Rennsteig-Schwalben

von Klaus Jäger 
3,9 Sterne bei15 Bewertungen
Rennsteig-Schwalben
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Booky-72s avatar

es war im beschaulichen Thüringer Wald...Mord-Mord-Mord

Yoyomauss avatar

Sehr gut geschrieben, aber trotzdem nicht überragend. Spannend, aber auch vorhersehbar.

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Inhaltsangabe zu "Rennsteig-Schwalben"

Im beschaulichen Riedburg bricht ein
Mann nach einer Verfolgungsjagd tot
zusammen. Hat die Polizei zu hart zugegriffen?
Noch während Polizeireporter
Peter Hartmann den ersten Theorien
nachgeht, wird die Leiche geraubt –
und die beiden Bestatter werden regelrecht
hingerichtet. Wenig später wird im
Thüringer Wald ein weiterer Toter gefunden.
Hartmanns Recherchen führen ihn
auf die Spur eines Rudels menschlicher
Wölfe ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783954516865
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:272 Seiten
Verlag:Emons Verlag
Erscheinungsdatum:17.09.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    Booky-72s avatar
    Booky-72vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: es war im beschaulichen Thüringer Wald...Mord-Mord-Mord
    Rennsteig-Schwalben

    Morde im beschaulichen Thüringer Wald.

    Ein Verbrecher, der von der Polizei gejagt wird, bricht tot auf der Straße zusammen. Klar, dass das untersucht werden muss. Aber die Leiche kommt in der Gerichtsmedizin nicht an sondern verschwindet auf dem Weg dorthin und die beiden Bestatter werden ermordet.

    Reporter Peter Hartmann, wie das bei Reportern meist so ist, ist zufällig vor Ort und nimmt auch gleich Ermittlungen auf, stößt bei seinen Recherchen auf Mädchenhandel und Prostitution. Doch was hat das nun mit der verschwundenen Leiche zu tun?

    Auch Kommissarin Schmaerse ermittelt in diesem Fall, bleibt aber gegenüber Hartmann und seinem Mitstreiter Sternberger etwas zurück. Etwas schade, konnte mir aber die Spannung und Freude am Lesen nicht vermiesen. Der Fall an sich hat es in sich, birgt genügend Potential und ist für einen Regionalkrimi richtig gut gelungen.

    Der Autor Klaus Jäger hat super Recherchearbeit betrieben und einen spannenden Krimi vorgelegt zum auf-jeden-Fall-weiterempfehlen. 4 Sterne.

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    P
    Pixibuchvor 3 Jahren
    Rennsteig-Schwalben

    Ein Ort in Thcüringer. Bei einer Verbrecherjagd bricht der Verfolgte tot zusammen. Der Klatschreporter Hartmann ist zufällig dort und beginnt zu recherchieren. Die Leiche des Toten wird gestohlen und die beiden Leichenwagenfahrer ermordet. Hartmanns Geschnüffele führt ihn in eine Spedition und dann ins Rotlichtmilieu bis hin zumMenschenhandel. Ein  spannender Regionalkrimi, der uns in eine andere Welt führt.

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    Yoyomauss avatar
    Yoyomausvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr gut geschrieben, aber trotzdem nicht überragend. Spannend, aber auch vorhersehbar.
    Sehr gut geschrieben, aber trotzdem nicht überragend. Spannend, aber auch vorhersehbar.

    Als in einer kleinen Stadt ein Mann hastig aus einer Sparkasse flieht, wird dieser von Polizisten durch das beschauliche Örtchen gejagt. Doch bevor die Polizei den Verdächtigen Unternehmer fassen kann, bricht dieser tot auf der Straße zusammen. Ein gefundenes Fressen für den Journalisten Hartmann, welcher sich zufällig in der Nähe des Tatortes befindet. Als schließlich die Leiche des Unternehmers gestohlen und die beiden Bestatter, die ihn transportiert haben, hingerichtet werden, scheint Hartmann eine riesen Story zu wittern. Als auch noch ein Mann in einem abgelegenen Waldstück tot aufgefunden wird, steht bald fest, dass diese Morde in einer Verbindung stehen müssen. Wer sonst sollte eine Leiche stehlen? Welche Beweggründe stecken hinter den Taten? Dass Hartmann mit seinen Forschungen bald in ein Wespennest gerät, war nur eine frage der Zeit. Es tun sich menschliche Abgründe auf...

    Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen und ich muss sagen, dass ich lange nicht so recht gewusst habe, wie ich die Rezension denn schreiben soll, weil mich das Buch mit einem sehr komischen Gefühl im Bauch zurück gelassen hat. Viele Dinge waren in der Geschichte voraussehbar und doch waren sie so gut geschrieben, dass man davon Beklemmungen bekommen hat. Es war grausam zu sehen, was Menschen anderen Menschen antun können. Wie Frauen für Männer einfach nur Vieh sind, dass man zum Arbeiten auf die Straße schickt. Erschreckend war auch, dass alles so realistisch geschrieben worden ist, dass man sich fragt, ob es so etwas nicht wirklich in unseren Breiten gibt. Dieser Roman war mein erster Regionalkrimi und ich muss sagen, dass er mir sehr gut gefallen hat, auch wenn mir die Passagen des Journalisten manchmal zu weit ausgeholt waren. Trotzdem war das Buch spannend und hat mich eine ganze Weile nachdenklich zurück gelassen. Wer gute Krimis mag, sollte dieses Buch unbedingt lesen - selbst wenn man ab und an ahnen kann, was als nächstes passiert. Trotzdem lohnt es sich hier hinein zu lesen. Das Buch ist flüssig geschrieben, es bleiben kaum fragen offen und die Umschreibungen sind sehr bildlich, sodass man sich die Szenen gut vorstellen kann. Definitiv lesenswert.

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    Blausterns avatar
    Blausternvor 3 Jahren
    Rennsteig-Schwalben

    In der thüringischen Ortschaft Riedburg wird von der Polizei ein Verbrecher gejagt. Er soll verhaftet werden, doch plötzlich fällt er tot um. Polizeireporter Peter Hartmann ist zur richtigen Zeit am richtigen Ort und beginnt gleich mit seiner Nachforschung. Währenddessen wird aber die Leiche gestohlen und dabei die beiden Leichenwagenfahrer einfach umgebracht. Weitere Leichen folgen, und die Ermittlungen führen Hartmann ins gefährliche Rotlichtmilieu, bei dem auch vor Menschenhandel und Misshandlung nicht zurückgeschreckt wird.
    „Rennsteig-Schwalben“ ist wieder ein Krimi mit dem Ermittlerduo Hartmann und Schmaerse, wobei hier hauptsächlich Hartmann agiert und wir von Kommissarin Schmaerse nicht wirklich viel hören. Ihr Zukurzkommen ist ein bisschen schade. Aber Hartmann schlägt sich wacker, trotz seiner gelegentlichen Patzer. Er bleibt seinen Grundsätzen treu, lässt sich nicht beeinflussen und geht seinen Weg, der zwar sehr mutig, aber auch oft sehr gewagt und hochgefährlich ist. Viel erfährt man über sein Privatleben und auch dem seiner Frau, wie sie unbedingt eine Freundin finden will, die dann nachher auch ziemlich gut ins Bild passt. Der Krimifall ist gut durchdacht geschrieben, auch der Spannungsbogen steigert sich immer mehr, doch hätte man hier noch etwas tiefer graben können. Man merkt aber trotzdem die gute Recherchearbeit. Die Kapitel sind kurz, der Schreibstil angenehm, so kann man den Krimi recht flott lesen.

