Klaus Mertes

 4 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor von Verlorenes Vertrauen, Ökumene in Zeiten des Terrors und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Klaus Mertes

Klaus Mertes, geb. 1954, studierte Slawistik, klassische Philologie, Theologie und Philosophie. 2000 2011 Rektor des Canisius-Kollegs in Berlin; zurzeit Direktor des Jesuitenkollegs in St. Blasien.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Den Kreislauf des Scheiterns durchbrechen (ISBN: 9783843613491)

Den Kreislauf des Scheiterns durchbrechen

Neu erschienen am 26.04.2021 als Hardcover bei Patmos Verlag.

Alle Bücher von Klaus Mertes

Cover des Buches Verlorenes Vertrauen (ISBN: 9783451341724)

Verlorenes Vertrauen

 (2)
Erschienen am 01.06.2013
Cover des Buches Ökumene in Zeiten des Terrors (ISBN: 9783451375699)

Ökumene in Zeiten des Terrors

 (1)
Erschienen am 13.09.2016
Cover des Buches Den Kreislauf des Scheiterns durchbrechen (ISBN: 9783843613491)

Den Kreislauf des Scheiterns durchbrechen

 (0)
Erschienen am 26.04.2021
Cover des Buches Grenzgänger (ISBN: 9783766623522)

Grenzgänger

 (0)
Erschienen am 01.02.2017
Cover des Buches Wie aus Hülsen Worte werden (ISBN: 9783843610650)

Wie aus Hülsen Worte werden

 (0)
Erschienen am 17.09.2018

Neue Rezensionen zu Klaus Mertes

Cover des Buches Spiritueller Missbrauch in der katholischen Kirche (ISBN: 9783451384264)Rose75s avatar

Rezension zu "Spiritueller Missbrauch in der katholischen Kirche" von Doris Wagner

Doris Wagner legt den Finger in die Wunde ...
Rose75vor 2 Jahren

Doris Wagner ist Theologin und Philosophin.  Sie war jahrelang Mitglied in einer christlichen Gemeinschaft und wurde dort auch Opfer sexueller Gewalt. Diese Erfahrungen hat sie in ihrem ersten Buch "Nicht mehr Ich" verarbeitet.  Hier in diesem Buch widmet sie sich dem Thema 'spiritueller Missbrauch'. 


Sie erklärt erst ausführlich wie wichtig die spirituelle Selbstbestimmung und Handlungsfähigkeit ist und betont deutlich, dass es keine einheitlich katholische Spiritualität gibt.

Anhand einiger Fallbeispiele beschreibt sie die Auswirkungen und Formen von: 
  • -  spiritueller Vernachlässigung
  • -  spiritueller Manipulation 
  • -  spiritueller Gewalt
Beim Lesen wurde mir klar, dass sich diese Übergriffigkeiten nicht nur auf die katholische Kirche reduzieren lassen, sondern überall wo jemand  als geistlicher Führer eine absolute Deutungshoheit beansprucht, Vorsicht geboten ist. 




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Cover des Buches Spiritueller Missbrauch in der katholischen Kirche (ISBN: 9783451384264)W

Rezension zu "Spiritueller Missbrauch in der katholischen Kirche" von Doris Wagner

Die unterschiedlichen Facetten des Phänomens manipulativer Seelenführung
WinfriedStanzickvor 2 Jahren


 

Der massenhafte und weltweite sexuelle Missbrauch von Kindern durch Priester und andere kirchliche Mitarbeiter der katholischen Kirche wird mittlerweile auch von Papst und Bischöfen nicht mehr geleugnet. Die Amtskirche tut sich aber trotz gegenteiliger Beteuerungen nach wie vor sehr schwer damit, die Ursachen dieses Missbrauchs zu benennen und durch Abschaffung des Zölibats und strengere Auswahl ihrer Kandidaten etwa Abhilfe zu schaffen.

 

Die Theologin und Philosophin Doris Wagner, die schon in ihrem vielbeachteten Buch „Nicht mehr ich“ von ihren Erfahrungen berichtete, hat nun in einem neuen Buch erstmals ausführlich die unterschiedlichen Facetten des Phänomens manipulativer Seelenführung im Bereich der katholischen Kirche beschrieben und verdeutlicht diese durch eine Vielzahl realer von ihr recherchierter  Fallbeispiele.

 

Gefährliche „Seelenführer“ sind aus Sekten oder aus evangelikalen Gruppen schon lange bekannt, dass es so etwas wie spirituellen Missbrauch auch in der katholischen Kirche gibt, scheint angesichts des massenhaft aufgedeckten sexuellen Missbrauchs nicht weiter überraschend.

Und es wird an vielen Stellen deutlich, dass eine Kirche, die ihre Botschaft als alleinige Wahrheit versteht, nur sehr schwer damit umgehen kann, wenn nichtgeweihte Gläubige ihren Glauben und ihre Spiritualität selbst definieren.

 

Wagner beschreibt, welche Denkmuster und Traditionen der Kirche diesen Missbrauch begünstigen und macht Vorschläge, wie man ihm vorbeugen kann. Denn trotz ihrer schlimmen Erfahrungen liebt sie ihre Kirche.

