Klaus Heimann Taxi zum Nordkap

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Inhaltsangabe zu „Taxi zum Nordkap“ von Klaus Heimann

Ein Mann mit einem Koffer voller Geld erscheint eines Morgens neben Rainers Taxi. Der Essener Taxifahrer zögert nicht lange: Er nimmt den Auftrag an. Einmal Nordkap bitte. Am zweiten Abend wird Rainers Fahrgast von ihm unbemerkt durch einen anderen Mann ersetzt. Ebenso an den darauffolgenden Tagen: Aus dem Nichts heraus tauchen die merkwürdigsten Gestalten auf. Tagsüber schlafen sie auf der Rückbank des Taxis, abends servieren sie ihrem Fahrer abenteuerliche Geschichten über das Geld und die Gründe für ihre Nordkapfahrt. Für Rainer wird die Tour zum Alptraum.

Gute Idee, für mich aber zu konstruiert und zu unwahrscheinlich!

— Zwillingsmama2015
Zwillingsmama2015

unglaubliche Storry und ein leichter humorvoller Schreibstil führen den Leser hier auf Irrwege. Top!

— Engel1974
Engel1974

Ein toller Geheimtipp für Krimifans, Skandinavienliebhaber und Freunde des Ruhrpotts und galantem Humor samt Spannung!

— Floh
Floh

Eine Reise voller Überraschungen - unbedingte Leseempfehlung!

— mabuerele
mabuerele

Schräger Roadstory-Regionalkrimi-Mix, der gleichermaßen für Fernweh wie für Unterhaltung sorgt.

— Igelmanu66
Igelmanu66

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    Taxi zum Nordkap
    Floh