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    FAMI_Ankes avatar
    FAMI_Ankevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Es hat sich gut gelesen. Das allemal. Aber so richtig herausstechen zwischen andere Krimis konnte "Rennsteig-Schwalben" leider auch nicht.
    Ein Journalist auf den Weg in Teufels Küche

    Als gebürtiger Thüringer bin ich natürlich sofort Feuer und Flamme, wenn es in Krimis um Schauplätze in Thüringen geht. Deswegen habe ich auch sofort zu "Rennsteig-Schwalben" gegriffen und mich wahnsinnig darauf gefreut. Vor allem spielte er dann noch in der Nähe von Jena. Ich wohne in der Nähe. Gänsehaut pur! Die Vorfreude war groß.

    In dem Örtchen Riedburg findet eine Verfolgungsjagd statt. Der Täter flüchtet und bricht bei der Festnahme tot zusammen. Während Polizeireporter Hartmann seine erste Theorie verfolgt, wird die Leiche des Täters geraubt und die beiden Bestatter ermordet. Nach dem noch eine Leiche entdeckt wird, führen Hartmanns Recherchen ihn immer weiter hinein in die Welt der Prostitution und des Menschenhandels. Kommt Hartmann da Heile wieder heraus?

    Nach Ende des Buches muss ich sagen: Es war okay. Es hat mich jetzt definitiv nicht von den Socken gehauen. Der Schreibstil ist gut, da gibt es nichts zu meckern. Schöne Sprachbilder.
    Allerdings hätte ich mir mehr Inhalt und Tiefe gewünscht. Es wird meines Erachtens nach alles so ein bisschen angerissen. Gern hätte ich mehr über die Übeltäter gehört, gern hätte ich mehr über die eine Polizistin erfahren. Doch da, wo ich es nicht wissen wollte, wie zum Beispiel beim Liebesleben des Reporters bzw den Bekanntenkreis seiner Frau, habe ich zu viel erfahren. Leider ist der Mensch ja nun mal immer nur an den Schlechtigkeiten interessiert, so auch ich, und das kam mir leider zu kurz.

    Dennoch glaube ich, dass der Autor alles getan hat um "Rennsteig-Schwalben" so anschaulich und spannend wie möglich zu gestalten. Dafür auch Hut ab! Er ist wahrscheinlich auch in Untiefen hineingeraten, die er dem Leser nicht zumuten möchte. Verstehe ich auch. Nur leider ist es genau das, was ich hätte lesen wollen. Aber gut. Der Roman hat mich in den jetzt schon dunklen Abenden gut unterhalten. Ich habe zwar mehr erhofft, aber man kann nun mal nicht alles im Leben haben !

     

     

     

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    mrs-luckys avatar
    mrs-luckyvor 3 Jahren
    Nicht mein Fall, zu behäbig, zu wenig Spannung

    „Rennsteig-Schwalben“ war für mich der erste Krimi, den ich von Klaus Jäger gelesen habe, für ihn ist es bereits der vierte Band um den Reporter Peter Hartmann und Kommissarin Steffi Schmaerse.

    Mich konnte der Krimi leider nicht überzeugen, unter anderem konnte ich mit dem Hauptcharakter Peter Hartmann nicht warm werden. Vielleicht sollte man die anderen Bände kennen, einen besseren Eindruck von den Hauptpersonen zu bekommen, vermutlich liegt mir Hartmanns behäbige und biedere Art einfach nicht.

    Der Krimi beginnt mit ein paar rasanten Szenen und einem rätselhaften Todesfall, bei dem auch noch der Tote samt Leichenwagen entführt wird. Der Fall führt in das interessante Metier des organisieren Mädchenhandels, leider bliebt er thematisch an der Oberfläche, die Geschichte plätschert eher dahin. Die ermittelnde Polizei tritt eher im Hintergrund auf, statt dessen versucht der Reporter Peter Hartmann, den Umständen der Tat auf den Grund zu gehen, erweist sich jedoch als unsensibel und begriffsstutzig. Der Leser ist dem Geschehen meist einen Schritt voraus, so dass wenig Raum für Überraschungen bleibt.

