Klaus Märkert Wie wir leuchten im Dunkeln, geben wir so verdammt gute Ziele ab

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Inhaltsangabe zu „Wie wir leuchten im Dunkeln, geben wir so verdammt gute Ziele ab“ von Klaus Märkert

Eine Nachthumor-Autobiografie. 50 Jahre Ruhrgebietsleben fernab verklärt-romantischer Bergarbeitergeschichten. Klaus Märkert begibt sich auf einen Trip in sein Gestern und Vorgestern, erzählt von Leben, Liebe und Tod, lakonisch, mit viel Sprachwitz und einem Gespür für das Ungewöhnliche im Alltäglichen. Ich schaute herunter auf Onkel Otto und machte mir keinen Kopf darüber, dass mir ein Blick auf den Toten etwas anhaben könnte. Ich dachte nur: »Scheiße, zehn Mark weniger.« Das waren im Jahr sogar zwanzig Mark, Geburtstag und Weihnachten.

Lebensrückblick mit Blick nach Bochum - gepaart mit schwarzem Humor.

— Waschbaerin
Waschbaerin

50 Jahre Ruhrgebietsleben oder "Fight for your right to krümel"

— ech
ech

Autobiografische Kurzgeschichten mit einem speziellen Humor

— Lilith79
Lilith79

Lässt am Ende nach

— Laudia89
Laudia89

Wer schwarzen Humor mag, ist hier richtig.

— skurril
skurril

Klaus Märkert hat mit seinem eigenen Humor bei mir genau ins Schwarze getroffen! Witzig, humorvoll, aber auch tiefgründig, wundervoll!

— moni_loves
moni_loves

Eine tolles Buch mit tollen Geschichten!!!

— buecherwuermli
buecherwuermli

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  • Schwarz ist in diesem Buch nicht nur der Humor.

    Wie wir leuchten im Dunkeln, geben wir so verdammt gute Ziele ab
    Waschbaerin

    Waschbaerin

    17. August 2017 um 23:49

    Für mich war dieses Buch "Wie wir leuchten im Dunkeln, geben wir so verdammt gute Ziele ab" von Klaus Märker ein etwas eigenwilliges Lesevergnügen, da es aus dem Rahmen dessen fällt, was in letzter Zeit so auf dem Buchmarkt erschien.Bereits das Cover erinnerte mich an das Ende der 60er und an die 70er Jahre, als es "in" war, sich von Kopf bis Fuß in der Farbe Schwarz zu kleiden. Die Mädchen mussten sich natürlich auch noch die Augen mit dickem, schwarzem Kajala umranden. Ich erinnere mich noch an die entsetzte Frage eines kleinen Mädchens, als die Tochter unserer Nachbarin in diesem traurigen Look auf die Straße trat, ob bei ihnen jemand gestorben sei.  Man nahm es sehr ernst, wie man sich gab. Der Ruhrpott ist mir fremd. Genauso wie die Menschen, die dort lebten. Es ist ein ganz eigener Schlag. Das las ich auch immer wieder zwischen den Zeilen dieses Buches und ich tat mich damit etwas schwer. Doch der Rückblick auf sein Leben, welcher Klaus Märker mit schwarzem Humor würzt, hat seine eigene Faszination. Sehr viel ist vom Tod die Rede. Sei es in der eigenen Familie, (wobei bei den Vorbereitungen zur Beerdigung des Vaters, entweder der Bestatter einen Fehler machte oder die Erinnerung des Autors nach so vielen Jahren getrübt ist), als auch der Tod im Freundeskreis und vor allem seine Konfrontation mit der eigenen Sterblichkeit, gehören zu dem ernsten Teil dieses Buches. Dass sich die jungen Männer mit ihrer Wehrpflicht schwer taten, ist nun kein Geheimnis. Befehl und Gehorsam passten nicht so unbedingt in das Weltbild dieser Generation. Vor allem, weit weg von zu Hause auf sich selbst gestellt sein, empfanden viele als Zumutung. Hotel Mama lässt grüßen. Das Ende des Buches hat etwas Mystisches. Was war Wahrheit und was Wahrnehmung? Man muss es so stehen lassen, wie vom Autor dargestellt. Zur Zeit ist "Retro" ein ganz großes Thema - nicht nur in der Mode. Dieses Buch gibt Hilfestellung, den Zeitgeist dieser vergangenen Jahre zu verstehen.

