Klaus Kelle Bürgerlich, christlich, sucht ...

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Inhaltsangabe zu „Bürgerlich, christlich, sucht ...“ von Klaus Kelle

Die Geschichte Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg ist eine Erfolgsgeschichte. Das Land der Dichter und Denker steht bestens da: Nie waren so viele Menschen sozialversicherungspflichtig in Lohn und Brot, nie war das durchschnittliche Einkommen der Bürger so hoch, nie standen Bürgerrechte, Datenschutz, bewusstes und gesundes Leben so hoch im Kurs wie heute. Die Wirtschaft brummt, es herrscht Frieden, die Auftragsbücher der Unternehmen sind voll.

Dennoch haben viele Deutsche das Privileg, in diesem Staat zu leben, zu schätzen verlernt. Warum? Klaus Kelle, seit über 30 Jahren Journalist in Deutschland, hat ein Wut-Buch geschrieben. Warum verachten so viele Bürger dieses Land, seine Institutionen und Repräsentanten? Warum sind immer weniger Menschen bereit, sich für Deutschland und seine Bürger zu engagieren? Ein Land, das weltweit berühmt ist für seine Organisationsfähigkeit, den Fleiß und die gute Bildung seiner Bürger, für Werte wie Anstand und Zuverlässigkeit, gibt sich zunehmend auf. Traditionsreiche Parteien sind auf rasender Talfahrt. Deutschland steht am Scheidepunkt. Wir schaffen das? Das ist noch längst nicht entschieden.

Ein Buch zum Wahljahr, mit einer starken Meinung

— Curin

Sachbuch, das die aktuellen politischen und gesellschaftlichen Zustände in Deutschland aufzeigt und kritisiert

— gusaca

Eine Suchanzeige, wie sie wohl ein Großteil der deutschen Bevölkerung aufgeben könnte. Ehrlich, direkt, wichtig. Lesen!

— MrsFraser

Selten hat mich ein Sachbuch so gefesselt wie dieses. Obwohl ich für mich einige Abstriche mache, der Autor spricht mir aus der Seele.

— Ladybella911

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    Bürgerlich, christlich, sucht ...

    LEXI

    03. September 2017 um 21:15

    Der deutsche Journalist, Publizist und Medienunternehmer Klaus Kelle befasst sich in seiner Neuerscheinung „Bürgerlich, christlich, sucht…“ mit der Entfremdung der bürgerlichen Mitte von ihren Parteien, vom Staat und seinen politischen Repräsentanten. Er macht alles, was derzeit in die falsche Richtung geht, zu einem Thema dieses über 250 Seiten zählenden und zwölf Kapitel umfassenden Buches. Der Autor geht unter anderem auf die latent wachsende Bedrohung unserer Freiheit, den Verlust der Werte, dem Vertrauensverlust etablierter Medien und den Großangriff auf die traditionelle Familie durch die Gendertheologie ein. Auch der Politik wird großzügig Raum gegeben – Klaus Kelle beschäftigt sich mit dem Verhalten der einzelnen Parteien und deren Repräsentanten. Ein Abschnitt dieses Buches ist verschiedenen terroristischen Angriffen gewidmet, wo seit den Terroranschlägen am 11. September 2001 der IS „als größte Selbstmörder-Veranstaltung auf diesem Planeten“ auch in Europa Angst und Schrecken verbreitet. Der Autor prangert das Versagen von Staat und Polizei an und hinterfragt die Grenzöffnung im September 2015, die als „Merkels Grenzöffnung“ und „zweiter Mauerfall“ bekannt wurde. Als Journalist weiß er auch um die Macht der Medien und befasst sich zudem mit dem Einfluss des Internets und sozialer Plattformen.Klaus Kelle ist ehemaliger evangelischer und zur katholischen Kirche konvertierter Christ. Er widmet sich unter anderem auch dem Versagen des Verwaltungskirchenapparates und stellt fest, dass immer mehr andere Religionen es schaffen, Fuß zu fassen. Ein äußerst interessanter Abschnitt dieses Buches waren die Ausführungen des Autors über die aktuellen Entwicklungen des Christentums und der katholischen Kirche. Durch die Wiedergabe eines Telefonats einer Bürgerin mit einer Polizeiwache veranschaulicht er den Niedergang des christlichen Glaubens in Deutschland.Doch Klaus Kelle beschränkt sich nicht nur auf ein kritisches Beobachten. In seinem letzten Kapitel lässt er seinen Gedanken freien Lauf und liefert eigene Ideen und Verbesserungsvorschläge unter der Kapitelüberschrift „Was ich ändern würde“. Die optische Gestaltung des Covers ist originell und zum Beruf des Autors passend - der Buchtitel wurde auf einer fiktiven Zeitungsseite in schwarz-weißer Optik mit einem Farbstift eingekreist dargestellt. Zwischen den einzelnen Buchkapiteln befindet sich jeweils ein ganzseitiges Zitat in Fettdruck. Es handelt sich hierbei um eine kritische Fragestellung des Autors, die sich auf das Thema im nächsten Abschnitt bezieht. Ich möchte zudem auch die lesefreundliche Schriftgröße und den angenehmen Zeilenabstand hervorheben, die abgesehen vom höchst interessanten Inhalt ebenfalls zu einem uneingeschränkten Lesevergnügen beitrugen.Fazit: „“Bürgerlich, christlich, sucht…“ war eine sehr interessante, vielseitige und aus der Sicht eines deutschen Journalisten geschriebene Abhandlung über brandaktuelle Probleme. Der Autor hinterfragt kritisch, befasst sich mit sensiblen Themen, weist auf Missstände hin, liefert aber auch Ansätze zur möglichen Veränderung. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen.

