Klaus Kamphausen Exit - Ende gut, Alles gut

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Inhaltsangabe zu „Exit - Ende gut, Alles gut“ von Klaus Kamphausen

Auf der einen Seite ist das Staunen über das Sein, über diese Welt, auf der anderen Seite das Wissen, dass der Mensch diese Welt wieder verlassen muss.In diesem Spannungsfeld stellt sich eine der grundlegenden Fragen jedes einzelnen Menschen: Wie soll man leben?Das Leben soll frei und selbstbestimmt sein. Teil des Lebens sind auch das Altern und der Tod. Ist ein selbstbestimmtes Lebensende die letzte Herausforderung? Mein Leben ist nicht mehr lebenswert. Ich will jetzt sterben!Darf sich der Einzelne selbst töten, wenn er seines Lebens überdrüssig ist? Und das nicht unter unwürdigen Bedingungen wie von der Brücke springen, mit dem Strick um den Hals oder sich vor den Zug zu werfen!In einer zunehmend funktionalen, konformistischen und alternden Gesellschaft, ist die Selbsttötung ein Phänomen, das mehr und mehr Menschen persönlich betrifft. Was sagen dazu die großen Religionen? Wie änderte sich die Haltung der Gesellschaft zur Selbsttötung im Spiegel der Zeitgeschichte? Kontrovers sind die Antworten der Philosophen auf die vielleicht größte Frage des Lebens. Welche Bedeutung hatte und hat die Selbsttötung in anderen Kulturkreisen? Welchen Anspruch dürfen Staat, Kirche und Medizin auf den Einzelnen, der sich töten will, erheben? Welche Verantwortung haben wir Menschen gegenüber denen, die sich selbst töten wollen? Warum wollen Menschen überhaupt ihr Leben vorzeitig beenden? Und warum ist das Leben eine Alternative? Dieses Buch fasst zusammen und gibt einen Überblick. Es ist Basiswerk für eine informierte und verantwortliche Meinungsbildung.Eben diese Vernunft rät uns, wenn es angeht, nach unserer Wahl zu sterben. SenecaDer Selbstmord ist eine Absurdität, die mein Leben im Absurden untergehen lässt. Sartre

Viele Informationen zu einem Thema, das uns alle angeht: das Lebensende. In einfacher Sprache gehalten und durchaus mit Unterhaltungswert!

— angi_stumpf
angi_stumpf

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  • Viel Informatives über ein Thema, das uns alle angeht: das Lebensende

    Exit - Ende gut, Alles gut
    angi_stumpf

    angi_stumpf

    Mit "Exit - Ende gut, alles gut" präsentiert uns Klaus Kamphausen ein Sachbuch, das durchaus auch hohen Unterhaltungswert besitzt - trotz des eher ernsten Themas, um das es geht. Das Buch besteht aus einer Fülle gesammelter Informationen aus Statistik, Weltgeschichte, Literatur, Religion usw. Das Sterben und speziell die Selbsttötung wird aus allerlei Blickwinkeln betrachtet. Wie ging man beispielsweise mit Selbstmördern im alten Ägypten um oder im Mittelalter? Wie begründete die Medizin früher derartiges Verhalten und wie beurteilt man es heute? Was schrieben die großen Philosophen darüber und wie stehen die Weltreligionen dazu? Wer jetzt allerdings vermutet, hier mit einer langweiligen Informationsflut überhäuft zu werden, dem sei gesagt, dass dieses Buch nicht nur zum Nachdenken animiert, sondern es entlockt dem Leser auch so manches Staunen, Wundern und das eine oder andere Lächeln. Denn in diesem Buch erfahren wir zum Beispiel, dass man um 1600 der Ansicht war, man müsse einem Gehängten vor dem Abhängen eine Ohrfeige verpassen, sonst würde er einem den Hals umdrehen. Oder - weniger erheiternd, dafür umso erschreckender: wir erfahren von furchtbaren Bräuchen, wie z. B. "Sati", der Witwenverbrennung, die in vielen Kulturkreisen weit verbreitet war oder sogar heute noch praktiziert wird. Es wird aber nicht nur die Selbsttötung thematisiert, sondern unser Umgang mit Sterben und Tod im Allgemeinen. Auch die Frage nach einem Leben nach dem Tod wird erörtert, genau wie die aktuelle Rechtslage in Bezug auf Sterbehilfe im In- und Ausland und die Rolle, die den Medizinern dabei zuteil wird. Ein sehr interessantes, informatives und unterhaltsames Sachbuch, das in einem allgemeinverständlichen Schreibstil verfasst wurde. Der Autor unterlässt es, den Informationen eigene Wertungen hinzuzufügen. Es ist zu hoffen, dass viele Menschen sich mehr mit dem Thema "Sterben / Tod" befassen und es damit aus der Tabuzone holen. Noch heute werden Selbstmorde oder Selbstmordversuche meist möglichst verschwiegen, obwohl gerade in dieser Situation Betroffene bzw. Angehörige besondere Hilfe benötigen würden. Vielleicht könnte dieses Buch seinen Beitrag dazu leisten, ich kann es jedenfalls nur empfehlen!