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  • 50 Jahre Ruhrgebietsleben oder "Fight for your right to krümel"

    Wie wir leuchten im Dunkeln, geben wir so verdammt gute Ziele ab
    ech

    ech

    09. August 2017 um 14:32

    Der Bochumer Autor Klaus Märkert blickt in diesem Buch, das er selber als Nachthumor-Autobiographie bezeichnet, auf 50 Jahre Ruhrgebietsleben zurück und lässt seine Leser in Form einzelner Episoden an diesem Leben jenseits aller allzu klischeehafter Ruhrgebietsromantik teilhaben.Die einzelnen Geschichten sind dabei allerdings nicht chronologisch geordnet, sondern man springt, wie bei einer dieser Zapping-Shows im Fernsehen, munter durch die Jahre und landet so immer wieder bei den unterschiedlichsten Stationen in der Zeitspanne zwischen der Kindheit der 60er Jahren, wo wir unter anderem dem "Bösen Fury" aus Wattenscheid-Eppendorf begegnen, und der Gegenwart des Jahres 2012.Was all die Geschichte verbindet ist die feine Beobachtungsgabe des Autoren und der Blick aufs Detail und die kleinen Randerscheinungen, die sonst so oft unentdeckt bleiben. Ein weiteres Verbindungsmittel ist der lockere Schreibstil, bei dem der humorvolle Unterton dominiert, aber durchaus auch immer wieder ein Schuß Melancholie durchschimmert. Ein immer wiederkehrendes Thema des Buches ist der Tod, sei es im Umgang mit dem Tod von Familienmitgliedern oder guten Freunden, als auch in der Auseinandersetzung mit dem eigenen drohendem Tode im Zuge einer Herzerkrankung. Aber auch dieser Umgang ist immer durch eine Menge an Humor geprägt, der dann in diesen Passagen aber mitunter sogar rabenschwarz wird.Ein absolut empfehlenswertes Buch abseits des gängigen Mainstreams, das mich aber gerade deswegen auf ganzer Linie überzeugen konnte.

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  • Leserunde zu "Wie wir leuchten im Dunkeln, geben wir so verdammt gute Ziele ab" von Klaus Märkert

    Wie wir leuchten im Dunkeln, geben wir so verdammt gute Ziele ab
    eygennutz-Verlag

    eygennutz-Verlag

    Herzlich willkommen zur Leserunde zu „Wie wir leuchten im Dunkeln, geben wir so verdammt gute Ziele ab“, dem neuen Roman von Klaus Märkert. Klaus Märkert erzählt aus seinem Leben, und das natürlich mit seiner ganz eigenen Art, die Wirklichkeit zu durchdenken. Bewerbungstrainings von Hartz-IV-Empfängern, Krankenhausaufenthalte, Kindheitserinnerungen – auch oder gerade den traurigen und schmerzhaften Erfahrungen nähert er sich mit Sprachwitz und Respekt. Klappentext: Eine Nachthumor-Autobiografie. 50 Jahre Ruhrgebietsleben fernab verklärt-romantischer Bergarbeitergeschichten. Klaus Märkert begibt sich auf einen Trip in sein Gestern und Vorgestern, erzählt von Leben, Liebe und Tod, lakonisch, mit viel Sprachwitz und einem Gespür für das Ungewöhnliche im Alltäglichen. Ich schaute herunter auf Onkel Otto und machte mir keinen Kopf darüber, dass mir ein Blick auf den Toten etwas anhaben könnte. Ich dachte nur: »Scheiße, zehn Mark weniger.« Das waren im Jahr sogar zwanzig Mark, Geburtstag und Weihnachten. Wenn Ihr eins der acht Exemplare haben möchtet, müsst Ihr uns zuerst das Folgende verraten: Welchen Titel bekäme Eure eigene Autobiografie? Wir freuen uns auf Eure Antworten :-) Euer eygennutz-Team

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    • 115
  • Das Gewicht eines Lebens