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  • Kelles Meinung

    Bürgerlich, christlich, sucht ...

    Postbote

    13. July 2017 um 20:51

    2017 ist Wahljahr und wer sucht da nicht nach politischer Orientierung. Klaus Kelle ist seit über 30 Jahren Journalist, das er leidenschaftlich in den Medien lebt. Er ist froh das er seine Meinung frei äußern darf. Und er hat überzeugt über Jahre hinweg die CDU gewählt. Doch die Politik ist im Umbruch, traditionsreiche Parteien sind auf Talfahrt. Warum findet christlich bürgerlich in der Öffentlichkeit kaum mehr statt? Klaus Kelle hat in seinem Buch, selbstbewusst, alle gängigen politische Themen und Probleme dargestellt. Von der Familienpolitik, Terrorgefahren, Flüchtlingspolitik, Bildung und Kirche, Rente etc. schreibt er von dem momentanen Istzustand und klärt auch Tiefgründig und Hintergründig auf. Er schreibt sehr offen. Als Leser hat man das Gefühl, man wird hier ehrlich und richtig informiert. Er klärt auf das in den sozialen Medien fast nichts mehr geheim bleibt, doch auch das damit viel manipuliert werden kann. Verschwörungstheorien finden auch hier ihre Erklärung. Sehr gut haben mir seine Bilanz „Familientradition“ gefallen. Zum Schluss gibt es eine Königliche Veränderungsstrategie alla Kelle. Vieles mehr erzählt Herr Kelle sehr Meinungsstark und gibt pointierte Antworten. 5 Punkte

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  • Bürgerlich, christlich, sucht...

    Bürgerlich, christlich, sucht ...

