Klaus Möckel , Ernst Franta Bäckerbrot und Bergkristall

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Inhaltsangabe zu „Bäckerbrot und Bergkristall“ von Klaus Möckel

Was passiert da?! Das gibt ein Unglück, eine Katastrophe! Ich muss das verhindern! Es darf nicht sein, dass hier alles zu Bruch geht, Menschen zu Tode kommen! Solche Gedanken müssen dem Bergarbeiter und Protagonisten dieser wahren Geschichte durch den Kopf gegangen sein, als er sich mit einer Brechstange in der Hand und dem Mut der Verzweiflung dem Unheil entgegenstemmte. Eine Tat, die anderen das Leben rettete, ihm aber viel zu früh den Tod brachte. Der Berliner Autor Klaus Möckel, bekannt durch Krimis, historische Romane und Kinderbücher, aber auch durch vielbeachtete Werke wie "Hoffnung für Dan" (literarischer Bericht über ein behindertes Kind), schildert in seinem neuen Buch das wechselvolle Leben des 1906 in einem schlesischen Dorf geborenen Paul Grabs. Als Bäckergeselle 1926 nach Sachsen-Anhalt gekommen, wo er mit seiner Familie ein Siedlungshaus in der Delitzscher Gegend bezieht, hofft der spätere Wismutkumpel für sich wie für seine Familie, in einer aus den Fugen geratenen Welt ein Stückchen Glück zu ergattern. In diesem Buch, das nach Erinnerungen von Grabs' Tochter geschrieben wurde, geht es um duftendes Bäckerbrot und schimmernde Bergkristalle, um Gewinn oder Verlust in Kriegs- und Nachkriegsjahren, um die nie erlöschende Hoffnung, auch unter schwierigen Bedingungen ein anständiges Leben führen zu können. Auf zum Teil dramatische, zum Teil poetisch-humorvolle Art wird ein Mann gewürdigt, der sich, nicht frei von Widersprüchen, in spannungsgeladener Zeit erfolgreich als Mensch zu behaupten vermag.

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    Bäckerbrot und Bergkristall
    buchwanderer

    buchwanderer

    30. November 2015 um 09:00

    „Es gibt Zufälle, die von einer Gesetzmäßigkeit hinter den Dingen zeugen.“ (Pos. 713) Zum Inhalt: Die Frage, ob das Leben und Schaffen eines einzelnen Menschen erzählenswert ist, messen wir vielfach an den scheinbar „weltbewegenden“ Dingen, die derjenige erschaffen, initiiert resp. hinterlassen hat. Diese Frage stellt sich jedoch nie den Menschen, die in dessen Umfeld von ihm geprägt und beeindruckt wurden. So verhält es sich auch mit dieser Lebensgeschichte, der Geschichte von Paul Grabs, der am 2. September 1906 in Neubertelsdort, Kreis Lauban geboren wurde. Erzählt aus der liebevollen, aber durchaus auch kritischen Sicht seiner Tochter Gisela, ausdrucksstark in Form gebracht von Klaus Möckel als Autor des Textes. Jede Zeile atmet förmlich die Hoffnungen, Ängste, Sorgen und tief empfundenen kleinen und großen Freuden eines Lebens, das an Entbehrungen reichlichst aufzubieten wusste. Und doch schaffte es Paul Grabs eine Familie zu gründen, in den Unbilden der Kriegs- und Nachkriegszeit zu erhalten, und – was das für mich bewegendste ist – einen tiefen, positiven, liebevollen Nachhall in all jenen zu hinterlassen, mit denen er sein Dasein teilte. Die detailreichen Beschreibungen des Alltags mit all seinen Auf und Abs, sowie die Bilddokumente im Text ziehen den Leser in den Bann. Man ist, am Schluss angelangt, fast so vermessen zu sagen, man hätte einen guten Bekannten verloren, zumal der Tod Paul Grabs als tragischer Unfall für seine gesamte Umgebung viel zu früh kam. Gisela Pekruls Aufzeichnungen sind weder beschönigend – auch was die Zeit des Hitler Regimes angeht –, noch überziehen sie die Geschehnisse mit einer kitschigen Patina. Es sind Sichtweisen zum Teil des Kindes, das sie damals war und zum Teil der fest im Leben stehenden Frau, die sie eben durch ihren Vater wurde. Fazit: Wunderbar ergreifende Lebensgeschichte eines ebenso einfachen, wie beeindruckenden Mannes, seiner Familie und der Zeitgeschichte in die er und die seinen eingebettet waren. Unbedingt lesenswert.

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