    Floh

    Norwegen, das Land der vielen Fjorde, der Trolle, der Elche, der Einsamkeit, der Postschiffe und idyllischen Holzhäuser. Und genau dieses unbescholtene Land hat sich Autor Klaus Heimann für seine spannende Roadstory, seinen Krimi und dem Ruhrpottflair-Gegensatz ausgesucht. In „Taxi zum Nordkap“ treffen Fernweh, Spannung, Ironie und ganz viel Charakter aufeinander und bescheren ein besonderes Lesevergnügen mit vielen interessanten Facetten. Und das nicht nur, da die skandinavischen Länder für besten Thriller- und Krimistoff sorgen, sondern auch, weil der Autor Norwegen und auch die Fahrwege zum Ziel Nordkap und die ländertypischen Gepflogenheiten nur zu genau kennt, zudem gibt es Ruhrpott satt und diese Gegensätze zeichnen diesen Krimispaß aus. All seine Einflüsse und Erfahrungen hat Klaus Heimann galant einfließen lassen und so einen atemberaubend spannenden und nahezu realistischen Krimi am Steuer eines Taxis entstehen lassen. Erschienen im Edition Oberkassel Verlag (http://edition-oberkassel.de/) Inhalt: "Ein Mann mit einem Koffer voller Geld erscheint eines Morgens neben Rainers Taxi. Der Essener Taxifahrer zögert nicht lange: Er nimmt den Auftrag an. Einmal Nordkap bitte. Am zweiten Abend wird Rainers Fahrgast – von ihm unbemerkt – durch einen anderen Mann ersetzt. Ebenso an den darauffolgenden Tagen: Aus dem Nichts heraus tauchen die merkwürdigsten Gestalten auf. Tagsüber schlafen sie auf der Rückbank des Taxis, abends servieren sie ihrem Fahrer abenteuerliche Geschichten über das Geld und die Gründe für ihre Nordkapfahrt. Für Rainer wird die Tour zum Alptraum.“ Zum Schreibstil: Der Autor Klaus Heimann besitzt einen so herrlichen und herzhaften Schreibstil, dass er gleich zu Beginn all meine Sympathiepunkte erhaschte. Klaus Heimann hat das große Talent und schriftstellerische Können, mörderische und beklemmende Spannung mit einem wunderbar abgestimmten Schuss Komik, Humor, Zynismus und herzhaften Dialogen zu vereinen, denn der Autor nutzt unter anderem den typischen Schreibstil für einen gelungenen Krimi, denn er legt stets Spuren, die den gespannten und gebannten Leser nahezu in den Wahnsinn treiben, er sorgt für Irrungen und Wirrungen, streut stimmige Handlungsstränge und lässt den Leser an den Ermittlungen aktiv teilhaben und mit dem Taxifahrer und Essener Rainer an den Erzählungen verzweifeln. Zudem überzeugt der Autor K. Heimann mit einer gewaltigen Portion Komik, Ironie, Schlagfertigkeit und Humor. Er zeigt Mut und formt erfrischende Dialoge mit ruhrpöttischem Lokalcharakter und erzeugt herzhaftes Bauchmuskelzucken beim Lesen und Ermitteln. Durch seine sympathischen und teils weniger sympathischen aber ausgesprochen einzigartig-eigenwilligen Protagonisten, allen voran natürlich Rainer und die reisenden Bolles, erzeugt Klaus Heimann gleich ein Sympathiefeld und man wird Eins mit den toll gezeichneten Charakteren aus dem Buch. Autor Heimann schreibt sein Buch in einer Art Roadstory, verleiht skandinavischen Charakter und eine große Portion Ruhrpottkrimi. Sein Buch macht auf eine besondere Art sehr neuartig und andersherum bedient er den Krimiliebhaber mit Altbewährten. Hier gibt es gekonnte sprachliche Experimente in Form von wunderbar ironischen und patzigen Regional-typischen Dialogen und die gute alte und solide Kunst des Schreibens, gewürzt mit Ironie und Sarkasmus. Sehr gut gemacht und toll präsentiert. Autor Heimann wartet mit einem Krimi auf, der auch ohne übertriebene Morderei und Blut gut unterhält und für Lesevergnügen, unheimlich viel Witz, Landcharakter und ganz viel Humor sorgt, dennoch mörderisch hochspannend und für sich komplex wirkt. Er schreibt flott, flüssig, humorig und trifft den Nerv der Zeit und lässt die Bauchmuskeln zucken. Seine Art macht Lust auf mehr und man freut sich auf eine Fortsetzung. Schauplätze: Bei der Wahl, der Zusammenstellung und vor allem bei der Umschreibung der Schauplätze hat mich Klaus Heimann mehr als überrascht. Dass ich Norwegen in seiner Facette präsentiert bekomme, damit hatte ich gerechnet. Aber der Autor geht noch einen Schritt weiter, er weitet seinen Kriminalfall weiter aus und lässt auch das Ruhrgebiet und weitere Landstriche auf seiner Taxifahrt real werden. Neben den tollen Kulissen dürfen wir einen Blick hinter die Kulissen einiger Behörden werfen, wir erleben Natur, Wetter, Tag und Nacht und die unglaublichsten Geschichten in lebendigen Bildern (nicht immer nett anzusehen, aber hier gibt es Kopfkino pur!). Der Autor bietet daher einen breiten Fächer aus abwechslungsreichen Handlungsorten und Einflüssen. Glanzstück ist und bleibt dennoch diese einmalige Atmosphäre und das Flair Norwegens und der Weg dorthin. Hier spürt man die Liebe zum Land des Autors. Hier verdient der Autor von mir absolutes Lob. Er hat einen rasanten Krimi erschaffen, mit einer sehr treffenden Auswahl an Schauplätzen im Bereich Korruption, Mafia, Polizeiarbeit, Intrigen, Inszenierungen, Schmuggel und Ermittlung. Klaus Heimann definiert seine Schauplätze mit Details, das Buch erzeugt Bilder und erinnert stark an Roadmovie und großes Kino. Orte, an denen ich als Leser noch nie war, werden mir so nahe gebracht wie meine eigene Hosentasche. WOW, hier bietet unser Autor eine Fülle aus ganz besonderen und erschütternden Schauplätzen und Umfeld, ohne diese besondere Stimmung auf der Fahrt zum Nordkap zu ruinieren. Der Autor hat ein feines Händchen dafür, die Leser mitzunehmen, auf lebensgefährliche Zusammenhänge, auf Rachefeldzüge und komplexen Befragungen und