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    kkamphausen

    kkamphausen

    09. January 2014 um 13:11
  • Exit: Ende gut, Alles gut

    Exit - Ende gut, Alles gut
    Sarlascht

    Sarlascht

    Inhalt: Selbsttötung ist und bleibt ein brisantes Thema. Es hat über Jahrzehnte immer Menschen bewegt und kontroverse Meinungen zu Tage gefördert, doch wie sieht es geschichtlich eigentlich wirklich aus, wer war Befürworter? Welche Argumente brachte er hervor und wenn es Befürworter gab, so ist auch gewiss, dass es auch Menschen mit einer Menge Gegenargumente gab/gibt. Letztlich muss sich jeder eine eigene Meinung zu diesem Thema formen, doch dieses Buch gibt zumindest zeitgeschichtlich einen faszinierenden und interessanten Überblick. Meine Meinung: Zu Beginn: Dieses Buch wertet nicht. Es sagt dem Leser nicht – Selbsttötung ist ein menschliches Recht, genauso wenig spricht es aber jemanden dieses Recht ab, hier wird einfach besprochen, was für unterschiedliche Meinungen es im Laufe der Jahrhunderte dazu gab. Philosophen, Ärzte, Schriftsteller oder die Kirche, jede Ansicht zu dem Thema wird beleuchtet und so wiedergegeben, wie die Menschen eben damals und heute darüber dachten. Schnell wird man feststellen, die Streitigkeiten von damals beeinflussen auch heute noch die Gesprächsthemen. Für manche ist es ein Grundrecht, andere sehen darin einen moralischen Verfall – wie gesagt, dieses Buch mag unterstützend wirken, sich sein eigenes Bild zu kreieren, lenkt aber unter Garantie in keine bestimmte Richtung. Besonders interessant war es auch zu erfahren, wie die kulturellen Unterschiede zu diesem Thema aussehen. Man maßt sich oft an, die eigene Kultur wäre das Nonplusultra, doch gerade durch andere Einflüsse kann man lernen und eine viel universellere Einstellung sich erschaffen. Der Umgang mit dem Thema, wie es heute in der Gesellschaft gehandhabt wird, er kommt auch zu Wort, ist jedoch lediglich ein Bruchstück, fokussiert wird hier wirklich auf den geschichtlichen Aspekt und man sollte schon eine Affinität dahingehend mitbringen, da es für mich doch, weil geschichtlich eher uninteressiert, auf die Dauer betrachtet, ein wenig ermüdend wurde. Sprachlich ist es voller Leichtigkeit, weder hochaufgesetzt noch unverständlich aufbereitet, ein Buch somit, was sich an Jedermann richtet. Einzig vielleicht, es kommt so vielen Zitaten, die sind, wie man durch die sprachliche Entwicklung sicherlich weiß, manchmal ein wenig mühselig zu entwirren und doch liegt gerade in den alten Texten eine besondere Faszination, wenn man betrachtet, wie wenig sich das Denken zu einem Thema tatsächlich ändert. Empfehlenswert ist das Buch einerseits für geschichtlich Interessierte, andererseits aber natürlich auch für die Unschlüssige. Die meisten Menschen sind doch so, solange sie ein Thema nicht direkt betrifft, finden sie es nicht lohnenswert, ihre Gedanken daran zu verschwenden, doch irgendwann, da tauchen sie  auf, die Lebensfragen und in diesen Situationen, da kann man zu diesem Buch greifen, sich auf eine Reise durch die Zeit einlassen und letztlich auch unter Garantie eine Entscheidung treffen, wie man zu diesen sehr umstrittenen Thema steht. Nicht geeignet ist das Buch für jemanden, der darin gar einen Selbsthilfecharakter erkennen möchte. Trägt man sich mit Suizidgedanken, dann sollte man einen Therapeuten aufsuchen, dieser Leidenszustand lässt sich nämlich nicht durch ein Buch beseitigen. Fazit: Der Titel reißerisch, doch hinter dem Buchdeckel verbirgt sich eine außergewöhnliche Informationsquelle, die Fragen zur Moral, aber auch den menschlichen Grundrecht abklärt. Vorliebe für Geschichte ist jedoch sicherlich von Vorteil.

