Klaus Hagerup

 3.8 Sterne bei 10 Bewertungen
Autorenbild von Klaus Hagerup (©Morten Krogvold)

Lebenslauf von Klaus Hagerup

Einer der wichtigsten norwegischen Autoren: Klaus Hagerup wurde 1946 in Oslo geboren. Er war viele Jahre als Bühnendarsteller, Regisseur, Dramatiker und Übersetzer tätig, bevor er sich hauptberuflich dem Schreiben widmete. Als Schauspieler arbeitete er an den großen Bühnen Norwegens und wirkte in vielen Film- und Fernsehproduktionen mit. Seine bekannteste Werke sind "Markus und Diana" und "Wo die Drachen fliegen". Viele seiner Werke wurden ausgezeichnet und in 18 Sprachen übersetzt. Der Autor lebt in Gressvik, Norwegen.

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Rezension zu "Das Mädchen, das die Bücher retten wollte" von Klaus Hagerup

Nett für Zwischendurch, aber kein Highlight
pantaubooksvor 2 Jahren

Die Geschichte stellt sich mutig entgegen jene Prognosen, die die Buchbranche derzeit beschäftigt: Kinder lesen immer weniger. Sie sind nicht mehr in der Lage, sich auf längere Texte zu konzentrieren, sodass ihre Aufmerksamkeitsspanne höchstens noch für Texthäppchen reicht. Mit dem Hintergrundwissen ist Das Mädchen, das die Bücher retten wollte für mich ein sehr intensives Buch gewesen, jedoch keins das ich unbedingt weiterverschenken würde (Achtung Spoiler).

Natürlich mochte ich die Protagonistin Anna sehr, denn in ihr finde ich mich wieder. Würde ich erfahren, dass Bücher vernichtet werden sollen, nur weil sie niemand mehr lesen möchte, täte mir das ebenso sehr im Herz weh wie Anna. Doch die Realität sticht aus jedem Wort der Geschichte hervor: Menschen lesen nicht mehr und die Helden vieler Bücher geraten in Vergessenheit. Doch die Motivation der Protagonistin, an diesem Zustand etwas zu ändern, fand ich in der Geschichte etwas dürftig. Schön hätte ich es gefunden, wenn Anna aktiv zur mutigen Retterin der Bücher geworden wäre, dabei hilft, die Bibliothekt wieder für junge Menschen ihres Alters attraktiv zu machen, indem sie beispielsweise Geschichten weiterempfiehlt und sich dafür stark macht, dass Kinder sich wieder an Bücher herantrauen. Doch es ist eher der Zufall, der Anna letztlich zur Retterin der Bücher werden lässt. Denn sie findet ein Buch, das kein richtiges Ende hat und schafft es darüber, Menschen wieder für Bücher zu begeistern, indem sie bei ihnen den Wunsch weckt, das Ende zu kennen. Dieser Zufall war für mich als Motivation für die Geschichte etwas zu wenig.

Die Idee und die Vorstellung, dass die Figuren aus Geschichten ausgelöscht werden, wenn ihre Bücher nicht gelesen werden, hat mir dagegen wieder äußerst gut gefallen. Ein bisschen hat mich das auch an das Konzept der Tintenherz-Trilogie von Cornelia Funke erinnert, bei der Menschen die magische Fähigkeit besitzen, Figuren aus Bücher herauszulesen und wieder zu vernichten, indem sie die Geschichte einfach umschreiben. Ein bisschen unbefriedigt war ich allerdings von dem Ende der Geschichte, das nicht wirklich aufgelöst wurde und vor allem für Kinder nur schwer nachvollziehbar ist. Ohne zu viel verraten zu wollen, kann man sich als Leser im Grunde am Ende selbst überlegen, warum das Buch, das Anna zufällig in dem Stapel ungeliebter Bücher der Bibliothek findet, kein Ende hat. Vielleicht kann man das allerdings wieder als Parallele dafür sehen, dass in der Realität ein Ende des Buches noch nicht ausgeschlossen werden kann. Werden wir es in Zukunft schaffen, wieder mehr Menschen für das Lesen zu begeistern? Oder werden die Bücher unserer Bibliotheken das Schicksal erleiden, das Anna in dieser Geschichte noch verhindern kann? Viele Fragen bleiben offen, was für mich auch wieder ein Zeichen dafür ist, dass die Intention des Autors der Geschichte nicht darin bestand, junge Leser für sein Buch anzusprechen.