    Ich habe den Krimi insgesamt als zu bieder und zu vorhersehbar empfunden, es wird zu viel erzählt, dafür passiert zu wenig, das Spannung aufbauen könnte.
    Der Krimi behandelt ein interessantes Thema, Hartmann als Hauptfigur ist jedoch nicht mein Fall. Er wird zu behäbig, seine "Ermittlungserfolge" basieren zu sehr auf Zufällen und Hinweisen ihm gut gesinnter Bekannter. Hartmann selbst wirkt dadurch wenig intelligent und interessant.

    Der Emons-Verlag wartet meist mit sehr interessanten und spannenden Regionalkrimis auf, diese Reihe konnte mich leider nicht überzeugen.

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    Engel1974s avatar
    Engel1974vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: langziehende und und viel drumherum geschriebene Aspekte rücken die eigentliche Handlung sehr in den Hintergrund
    Rennsteig-Schwalben

    Mit seinen Regionalkrimi "Rennsteig-Schwalben" führt der Autor den Leser nach Riedburg in Thüringen. Es gibt ein Wiedersehen mit dem Reporter Peter Hartmann und der Kommissarin Schmaerse.

    Auch wenn dies ein Folgeband ist jeder Krimi in sich abgeschlossen und kann einzeln gelesen werden.

    Inhalt:

    Bei einer Verfolgungsjagd der Polizei bricht ein Mann tot zusammen. War es Unfall oder Polizeiwillkür? Ehe diese Frage beantwortet werden kann verschwindet die Leiche samt Leichenwagen und Fahrern. Der Polizeireporter Hartmann, der zufällig am Tatort war beginnt zu ermitteln. Dabei gerät er tief in das Rotlichmillieu und sieht sich mit organiesierten Verbrechen und Prostitution konfrontiert.

    Meinung:

    Schreibstil:
    klare und einfache Wortwahl, allerdings wird sich hier nicht am Wesentlichen orientiert, was das Lesen dann schon an einigen Stellen etwas langweilig macht.

    Der Autor schreibt sehr viel um die eigentliche Story herum, so das sie sehr schnell in den Hintergrund rückt. Durch diesen Schreibstil mangelt es mir auch sehr anSpannung. Der Einstieg ist dem Autor zwar sehr gut und spannend gelungen, was aber leider auch der einzige fesselnde Spannungspunkt in diesem Buch ist.

    Charaktere:
    wirken sehr fade, fablos und unnahbar, lassen wenig Eigenschaften erkennen.

    Die Hauptportagonisten zeigen doch sehr wenige Charaktereigenschaften, auch rückt die Kommissarin sehr schnell in den Hintergrund und überlässt anderen die Ermittlungstätigkeit, was ich sehr Schade finde.

    Insgesamt betrachtet ist die Idee für das Buch sehr gut, nur an der Umsetzung mangelt es mir doch zu sehr.

    Fazit:
    langziehende, viel drumherum geschriebene Aspekte rücken hier die eigentlich gute Story in den Hintergrund

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    rike84s avatar
    rike84vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Organisiertes Verbrechen, Prostitution, Thüringen. Wer diese Themen in einem Krimi mag, wird das Buch lieben. Für mich war es leideeher nix.
    ORganisiertes Verbrechen in Thüringen - Ein Regionalkrimi, der nicht so richtig mein Fall war

    Heute berichte ich erneut von einem Regionalkrimi aus dem Emons Verlag, dieses Mal allerdings aus Thüringen. Der Titel Rennsteig-Schwalben sagte mir zunächst wenig, erschließt sich dann aber später.

    Zunächst möchte ich den Teaser der Buch-Rückseite zitieren, um den Inhalt zu verdeutlichen:

    „Im beschaulichen Riedburg bricht ein Mann nach einer Verfolgungsjagd tot zusammen. Hat die Polizei zu hart zugegriffen? Noch während Polizeireporter Peter Hartmann den ersten Theorien nachgeht, wird die Leiche geraubt – und die beiden Bestatter werden regelrecht hingerichtet. Wenig später findet man im Thüringer Wald einen weiteren Toten. Hartmanns Recherchen führen ihn auf die Spur eines Rudels menschlicher Wölfe..