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  • Leserunde zu "Exit - Ende gut, Alles gut" von Klaus Kamphausen

    Exit - Ende gut, Alles gut
    kkamphausen

    kkamphausen

    Liebe Leserinnen, Liebe Leser, gerne möchte ich Sie zu einer Lese- und Diskussionsrunde einladen, die vielleicht auch Ihr Leben und Ihr Lebensende betreffen. Es geht um mein Buch „ Exit: Ende gut Alles gut – Das Lebensende als letzte Herausforderung“.Worum geht es in diesem Buch und warum sollte man ein solches Buch lesen oder auch nicht? Es ist ein Buch über das Sterben, über den Tod, über den selbstbestimmten Tod, damit ein Buch über das selbstbestimmte Leben und somit auch keine leichte Lektüre, - dafür umso spannender und lebendiger. Warum habe ich dieses Buch geschrieben? Weil es an einem Tabu rüttelt. Weil ich versucht habe ein Thema zu fassen, zu beschreiben, zu ergründen bei dem viel mündige Menschen heute immer noch schweigen, weil Gesellschaft, Staat und Kirche, dieses Schweigen fördern und teilweise fordern. In Deutschland suchten im Jahr 2010 mehr als 10.000 Menschen den Freitod, 10 bis 15 Mal so hoch war die Zahl der versuchten Selbsttötungen. Die Zahl der Männer, die sich das Leben genommen haben ist dabei mehr als drei Mal so hoch wie die der Frauen. Besonders hoch ist die Suizidrate unter Medizinern und Pharmazeuten. Dem Leben selbst ein Ende setzen können heißt für viele Menschen würdig zu sterben. Das Buch stellt die Frage, ob sich der Einzelne selbst töten darf, wenn er seines Lebens überdrüssig ist. Und das nicht unter unwürdigen Bedingungen, wie mit dem Strick um den Hals oder sich vor den Zug zu werfen. Welchen Anspruch dürfen Staat, Kirche und Medizin an den Einzelnen, der sich töten will, erheben? Mobile Sterbehilfe-Teams wie in den Niederlanden oder Sterbehilfe-Organisationen wie in der Schweiz sind in Deutschland massiver Kritik ausgesetzt. Ein selbstbestimmtes Lebensende stand zu allen Zeiten und Kulturen zur Diskussion. Der römische Staatsmann und Philosoph Seneca schrieb: „Die Vernunft rät uns, wenn es angeht, nach unserer Wahl zu sterben.“ Jean Paul Sartre war anderer Meinung: „Der Selbstmord ist eine Absurdität, die mein Leben im Absurden untergehen lässt.“ Jean Améry sprach sich wiederum für den Freitod als “ein Privileg des Humanen“ aus. Nein, sagt der Psychologe James Hillman, „Selbstmord ist Tod – und der ist der Feind.“ Das Buch spannt einen großen Bogen von den alten Griechen bis heute. Es beschreibt die Thematik der Selbsttötung im Spiegel der Zeit und der Kulturen, in den Weltbildern der Philosophen und Religionslehren. „EXIT - Ende gut Alles gut“ versucht ein umfassendes Basiswerk für eine verantwortliche Meinungsbildung und Diskussion zu sein, die vor allem in Deutschland mehr denn je notwendig ist. Denn der Mensch sollte den Experten aus Bürokratie und Medizin nicht das letzte Wort über seine letzten Tage, seine letzten Stunden, seinen letzten Augenblick überlassen (müssen). Der Tod ist Teil des Lebens. Das soll für den Menschen frei und selbstbestimmt sein. Warum dann nicht auch der Tod? Diese letzte und schwerste Entscheidung gilt es, in einer Gesellschaft respektvoll zu begleiten. Der Strick oder eine Kugel in den Kopf sind sicher die schlechtesten aller Auswege – stehen aber in der Freitod-Statistik ganz oben. Was denken Sie? Schreiben Sei mir Ihre Meinung? Warum interessiert Sie ein Buch zu diesem Thema? Warum finden Sie Bücher zu diesem Thema unnötig oder gar falsch? Ich freue mich auf Ihr Feedback. Übrigens: Der-Wissens-Verlag, in dem das Buch erschienen ist, verlost unter allen Interessenten fünf Bücher.