    Tigerbaer

    10. May 2017 um 17:56

    Schon der Schule hat mir mein Klassenlehrer eingetrichtert: „Interessiere dich für Politik! Lies die Zeitung!“. Zugegeben, diese Aufforderung stößt bei jugendlichen Ohren nicht unbedingt auf große Resonanz und jahrelang bestand mein politisches Engagement einzig darin meiner staatsbürgerlichen Pflicht an der Wahlurne nachzukommen. Seit ich wählen gehen darf tue ich das, weil ich mir sage, meckern darf ich hinterher nur, wenn ich auch gewählt habe. Das war es dann aber schon zum Thema „ich gestalte meine Gesellschaft aktiv mit“.Seit einigen Jahren ändert sich das unmerklich aber stetig, nicht zuletzt weil sich im Bekannten- und Freundeskreis plötzlich Stimmen und Meinungen erheben, die mich erschrecken, manches Mal sogar bis ins Mark erschüttern und dazu führen, dass ich mich immer eindrücklicher frage „Wo stehe ich politisch eigentlich?“.Durch eine Leserunde wurde ich auf „Bürgerlich, christlich, sucht“ aufmerksam und der Untertitel „Biete Meinung statt Mitte“ hat mich recht schnell angesprochen. Da Lesen schon immer meine bevorzugte Art der Informationsbeschaffung zur Meinungsbildung war, war der Griff zum Buch schnell beschlossene Sache.Auf dem Klappentext heißt es: „Dieses Buch ist die subjektive Sicht eines Bürgerlichen und Christen…“ und der Autor Klaus Kelle, der seit über dreißig Jahren als Journalist tätig ist, bezeichnet sich selbst was seine politische Grundhaltung betrifft als Konservativen.Das Buch deckt auf seinen etwas über 250 Seiten alles ab, was den letzten Jahren bzw. fast täglich wohl schon jedem Bundesbürger in gleicher oder ähnlicher Form durch den Kopf gegangen ist und legt meist den sprichwörtlichen Finger direkt in die Wunde. Da geht es um die Sicherheit, unsere Identität als Deutsche, die Politik, unseren Rechtsstaat, Flüchtlingspolitik, die Kirchen, die Medien, die Familie und vieles mehr.Ich gebe zu, dass ich bei einigen kleinen Punkten nicht immer der Meinung des Autors bin, aber bei der überwiegenden Mehrheit kann ich nur sagen, dass mir das Buch wirklich aus der Seele spricht. Besonders begeistert mich der klare und schnörkellose Schreibstil, der ein Verständnis des Buchs leicht macht und mich von der ersten Seite an mitgenommen hat.Wer sich eine (politische) Meinung bilden will und dazu ein gut verständliches Buch möchte, dass auf leere, platte und unverständliche Worthülsen verzichtet, dem sei „Bürgerlich, christlich, sucht…“ ans Leserherz gelegt und alle anderen, sollten es sowieso lesen, damit sie wenigstens wissen, wovon sie reden oder worüber sie meckern.

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    • 4
  • Eine starke und gut begründete Meinung

    Bürgerlich, christlich, sucht ...

    Curin

    30. April 2017 um 13:25

    Zum Wahljahr 2017 hat sich der Journalist Klaus Kelle intensiv mit schwierigen Themen wie Flüchtlingspolitik, Terror und politischen Fehlentscheidungen beschäftigt. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, reflektiert er die aktuelle Situation in Deutschland und spricht dabei offen schwerwiegende Probleme an.Mich hat Klaus Kelle mit diesem Sachbuch gepackt. Er hat gut recherchiert und belegt seine Aussagen mit vielen Beispielen, die er selbst erlebt hat. Ins Visier gelangen dabei nicht nur Politiker wie unsere Bundeskanzlerin, sondern auch die Medien, welche häufig nur einseitig berichten und bestimmte Aspekte einfach weglassen und beschönigen. Es wird aber nicht nur kritisiert, sondern auch sehr differenziert dargelegt, dass man nicht alles und jeden über einen Kamm scheren kann. Zum Beispiel berichtet er von seinen eigenen sehr positiven Erfahrungen mit Flüchtlingen, aber konfrontiert den Leser auch mit den Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Köln, bei der der Staat offensichtlich versagt hat. Was mich bei Klaus Kelle besonders beeindruckt, ist seine Offenheit und sein Mut, wirklich und ohne sie herunterzuspielen, die Probleme und Fehlentscheidungen unseres Landes direkt und klar auszusprechen. Deutlich zu Tage tritt dabei seine eigene konservative und christliche Haltung, die er auch immer wieder begründet. Auch wenn ich persönlich nicht alles so sehe wie er, hat mich seine starke Meinung zu bestimmten Themen sehr nachdenklich gemacht. Ich denke, dieses Buch sollte jeder lesen, bevor er dieses Jahr zur Wahl geht.Insgesamt hat mich dieses Sachbuch gefesselt, oft mit gut belegten Fakten schockiert und zum Nachdenken gebracht. Ich kann es nur weiterempfehlen.