Geschichten. Viele atemberaubende Sequenzen und spannende Passagen bringen den Leser aufgrund der Authentizität zum Atemstillstand und zum Adrenalinkick! Charaktere: Zu den Schauplätzen, hat der Autor auch bei der Wahl der Charaktere aus den Vollen geschöpft und zu seinem umfangreichen Portfolio an Schauplätzen auch gleich die Passenden Protagonisten, kriminellen Vereinigungen, Widersacher, Helfer, Opfer und Mitwisser erschaffen. Zunächst lernen wir natürlich unseren sympathischen Taxifahrer Rainer kennen. Rainer kommt aus Essen, ist 57 Jahre alt und wird von Fernweh geplagt. Als ihm dann eine ganz besondere Taxifahrt bevorsteht sagt er nicht nein. Ein Fehler seines Lebens? Oder die Reise seines Lebens? Oder gar beides? Wir lernen Rainer auf dieser Taxifahrt kennen, Teile seines Privatlebens und seine bisher er ruhigeren Umstände seiner Dienststelle. Ein sympathischer Typ, der mich gleich positiv mit in die Handlung genommen hat. Doch Rainers Taxigast scheint ein Geheimnis zu bergen und jeden Morgen wird ihm eine andere Geschichte, ein anderer Beweggrund für diese lange Fahrt aufgetischt. Von einem anderen Fahrgast unter selben Namen…. In diesem Fall um Rainers Fahrt mit dem dubiosen Gast lernen wir auch das, durch die Besonderheit des Falls in einer Taxifahrt, das neu strukturierte Polizeiaufkommen kennen, eine Mischung aus anderen Instanzen, Behörden und Zuständigkeiten. Neben den natürlich wichtigen Nebenrollen und Zeugen, treffen wir auch auf viele Gegenspieler, die an einer skrupellosen Organisation arbeiten und mitwissen und einen skurrilen Plan verfolgen. Rainer mittendrin. Der Autor Heimann hat Protagonisten erschaffen, die alltäglicher, teils erschreckender und realer nicht wirken können. Gerade der Hauptcharakter Rainer ist eine Person, mit der man als Leser sofort per DU ist. Die Bolles und die Geschichten werden den Leser beherzt überraschen und die Wendung im Showdown lässt den Atem stocken. Ein absolut typisches Bild aus allerlei Schichten und Gesinnungen, Persönlichkeiten und Menschen die sich gern in den Fokus stellen. Gleich zu Beginn ermöglicht der Autor seinen Lesern ein klares Bild der einzelnen Persönlichkeiten und bietet zusätzlich eine gelungene Auswahl an Nebenrollen. Manche wird man bis zum Ende nicht mögen, manche werden den Leser überraschen, und manche sind im großen Showdown gar nicht mehr am Leben. Das Auftauchen und die Erzählungen der Bolles kann schon sehr verwirrend sein, aber all diese Anekdoten sind auch nicht wegzudenken und formen diesen sympathisch-spannenden Krimi. Gekoppelt mit einer tragischen Entdeckung und einer dramatischen Tragödie, wirken alle Personen sehr gut geschildert und verkörpern ihren Part im Krimi gekonnt. Meinung: Manches wirkte auf mich sehr beklemmend und ich musste beim Lesen häufig meinen Blickwinkel verstellen, das hat mir wirklich gut gefallen. Ein grandioser Krimi, mit viel Nervenkitzel, ausgesprochener Recherche, viel Hintergrund und Rasanz. Grandiosem Schauplatzflair und einer „Urlaubsreise“ in einem Taxi zum Nordkap. Hier liest man das Wissen und die Erfahrung des Autors durch seine Recherche und seinem Erlebten. Sehr actiongeladen, spannend und politisch, dennoch idyllisch und traumhaft schön. Ich wurde unterhalten, geschockt, erschüttert und mit Nervenkitzel versorgt. Hier gibt es Hochspannung auf großem Niveau in vielerlei Hinsicht! Komplex und überraschend! Die Tiefe des Mordgedanken, der Inszenierung, des Mordkomplotts und der Skrupellosigkeit von Handlangern und der Behörden wird man mögen und auf sich wirken lassen. Vielleicht nicht immer von leichter Kost. Sternabzug gibt es von mir wegen der verwirrenden Geschichten um Bolle und Bolle. Hier hatte ich stellenweise Schwierigkeiten den Faden zu behalten und nicht die Ereignisse zu würfeln. Ein etwas kleines Schriftbild, die das Lesen etwas anstrengend machte, da auch das große Aufkommen an Informationen, Schauplätzen und Personennamen Aufmerksamkeit erfordert, und so etwas mühsam erscheint. Man wird jedoch mit einer sagenhaften Geschichte entlohnt. Kritikpunkte: Meine einzige Kritik bezieht sich auf die Charaktere der Bolle I, Bolle II, Bolle III und Co. Hier hatte ich stellenweise arge Probleme diese, zwar recht unterschiedlichen, Geschichten auseinanderzuhalten und nicht zu würfeln. Der Autor: "Klaus Heimann, Jahrgang 1959, lebt in Essen und arbeitet als Controller. Schon als Jugendlicher liebte er es, anderen Kindern Märchen oder aus dem Stegreif erfundene Geschichten zu erzählen. Die Lust am Erzählen begleitete ihn ins Erwachsenenalter und er begann mit dem Schreiben. Bisher verfasste er Kurzprosa, Lieder, ein Kindermusical und mehrere Romane. Als Skandinavien-Fan fließen immer wieder Perspektiven auf den hohen Norden Europas in sein Schaffen ein." Zum Cover: Das Cover spricht mich persönlich nicht an. Hätte mich nicht das Schlagwort „Nordkap“ vom Titel angelacht, wäre ich wahrscheinlich gar nicht auf dieses Buch aufmerksam geworden. Aber so habe ich dem Buch die Chance eines zweiten Blickes gegeben und bin sehr froh diesen Krimi genossen zu haben. Ein Geheimtipp. Stimmig gewählt zeigt sich der interessante und vielversprechende Titel und Klapptext. Fazit: Wer Nervenkitzel liebt, Humor in einem Krimi nicht scheut, sich von gelungener Recherche fesseln lassen will, detaillierte Schauplätze gen Norden liebt, der muss dieses Krimiwerk lesen und sich in den Zeilen und Geschichten auf der Taxifahrt verlieren. Er wird es lieben und bewundern! Für Skandinavien-Liebhaber ein MUSS!