    Realistisch, authentisch, aufrüttelnd: ein mitreißender Kriminalroman aus Thüringen.“

    Dann wird noch ein Zitat aus einem anderen Buch des Autors und eine Empfehlung zu diesem Buch aufgeführt – das ist irritierend und irgendwie fehl am Platz.

    Meine Inhaltsangabe..

    ..finde ich hier sehr nötig, denn ich denke nicht das der Ausblick aufs Buch dem potentiellen Leser verrät, ob das Buch etwas für ihn ist. Denn das Hauptthema des Buches wird nicht so ganz deutlich und so könnte man in die Irre geführt werden.

    Ich würde das ganze so zusammenfassen, ohne zu spoilern:

    Direkt zu Beginn des Buches findet sich der Leser in einer Verfolgungsjagd wieder, die für den von der Polizei verfolgten Mann ein tödliches Ende nimmt. Während interne Ermittlungen beginnen, um die Todesursache und die Schuld der Polizisten zu klären, kommt jedoch die Leiche abhanden. Die Bestatter wurden auf dem Weg vom Tatort zur Pathologie überfallen und brutal hingerichtet. Reporter Peter Hartmann war zufällig am ersten Tatort und steht nun unter Druck – um gute Artikel zu präsentieren muss er selbst ermitteln. Dabei stößt er auf ein unglaubliches Netz aus Menschenhandel und Prostitution. Der Leser erfährt schockierende Details über den Weg armer Mädchen von Weißrussland nach Thüringen und in die Prostitution. Was hat das mit der geraubten Leiche zu tun?

    Stil, Machart, Besonderheiten

    Ich muss sagen, die spannende Situation direkt zu Beginn verspricht so einiges. Der Leser steigt mitten in der Verfolgungsjagd ein, ohne zu wissen worum es geht. Und da ist der Verfolgte auch schon tot. Das finde ich gut.

    Dann leider geht der Spannungsbogen zunächst nach unten. Hier kam mir zwischenzeitlich die Lust zum Weiterlesen abhanden, wenn ich ehrlich bin. Zunächst ist man auch noch nicht vollständig drüber im Bilde, das ein Großteil der „Ermittlungsarbeit“ aus der Perspektive von Reporter Hartmann stattfindet und nicht aus Reihen der Polizei. Da manchmal allerdings auch aus der Polizeiperspektive eine Entwicklung geschildert wird, ist das ganze etwas doppelt gemoppelt und keiner der Ermittler wird dem Leser so richtig sympathisch bzw. wächst ans Herz.

    Zwischendurch war ich tatsächlich von mehreren Ausschweifungen gelangweilt, beispielsweise gibt es anfangs ein paar Seiten zum Thema „Fahren auf deutschen Autobahnen“, welches wohl jeder schon selbst erlebt hat und noch nicht einmal lustig beschrieben ist. Das hätte ich mir selbst unterhaltsamer erzählt. Solche Ausschweifungen mögen bei manchen Lesern sicherlich gut ankommen. Ich mag so etwas auch, aber nur wenn es lustig, interessant oder für den Fortgang der Geschichte hilfreich ist. So ging es mir wie gesagt an einigen Stellen. Während andere, spannende Stellen durchaus detaillierter hätten sein können, war es bei den unwichtigen Dingen dann manchmal einfach zu lang. Die Balance hat mir irgendwie nicht gefallen – ist aber sicherlich auch Geschmackssache.