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  • Exit. Ende gut, Alles gut. Ein Sachbuch von Klaus Kamphausen.

    Exit - Ende gut, Alles gut
    Lisabeth

    Lisabeth

    20. December 2013 um 21:13

    Noch immer ist die Thematik der "Selbsttötung" in unserer Gesellschaft mit einem Tabu belegt. Noch immer wird, wenn überhaupt hinter vorgehaltener Hand und unter Einbeziehung pauschalisierender Argumente über dieses Ende des Lebens gesprochen. Klaus Kamphausen hat mit seinem Sachbuch "Exit. Ende gut, Alles gut." den Versuch unternommen eben jenem Missstand entgegenzuwirken. Ausführlich betrachtet und analysiert er den "Selbstmord". Führt historische Entwicklungen auf, stellt Ansichten und Meinungen der jeweiligen Epochen vor. Hierbei greift er oft auf Originaltexte zurück und dies ist denn auch mein einziger Kritikpunkt- an dieser Stelle wäre eine ausführlichere Auswertung wünschenswert gewesen.  Daneben wird die Selbsttötung in anderen Kulturen und Religionen betrachtet, bis der Autor schließlich mit seinen Ausführungen in der Gegenwart anlangt und kritische Punkte anspricht. All dies trägt dazu bei, dass der Leser sich zahlreiche Fragen stellt, weiterführende Überlegungen sich anschließen....und genau dies sollte ein Sachbuch bewirken. Ein Sachbuch also das gewiss nicht leicht und schnell zu lesen ist, das aber viel Wissen vermittelt über eine allgegenwärtige und doch so wenig beachtete Thematik. Unbedingt lesen...

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  • Tod, Selbsttötung, Sterben.

    Exit - Ende gut, Alles gut
    micluvsds

    micluvsds

    04. December 2013 um 08:57

    Wenige Themen werden so ungern angeschnitten wie die Themen Tod und Sterben. Besonders, wenn es um das Thema Selbsttötung geht, sind diese Themen weitgehend tabuisiert. Im Buch „Ende gut Alles gut“ geht es um das Lebensende. Genauer gesagt darum, ob man das Recht hat, sein Lebensende selbstbestimmt zu gestalten – wenn gewünscht auch durch Selbsttötung. Darf man seinem Leben ein Ende setzten, wenn man es nicht mehr aushält? Kann man einen Entschluss zur Selbsttötung überhaupt mit klarem Willen fassen oder ist es immer ein Entschluss der auf Grund von psychischer oder geistiger Beeinträchtigung gefällt wird? Wie stand man in früheren Zeiten zum Thema Selbsttötung? Was sagen die großen Weltreligionen dazu? Was ist mit Sterbehilfe? Und überhaupt, was kommt nach dem Sterben? Diese und andere Fragen werden im Buch von Klaus Kamphausen aufgegriffen. Was genau ich erwartet habe, als ich das Buch begonnen habe, weiß ich gar nicht genau. Mir war klar, dass es ein ernstes Buch werden würde. Aber sonst? Was mir sehr gut gefällt ist die klare, verständliche Sprache. Mir gefallen auch die vielen Zitate berühmter Persönlichkeiten und Philosophen, besonders gut aber sind die Passagen des Autors selber, die – oft durch eine kleine Frage – den Leser zum Nachdenken anregen. Dafür, dass man gerade das Thema Selbsttötung oft als ein sehr ernstes – sozusagen todernstes - Thema ansieht, empfinde ich den Grundtenor des Buches aber durchaus nicht als niedergeschlagen, depressiv oder bedrückend. Für mich enthält es bei aller Ernsthaftigkeit, mit der das Thema behandelt wird, einen eher leichten und positiven Grundton, der es leicht macht, sich mit dem Tabuthema Tod auseinanderzusetzten. Soll es nun selbstbestimmtes Sterben gehen? Eine allgemeingültige Antwort wird das Buch dem Leser nicht geben. Aber es enthält viele Denkanstöße, und verleitet dazu, Tod und Sterben als zum Leben gehörig anzunehmen und die Themen endlich aus ihrem Schattendasein herauszuholen. Ich würde mir wünschen, dass viele Menschen auf das Buch aufmerksam werden und sich damit beschäftigen.    