Jochen Sautermeister, Professor für Moraltheologie und Direktor des Moraltheologischen Seminars an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn, schreibt in seinem Nachwort zu diesem sich langsam zum Bestseller entwickelnden Buch: „Zur Förderung von spiritueller Selbstbestimmung und zur Verhinderung von geistlichem Missbrauch bedarf es neben theologischer und spiritueller Bildung einer Aufklärung über die Strategien und Dynamiken spirituellen Missbrauchs, wie sie von Doris Wagner sensibel und transparent beschrieben worden sind.“

 

 

 

 

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Cover des Buches Ökumene in Zeiten des Terrors (ISBN: 9783451375699)M

Rezension zu "Ökumene in Zeiten des Terrors" von Klaus Mertes

Verkrustete Bewegung
michael_lehmann-papevor 5 Jahren

Verkrustete Bewegung

Die Ökumene, die „Einheit“ zwischen katholischer und evangelischer Kirche ist ein mühsamer Prozess, der bereits seit Jahrzehnten in konkreten, wichtigen Fragen nicht wirklich von der Stelle kommt, vor allem nicht bei der Abendmahlsgemeinschaft, aber auch beim verschiedenen Verständnis des Stellenwerts von Dogma und Lehrtraditionen (wobei in anderen Fragen wie der Taufe und lebenspraktischen Erwägungen sowie in der vielfach „gelebten“ Ökumene vor Ort unterschiede stärker und stärker verschwimmen).

Klaus Mertes und Antje Vollmer wenden sich in ihrem kritischen Briefwechsel, der die Grundlage dieses Werkes bildet, nun noch einmal und mit „frischen Kräften“ der Frage nach der „Einheit der christlichen Kirchen“ zu. Und dies angesichts äußerer Fakten und Bedrohungen, die eine Einheit zumindest in den Grundhaltungen und im öffentlichen Auftreten geradezu herbei fordern, vor allem aber wichtig wären als eine „Bastion gegen den Terror“ (nicht gegen den Islam per se!).

Ausgelöst allerdings wurde der Briefwechsel beider Autoren bereits im Jahre 2010 im Rahmen des „Missbrauchsskandals“ innerhalb vor allem der katholischen Kirche, erhält seine Aktualität aber vor allem durch die Terroranschläge ab dem Jahr 2015.

„Die Überwindung der Spaltung zwischen Konfessionen und zwischen Religionen ist kein Thema der Vergangenheit, sondern betrifft unmittelbar die Gegenwartsaufgabe, Hass und Verzweiflung zu überwinden“.

Dass dabei ein lutherisches „Hier stehe ich und kann nicht anders“ eher hinderlich wäre, das erläutert Vollmer als ev. Theologin explizit in den Briefen, betont aber zugleich, von den „hohen Gedanken“, die allgemein theologische Streitigkeiten und das Ringen um kleinteilige Details ausmachen, sich zu lösen und Ökumene ganz irdisch mit beiden Beinen auf dem Boden als Aufgabe praktisch und konkret anzugehen. Während Mertes genau an diesem Punkt Unterschiede verdeutlicht.

Wobei es für den ökumenischen Prozess durchaus entscheidend wichtig ist, was Merts im Folgenden formuliert.

„…. dass es wohl auch unterschiedliche Denktraditionen sind, in denen wir stehen und die konfessionell geprägt sind, ohne konfessionstrennend zu sein“. Zumindest sein zu müssen.

Dies scheint der mögliche Weg zu sein, den Schritten in Richtung Einheit des Christentums neue (oder wieder einmal, denn der Gedanke an sich ist nicht neu) Impulse verleihen könnte.

Dass von dogmatischen Lehrstreitigkeiten eher der Blick auf sich gerichtet wird und „Denktraditionen“ anstelle von „ewigen Wahrheiten“ in vielen Fällen treten könnten, die dann das Gespräch auf eine weniger verhärtete und mehr miteinander konstruktiv ringende Kommunikation lenken könnte. Für die dieser Briefwechsel, in dem alle wichtigen Themen von Einheit und Trennendem angesprochen werden, ein gutes und nachahmenswertes Beispiel gibt.

Die „Methode der gegenseitigen Gastfreundschaft in der unbegrenzten Einladung zum gemeinsamen Abendmahl“, das ist für Antje Vollmer jener Schritt, jener vor allem öffentliche Schritt, der in der vorfindlichen Gegenwart ein starkes und sichtbares Zeichen in die Gesellschaft und die Gläubigen abgeben könnte und sollte.

Dem Mertes gar nicht grundsätzlich widerspricht, sondern auch hier auf einen „menschlichen“ Grund rekurriert, der nicht genug betont werden kann.

„In der katholischen Kirche werden Regelüberschreitungen geduldet, wenn sie nicht allzu sehr an die große Glocke gehängt werden“.

Es geht also. Und es geht in den verschiedenen Lehrverständnissen. Und nun müsste es nur noch öffentlich gehen können. Vielleicht ein „Gesichtsverlust“ auf der ein oder anderen Seite, aber ein nötiger und wichtiger Schritt im gemeinsamen Handeln gegen die komplexen Bedrohungen der Welt.

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