    Das Thema. Ich wusste zunächst nicht, dass dieser Regionalkrimi in Richtung Prostitution und Menschenhandel gehen wird. Das ist schade! Denn ich glaube nicht, dass mich das Buch mit diesem Thema so sonderlich interessiert hätte. Organisierte Kriminalität ist einfach nicht mein Lieblingsthema in Sachen Krimi. Trotzdem, und das finde ich eine der großen Stärken dieses Krimis, konnte der Autor dieses sensible und erschreckende Thema hervorragend beschreiben und dem Leser näherbringen. Der durchschnittliche Leser dürfte in der Realität eher wenig mit Prostituierten und Menschenhandel in Verbindung gekommen sein, und jeder hat sicherlich so seine Vorurteile in Sachen Rotlichtmilieu. Der Autor schafft es, anhand einer konkreten Situation die unglaubliche Brutalität dieses Geschäftes und den Leidensweg der hoffnungsvollen Mädchen aufzuzeigen, die dann doch nicht wie erwartet in eine bessere Situation gelangen. Die Schilderung ist sehr gut gelungen und interessant sowie bedrückend. Im weiteren Verlauf schafft Klaus Jäger es außerdem, die Prostituierten menschlich und normal erscheinen zu lassen. Sie behalten ihre Würde und das Milieu wird besser dargestellt als sein Ruf. Diesen Einblick möchte ich nicht missen.

    So gelungen die Darstellung des Hauptthemas, so richtig spannend wurde es für meinen Geschmack nicht. Man wusste irgendwie schon vorher immer, was passieren wird. Überraschende Wendungen gab es nicht wirklich (na gut, eine, am Ende, aber die war nach der Klärung des Falles..). Irgendwie konnte man sich sehr viel schon vorher ausmalen und war dem ermittelnden Reporter immer eine Nasenlänge voraus. Da fühlte ich mich irgendwie etwas verschaukelt und gelangweilt. Dieses Buch war für mich einfach kein Pageturner, ich musste mich eher zum Weiterlesen zwingen.

    Ich denke, es wäre besser gewesen, wenn die Ermittlung nur aus Richtung der Polizei beschrieben wurde, von einem oder zwei Ermittlern. Da hätte man sich besser konzentrieren können und die Hauptperson lieb gewonnen. Aber bei diesem Durcheinander und dem Versuch von der Kombination der polizeilichen und berichterstattenden Perspektiven ist eine Menge Zwischenmenschliches Abhanden gekommen.

    Ein paar merkwürdige Bezeichnungen fielen mir auf und manche Sätze ließen mich kurz stocken. Ich denke aber, das liegt vielleicht an dem regionalen Slang. Ansonsten war der Krimi flüssig geschrieben, wenn auch –wie schon geschrieben- die Balance der Darstellung nicht nach meinem Geschmack war.

    Der Titel

    Zunächst wusste ich mit dem Titel nix anzufangen. Als ich dann beim Lesen irgendwann drauf kam, dass die gefährlichen Wölfe vom Klappentext dann Menschenhändler sind, konnte ich mir auf das Wort „Schwalben“ dann schon einmal einen Reim machen. Dann recherchierte ich, dass „Rennsteig“ folgendes ist:  „Vom Mittellauf der Werra bis zum Oberlauf der Saale zieht der Rennsteig als Höhenweg über den Kamm des Thüringer Waldes und des angrenzenden Thüringer Schiefergebirges, bis in den nördlichen Frankenwald.“ (vgl.www.thueringen.info)

    Unter diesem Aspekt ist der Titel sehr gelungen, anstatt Bordsteinschwalben (als anderes Wort für Prostituierte) ist mit Rennsteig-Schwalben das Gebiet gemeint, in dem der Krimi spielt.

