Klaus Jäger

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Interview mit Klaus Jäger

Wie lange schreibst Du schon und wie und wann kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

Ich schreibe, seit ich schreiben kann. Mit zehn Jahren habe ich meine ersten Gedichte verfasst, Kurzgeschichten kamen hinzu. Später entdeckte ich die Fotografie als Ausdrucksmittel, habe aber das Schreiben nie wirklich aufgegeben. Während eines Zweitstudiums der Journalistik habe ich begonnen, für den Broterwerb zu Schreiben. Heute bin ich im Hauptberuf Journalist und kann das, worum mich die meisten Schriftstellerkollegen beneiden werden: Vom Schreiben leben. Das habe ich immer als Glücksfall angesehen. An meinem Debütroman „Krügers Erbe“ schrieb ich ein gutes Jahr. Er wurde im Januar 2008 fertig – dennoch dauerte es zwei Jahre, bis ich einen Verlag fand. Dazwischen ga bes immer wieder wohlmeinende Angebote sogenannter Druckkostenzuschussverlage – die ich aber grundsätzlich ablehnte. Weil dort buchstäblich alles gedruckt wird und jedem Autor gehuldigt, hielt ich eine solche Veröffentlichung stets für abträglich für den, der ernst genommen werden will. Am 27. September 2010 erschien „Krügers Erbe“ im Greifenverlag zu Rudolstadt. Der Verlag hat das Buch im November zur Auszeichnung mit dem „Friedrich-Glauser-Preis 2011“ in der Sparte Debütroman vorgeschlagen.

Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Dich selbst?

Da müsste ich viele nennen. Sehr inspirierend finde ich Hanns-Josef Ortheil. Immer wenn ich ihn lese (v.a. „Die große Liebe“), habe ich das Gefühl, nicht schreiben zu können. Große Literaten der Vergangenheit sind für mich Emile Zola (keiner vermag wie Zola, Bilder im Kopf zu erzeugen) und Alexei Tolstoi (vor allem dessen Spätwerk). Von den Amerikanern begeistern mich Philip Roth, John Updike und Stephen King. Bei Krimis liebe ich P.D. James, Henning Mankell, Donna Leon und aus der jüngeren Vergangenheit das Autorenpaar Sjöwall/Wahlöö.

Woher bekommst Du die Ideen für Deine Bücher?

Aus dem Leben, auch aus dem Berufsleben.

Wie hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern?

Bei Lesungen und über das Internet.

Wann und was liest Du selbst?

Ich lese täglich nach dem Aufstehen eine halbe Stunde, manchmal hänge ich abends noch eine ganze dran. Dabei verschlinge ich Klassiker der Weltliteratur genauso wie aktuelle Bestseller und gute Unterhaltungsliteratur. Selbst vor Joanne K. Rowling mache ich nicht Halt. Mein Appetit aufs Lesen ist größer als mein Zeitbudget.