassenverkehr nicht nur direkt durch Unfälle, sondern auch indirekt durch Schadstoffe, die beim Fahren in die Luft geblasen werden, die bei der Produktion der Fahrzeuge anfallen, die bei der Gewinnung der für die Produktion notwendigen Rohstoffe anfallen etc. belegt Klaus Gietinger nachprüfbar, welche immensen Umweltschäden der Kfz-Verkehr kostet. 

Der Schreibstil löst des Öfteren gelinde gesagt ein innerliches Lachen hervor. Gnadenlos und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, bezeichnet Klaus Gietinger die bundesdeutschen Verkehrsminister und weitere Angehörige der obersten Politiker-Kaste als das, was sie sind: "Knallchargen",".. die den Autokonzernen in den Auspuff kriechen".

Der Autor analysiert nicht nur die aktuelle Mobilität, die mit den Unmengen an Kfz verbunden ist, anhand der Umweltschädigung durch Abgase, Lärm, Reifen- und Bremsabrieb etc. Er zeigt wiederum überprüfbar auf, dass die immer höher gehaltene 'heilige Kuh' der Elektroautos nicht etwa die Lösung aller Probleme darstellen. Sondern dass E-Autos im Gegenteil  nach aussen hin nur den nächsten Riesenschritt in Richtung Abgrund verhüllen. Schliesslich ist der ökologische Rucksack eines E-Autos schon bei der Produktion der Fahrzeuge samt Batterien um ein Vielfaches gewichtiger als bei einem herkömmlichen Kfz. Vom ökologischen Betriebsrucksack ganz zu schweigen. Man muss sich nur die Energie-Effizienz der Akkus im Vergleich zum herkömmlichen Kraftstoff anschauen.

Im letzten Kapitel, "Die Verkehrsrevolution - das ABC der wahren Mobilität" weist der Autor einige in zwei Phasen aufgeteilte Wege zur wahren Mobilität auf. Einige davon sehr einfach, kostengünstig und schnell umsetzbar. So 'man' an den entscheidenden Stellen gewillt ist, dem vorübergehenden Unmut der Auto-Junkies stand zu halten. Einige andere nicht minder konsequent, aber eher utopisch und sehr illusionistisch.

Auch wenn das Buch in einem recht reisserischen Stil verfasst ist, lesens- und überdenkenswert ist es auf jeden Fall. Vielleicht findet sich ein generöser Spender, der jedem Verkehrsplaner, ob aus der Privatwirtschaft oder in Behörden, jedem Verkehrsminister, ob auf Landes- oder Bundes- oder Europa-Ebene ein Exemplar des Buches schenkt. Mit der Auflage, es auch lesen zu müssen!

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Rezension zu "Karl Marx, die Liebe und das Kapital" von Klaus Gietinger

Karl Marx, die Liebe und das Kapital
Sikalvor einem Jahr

Das weltweit - nach der Bibel - meistverkaufte Buch „Das Kapital“ von Karl Marx und vor allem dessen Entstehung steht im Mittelpunkt dieses Buches.

 

Der Autor Klaus Gietinger, Drehbuchautor, Regisseur und Sozialwissenschaftler erzählt darin die Geschichte von Karl Marx, seiner Familie, Anhänger seiner Theorie aber auch die Geschichten seiner Gegner.

 

„Proletarier aller Länder vereinigt euch“ ist wahrscheinlich einer der bekanntesten Aussprüche von Marx und auch heute noch so manches Mal zu hören, wenn es um gerechtere Verteilung des Kapitales geht oder darum, die Kluft zwischen den Klassen zu verkleinern. Ungebrochen zeigte sich die Popularität von Marx immer wieder– vor allem immer dann, wenn sich eine Krise in unser kapitalistisches System schlich.

 

Auch ich versuchte Marx zu lesen – ohne zu wissen, welche Geschichte hinter diesem schwer zu lesenden und noch schwerer zu verstehenden philosophischen Werk steht. Durch das Buch von Klaus Gietinger bekam ich einen Einblick, unter welchen Umständen Marx arbeiten musste, um dieses Werk zu vollenden.

 

Nach der Lektüre von „Karl Marx. Die Liebe und das Kapital“ würde ich das Hauptwerk von Karl Marx wohl mit anderen Augen lesen (was ich vielleicht ja noch einmal machen werde).

Die Gedankenwelt von Marx zu erfassen und auf den Punkt zu bringen, ist bestimmt nicht einfach und Klaus Gietinger bemühte sich hier sichtlich. Leider sind jedoch die gewählte Schreibweise, die Art der Erzählung und der immer wiederkehrende Wechsel der Zeiten dem Lesefluss nicht gerade dienlich. Schade eigentlich, denn die Geschichte dahinter ist spannender als mancher Roman.

 

Wer sich durch das Werk müht und sich auf die Geschichte der Familie Marx, den aufsteigenden Sozialismus und auf das Leben von Mohr’s (der Spitzname von Karl Marx) Gefährten Friedrich Engels einlässt, wird belohnt mit einem sehr detaillierten Einblick in die Geschichte einer Zeit, in der es das Proletariat alles andere als leicht hatte.

 

Das Buch hätte ob seiner Geschichte sofort fünf Sterne verdient - wäre da nicht, wie bereits erwähnt, eine sehr „unkonventionelle“ Art des Erzählens gewählt worden. Zusätzlich zum ständigen Wechsel der Erzählperspektive wechseln laufend die Zeiten – nicht immer gleich erkennbar für den Leser - und ein flüssiges Lesen wird zusätzlich durch eingeworfene Textpassagen in Französisch und Englisch gehemmt.

Fazit:

Leider (und in Anbetracht der spannenden Geschichte wirklich leider) kann ich hier nicht mehr als drei Sterne vergeben. Sprachlich hätte ich mir von Klaus Gietinger auf Grund seines Renommees mehr erwartet.    

Kommentare: 2
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W

Rezension zu "99 Crashes" von Klaus Gietinger

Autokritik durch Beschreibung prominenter Unfälle
WinfriedStanzickvor 5 Jahren


 

 

Der bekannte Verkehrsexperte und scharfe Kritiker des Autos als Massenverkehrsmittel, Klaus Gietinger, hat nun für seine nicht selten heftige Kritik am Auto einen anderen Weg gewählt,.

 

Im Gedenken an die weltweit bisher über 50 Millionen Menschen, die bei Autounfällen ums Leben gekommen sind, hat er 99 mehr oder weniger berühmte Menschen ausgesucht und sie porträtiert, die bei zum Teil spektakulären Autounfällen ihr Leben lassen mussten. Dabei lernt man viel über das Leben dieser Menschen, unter anderem natürlich James Dean, Albert Camus und Grace Kelly, Falco und Jörg Haider

 

Doch für die Zukunft ist er selbst skeptisch und sagt in einem Interview:

„Wir sollten das Auto als Massenverkehrsmittel abschaffen. Aber das werden die Autohersteller nicht zulassen. Und die Autofahrer auch nicht, denn Autos machen süchtig.“

 

Ich persönlich halte die Kritik von Gietinger für überzogen, wenn auch nötig, denn schon bald wird das Auto alle Wege und Straßen verstopft haben.

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