    Damit die Rezension an dieser Stelle nicht ausufert, gibt es diese Rezension mit den weiteren Punkten „Zielgruppe“ und „Was lernen wir daraus?“ in längerer Version auf meinem Blog www.dietipperin.wordpress.com oder unter dem Direktlink http://wp.me/p6tREn-1oJlc

    Fazit

    Ich hatte mir wohl was anderes versprochen und das Ganze war nicht so richtig mein Thema. Wer aus Thüringen kommt und Krimis über organisiertes Verbrechen toll findet: Kauft das Buch! Für mich jedoch ist das Buch gerade so 3 von 5 Sterne gut und ich werde sicherlich kein Buch des Autors mehr lesen. Man sollte sich wohl eher auf einen Ermittler konzentrieren, der irgendwie was besonderes ist oder mit dem sich ein Leser identifizieren kann, anstatt zwei Ermittlungsperspektiven so halbwegs zu kombinieren. Positiv war wie bereits erwähnt die Darstellung vom Weg eines Mädchens zur Prostituierten, das war harter Tobak aber einfach gut gemacht. Das ist wie gesagt alles Geschmackssache, und diese Rezension war meine persönliche Meinung.

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    Zsadistas avatar
    Zsadistavor 3 Jahren
    Rezension zu "Rennsteig Schwalben"

    Riedburg in Thüringen. Die Polizei verfolgt einen Verbrecher und stellt ihn. Doch dieser entgeht der Verhaftung in dem er tot zusammen bricht. War es Polizei Willkür oder ein Unfall? Peter Hartmann ist Polizeireporter und kommt zufällig an dem Tatort vorbei. Genau das richtige führ ihn um zu recherchieren. Doch dann verschwindet die Leiche und die beiden Leichenwagenführer werden ermordet aufgefunden. Doch dies ist nur der Beginn einer Serie weiterer Leichen. Was findet Hartmann mysteriöses heraus und was meint Kommissarin Schmaerse in der Sache? Was oder wer steckt hinter dem Ganzen oder haben die Leichen etwa keinen Zusammenhang?

    „Rennsteig-Schwalben“ ist ein weiterer Krimi mit den Protagonisten Hartmann und Schmaerse. Der Fall der beiden steigt tief in die extreme des Rotlichtmilieus ab. Es werden Abgründe hinter den Kulissen beleuchtet, die die meisten Leute einfach verdrängen.

    Das Buch war soweit in die Richtung spannend und interessant geschrieben. Der Fall an sich war sehr gut geschildert und mit Sicherheit genauso gut recherchiert.

    Leider muss ich sagen, dass mir die Person von Peter Hartmann einfach nicht sympathisch wurde. Ich fand im kompletten Buch keinen Bezug zu Hartmann. Die Kommissarin Schmaerse vermisste ich im Gegenzug etwas. Sie trat ziemlich in den Hintergrund. Stellenweise wurde mir das Buch auch etwas lang. Ich bin nicht so die Person, die so sehr an dem Privatleben der Protagonisten interessiert ist. Gerne einen Schuss privates in einem Buch, aber zu viel mag ich einfach nicht. Daher kam mir die Ermittlung der Polizei etwas zu kurz vor. Dazu kam dann noch der ein oder andere Punkt, der mir an der Geschichte nicht gefallen hat, den ich aber nicht erwähnen möchte. Das würde der Story vorgreifen und spoilern, was ich auf keinen Fall möchte.

    Der Schreibstil des Autors an sich, war sehr flott und klar. Daran gibt es meinerseits auch nichts zu bemängeln. Das Buch ließ sich auch sehr gut lesen, da es in recht kleine Kapitel unterteilt ist. 

    Kommentare: 2
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    Schalkefans avatar
    Schalkefanvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr spannend, glaubwürdig und verstrickt. Genau so soll ein Krimi sein!
    Sehr gelungener Thüringen-Krimi

    Rennsteig-Schwalben

    Als großer Krimi-Freund hatte ich das Vergnügen mich an der Leserunde Rennsteig-Schwalben zu beteiligen.

    Und der Krimi hat mich wirklich überzeugt und mir auch schöne Lesestunden bereitet. Ein Mann auf der Flucht vor der Polizei stirbt bei der Festnahme. Geht man anfangs noch von der Flucht nach einem Banküberfall aus, so gestaltet sich die Story hinterher ganz anders.