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  • Suizid, Selbstentleibung oder Selbstmord

    Exit - Ende gut, Alles gut
    buchfeemelanie

    buchfeemelanie

    03. December 2013 um 18:44

    Der Schreibstil gefällt mir gut. Cover und Titel finde ich in Ordnung. Sehr gut hat mir erst einmal gefallen, wie sich das Buch mit den verschiedenen Begriffen rund um das absichtlich herbeigeführte Lebensende befasst hat. Die Einstellung berühmter Persönlichkeiten sowie das Ansehen ganzer Gesellschaftsepochen gehörte hier ebenfalls hinzu. Sehr gut fand ich die rhetorischen Fragen, die mich sehr zum Nachdenken gebracht haben. Absolut begeistert war ich von den Beispielen verschiedener Kulturen, wie den Maya, Inuit oder den Samurai. Hier habe ich wirklich einiges dazugelernt. Natürlich dürfen auch Statistiken zu heutigen Zeit nicht fehlen. Hier setzt mein einiger Kritikpunkt an. Ich habe gerne über vergangene Zeiten gelesen, mir aber mehr Beschäftigung mit der heutigen Zeit gewünscht. Ein gutes Sachbuch - für bereits mit dem Thema bekannte oder einfach nur Interessierte.    

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  • "alle 40 Sekunden nimmt sich auf dieser Erde ein Mensch das Leben" WHO

    Exit - Ende gut, Alles gut
    eskimo81

    eskimo81

    01. December 2013 um 16:05

    Exit, ein Fachbuch, dass den Selbstmord sehr breit gestützt erläutert.  Der Suizid ist "alt-bekannt" jedoch noch heute ein Tabu-Thema welches die Menschen zum einen erschüttert und zum andren "unter den Teppich gekehrt wird". Exit zeigt vieles auf, die geschichtlichen Hintergründe, das Philosophische aber auch das medizinische, das menschliche. Vieles regt zum denken an, oftmals denkt man, das hat man schon gehört aber nicht so bewusst wahrgenommen...  Exit, ein Buch das zum denken anregt, vieles aufzeigt, was heute noch nicht geklärt ist (auch strafgesetzlich), das Buch ist aber in einer relativ einfachen Sprache geschrieben, was das Fachbuch als eine nicht zu trockene Materie auszeichnet. Das Thema selber ist die schwere Kost des Buches, somit eignet es sich wirklich "nur" für Leser, die Interesse an diesem Thema haben jedoch auch mit diesen Fakten und vor allem mit dem Inhalt des Selbstmordes, sprich des Todes, klar kommen. Alles in allem ein gutes Fachbuch, dass die Augen öffnet, zum denken anregt und vor allem zeigt, wie das Thema Suizid noch immer Tabuisiert wird.  Einzig die kleine Schrift ist bei diesem Werk zu bemängeln. 

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  • Sehr vielschichtiges und gut recherchiertes Buch zum Thema Selbststötung

    Exit - Ende gut, Alles gut
    Talitha

    Talitha

    30. November 2013 um 16:19

    Das Thema Selbsttötung ist so alt wie die Menschheit. So beschäftigt sich auch ein Teil des Buches mit der Geschichte der Selbsttötung und den Ansichten von Philosophen, Staatslenkern, Ärzten, Schriftstellern und der Kirche. Das ist wirklich interessant, weil sich die Ansichten teilweise erstaunlich ähnlich sind und man Traditionslinien in der Bewertung von Selbsttötung erkennen kann. Ein weiterer Teil des Buches beschäftigt sich mit dem heutigen Umgang mit Selbsttötung und den Bewertungen und Ansichten von Psychologen, der Hospiz und allgemein der Gesellschaft. Der Autor schafft es, alle Ansichten zu diskutieren, ohne eine eigene zu sehr durchscheinen zu lassen oder auf eine Ansicht hin beeinflussen zu wollen. Das Ganze ist dazu gut geschrieben, auch für Laien verständlich, aber nicht zu flach oder gar einseitig. Ein gut gelungener Einstieg in das schwierige Thema und sehr zu empfehlen!

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