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    • 6
    BrittaRoeder

    BrittaRoeder

    06. April 2016 um 09:21
  • Taxi zum Nordkap

    Taxi zum Nordkap
    Engel1974

    Engel1974

    Ein Taxifahrer, mehrere Millionen Euro und eine Fahrt zum Nordkap, versehen mit wunderschönen Beschreibungen der Reiseroute sind der Stoff dieses Krimis. Inhalt: Rainer ist seit 35 Jahren Taxifahrer im Ruhrgebiet. Nichts kann ihn da mehr erschüttern und so nimmt er kurzerhand den Auftrag eines Fahrgastes an ihn zum Nordkap zu fahren. Das der Fahrgast allerdings einen Koffer mit mehreren Millionen euro dabei hat gibt ihm dann doch eine harte Nuss zu knacken. Warum nicht einfach sich den Koffer schnabben und abhauen, der Fahrgast schläft ja sowieso die ganze Fahrt über wie benommen? Mysteriös wird es dann allerdings, als sein Fahrgast, von ihm unbemerkt, durch einen anderen Mann ersetzt wird. Ebenso geht es an den darauffolgenden Tagen. Merkwürdige Gestalten tauchen aus dem Nichts auf und ersetzen seinen Fahrgast. Abends tischen sie ihrem Taxifahrer dann unglaubliche Geschichten über den Geldkoffer und Gründe für ihre Fahrt auf. Mit seinem Krimi "Taxi zum Nordkap" liefert der Autor Klaus Heimann eine hervorragende, unglaubliche und Filmreife Storry. Doch Achtung!, nichts ist so wie es auf Anhieb zu sein scheint, denn der Autor versteht es hervorragend den Leser in die Irre zu führen. So verwirrt er den Leser die ganze Zeit über mit unglaublichen Geschichten, deren Auflösung erst am Ende des Buches erfolgt. Ein locker, leichter Schreibstil gewürzt mit einer Prise Humor machen das Lesen zu einem Genuss. Mysteriöse Gestalten ergänzen das Ganze und geben eine absolute Leseempfehlung. Fazit: unglaubliche Storry und ein leichter humorvoller Schreibstil führen den Leser auf irrwege - Top

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    • 2
  • Leserunde zu "Taxi zum Nordkap" von Klaus Heimann

    Taxi zum Nordkap
    EditionOberkassel_Verlag

    EditionOberkassel_Verlag

    Hier findet etwas statt. Nämlich der Workshop für Autorinnen und Autoren, wie sie mit ihren Fans bei LB kommunizieren können. Bei einem verlosten Buch wird es nicht wirklich zu einer Leserunde kommen, doch leider kann sie wegen der Bewerber nicht mehr gelöscht werden.

    edition oberkassel

    • 9
    tigerbea

    tigerbea

    31. August 2015 um 11:26
  • Leserunde zu "Taxi zum Nordkap" von Klaus Heimann

    Taxi zum Nordkap
    laiknik

    laiknik

    Am 23. Juni feiert man in Dänemark und Norwegen das Sankt-Hans-Fest, eine der Varianten des skandinavischen Mittsommers. An diesem Tag erreicht Rainer, der Ich-Erzähler meines Krimis "Taxi zum Nordkap" nach einer Reihe merkwürdiger Begegnungen und Stunden voller Angst sein Ziel. Was liegt näher als heute eine Leserunde zum Buch zu eröffnen? Der Verlag Edition Oberkassel stellt zehn Freiexemplare zur Verfügung, für die ihr euch hier bewerben könnt. Von allen Bewerbern möchte ich wissen: Was verbindet ihr persönlich mit dem Nordkap? Ist es für euch ein magischer Ort oder nur ein Touristen-Gag? Ist der Weg zum Nordkap das Ziel oder lohnt das Ziel den Weg? Gibt es vielleicht sogar ein besonderes Ereignis, das euer Leben mit dem Nordkap verknüpft? Wer sich auf den Beifahrersitz des Taxis traut, aktiv an der Buchdiskussion beteiligen möchte und bereit ist, am Ende eine Rezension zu verfassen ist herzlich eingeladen, sich bis zum 8. Juli zu melden. Die Gewinner der Bewerbungsrunde werden hier bekannt gegeben. Also los! Das Taxi wartet schon!

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    • 212
  • Interessantes Verwirrspiel

