Klaus Köhler der fingierte Ausbruch

(7)

Lovelybooks Bewertung

  • 4 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 3 Rezensionen
(6)
(1)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „der fingierte Ausbruch“ von Klaus Köhler

Auf internationalen Druck musste sich die DDR-Führung in den 1980er Jahren verpflichten, keine Todesurteile mehr zu verhängen. Daraufhin beschloss das Politbüro, politisch Widerspenstige im Rahmen der Geheimsache Sauber gelöst, mittels Mercadern (nach dem Mörder Leo Trotzkis, Ramon Mercader, benannte, speziell zum Töten im Elite-Lager Wendisch Rietz, ausgebildete Spezialagenten) aus dem Weg zu schaffen. Zuvor wurden sie zum Freikauf für die BRD genehmigt oder durch Spitzel zur Flucht animiert, um sie dann im Ausland zu liquidieren, wie z. B. den Fußballer Lutz Eigendorf. Der auf Tatsachen beruhende Roman Der fingierte Ausbruch von Klaus Köhler beschreibt eine dieser unzähligen, so ungeheuerlichen wie fesselnden operativen Vorgänge des MfS, dessen Opfer bis heute zum größten Teil unbekannt sind.

Stöbern in Krimi & Thriller

Die Brut - Sie sind da

Was für ein Buch - die nächsten Tage wird jede Zimmerecke genau kontrolliert ;-)

Lissy77

Kalte Seele, dunkles Herz

Spannende Story - musste immer weiter lesen...

Sunshine29

Das stumme Mädchen

Eine gute Story die immer mehr Spannung aufbait

Lyreen

Du sollst nicht leben

interessant zu lesen, aber so richtig gepackt hat mich dieser Thriller nicht.

Ekcnew

Kreuzschnitt

Spannender Krimi

Amber144

Ich soll nicht lügen

Sarah J. Naughton ist ein wirklich tolles Buch gelungen, das grausam, krank, spannend und bei all dem wirklich gut lesbar ist.

HappySteffi

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "der fingierte Ausbruch" von Klaus Köhler

    der fingierte Ausbruch
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. September 2012 um 10:21

    Es ist spannend bis zur letzten Seite. Ich konnte nicht aufhören zu lesen. Vielleicht lag es am (leider) viel zu vertrauten Thema oder weil es in der Heimat spielt.....
    Die "deftige" Sprache gehört zum Autor, aber man kann sich perfekt in die Situation hinein versetzen, die ja leider Wahrheit war!

  • Rezension zu "der fingierte Ausbruch" von Klaus Köhler

    der fingierte Ausbruch
    mupsipupsi

    mupsipupsi

    19. September 2012 um 19:47

    Ich konnte es gar nicht weglegen. Spannend, krass, abgefahren. Vor allem das Ende. Und ich mag Bücher, die anders enden, als man es erwartet.

  • Rezension zu "der fingierte Ausbruch" von Klaus Köhler

    der fingierte Ausbruch
    Holger-Guenther

    Holger-Guenther

    14. September 2012 um 11:46

    Der Hauptcharakter des Buches weiht den Leser anfangs in den realen Alltag eines DDR-Stasi-Gefängnisses ein und lässt einen daran auf traurige Art teilhaben. Insbesondere wird hier der unmenschliche Umgang mit den Gefangenen sowie die dramatischen Auswirkungen auf das familiäre Umfeld sowie die oft zwangsläufig mit einer politischen Haft einhergehende Aussichtslosigkeit für die Betroffenen aufgezeigt. Ebenso erhält man einen bedrückenden Blick auf die Methoden vieler damaliger Bediensteter des MfS sowie des Apparates selbst und ist tief erschüttert, von deren menschenverachtendem Auftreten. Hierzu gibt es an einigen Stellen des Textes immer wieder Hinweise auf frühere Machthaber und Methoden in Deutschland, welche aus meiner Sicht keinesfalls deplatziert wirken, sondern auf traurige Art und Weise Berechtigung zu haben scheinen. Aus der Entwicklung der Geschehnisse heraus ergibt sich für den Häftling Tobias die einmalige Gelegenheit zur Flucht mit einem Mitgefangenen. Es beginnt ein abenteuerlicher Weg durch Osteuropa, an welchem der Leser auf kurzweilige Art und Weise teilhaben darf. Für Kenner der Situation sind hier einige Details eingearbeitet, die den Bezug zur damaligen Realität sowie zur Region, in der der Roman handelt, immer wieder auf ihre Weise herstellen. Doch gerade im Bereich dieser Flucht scheint der Roman dann mehr von fiktiven Schilderungen und Ereignissen zu leben, welche jedoch bis auf kleine "Ausrutscher" diesen Teil nicht weniger Interessant gestalten. Insbesondere dient der Abschnitt der Flucht noch einmal auf besondere Weise der Darstellung der jeweiligen Charaktere beider Häftlinge und zeigt hier und da traurige Details aus beider Situation und Lebensweg auf, welche im Gesamtzusammenhang wichtige Bestandteile der Geschichte ausmachen. Der Tatsachenroman von Klaus Köhler ist kurzweilig zu lesen und gehört vom Text her sicherlich eher zur leichten Kost. Für den Inhalt kann man das jedoch nicht behaupten. Hier bieten sich für den Leser viele Ansatzpunkte, um tiefer in die Zusammenhänge einzutauchen und sich entsprechende Gedanken zu den geschilderten Szenen zu machen. Ggf. sollte man das im Zusammenhang mit diesem Roman auch tun, um einige Dinge entsprechend einordnen zu können. Die Bezüge zu reellen Ereignissen und Schicksalen scheinen nicht überstrapaziert und sind fester Bestandteil der Geschichte. Wer bereits eine Gedenkstätte eines ehemaligen StaSi-Gefängnisses aufgesucht und erlebt hat, der bekommt beim Lesen - gerade des ersten Teils - einen nachhaltigen Eindruck zu den Verhältnissen in einer solchen Einrichtung. Insgesamt nimmt das Buch den Leser auf eine genauso spannende, wie auch erschütternde Reise mit, welche am Ende nach einigen Wirren und „wilden“ Szenen, mit entsprechendem Erkenntnisgewinn in Bezug auf die Charaktere, noch einmal auf bedrückende Art und Weise mit einer Mischung aus Freude und Leiden den Bezug zur Wirklichkeit findet. Für Interessierte ist der Roman also sicherlich lesenswert. Mir selbst hat er gut gefallen und ich war sozusagen bei jeder Szene sehr nah bei den Jungs. Ich kann das Buch somit entsprechend weiter empfehlen.

    Mehr