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    • 2
  • Leserunde zu "Bürgerlich, christlich, sucht ..." von Klaus Kelle

    Bürgerlich, christlich, sucht ...

    Arwen10

    Folgendes Buch ist gerade im fontis Verlag erschienen. Ich danke dem Verlag für die Unterstützung der Leserunde. Klaus Kelle Bürgerlich, christlich, sucht..... Zum Inhalt: Die Geschichte Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg ist eine Erfolgsgeschichte. Das Land der Dichter und Denker steht bestens da. Nie waren so viele Menschen beschäftigt, nie war das durchschnittliche Einkommen so hoch, nie standen Bürgerrechte, Datenschutz und gesundes Leben so hoch im Kurs wie heute. Die Wirtschaft brummt, es herrscht Frieden. Doch warum verachten viele Bürger dieses Land, seine Institutionen und Repräsentanten? Warum sind traditionsreiche Parteien auf rasender Talfahrt? Warum findet christlich und bürgerlich in der Öffentlichkeit kaum mehr statt? Deutschland steht am Scheideweg. Identitätsverlust ist spürbar. „Wir schaffen das“ ist noch längst nicht entschieden. Klaus Kelle, seit über 30 Jahren Journalist, stellt in diesem Buch nicht nur die richtigen Fragen, sondern gibt pointierte Antworten. Ein echter Klartext fürs deutsche Wahljahr. Zur Leseprobe: https://www.fontis-verlag.com/buch/klaus-kelle-buergerlich-christlich-sucht/ Falls ihr eines der 5 Exemplare gewinnen wollt, bewerbt euch bis zum 15. März 2017, 24 Uhr hier im Thread mit der Antwort auf die Frage: Warum möchtet ihr mitlesen ? Wichtige Hinweise zu eurer Bewerbung: Ein Gewinn verpflichtet innerhalb von ca 4 Wochen nach Erhalt des Buches zum Austausch in der LR mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte sowie zur Veröffentlichung einer Rezension, die möglichst breit gestreut werden soll.Bewerber mit privatem Profil , erwiesene Nichtleser , sowie jene ohne Rezensionen werden nicht berücksichtigt.Bitte beachtet, dass es sich hierbei um eine CHRISTLICHE LESERUNDE handelt, das Buch ist in einem christlichen Verlag erschienen und so spielen christliche Werte eine wichtige Rolle. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer mit einem eigenen Exemplar bei dieser Leserunde mitlesen möchte, ist natürlich herzlich willkommen. ACHTUNG : ES GIBT EIN NEUES BEWERBUNGSVERFAHREN VON LOVELYBOOKS. NUR WER SICH UNTER BEWERBUNG EINTRÄGT KANN NACHHER AUSGEWÄHLT WERDEN !!! BEI MIR FUNKTIONIERT DAS MIT DEN ADRESSEN NICHT: ICH BRAUCHE VON DAHER DIE ADRESSEN NACH DER AUSLOSUNG !!

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    • 66
  • Mißstände unserer Gesellschaft

    Bürgerlich, christlich, sucht ...

    gusaca

    06. April 2017 um 13:52

    In diesem Sachbuch zeigt der Autor Mißstände und Fehlentwicklungen  in Politik, GEsellschaft und den christlichen Kirchen auf.Es werden viele Wahrheiten ausgesprochen, zu denen sich zumindest öffentlich niemand so geballt äußerst, wenn er sich nicht selber rechts positionieren will.Dabei  handelt  es sich um Tatsachen, die der Autor fundiert recherschiert hat und im Buch gut verständlich mit BEispielen belegt.Der Schreibstil ist manchmal etwas ironisch, wenn nicht sogar sarkastisch, was aber gut zur jeweiligen Textstelle paßt.Unglaubhafte Politiker , nichtwählbare  Parteien , Bürokratismus, eine nicht ausgereifte Asylpolitik, Unsicherheiten und Ängste der Bürger, der Stellenwert der Familie werden kritisch beleuchtet.Ein Aspekt ist die Kirche, die sich dem allgemeinen Wertewandel anpaßt und damit gegen ihre eigenen LEhren auftritt.Auch die gesteuerte Meinungsbildung der Öffentlichkeit durch manipulative MEdien,die nicht nur Tatsachen wiedergeben, wird belegt und dem LEser erst so richtig bewußt gemacht.Ein Buch,  das Mißstände aufzeigt und zum Nachdenken anregt, mich persönlich aber auch verunsichert zurückläßt, weil es keine Lösungen anbietet, sondern nur Richtungen weist.