    Taxi zum Nordkap
    Zwillingsmama2015

    Zwillingsmama2015

    07. August 2015 um 21:12

    Warum wollte ich das Buch lesen? „Taxi zum Nordkap“ klang nach einer spannenden und neuen Idee für einen Krimi. Außerdem bin ich schon seit Jahren ein Norwegen-Fan und war gespannt auf die Reise bzw. Landschaftsbeschreibungen. Inhalt: Eines morgens taucht ein fremder Mann mit einem Koffer voll Geld und einem ungewöhnlichen Wunsch am Taxi von Rainer auf: er will ans Nordkap gebracht werden. Am zweiten Abend wird der Fahrgast durch einen anderen Mann ersetzt und so geht es weiter – ein kurioses Verwirrspiel beginnt.... Meinung: Als erstes beginn eich mit dem Schreibstil, denn an diesem gibt es eigentlich nichts auszusetzen. Die Geschichte wird aus der Sicht von Rainer, dem Taxi-Fahrer- erzählt und besteht aus drei Teilen: dem Vorwort, dem 1. Teil: der Bericht und dem 2. Teil: das Geständnis – wobei „der Bericht“ den Hauptteil des Buches einnimmt. Nun zur Idee: Ich fand die Idee grundsätzlich sehr gut und auch noch sehr unverbraucht, denn einen ähnlichen Krimi habe ich noch nie gelesen. Der Essener Taxi-Fahrer als Hauptfigur und Opfer ist eine gute Idee, dennoch wird es immer verworrener und am Ende wirkt die Geschichte für mich zu sehr konstruiert und zu unrealistisch. Die verschiedenen Bolles werden einem auch immer unsympathischer und irgendwie ist man dann froh, wenn der Abend vorbei und die Geschichte des jeweiligen Mitfahrers erzählt ist. Sehr gut gefallen mir dennoch die kurzen Beschreibungen der gefahrenen Strecke und der Landschaft. Und etwas schlauer bin ich auch, ich wusste nämlich gar nicht, dass es am Nordkap eine Ausstellungshalle gibt – für mich ging es immer um die Magie der Landschaft und die Polarlichter. „Taxi zum Nordkap“ ist ein außergewöhnlicher Krimi, auf den man sich einlassen und den man mögen muss – für mich war es einfach zu unglaubwürdig. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.  

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  • Rainer, der Taxifahrer auf interessanter Fahrt

    Taxi zum Nordkap
    starone

    starone

    03. August 2015 um 16:21

    Inhalt:  Rainer, ein  Taxifahrer wartet am  Essen HBF jeden Tag aufzahlende Fahrgäste und beim Warten  vertreibt er sich gerne die Zeit damit in dem er sich interessante und aufschlussreiche Gedanken über die Menschen, ihre Gewohnheiten und mögliche Lebensabläufe macht die er immer so befördert. Ein kleiner Poet, dieser Rainer und so kommt es dann auch das ihm ein unbekannter Fahrgast mit eine Koffer voller Geld eine interessante Fahrtour mit seinem Taxi unterbreitet. Einmal zum Nordkap.  Rainer ist auch eine Reiseführerfan und da er ohne Familie und Freunde ist und nun eine Möglichkeit sieht die Reiseziele seines Reiseführers endlich mal in Natura zu sehen willigt er ohne größere Bedenken ein. Leider stellt sich sein Fahrgast auch im Verlauf der Fahrt nicht weiter vor und Rainer tauft ihn spontan Bolle. Bolle schläft, doch zu Rainers Überraschung erzählt er ihn dann bei einem großeren Halt seine Lebensgeschichte und die des Koffers. Nur leider scheint Bolle persönlichkeitsmäßig bei jeden Halt ein anderer zu sein. Rainer zweifelt ernsthaft an sich und seinem Fahrgast.  Rainer wird immer unsicherer, ob er diese Tour wirklich bist zum Nordkap schaffen wird. Wird Rainer unter Drogen gesetzt? Was ist mit dem Fahrgast nur los?  Fragen über Fragen und das Buch weiß sicherlich eine Antwort.  Meine Meinung :  Der Autor Klaus Heimann baut hier geschickt auf die Neugier und die Reiselust eines Taxifahrers auf und setzt ihn immer wieder bewusst unmöglichen Situationen aus. Bei denen man als Leserin  denkt, hey sowas verrücktest und man hofft für Rainer, dass die Geschichte ein gutes Ende nimmt. Nur interessanterweise wird es immer toller und das macht den Kick dieses Romanes aus. Ein Roman, der sehr schön Landschaften, Orte und Sehenswürdigkeiten beschreibt und somit auch beim Leser die Lust auf die erwähnten Ziele im Buch macht. Also nicht nur eine spannende, interessante und unterhaltsame Geschichte wird mir, als Leserin  hier geliefert  sondern auch ein schöne Reisebeschreibung.  Das Ende ist dann noch einmal der Hammer und stellt den Verlauf der Geschichte doch ziemlich auf den Kopf.  Ein Roman, der interessant, spannend, kurzweilig und überraschend daherkommt.  Eine klare Leseempfehlung. 

