Klaus Merz Am Fuß des Kamels

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Inhaltsangabe zu „Am Fuß des Kamels“ von Klaus Merz

In seinen Erzählungen und Prosaminiaturen entwirft Klaus Merz Szenerien, so vielfältig und poetisch, so bizarr und alltäglich wie das Leben selbst. Klaus Merz beherrscht wie kaum ein anderer die Kunst, Stimmungen einzufangen und Überraschungsmomente zu entwickeln, erzählt in einer dichten und zugleich reduzierten Sprache, die oft nur mit Andeutungen auskommt und dabei höchste Präzision erreicht – ein einzigartiges Leseerlebnis.

Nun habe ich auch das gelesen ... und jetzt muss ich alle lesen.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Rezension zu "Am Fuß des Kamels" von Klaus Merz

    Am Fuß des Kamels

    surrealist

    17. August 2011 um 12:42

    Mit diesem Band liegen 23 Kurzgeschichten vor, die es in sich haben. Der Autor nimmt sich sehr zurück, erzählt oft minimalistisch und überlässt es dem Leser, die dadurch entstehenden Lücken auszufüllen. Gute Ansätze zum surrealistischen Erzählungen, wie es unserer Zeit angemessen sein kann.

  • Rezension zu "Am Fuß des Kamels" von Klaus Merz

    Am Fuß des Kamels

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. January 2011 um 16:45

    "Walters Tier ist jetzt kein Nilpferd mehr, es ist ein grünes Krokodil." Es duftet betörend nach Moschus. Ein Regenpfeifer sucht Futter auf dem Rückenpanzer. Das Ungetüm gibt das verbliebene Bein des Missionars frei. Walter beerdigt in Gestalt seines Bruders Josef das Bein seines Vorgängers ...! Walter ist krank. "Im Schläfengebiet." Er kämpft mit sich, seinem Leben und der Epilepsie. Seine Frau Miriam hat ihn verlassen. Und er erinnert sich an Ruth ... Das knapp zwanzigseitige Lebenskonzentrat erschüttert und wühlt auf. Was nicht bedeutet, dass ein "Lokaltermin" auf einer einzigen Seite nicht ebenfalls berühren kann. Die Momentaufnahme in einem kleinen Gasthaus ist zudem mühelos auf eine beliebige Restauration übertragbar und kommt uns nicht zuletzt deswegen sehr bekannt vor. Eine abenteuerliche Perspektive wagt Klaus Merz in seinen Betrachtungen über ein Fieberthermometer. "Der fiebernde Holländer" kommt mit einem leichten Augenzwinkern daher. Schön, dass unseren Erinnerungen die Relativität der jeweiligen Temperaturen noch sehr geläufig ist, denn es war sehr wohl ein Unterschied, ob ein Schulausflug oder eine Mathematikarbeit angesagt war! Es muss auch erlaubt sein, über "Hydranten" einmal ein paar Wort zu verlieren. Schließlich fristen sie ein unbeachtetes Dasein, welches im krassen Gegensatz zu ihrem Nutzen für die Allgemeinheit steht. Ganz anders in "Sichtwechsel", wo uns eine handfeste Familientragödie mit wenigen Worten zutiefst bewegt. Dies Buch ähnelt meinem Leben. Und dem Leben eines jeden anderen. In gewisser Weise. Viel gab es mir zum Lesen. Hausaufgaben scheinbar. Wenig habe ich verstanden. Doch es ist nicht von Belang. Schließlich bedeutet letztendlich nichts wirklich etwas. Aber ich nehme trotzdem etwas mit. Etwas, was wichtiger ist als Verstehen ... "Aus den Kalendern blättert die Zeit." Der Autor spürt, fühlt und schreibt diese für uns auf. Seine Bücher sind voll mit Worten. Andere sind voll mit Buchstaben. Der Unterschied ist immens. Klaus Merz lehrt uns das Leben lesen. Ich empfinde das als Geschenk. © Thomas Lawall - www.querblatt.com

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