Klaus Kordon

 4.1 Sterne bei 746 Bewertungen

Lebenslauf von Klaus Kordon

Ein Fürsprecher in Sachen Humanität: Der 1943 in Pankow geborene und in Ost-Berlin aufgewachsene Klaus Kordon gilt als einer der bedeutendsten deutschen Kinder- und Jugendbuchautoren. Auch Erwachsene sind von seinen bislang rund 100 Büchern begeistert. Dabei war Kordons Weg nicht immer einfach. Mit 13 Jahren verlor er seine Mutter und wuchs in Kinderheimen auf. Bevor er das Abitur nachholte und Volkswirtschaft studierte, war er als Fernsehmechaniker und Transportarbeiter tätig. Später reiste er als Exportkaufmann durch die Welt. Nach einjähriger politischer Haft siedelte er 1973 aus der DDR in die Bundesrepublik über. Seit 1980 widmet sich Kordon ausschließlich der Schriftstellerei. Der Mann, der am liebsten mit der Hand schreibt, verarbeitet in seinen Büchern vor allem historische und politische Stoffe. Seine Protagonisten sind meist einfache Arbeiter oder von der Gesellschaft benachteiligte Menschen. Viele Werke sind zudem von seinen Reisen inspiriert. Bücher wie „Mit dem Rücken zur Wand“ (1990) oder „Krokodil im Nacken“ (2002) wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. So erhielt Kordon für seine Kästner-Biografie „Die Zeit ist kaputt“ 1994 den Deutschen Jugendliteraturpreis. Zudem ist er Träger des Großen Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland. Heute lebt er mit seiner Frau wieder in Berlin.

Neue Bücher

Die Flaschenpost

 (20)
Neu erschienen am 09.11.2018 als Taschenbuch bei Julius Beltz GmbH & Co. KG.

Paule Glück

 (3)
Neu erschienen am 05.11.2018 als Taschenbuch bei Julius Beltz GmbH & Co. KG.

Die Reise zur Wunderinsel

 (27)
Neu erschienen am 05.10.2018 als Taschenbuch bei Julius Beltz GmbH & Co. KG.

Die Zeit ist kaputt

Erscheint am 13.02.2019 als Taschenbuch bei Julius Beltz GmbH & Co. KG.

Alle Bücher von Klaus Kordon

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Die roten Matrosen oder Ein vergessener Winter

Die roten Matrosen oder Ein vergessener Winter

 (100)
Erschienen am 16.01.2018
Der erste Frühling

Der erste Frühling

 (84)
Erschienen am 07.07.2017
Mit dem Rücken zur Wand

Mit dem Rücken zur Wand

 (63)
Erschienen am 03.11.2017
Die Einbahnstraße

Die Einbahnstraße

 (72)
Erschienen am 01.02.1997
Wie Spucke im Sand

Wie Spucke im Sand

 (49)
Erschienen am 15.08.2016
1848

1848

 (49)
Erschienen am 29.04.2016
Krokodil im Nacken

Krokodil im Nacken

 (48)
Erschienen am 22.12.2017
Hundert Jahre und ein Sommer

Hundert Jahre und ein Sommer

 (39)
Erschienen am 05.10.2015

Neue Rezensionen zu Klaus Kordon

Neu
W

Rezension zu "Der erste Frühling" von Klaus Kordon

Endlich Frieden
Waschbaerinvor einem Jahr

Wer schon mal Bücher von Klaus Kordon gelesen hat, wird diese wohl so schnell nicht mehr vergessen. Dieser Autor hat dem Leser etwas zu sagen. Wer mehr von einem Buch erwartet als einfache Unterhaltung, wird hier fündig.

"Der erste Frühling" von Klaus Kordon ist ein Jugendbuch, welches aber auch von Erwachsenen mit sehr großem Interesse gelesen wird. Ausgezeichnet mit mehreren Literaturpreisen, fand dieses Buch in vielen Schulbüchereien seinen festen Platz und ist in vielen Schulen  Bestandteil des Lehrplans.
 
Zum Inhalt.
Man schreibt das Frühjahr 1945 und in Berlin fallen Tag und Nacht Bomben vom Himmel. Die sow. Armee marschiert in die Stadt ein und endlich gibt es Frieden. Doch in der Ackerstr. 37, wo Änne mit ihrer Oma wohnt, geht nun eine andere Angst um. Die 12jährige Änne hat Zöpfe, was sie eindeutig als Mädchen kennzeichnet, Deshalb müssen die Zöpfe ab, bestimmt die Oma aus Angst um ihre Enkelin. Man hört schlimme Dinge, die jungen Mädchen durch die Sieger zustoßen. Die Oma schneidet ihr eigenhändig die wunderschönen Zöpfe ab. Änne verwandelt sich zu ihrer eigenen Sicherheit  in einen Jungen.

Doch in der Straße gibt es viele Kinder in Ännes Alter, die zu ihren Freunden zählen. Es ist eine aufregende Zeit für Dieter und die Kuckuckskinder, die nirgendwo hingehören, die niemand will und deshalb in den Ruinen hausen. Änne hat sich mit ihnen angefreundet und sie erleben alle zusammen ihren ersten gemeinsamen Frühling im Frieden. Sie haben überlebt und hangeln sich von einem Tag zum nächsten, mit dem Hunger als täglicher Begleiter.

Doch Ännes Welt wird plötzlich auf den Kopf gestellt, als es eines Tages an der Haustüre klingelt und ein fremder Mann vor der Tür steht. Es ist ihr Vater, der aus dem KZ entlassen wurde und den sie nicht mehr erkennt. Ihr Vater ist ihr fremd und bleibt es auch. Doch nach und nach nähern sie sich einander an, verstehen sich und bauen eine Vater - Tochter Beziehung auf.