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

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    • 6213
    kubine

    kubine

    01. August 2015 um 17:45
  • Krimi einmal ganz anders

    Taxi zum Nordkap
    Antek

    Antek

    Ich lese wirklich viele Krimis, aber Taxi zum Nordkap ist einmal ein wirklich anderer Krimi. Ganz anders als gewohnt, wird hier niemand ermordet und dann nach dem Täter gesucht, sondern dem Leser werden haarsträubende Geschichten aufgetischt. Was ist wahr, kann man überhaupt jemanden glauben? Krimi wirklich einmal verblüffend anders. Taxi Rainer steht an seinem Essener Taxistand und wartet auf Kundschaft. Eines Morgens will ein mit Trenchcoat und breitem Hut bekleideter Mann von ihm ans Nordkap gefahren werden. Der Fahrpreis ist schnell ausgehandelt, bei 11.000€ plus Spesen ist das die Gelegenheit. Bezahlen kann der Mann auf jeden Fall, denn er hat einen Koffer voller Geld dabei. Sehr zum Ärger seines Chefs nimmt Rainer den lukrativen Auftrag an und begibt sich damit auf eine wirklich ganz besondere Reise. Was hat es mit dem geheimnisvollen Fahrgast, der ihm versichert hat, dass das Geld nicht aus irgendwelchen kriminellen Geschäften stammt, auf sich? Er muss furchtbar müde sein, denn er verschläft die komplette erste Tagesetappe, aber das ist längst nicht das Merkwürdigste. Nach einem gemeinsamen Abendessen und einer ergreifenden Lebensgeschichte, die die Herkunft des Geldes erklärt, geht es am nächsten Tag weiter. Rainer traut seinen Augen kaum, als am Abend ein anderer Mann im selben Trenchcoat und Hut bei ihm auftaucht und ihm eine ganz neue Geschichte auftischt, die die Herkunft des Geldes erklären soll. Die Fahrt zum Nordkap entwickelt sich immer mehr zum Alptraum. Der 57-jährige Taxi Rainer war mir von Anfang an super sympathisch. Eigentlich so ein richtig gemütlicher Taxifahrer, der weiß was gut schmeckt und dem das Taxifahren wirklich Spaß macht.  Sein Gedankenkarussell, das schon bald nach dem Einsteigen seines ersten besonderen Fahrgastes in Bewegung gerät, konnte ich mir super gut vorstellen. Seine diversen Fahrgäste nennt er einfachhalber einfach Bolle. Der erste Bolle ist mir mit seiner Lebensgeschichte wirklich nah gegangen. Ein weiterer Bolle hat mich mit seiner Erklärung für das viele Geld sehr viel zum Lachen und Schmunzeln gebracht. Auch die anderen Bolles haben ihr ganz individuelle Geschichte. Wirklich ganz besonders gut haben mir die Landschaftsbeschreibungen gefallen. Da wird z.B. von einer Belt Überquerung berichtet, die der Einfahrt ins Himmelszelt gleicht, die Fjorde und Gebirge werden toll dargestellt und die Beschreibung vom Nordkap lässt das Kopfkino des Lesers auf Hochtouren laufen. Ich hatte wirklich stellenweise das Gefühl mit im Taxi zu sitzen und bei der Fahrt aus dem Fenster schauen zu dürfen. Toll fand ich, dass die kulinarischen Köstlichkeiten ebenfalls ein wenig Einzug halten durften, denn es gab ja für Rainer stets Frühstücksbuffet und Abendessen.  Der Krimi geht mit diesen tollen Landschaftsbeschreibungen und Rainers Gedankenkarussell los und bevor es langatmig werden könnte, steigert sich die Spannung von Bolle zu Bolle. Ich konnte das Buch dann wirklich nicht mehr zur Seite legen. Richtig gut hat mir gefallen, dass der Autor noch einmal eine ganz besondere Überraschung parat hat, als ich eigentlich dachte jetzt sei alles klar. Der Sprachstil des Autors hat mir  ebenfalls gut gefallen, ich durfte einige Male schmunzeln z.B. über Käse der sich unappetitlich nach oben bog, einen druckentleerten Unterleib oder Rainers genug an Hygiene. Die Geschichte liest sich wirklich flott und unterhält dabei bestens. Ein Krimi, der mich durch einen super sympathischen Protagonisten, tolle Landschaftsbeschreibungen, einen lockeren Schreibstil und vor allem durch eine wirklich gelungene Überraschung überzeugen konnte.

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    • 4
    Floh

    Floh

    22. July 2015 um 05:37
    danielamariaursula schreibt Mensch, jetzt habe ich schon 3 total begeisterte Rezis zu diesem Buch gelesen, das muß ja der Knaller gewesen sein!

    und eine weitere begeisterte Rezi mehr.... Auch mir hat diese spannende Taxifahrt super gefallen!