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  • Ein klarer Standpunkt gegen Wischiwaschi

    Bürgerlich, christlich, sucht ...

    SiCollier

    04. April 2017 um 15:53

    Der kleinste gemeinsame Nenner, der einen Staat zusammenhält, ist sein Versprechen, den Bürgern Schutz und Sicherheit vor Notlagen zu organisieren. Kann er das nicht einhalten, stellt sich irgendwann die Frage, wofür man ihn dann noch benötigt, diesen Staat. (Seite 154)Meine MeinungDas Buch macht es mir mit der Rezension ziemlich schwer, und zwar deshalb, weil es so gut war. Der Autor ist fast so alt wie ich und hat anscheinend - was die politische Denkweise betrifft - eine recht ähnliche Entwicklung wie ich auch durchgemacht. Dauernd war ich beim Lesen am Nicken und zustimmen „ja, genau so ist es“. Was, außer dem Hinweis, das Buch doch bitteschön selbst zu lesen, weil der Autor recht hat, bleibt da noch übrig?"Ich habe meine wesentlichen Prinzipien in all diesen Jahren nicht verändert. Damit war die CDU immer meine eigentliche politische Heimat. Doch heute fühle ich mich heimatlos. Nicht, weil ich meinen Standpunkt geändert hätte, sondern andere ihren. Und sehr viele Menschen da draußen haben genau die gleiche Erfahrung gemacht wie ich." (S. 15) Stimmt, ich bin selbst einer der „vielen Menschen da draußen“. Aber wer traut sich angesichts des schier übermächtigen, alles nivellierenden Zeitgeistes, sich noch zu einem Standpunkt zu bekennen? Zumal zu einem konservativen im besten Sinne des Wortes?Klaus Kelle tut dies dankenswerterweise - und es war äußerst wohltuend zu lesen, daß es „da draußen“ anscheinend doch noch andere Menschen gibt, die ähnlich denken und empfinden wie ich, die viele der derzeitigen Entwicklungen als falsch und irreführend ansehen und nicht alle Prinzipien den Erfordernissen des Zeitgeistes opfern.In Kapiteln wie „Am Wahltag ist Zahltag“, „Familie bleibt die letzte Verteidigungslinie“, „Deutschland und seine Partner in der Welt“ oder „Der ‘Kampf gegen Rechts’ als Geschäftsmodell“ geht er kritisch auf aktuelle politische und gesellschaftliche Entwicklungen ein. Er schreibt von der Blindheit und Voreingenommenheit gegenüber möglichen Gefahren (vgl. dazu auch die Berichterstattung der letzten Wochen in der Welt am Sonntag zum Behördenversagen im Fall Amri), oder darüber, daß der Antisemitismus in Deutschland "nicht nur nicht mehr geduldet, sondern nach deutschen Maßstäben drastisch bekämpft" wird. "Außer natürlich, wenn der Antisemitismus von Muslimen oder Politikern der Linken ausgeht. Dann wird die deutsche Staatsräson, sagen wir mal: ein wenig großzügig ausgelegt." (S. 120) Er belegt dies mit einigen Beispielen.Das „christlich“ aus dem Titel taucht eigentlich nur in einem Kapitel („Stinkreich und ohne das Feuer des Glaubens“) auf. Und da hat endlich einmal einer das geschrieben, was schon lange geschrieben hätte werden müssen: „Kein Mensch muss an einen Gott glauben. Keiner muss die Lehre von Jesus Christus ernst nehmen. Aber die, die es aus freiem Willen tun, können göttliche Vorgaben nicht einfach ignorieren, weil der Zeitgeist anders weht.“ (S. 207) Denn eine Kirche, die sich auf göttliche Lehre beruft, kann dieselbe nicht einfach nach Gutdünken (oder eben dem Zeitgeist) ändern. (Vgl. S. 207)Alles in allem gesehen hat hier endlich ein Autor eine klare konservative Linie vertreten und auch begründet, warum in diesem Rechtsstaat irgendetwas schief läuft (vgl. S. 167). Ein für meine Begriffe notwendiges und schon lange überfälliges Buch. Oder anders: Das beste Sachbuch, das ich seit langer Zeit gelesen habe.Mein FazitEine schonungslose Analyse des heutigen Deutschland aus wertkonservativer Sicht.