Klaus Kordon benützt eine einfache, aber sehr schöne Sprache, die sich gut lesen lässt. Wer sich für die Menschen der Nachkriegszeit interessiert. bekommt mit diesem Buch einen anschaulichen Einblick. Wie haben meine Großeltern diese Zeit überstanden, fragen sich immer öfters junge Menschen. Dieses Buch kann ihnen Antworten geben.

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pardens avatar

Rezension zu "Paula Kussmaul tief im Schnee" von Klaus Kordon

Warmherziges Kinderbuch mit Tiefgang...
pardenvor einem Jahr

WARMHERZIGES KINDERBUCH MIT TIEFGANG...

Paula geht in die vierte Klasse und freut sich schon unbändig auf die Klassenfahrt. Eine ganze Woche im Schnee! Doch am letzten Abend vor der Abfahrt bringt Paulas Mutter ihren neuen Freund mit - einen Kollegen, Herrn Hühnchen. Soll der etwa ihr neuer Papa werden? Paula und ihr kleiner Bruder sind sich einig: dagegen muss man etwas unternehmen! Doch Paula fährt doch auf Klassenfahrt!

Statt fröhlich wie die anderen Kinder drauflos zu schnattern, steigt Paula schließlich traurig und stumm in den Bus, der sie zum Hexenkopf bringen wird, einem Berg im Harz. So still kennen die anderen Kinder Paula gar nicht, doch kann das Mädchen sich niemandem anvertrauen und kaut alleine an ihren trüben Gedanken herum. Doch wider Erwarten mancht das Skifahren Spaß, und der komische Kauz, der an der Piste immer wieder auftaucht, bringt Paula bald schon auf auf andere Gedanken.

Der Junge ist in Paulas Alter, doch benimmt er sich ganz und gar merkwürdig. Skifahren kann er wie ein Ass, aber er kreuzt immer wieder die Bahn der Anfänger, starrt sie durch seine dunkle Skibrille an und zieht auch sonst viel Aufmerksamkeit auf sich mit seiner Mütze mit aufgesticktem 'King Winter' und seinen zwei Colts im Cowboygürtel. Was will der bloß? Als Paula dann noch zufällig beobachtet, wie dieser Junge im Supermarkt klaut, ist klar: hier muss ermittelt werden...

Das Bücherregal der Tochter meiner Freundin ist eine Fundgrube - so stieß ich auch auf dieses Buch. Es ist bereits der dritte Band um Paula Kussmaul, aber ich hatte nicht den Eindruck, dass es unbedingt von Bedeutung ist, die anderen Bände kennen zu müssen, damit man hier einen guten Einstieg findet.

Paula Kussmaul ist ein aufgewecktes Mädchen, das sich Problemen stellt und immer wieder für Ideen gut ist. Dass sie keine Zeit mehr hat, sich bezüglich des neuen Mannes im Leben ihrer Mutter etwas auszudenken, macht ihr sichtlich zu schaffen. Kindgerecht und authentisch schildert Klaus Kordon hier die widerstreitenden Gedanken und Gefühle des Mädchens, so dass ihre Not spürbar wird.

Das Abenteuer mit dem merkwürdigen Jungen auf der Piste stellt sich schließlich auch als tiefgehender heraus als zunächst vermutet. Eine schöne und warmherzige Geschichte mit Tiefgang hat der Autor hier geschrieben - Mut, Angst, Traurigkeit, Zusammenhalt, aber auch das Akzeptieren anderer Meinungen bieten so eine vielschichtige und stimmige Mischung. Vor allem die Erkenntnis, dass es für Probleme nicht immer eine einfache und für alle lebbare Lösung gibt, zeichnet dieses Buch aus. Tröstlich immerhin, wenn alle das Problem erkennen und ihr bestes tun, allen gerecht zu werden... So gibt es hier denn auch ein Ende mit Tränchen-Garantie.

Geeignet ist dieses Buch wohl für Kinder ab acht Jahren, wobei auch gegen Vorlesen nichts spricht... Ein wirklich nettes Kinderbuch!


© Parden

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Frau-Aragorns avatar

Rezension zu "Die Reise zur Wunderinsel" von Klaus Kordon

Inspiriert von einer wahren Geschichte
Frau-Aragornvor einem Jahr

Silke kriegt nicht richtig Luft. Und das schon seit einer ganzen Weile. Irgendwann kommt dann die schreckliche Nachricht. Silke ist schwerstens lungenkrank.  Die Ärzte glauben nicht, dass sie noch lange leben wird. Kurzerhand kündigen Silkes Eltern ihre Jobs, verkaufen das Haus und erwerben ein Boot,  das die kleine Familie durch Silkes letzte Zeit und rum um die Welt tragen soll. 


Dieses Buch las ich zum ersten Mal während meiner Kindheit und es hat mich seitdem nicht mehr losgelassen. Dieses Buch lädt dazu ein, sich an den kleinen Wundern des Lebens zu freuen, an Alltäglichem und vor allem an sich selbst und den Menschen, die man liebt. Dabei ist es egal, wie lange man lebt, es zählt nur, wie man lebt. 


Eine wunderschöne Geschichte, die das Leben feiert. 

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Gespräche aus der Community

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L
Ein Trümmersommer Eules Vater war in Kriegsgefangenschaft..Wie erging es ihm dort ?
Letzter Beitrag von  Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
Ja klingt schon sehr nach Hausaufgaben"hilfe"...
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Klaus Kordon wurde am 21. September 1943 in Berlin-Pankow (Deutschland) geboren.

Klaus Kordon im Netz:

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von 12 Lesern aktuell gelesen

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