Klaus Jäger Thüringer Quelle

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Inhaltsangabe zu „Thüringer Quelle“ von Klaus Jäger

Zeitungszusteller Gerald Eberwein hat das Herz auf dem rechten Fleck - und er kennt die Leute im Dorf. Als er einen Toten entdeckt, wird er für Polizeireporter Peter Hartmann zur wichtigsten Quelle. Während Hartmanns Kollegin den Täter in den Reihen der Opfer des ehemaligen Stasi-Mannes sucht, bringt Eberwein den Reporter auf eine ganz andere Spur. Ist der Tote womöglich nur das Opfer einer Verwechslung?

Was mit einem gespaltenen Schädel beginnt, endet nicht allein in Blut. Hier wird der schöne Schein eines Dorfes abgetragen ...

— ChristophHeiden
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  • Ein Dorf unter Verdacht

    Thüringer Quelle
    ChristophHeiden

    ChristophHeiden

    08. June 2016 um 19:25

    Kurzrezi: St. Mary Mead in Hampshire, Eastville in Yorkshire und Riedburg in Thüringen. Was haben all diese Orte gemeinsam? Sie alle sind fiktiv und dennoch in einer real existierenden Region angesiedelt. In all diesen Orten ist Mord und Totschlag kein Ding von Seltenheit. Klaus Jäger schickt in Riedburg und Umgebung einen Reporter und eine Kommissarin auf Verbrecherjagd. Namentlich Peter Hartmann und Steffi Schmaerse. Dass es sich bei Hartmann um einen Schreiberling handelt, ist erfrischend und interessant zugleich. „Thüringer Quelle“ ist bereits der dritte Auftritt des Reporters. Auch in diesem Roman werden dem Leser Einblicke ins Zeitungswesen gewährt. Das mag für den einen eher Staffage sein, für den anderen bietet es dagegen pures Lesevergnügen. Beinahe minutiös lässt Klaus Jäger den Leser an Hartmanns Spekulationen und Recherche teilhaben. Dabei entpuppt sich dieser Hartmann durchaus als streitbarer Charakter. Bisweilen zeigt er sich rasch erregbar, was womöglich an seiner Nikotin-Abstinenz liegt. Dessen ungeachtet weiß Hartmann die etwaigen Zeugen zu nehmen. Und verschafft sich plötzlich das Faustrecht Gehör, weiß er ebenso einzustecken. Einen Kerl wie Hartmann sollte man aber nicht in eine Schublade stecken. Auf den Dialog zweier Sanitäter kann seine „sensible“ Seite schon mal mit Übelkeit reagieren. So sind denn auch die Gespräche zwischen Hartmann und dem Zeitungszusteller Eberwein hervorzuheben. Die Passagen hat Klaus Jäger nicht nur unterhaltsam gezeichnet, sondern ihnen darüber hinaus eine eigentümliche Wärme verliehen. Neben Auendorf und der Reporterseele ist Steffi Schmaerse die wichtigste Protagonistin. Meines Erachtens zeigen sich ihre Stärken in den Verhören, insbesondere die Befragungen im Duett mit ihren Stellvertreter Hölbing. Der Besuch bei einer Figur namens Dieter Seifert beschwört eine derart atmosphärische Dichte, dass es geradezu beklemmend wirkt. Wenn sich dann noch die Kollegen uneins sind, endet die Szene perfekt. Dieses Urteil verdienen auch viele andere Szenen: Einem vermeintlichen Showdown folgt ein zweiter, einem Aha-Erlebnis ein weiteres. Klaus Jäger schraubt die Spannungsspirale nach klassischer Manier gekonnt in die Höhe. Was man im Finale geboten bekommt, liegt fern jeder Erwartung. Der Mikrokosmos Auendorf gebiert eben nicht nur einen gespaltenen Schädel, sondern auch ein Sammelsurium tragischer Schicksale.

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