  • Schräger Roadstory-Regionalkrimi-Mix

    Taxi zum Nordkap
    Igelmanu66

    Igelmanu66

    Ein Blick nach hinten nahm mir den Atem. Im Koffer lagen, wie die Sardinen in der Büchse, lauter Geldscheine, sauber mit Banderolen zu kleinen Päckchen gebündelt. Wie viel Zaster mochte das sein? »Sind die echt?«, zweifelte ich an dem, was ich nicht glauben wollte. »Sicher sind die echt. Und nun fahren Sie bitte los.« »Wie viel ist das?« Ich ließ nicht locker. »Fünf Millionen Euro. Reicht das?«, blaffte der Kerl zurück. »Haben Sie eine Bank ausgeraubt?«, wurde ich ängstlich. »Ich versichere Ihnen, da steckt nichts Kriminelles dahinter.« »Na gut.« Ich gab mich dem Mann und dem Anblick des Geldes geschlagen und meldete meine Fahrt bei der Zentrale an: »Wagen einhundertfünf. Habe einen Fahrgast zum Nordkap aufgenommen. Werde ein paar Tage unterwegs sein.« Taxifahrer Rainer, 57 Jahre alt, ist ein typisches Kind des Ruhrgebiets. Tag für Tag steht er mit seinem Taxi vor dem Hotel Handelshof in Essen und wartet auf Fahrgäste. So einiges hat er dabei schon erlebt, einen Fahrgast wie den, der an diesem Tag einsteigt, allerdings noch nicht. Einen Koffer voller Geld hat er dabei und sein Reiseziel ist das Nordkap. Für Rainer, der, von chronischem Fernweh geplagt, die Strecke zum Nordkap schon oft in Gedanken und mit dem Reiseführer vor der Nase absolviert hat und dem noch dazu für die Tour eine fette Prämie winkt, ist die Entscheidung, ob er die Tour annimmt, leicht. Allerdings wünscht er sich schon bald, er hätte es nicht getan... Das war mal wieder ein Buch, das richtig Spaß gemacht hat! Eine Mischung aus Roadstory und Regionalkrimi, voll von skandinavischen Reiseimpressionen einerseits und Ruhrgebiets-Kolorit andererseits. Die Geschichte erscheint mehr als schräg und bis kurz vor Schluss war mir rätselhaft, wie sich alles bloß auflösen sollte. Tja, und die Auflösung hat mich noch mal total überrascht. Klasse! Die Geschichte liest sich sehr flott, ein Nicht-Ruhri muss vielleicht mal den ein oder anderen Begriff googeln, das Gesamtverständnis leidet aber auch nicht, wenn man dies unterlässt. Der gute Rainer würde dem Leser vermutlich den Tipp geben, sich einfach entspannt zurückzulehnen und den Text zu genießen ;-) Genießen kann man übrigens auch die Land- und Streckenbeschreibungen. Es wird zwar klar ausgedrückt, dass man dort oben einer von vielen, vielen Touristen wäre, Fernweh hab ich trotzdem bekommen. »Am anderen Ende von Fünen erreichten wir die Brücke über den Großen Belt. Es ist ein imposantes Bauwerk, das an dieser Stelle die Verbindung zwischen Fünen und Seeland, dem nächsten Eiland, das die dänische Hauptstadt Kopenhagen trägt, hält. Zunächst fährt man über kleinere Inseln hinweg flach am Boden entlang, aber schon von Ferne sieht man die beiden gewaltigen Pylone aufragen, an denen die Brücke aufgehängt ist. Zwischen ihnen erreicht die Fahrbahn eine Höhe, dass die größten hier verkehrenden Schiffe darunter passieren können…. Als wir den flachen Auftakt der Belt-Querung hinter uns gelassen hatten und die Steigung erreichten, die zum Zenit der Fahrbahn hinaufführt, entstand für mich der Eindruck, in ein Himmelstor hineinzufahren, das durch die Brückenpfeiler gebildet wurde. Einzig die Tragseilkonstruktion und die kräftigen Leitplanken kanalisierten den Blick, erinnerten daran, dass man immer noch erdverbunden war. Dann flachte die Steigung ab und es ging wieder abwärts. Ich schaute von oben auf den Großen Belt hinab, auf dem die Schiffe neben dem gewaltigen Bauwerk und vor der Weite aus Meer und Landschaft wie Spielzeuge erschienen.« Fazit: Schräger Roadstory-Regionalkrimi-Mix, der gleichermaßen für Fernweh wie für Unterhaltung sorgt. »Ich erwischte mich dabei, dass ich im Kreis dachte, im ersten der vielen Kreise, die folgen sollten. Auf dieser Startetappe unserer gemeinsamen Reise waren die Gedanken unter meiner Schädeldecke noch nüchtern und abgeklärt.« Das wird sich ändern.