    Das Buch hatte nur noch eine einzige Seite. Anna holte tief Luft. Und blätterte um. Aber dort stand nichts. Die Seite war leer. Das Ende war verschwunden. (S. 28f.)

Die Illustrationen und der Zeichenstil von Lisa Asiato sind in jedem Fall etwas Besonderes! Ihre Bilder wirken zwar recht erwachsen und hochwertig, trotzdem sind sie verspielt und witzig und passen meiner Meinung nach sehr gut zur Geschichte.

Fazit & Bewertung

Das Mädchen, das die Bücher retten wollte von Klaus Hagerup ist eine Geschichte, die das Herz eines jeden Buchliebhabers trifft. Trotzdem war für mich die Motivation der Hauptfigur nicht ausreichend genug und auch das Ende war eher enttäuschen als erhellend. Da das Buch tiefgreifende Probleme der Buchbranche anspricht war es für mich sehr intensiv und interessant. Spannende Unterhaltung und Spaß für jüngere Leser werden dabei jedoch hintenan gestellt.
https://pantaubooks.wordpress.com/

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Rezension zu "Das Mädchen, das die Bücher retten wollte" von Klaus Hagerup

einfach wundervoll - rundherum gelungen
HEIDIZvor 2 Jahren

Gebundene Ausgabe: 64 Seiten

Verlag: Woow Books (31. August 2018)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3961770220

ISBN-13: 978-3961770229

Vom Hersteller empfohlenes Alter: 7 - 9 Jahre

Größe und/oder Gewicht: 22 x 1,2 x 26,6 cm

PREIS: 14,00 Euro

 

Dieses Buch ist wundervoll von Lisa Aisato illustriert und der dazu gehörige Text ergänzt die Illustrationen perfekt, er ist von Klaus Hagerup. Ob nun der Text die Illustrationen ergänzt oder anders herum kann man garnicht sagen, beides ergibt eine untrennbare Einheit.

 

Die Illustrationen sind großformatig über die kompletten Seiten gestaltet und einfach allerliebst gezeichnet. Man kann so viel in ihnen entdecken, die Charaktere sind lebendig abgebildet in ihrer Mimik und Gestik und sie passen super zu den beschriebenen Szenen.

 

Die Geschichte ist fantasievoll und magisch kann man sagen. Man lebt mit ihr, wenn man sie liest oder vorliest. Da ist unser Hauptcharakter Anna, das Mädchen liebt Bücher - jeden Tag besucht sie die Bibliothek. Sie liest und taucht in die literarischen Welt ab und lernt die Charaktere kennen. Sie macht sich Gedanken, was mit den Büchern ist, die niemand mehr ausleiht. Sie nimmt sich vor, die vergessenen Bücher zu retten ...

Mehr möchte ich garnicht verraten, lest selbst, extrem spannend und das Buch ist außerdem vom äußeren Erscheinungsbild auch sehr hochwertig mit einem roten Leinenrücken versehen.

 

Ein fesselnd spannendes Buch für Kinder im Grundschulalter.

Hervorragend !!!

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Rezension zu "Küss mich, oder ich verlieb mich in dich!" von Klaus Hagerup

Rezension zu "küss mich - oder ich verlieb mich in dich" von Klaus Hagerup
Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren


Ich mag dieses Buch leider gar nicht. Ok, ich bin auch eigentlich nicht die Zielgruppe, aber ich mag einige Jugendbücher und außerdem lese ich gerne vorher, was ich meinem Kind vielleicht mal geben könnte oder meinem Neffen, aber dieses hier ist irgendwie so gar nichts.
Ich mag die ganze Geschichte nicht, ich mag die Charaktere nicht,..
Für mich ist die Geschichte einfach viel zu unreal. Ich konnte mich da kein bisschen hinein versetzen.. und gerade das wollen Jugendliche in solch einer Situation doch, wenn sie Bücher über Liebeskummer lesen. (vielleicht, weil sie gerade selber welchen haben)
Auch blieben die Charaktere für mich irgendwie undurchsichtig. Normalerweise habe ich schnell ein Gesicht vor Augen, wenn ich eine Geschichte lese, aber hier wollte mir das einfach nicht gelingen.
Von mir also keine Leseempfehlung..

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