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  • Meinung über Fehlentwicklungen

    Bürgerlich, christlich, sucht ...

    vielleser18

    04. April 2017 um 07:47

    Klaus Kelle, Jahrgang 1959, Journalist, Kolumnist hat in seinem Buch "Bürgerlich, christlich, sucht..." die Probleme in Deutschland angemakert, die ihn, die viele, stören, die sich aber immer weniger offen anzusprechen trauen.Worum geht es ? Um die Sicherheit, die Familie, das Wir-Gefühl, um Politik, um den Rechtsstaat,  um Flüchtlingspolitik, um die Kirchen, um Gender, um die Medienlandschaft.Er erzählt von seinen Erlebnissen, seinen Erfahrungen und drückt mit seinen Ausführungen den "Finger" in die Wunde. Was läuft hier alles schief ? Warum ? Warum traut sich keiner mehr offen zu reden, zu groß ist die Angst in eine bestimmte Ecke gestellt zu werden. Dabei kritisiert Kelle hier Politiker aller Couleur. Er regt an selber nachzudenken, Meinung zu äußern. Er will keine Meinung machen, sondern er zeigt seine Meinung und möchte, dass die Mehrheit sich mehr engagiert, Meinungen gebildet und auch geäußert werden. Nicht alles was "von oben" angeordnet oder beschlossen wurde, hingenommen wird.Dabei legt Kelle keinen Wert auf "Mainstream", sondern auf Ehrlichkeit und Direktheit und vor allem auf Sinnhaftigkeit statt Lobbyisten. Werte statt kurzsichtige Popularität. Kelle bekennt sich zu seinen bürgerlichen, christlichen Werten und fordert sie auch ein.In seinem Buch spricht Kelle aus und von eigenen Erfahrungen, berichtet von seinem Werdegang, seinen Anfängen. Von seinen Eltern, seinem journalistischen Werdegang, seinem Glauben, seinen Erlebnissen. Berichtet, was in unserer heutigen Gesellschaft und vor allem in der Politik, insbesondere der Regierung, falsch läuft. In 12 Kapiteln ist das Buch unterteilt und es ist zwar ein Sachbuch, aber eines, dass sich durch seine direkte Art, seinen abwechsungsreichen Stil, der geprägt ist von Offenheit und vielen exemplarischen Beispielen, zügig lesen lässt.

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  • Wenn ein Land seine Bevölkerung nicht sieht...

    Bürgerlich, christlich, sucht ...