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    • 7
    Pucki60

    Pucki60

    20. July 2015 um 21:15
  • Eine ungewöhnliche Fahrt

    Taxi zum Nordkap
    esposa1969

    esposa1969

    18. July 2015 um 23:06

    Buchrückentext: Ein Mann mit einem Koffer voller Geld erscheint eines Morgens neben Rainers Taxi. Der Essener Taxifahrer zögert nicht lange: Er nimmt den Auftrag an. Einmal Nordkap bitte. Am zweiten Abend wird Rainers Fahrgast von ihm unbemerkt durch einen anderen Mann ersetzt. Ebenso an den darauffolgenden Tagen: Aus dem Nichts heraus tauchen die merkwürdigsten Gestalten auf. Tagsüber schlafen sie auf der Rückbank des Taxis, abends servieren sie ihrem Fahrer abenteuerliche Geschichten über das Geld und die Gründe für ihre Nordkapfahrt. Für Rainer wird die Tour zum Alptraum. Leseeindruck: Mit "Taxi zum Nordkap" präsentiert uns der Autor Klaus Heimann einen Krimi der ganz anderen Art. Die Naivität der Charaktere und das alles auch noch aus der Ich-Perspektive des 57-jährigen Taxifahrers Rainer verfasst, ist einfach zum Kringeln. Taxifahrer Rainer, Protagonist des Krimis, der eines Tages einen Fahrgast der seltsamen anderen Art bekommt: Dieser Fahrgast möchte zum Nordkap chauffiert werden. Eine ungewöhnlicher Fahrgast, eine ungewöhnlich hohe Fahrpreissumme und schon ist der Deal für diese ungewöhnliche Fahrt geritzt. Und so beginnt die Reise und wie man dem Buchrückentext bereits entnehmen konnte, wird Rainers Fahrgast - Bolle - ständig ersetzt, schläft tagsüber auf der Taxirückbank und berichten abends die abenteuerlichsten Geschichten und Rainer hat das Erlebnis seines Lebens…. Ich habe mich selten so köstlich amüsiert wie bei diesem Buch!! Ich liebe den Roman, seine Erzählweise, den Inhalt, die Figuren ... einfach alles. Alles wird sehr genau und detailliert beschrieben. Gerade die Landschaftsbeschreibungen haben mich fasziniert. Der skandinavische Flair und Lokalkolorit kommt hier wunderbar zum Tragen. Auch gefällt mir der Schreibstil, den ich auch zum Schmunzeln fand: "Solche Exoten … die sollte man melken..." Beim Lesen war ich richtig live bei der Taxi-Fahrt mit dabei. Die gesamte Handlung ließ sich zügig und leicht lesen. Als etwas klein empfand ich die Schrift, aber Dank Brille gerade noch gut lesbar. Die angenehm kurzen und absolut komischen Kapitel verteilt auf 185 Seiten sind allesamt angenehm kurz und unterhaltsam. Das Ende war überraschend, aber genial. Jeder, der Humor mag, der gerne beim Lesen schmunzelt, MUSS dieses Buch unbedingt lesen. Kein typischer Krimi mit Mord und Totschlag, aber mit Geschehnissen, die nicht alltäglich sind. Das Cover ist typisch für den Verlag Edition Oberkassel: Roter Hintergrund und reales Foto passend zum Inhalt. MEIN ultimativer Lesetipp für den Sommer!!! © esposa1969

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  • Taxifahrt zum Nordkap

    Taxi zum Nordkap
    mabuerele

    mabuerele

    18. July 2015 um 17:04

    „...So sehr ich auch am Lack kratzte, darunter blieb es unübersichtlich und dunkel...“ Rainer ist Taxifahrer in Essen. Eines Tages steht ein Mann vor seinem Taxi und möchte zum Nordkap gefahren werden. Als Beweis, dass er die Reise bezahlen kann, öffnet er seinen Koffer. Darin sind 5 Millionen Euro. Für Rainer beginnt ein Alptraum. Der Autor hat einen fesselnden Krimi geschrieben. Teilweise liest sich die Geschichte wie eine Reisebeschreibung. Das tut aber der Spannung keinen Abbruch. Das Buch lässt sich zügig lesen und hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Das liegt an der ungewöhnlichen Geschichte, aber auch an den ganz eigenen Schriftstil. Das Geschehen wird von Rainer selbst erzählt. Am ersten Tag geht alles noch seinen normalen Gang. Zwar ist der Fahrgast sehr schweigsam, doch am Abend erzählt er im Hotel seine Lebensgeschichte. Am nächsten Tag allerdings wird Rainer stutzig. Der Mann, der ihn abends im Hotel gegenüber sitzt, ist definitiv nicht derselbe wie am Tag vorher. Auch seine Geschichte klingt anders. Bei Rainer wächst das Unwohlsein und die Angst. Der Schriftstil des Buches ist schön abwechslungsreich. Stellenweise werden Land und Leute gut beschrieben. Treffende Metapher und die gekonnte Verwendung von Adjektiven zeichnen diesen Teil aus. Die Geschichten in der Geschichte haben jeder einen anderen Stil. So, wie der Erzähler wechselt, ändert sich der Ton. Von ernster Lebensbeichte zu humorvoller Selbstdarstellung bis zum schnoddrigen Dialekt reicht das Spektrum. Besonders behutsam werden Rainers innere Kämpfe sprachlich aufgearbeitet. Seine Entscheidungslosigkeit, die mit seiner Angst kollidiert, lassen ihn nach und nach die Blicke für die Schönheit der Landschaft verlieren. Nichts ersehnt er mehr als das Ende der Reise. Deutlich wird das auch an seinem Alkoholkonsum am Abend. Der Preis für Bier in Norwegen liegt fast jenseits von Gut und Böse. Doch Rainer braucht seine tägliche Dosis. Trotzdem bleibt ihm sein trockener Humor erhalten, der sich in schönen Sprachbildern äußert. Obiges Zitat stammt von Rainer. Mir als Leser ging es genauso. Das Geschehen auf der Fahrt zum nördlichen Pol der Erde blieb lange mysteriös. Das für den Verlag typische rote Cover mit dem Taxi und dem Globus passt ausgezeichnet zum Inhalt des Buches. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Der Autor hat mich auf eine abwechslungsreiche Reise voller Überraschungen mitgenommen und geschickt hinters Licht geführt.

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