    Die Polizei mit der Kommissarin Schmaerse sowie hauptsächlich die Journalisten Hartmann und Sternberger kommen hier schnell auf Menschenschmuggel und Prostitution. Und damit wird wohl das große Geld gemacht. Als die Geschäftsräume des Toten, der dann zusammen mit dem Leichenwagen verschwindet, durchsucht werden findet sich auch eine Menge Geld. Geld aus illegalen Quellen.

    Daher beginnt gleich spannend die Frage wer klaut eine Leiche und tötet die Fahrer des Leichenwagens? Wer steckt hinter dem Handel mit den Frauen und wie hängt das alles zusammen? Hartmann ermittelt weiter bis zum sehr spannenden Ende.

    Für mich war das Buch mal wieder ein gelungener Emons-Krimi und ich fand ihn sehr gut. Schön auch den Autor Klaus Jäger damit kennen gelernt zu haben und ich würde mich freuen mal wieder ein Buch von ihm zu lesen.

    Daher von mir 5 Sterne für den spannenden Krimi, der sich sehr flott und angenehm lesen lässt.

     

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Klaus_Jaegers avatar

    Die Verlosung:

    Am 17. September 2015 erscheint mit "Rennsteig-Schwalben" mein fünfter Roman. Wiederum ist es ein Krimi, wieder sind der Polizeireporter Peter Hartmann und die Kriminalkommissarin Steffi Schmaerse die Protagonisten der Geschichte. Diesmal ermitteln die beiden im Rotlichtmilieu.
    Der Emons-Verlag Köln stellt für die Verlosung 15 Exemplare zur Verfügung. Mit ein wenig Glück stehen sie den Gewinnern schon vor dem offiziellen Verkaufsstart zur Verfügung.

    Darum geht es:

    Im beschaulichen Riedburg bricht ein Mann nach einer Verfolgungsjagd tot zusammen. Hat die Polizei zu hart zugegriffen? Noch während Polizeireporter Peter Hartmann den ersten Theorien nachgeht, wird die Leiche geraubt - und die beiden Bestatter werden regelrecht hingerichtet. Wenig später wird im Thüringer Wald ein weiterer Toter gefunden. Hartmanns Recherchen führen ihn auf die Spur eines Rudels menschlicher Wölfe ...

    So wirbt der Verlag:

    - Jäger ist Thüringen.
    - Der Polizeireporter und die Kommissarin.
    - Ermittlungen im Rotlichtmilieu.
    - Realistisch, authentisch, aufrüttelnd.

    Wie könnt ihr mitmachen?

    Einfach hier bewerben. Übersteigt die Zahl der Bewerber die der ausgelobten Bücher, dann entscheidet das Los unter Ausschluss des Rechtsweges. Eine doppelte Chance haben Bewerber, die bis zum 9. September der Facebook-Seite "Klaus Jäger, Schreibstube" ein "Gefällt mir" geben, deren Namen kommen zwei Mal in den Lostopf.
    Verlost wird am 10. September.
    Sobald die druckfrischen Bücher beim Verlag eingetroffen sind, werden sie von dort an die Gewinner verschickt. Somit können die Leser möglicherweise schon vor dem offiziellen Verkaufsstart mit dem Lesen beginnen - zeitgleich mit den Profi-Rezensenten der Presse.

    Ablauf der Leserunde:

    Die Leserunde startet am 17. September, sie ist in fünf Leseabschnitte eingeteilt. Teilnehmen können alle Gewinner der Buchverlosung, und alle, die sich das Buch kaufen.

    Rezensionen:

    Im Anschluss an die Leserunde freue ich mich auf möglichst viele Buchbesprechungen auf möglichst vielen Plattformen - vom Anbieter mit dem großen A über Blogs und Facebook-Profile bis hin zu den Plattformen der Buchhändler und Handelsketten.

    Herzliche Grüße aus meiner Schreibstube,

    Klaus Jäger

    www.klaus-jaeger.info
    Facebook: Klaus Jäger, Schreibstube

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