    MrsFraser

    31. March 2017 um 11:48

    ... sollte die Bevölkerung aktiv werden. Sollte auf die Straße gehen, sollte diskutieren, sollte mitgestalten, sollte zumindest wählen gehen. Doch was, wenn man seine Überzeugungen und Interessen in keiner der antretenden Parteien wiedererkennt? So geht es auch Klaus Kelle, Jahrgang 59, langjähriger Journalist, Publizist und Medienunternehmer, Kopf hinter der Online-Tagezeitung TheGermanZ und eigentlich mal CDU-Stammwähler. In seinem Buch 'Bürgerlich, christlich, sucht...' beschreibt er die Situation Deutschlands (mit Seitenblicken auf andere europäische Länder und Amerika) mit wachsender Fassungslosigkeit und stellt fest, dass er sich ohne politische Option ganz allein auf weiter Flur bewegt.Er ist es nicht! Ich und alle anderen bisherigen Leser, die sich zu dem Buch geäußert haben, können bei jedem Kapitel, ja, fast bei jedem Satz nur nicken und zustimmen. Klaus Kelle spricht den Menschen aus der Seele, die sich ein sicheres Land für sich und ihre Familien wünschen, die offen gegenüber anderen Kulturen und Ländern sind, die hilfsbereit mitanpacken wollen, wo sie können, die stolz auf ihr Land sind, aber den Eindruck haben, das dürfe man nicht offen zugeben. Das Trauma des Dritten Reiches wirkt in Deutschland noch nach und jetzt, wo uns neue Gefahren (oder auch 'Gefährder') von innen und außen bedrohen, versucht Deutschland mit übertriebenem 'Gutmenschentum' etwas wiedergutzumachen. Aber ist das der richtige Zeitpunkt und die richtige Methode?Klaus Kelle schildert in seinem Buch fundiert Entwicklungen und Ereignisse wie 9/11 und den Terroranschlag in Berlin im Dezember 2016 und enthüllt dabei eklatante Fehlstände und Fehlentscheidungen der Politik. Er beschreibt, wie Lobbyverbände es schaffen, dass Minderheiten auf einmal mehr Rechte erhalten als die breite Bevölkerung und hinterfragt unparteiisch die Rolle der Medien. Klaus Kelle beschreibt die Familie als Kernzelle der Gesellschaft (eigentlich alt und bekannt, aber es wirkt geradezu revolutionär - wenn das nicht alles sagt!) und ist besorgt ob ihrer Stellung. Klaus Kelle bietet - wie es der Titel sagt - eine ehrliche, natürlich subjektive, Meinung, in einem Land, in einer Welt, in der wir alle verunsichert sind und niemandem, vor allem nicht der Presse und den Politikern, glauben wollen. Aufgrund seiner Erfahrungen und Reputation glaube ich Herrn Kelle, und ich danke ihm für dieses Buch, das mir geholfen hat, mir eine eigene Meinung zu bilden. Ich hoffe, es erreicht eine ausreichend große Leserschaft, um neue, dringend notwendige, Diskussionen über Sicherheit, Flüchtlingspolitik, Medien, Familie und Politik allgemein anzuregen!

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  • Klare Worte - sollte in jedem Bücherregal stehen

    Bürgerlich, christlich, sucht ...

    Ladybella911

    30. March 2017 um 02:12

    Selten hat mich ein „Sachbuch“ so gefesselt wie dieses von Klaus Kelle geschriebene Buch. Obwohl ich für mich persönlich einige Abstriche machen muss, der Autor spricht mir aus der Seele. Und das erschreckt mich. Zeigt es doch auf, dass in unserem Land, in unserer Gesellschaft, so einiges im Argen liegt. Wann und wo hat diese unglaubliche Aggressivität, diese Unzufriedenheit, diese Gewalt, diese Respektlosigkeit unseren Mitmenschen gegenüber ihren Anfang genommen? Seit wann hat das Wort „ Familie“ in unserem Land keinen richtigen Stellen-wert mehr? Sind wir wirklich alle nur auf unsere eigenes Wohl bedacht? Und warum haben wir so viele Politiker, die uns alles schönreden und ihre Fähnchen nach dem Wind drehen? Hier hält uns der Autor einen Spiegel vor, zwingt uns dazu, die eigenen Handlungen in Frage zu stellen. Wer – wenn nicht wir, kann etwas verändern. Und dazu zählt für mich, dass wir uns zu diesem, unserem Land, bekennen und dies auch DÜRFEN. Ohne dass man gleich mit dem Finger auf uns zeigt, uns in die rechte Ecke stellt und uns als Nazis klassifiziert. Wir wollen und dürfen stolz auf dieses Land sein, aber zur Zeit verlieren wir meiner Meinung nach unsere eigene Identität und man hat immer öfter das Gefühl, im eigenen Land weniger wert zu sein, als ein Fremder. Und die Opfer haben weniger Rechte als die Täter. Gruselige Vorstellung für die Zukunft – für uns Deutsche. Für mich war dieses Buch eine lesenswerte Darstellung über das, was in unserem Lande gerade passiert, und ich habe für mich die Konsequenz daraus gezogen: Ich gehe wählen!!

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