    Wie wir leuchten im Dunkeln, geben wir so verdammt gute Ziele ab
    fasersprosse

    fasersprosse

    06. August 2017 um 15:07

    Kann man lachen, wenn einem vom Tod erzählt wird? Ja, in diesem Buch kann man das. Das Buch ist in verschiedene Themenbereiche gegliedert (Kind, Herbst, Soldat und andere), die sich abwechseln und fortgesetzt wieder aufgenommen werden. Diese Aufteilung ermöglicht es, den Zeitsprüngen gut zu folgen. Die eingefügten „Stimmen“ machen neugierig. Sind sie Träume, oder wahnhafte Gedanken? Ich fand sie positiv „schräg“. Das Buch beginnt mit einem Intro-Gedicht. Der Vers hatte eine große Wirkung auf mich.Werden einem im Leben die schönen und schlimmen Dinge zugeteilt, oder springt man selbst auf gewisse Züge auf? Hat man ausreichend Möglichkeiten, sein Leben zu gestalten? Dieses Buch zeigt das Leben des Autors und die Kontroverse mit diesen Fragen in einer sehr gelungenen Weise auf. In seinem Satz: „Ist eine lange Strecke geworden mein Gestern … und das Heute erscheint mir bisweilen fremd, unnahbar und gefährlich …“ hat der Autor seine Situation sehr treffend zusammengefasst.Das beträchtliche Erinnerungsvermögen in dem Kapitel „Kind“ hat mich sehr beeindruckt. Die Schulszenen waren beschrieben, als ob sie eben erst passiert wären, dabei liegen sie schon viele Jahre zurück.Mit einen klaren Blick werden Ereignisse teils von unterschiedlichen Standpunkten beschrieben und soziale Zustände kritisch betrachtet.Mich hat der Humor leider nicht durch das Buch getragen, er hat mich oft in eine Distanz zu den Geschichten und den Personen gebracht. Jedoch wurde das Gewicht eines Lebens deutlich. Durch Zurückhaltung in den Emotionen und ohne überflüssige Ausschmückungen hat mir der Schreibstil ein flüssiges Lesen beschert.In seiner Autobiografie ist der Autor sehr präsent. Die Form, die er verwendet hat, fand ich sehr gelungen.

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    • 3
  • Autobiografische Kurzgeschichten mit einem speziellen Humor

    Wie wir leuchten im Dunkeln, geben wir so verdammt gute Ziele ab
    Lilith79

    Lilith79

    05. August 2017 um 15:08

    Auf das Buch von Klaus Märkert bin ich durch den außergewöhnlichen Titel - "Wie wir leuchten im Dunkeln geben wir verdammt gute Ziele ab" - aufmerksam geworden. In dem eher kompakten Büchlein erzählt Klaus Märkert Episoden aus seinem Leben, dabei ist das Buch jeweils in verschiedene Abschnitte gegliedert, die unterschiedliche Lebensabschnitte des Autors widerspiegeln, zwischen denen hin- und her gesprungen wird. Eine Verbindung gibt es dadurch, dass alle Abschnitte, in denen es um Ähnliches geht jeweils die gleiche Überschrift tragen, so gibt es einige Geschichten zum Thema "Kind sein", einige zum Thema "Tot sein" , einige zum Thema "Soldat sein", usw. Für mich hat diese Struktur sehr gut funktioniert, denn obwohl zwischen unterschiedlichen Themen gesprungen wird, findet man sich problemlos zurecht und die Erzählweise ist abwechslungsreicher als hätte man die Geschichten chronologisch erzählt. Inhaltlich konnte ich mich mit den Geschichten zum Thema "Kind sein" am Besten identifizieren, was sicher daran liegt, dass fast jeder ähnliche Kindheitserfahrungen gemacht hat und der Autor es hervorragend geschafft hat, die typischen Ängste und Gefühle, die man als Kind hat, so zu erzählen, dass man direkt in seine Kindheit zurück versetzt wird. Bei anderen Themen fehlte dann im Vergleich der persönliche Bezug, so dass man etwas distanzierter darauf schaut, aber auch diese waren für mich sehr interessant zu lesen. Der Humor im Buch ist speziell, eher zynisch und schwarz und deswegen vermutlich nicht jedermanns Sache, aber mir hat er sehr gut gefallen, wobei das Buch in der ersten Hälfte etwas spielerischer und leichter daher kommt und in der zweiten Hälfte dann doch etwas zynischer und dunkler. Für mich auf jeden Fall mal eine ganz andere Autobiografie, die ich sehr lesenswert fand.

