Klaus Kokemoor Das Kind, das aus dem Rahmen fällt: Wie Inklusion von Kindern mit besonderen Verhaltensweisen gelingt

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 2 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 1 Rezensionen
(0)
(0)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Das Kind, das aus dem Rahmen fällt: Wie Inklusion von Kindern mit besonderen Verhaltensweisen gelingt“ von Klaus Kokemoor

Wie Inklusion von Kindern mit besonderen Verhaltensweisen gelingt
Gebundenes Buch
Inklusion - die neue Herausforderung in Kitas und Schulen

Inklusion ist das große Thema im Alltag von Schulen und Kitas. Fachkräfte sind häufig mit Kindern konfrontiert, die neue Anforderungen stellen und Pädagogen und Eltern an ihre Grenzen bringen. Klaus Kokemoor gelingt eine einfühlsame Darstellung dieser Kinder mit besonderen Verhaltensweisen und erklärt die Hintergründe. In seinem innovativen pädagogischen Konzept gibt er viele Hilfestellungen und Impulse für die Praxis. Er zeigt, wie Rahmenbedingungen und Kommunikationsweisen so gestaltet werden können, dass sie jedem Kind in seiner individuellen Entwicklung gerecht werden - damit Inklusion tatsächlich möglich wird.
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Klaus Kokemoor - Das Kind, das aus dem Rahmen fällt

    Das Kind, das aus dem Rahmen fällt: Wie Inklusion von Kindern mit besonderen Verhaltensweisen gelingt

    miss_mesmerized

    14. April 2018 um 11:40

    Das Buch soll eine Praxisanleitung zum Umgang von Kindern mit „besonderen Verhaltensweisen“ (so der Untertitel) liefern und Pädagogen Hilfestellung geben, damit die Inklusion in Kindergarten und Schule gelingt. Das erste Kapitel leitet zum Thema hin, die folgenden sieben beschäftigen sich mit den zwischenmenschlichen Beziehungen, dem pädagogischen Rahmen, der Haltung gegenüber dem Kind, der Frage, was Inklusion bedeutet, der Beratung bei Auffälligkeiten, dem professionellen Handeln und der Forderung nach einer Bildungsreform. Was nach relativ klar umrissenen Inhalten klingt, stellte sich für mich beim Lesen jedoch als eher verschwommen und nicht ganz so scharf inhaltlich abgegrenzt dar. Im Wesentlichen beschreibt der Autor jeweils eine spezifische Beratungssituation, zu der er gebeten wurde, und wie mit dem konkreten Fall erfolgreich umgegangen wurde. So anschaulich der Einzelfall auch sein mag und so nützlich die punktuellen guten Handlungsweisen der Erzieher auch sind, es fehlen daraus abgeleitete Prinzipien, die über banale Generalitäten (dem Kind positiv begegnen, zugewandt sein) hinausgehen.Vieles in dem Buch ist sicherlich völlig richtig, vor allem bezogen auf die Haltung des pädagogischen Personals wie auch auf die oftmals suboptimalen Rahmenbedingungen der Arbeit. Dies ist aber auch keine neue Erkenntnis.Gestört habe ich mich an einigen Formulierungen. Wenn Kinder andere Kinder beißen, schlagen und sogar verletzten, ist das für mich kein „besonderes“, „kreatives“ oder „originelles“ Verhalten. Diese positiven Zuschreibungen sind für mich völlig unpassend und ich denke man sollte die Dinge auch so benennen, wie sie sind. Schönrederei hilft hier nicht weiter und verdeutlicht auch nicht, dass dieses Verhalten nicht akzeptabel ist. Natürlich ist es im Akutfall nicht unmittelbar hilfreich, die Frage nach der Ursache des Verhaltens zu stellen. Der Autor vertritt jedoch wiederholt die These, dass die Ursache egal sei, da es ohnehin nur um die Verhaltensänderung beim pädagogischen Personal und nicht beim Kind ginge. Dass Erzieher und Lehrer einen Einfluss auf das Verhalten der Kinder haben und auch Auslöser von so manchem Konfliktfall sein können, steht außer Frage, aber der Blick hier ist mir etwas zu eindimensional (auch der Faktor Eltern spielt nur ganz am Rande eine Rolle).Die praktische Nützlichkeit der „Marte Meo“ Methode kann ich nicht einschätzen, sie wird in dem Buch sehr raumeinnehmend beworben. Dafür kommt leider der Aspekt Schule nur sehr knapp am Ende zum Tragen, vorwiegend geht es um Kinder im Krippen- bis Kindergartenalter. Dass die Schulen nicht optimal auf Inklusion ausgerichtet sind, muss nicht diskutiert werden. Ebenso, dass andere Unterrichtsmethoden erforderlich sind, um Kinder mit ausgeprägtem Förderbedarf in Regelklassen angemessen zu beschulen. Aber dass die simple Lösung jahrgangsübergreifende Klassen und Montessoripädagogik heißen sollen, ist vielleicht doch ein wenig zu einfach gedacht.Fazit: ansprechend zu lesen, die Beschreibungen der Einzelfälle und deren spezifische Verbesserungen im Kontext der jeweiligen Kita auch durchaus interessant, aber das Buch wird dem Anspruch praxisnahe Handlungsanleitung zu geben, nicht gerecht, wenn man sich mehr erwartet als dass man an der eigenen Haltung arbeiten muss.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks

    Mit der Verwendung von LovelyBooks erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir und unsere Partner Cookies zu Zwecken wie der Personalisierung von Inhalten und für Werbung einsetzen.