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  • Lässt am Ende nach

    Wie wir leuchten im Dunkeln, geben wir so verdammt gute Ziele ab
    Laudia89

    Laudia89

    30. July 2017 um 16:06

    Wie wir leuchten im Dunklen geben wir so verdammt gute Ziele ab ist eine Autobiografie über Klaus Märkert. Diese lebt im Ruhgebiet und erzählt seine Geschichte.Sehr schön ist der Erzählweise. Der Wechsel zwischen den verschiednen Zeiten macht das Buch locker und nicht langweilig. Sein schwarzer Humor ist gewöhnungsbedürftigt, aber für jemand der die mag ist dieses Buch perfekt. Leider lässt es am Ende ein wenig nach und diese Unbeschwingtheit fehlt zum Schluss komplett.Mein Fazit ist das das Buch für jeden geeignet ist der gern über Menschen erfährt und schwarzen Humor liebt.

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  • Sein oder nicht sein..

    Wie wir leuchten im Dunkeln, geben wir so verdammt gute Ziele ab
    skurril

    skurril

    28. July 2017 um 06:26

    Eine Nachthumor-Autobiografie.50 Jahre Ruhrgebietsleben fernab verklärt-romantischer Bergarbeitergeschichten Klaus Märkert begibt sich auf einen Trip in sein Gestern und Vorgestern, erzählt von Leben, Liebe und Tod, lakonisch, mit viel Sprachwitz und einem Gespür für das Ungewöhnliche im Alltäglichen. In Klaus Märkerts Nachthumor-Autobiografie geht es um Dinge, die jeder in seinem Leben einmal erlebt und teilweise auch erleben sollte: den Tod geliebter Menschen, die Liebe und ihre Vorläufer und "Berufserfahrungen" (hier in Form von Wehrdienst, Hartz IV, Lesungen und als DJ). Sein oder nicht sein habe ich als Überschrift gewählt, denn es geht ihm häufig um's sein (Kind sein, Hartz IV sein, Herbst sein). Märkert versteht es, auch die schlimmen Situationen (Tod der Eltern) mit schwarzem Humor aufzupeppen und dem Leser ein Schmunzeln abzuringen. Auch unangenehme Umstände werden angesprochen, so etwa die Tatsache, dass die letzte Frage, die seine Mutter seinem Vater stellte, die war, was denn nun mit seinem angebissenen Leberwurstbrot sei (was ich aufgrund der Erzählweise persönlich als ziemlich köstlich, im doppelten Sinn, empfinde). Es geht nicht immer nur um die eigentliche Geschichte, sondern es werden auch Nebenschauplätze eröffnet, die zwar nichts mit der eigentlichen Geschichte zu tun haben, aber nicht weniger amüsant sind. Meinen Humor hat Märkert auf jeden Fall getroffen.Vielfach war es mir möglich, mich mit den erzählten Geschichten zu identifizieren, v.a. mit denjenigen unter der Überschrift "Kind sein" (Böser Fury, Banden), aber auch von "Hartz sein" habe ich bislang einiges erzählt bekommen, es selbst noch nicht erlebt. Dass ich als Frau nicht beim Bund war, um meinen Wehrdienst abzuleisten, hat mich die Soldat sein - Geschichten teilweise etwas langatmig empfinden lassen, auch wenn hier allgemein bekannte Klischees oder nachvollziehbare Szenen beschrieben werden. Es war schon was, in den 70ern, auch wenn ich dort nicht gelebt habe, kann ich es mir gut vorstellen.Auch die Liebe kommt nicht zu kurz, wenngleich die hier erzählten Szene alle eher weniger mit wahrer Liebe als mit erster Verliebtheit und ersten Erfahrungen in dieser Hinsicht gleichzustellen sind.Ich kann Märkerts Nachthumor-Autobiografie all denjenigen empfehlen, die ihren Alltag und vielleicht auch ihre Erinnerungen mit ein wenig schwarzem Humor aufpeppen wollen, denn es lässt sich nicht vermeiden, in das eigene Gestern abzuschweifen und Erinnerungen abzugleichen und den Humor zu übertragen, zumindest war es für mich so.Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen und bedanke mich recht herzlich dafür. Ich weiß auch schon genau, dass mein Vater mein Exemplar bekommen wird, denn ich habe das Gefühl, ihm als 1961 geborenem dürfte es gefallen. ;-)

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  • Eine besondere Autobiografie

    Wie wir leuchten im Dunkeln, geben wir so verdammt gute Ziele ab
    moni_loves

    moni_loves

    27. July 2017 um 09:16

    Das Cover ist sehr gut gewählt, es passt perfekt zur Grundstimmung des Buches.In unterschiedlichen Kapiteln springen wir in seinem Leben hin und her, immer schön voneinander abgegrenzt und durch die Überschriften weiß man auch gleich in welcher Zeit es weiter geht.So blickt man in den Kapiteln "Kind sein" auf seine Kindheitserinnerungen zurück und denkt auch an die eigene. Welche heut vermeintlichen Kleinigkeiten doch damals eine Katastrophe darstellten, welch Abenteuer man mit seinen Freunden erlebte und welch erzieherische Maßnahmen es so alles gab.Ganz zu vergessen von Schicksalsschlägen und wie damit umgegangen wird.In "Soldat sein" erfahren wir einige Episoden aus seiner Zeit beim Bund, die wirklich einige Klischees bestätigen, die ich so im Kopf rumgeistern hatte.Absolut amüsant, wie man da so schön aus der Reihe tanzen kann, wie man beim Küchendienst Streiche geschickt einbaut oder sich gekonnt durch Krankheit vor Aufgaben drückt.In "Crazy Thing called Love" geht's um seine ersten Erlebnisse und späteren Erfahrungen und was ihm dabei so alles im Kopf herum schwirrt.Außerdem geht es in anderen Kapiteln noch ums "Hartz sein, "Tot sein" ,"Herbst sein" und es gibt die "Stimmen".Das Buch besticht durch seinen ganz eigenen Charme, Witz und Humor. Diese Art Humor muss einem allerdings wirklich gefallen. Bei mir hat er damit genau ins Schwarze getroffen.Ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Erheitert durch witzige Einblicke in die Zeit beim Bund, aber auch nachdenklich gestimmt in den Kapiteln im Krankenhaus.Klaus Märkert hat es geschafft mir stehts ein Schmunzeln ins Gesicht zu zaubern, selbst bei Ereignissen die gar nicht zum Lachen sind war dies erst der Fall. Gleichzeitig bringt er den Leser dadurch auch zum nachdenken und überdenken so mancher Ansichten.Er schafft es das Augenmerk auf Kleinigkeiten im Alltag zu lenken, denen wir sonst keine Beachtung geschenkt hätten. Dabei liegt das Besondere doch gerade in diesen unscheinbaren Ereignissen und Begegnungen.Ich werde meine Umgebung wohl nun auch etwas anders betrachten als vor dem Lesen dieses Buches.Gut also, das es bereits weitere Bücher von Klaus Märkert zu lesen gibt, denn sein Stil hat mich sehr angesprochen. Ich bin neugierig darauf wie mir wohl seine anderen Werke gefallen werden.

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  • Viele tolle Geschichten...

    Wie wir leuchten im Dunkeln, geben wir so verdammt gute Ziele ab
    buecherwuermli

    buecherwuermli

    25. July 2017 um 15:05

    Titel : Wie wir leuchten im Dunkeln geben wir so verdammt gute Ziele abAutor : Klaus MärkertSeitenzahl : 200Verlag : eygennutzKlappentext:Eine Nachthumor-Autobiografie. 50 Jahre Ruhrgebietsleben fernab verklärt-romantischer Bergarbeitergeschichten. Klaus Märkert begibt sich auf einen Trip in sein Gestern und Vorgestern, erzählt von Leben, Liebe und Tod, lakonisch, mit viel Sprachwitz und einem Gespür für das Ungewöhnliche im Alltäglichen. Ich schaute herunter auf Onkel Otto und machte mir keinen Kopf darüber, dass mir ein Blick auf den Toten etwas anhaben könnte. Ich dachte nur: »Scheiße, zehn Mark weniger.« Das waren im Jahr sogar zwanzig Mark, Geburtstag und WeihnachtenAls erstes möchte ich sagen das ich den Titel total klasse fand:-)Der Schreibstil war sehr flüssig und mache ein schnelles Lesen äusserst leicht. Gut fand ich das jede Geschichte ihre eigene Überschrift hatte.Der Autor erzählt in diesem Buch Geschichten aus seinem Leben. Einige aus seiner Kindheit, von seiner Familie von seinem Leben. Immer mit einer tollen Portion Humor und auch etwa Sarkasmus:-)Bei einigen Geschichten musste ich schmunzeln obwohl sie eigentlich einen traurigen Inhalt hatten. Bei anderen konnte ich das erzählte sehr gut nachvollziehen.Das Buch ist voller sehr interessanter Geschichten aus einem bewegten Leben von denen ich gerne noch ein paar mehr gelesen hätte:-)Fazit:Auf jedenfall eine Leseempfehlung!!!

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