Klaus Modick

 4 Sterne bei 670 Bewertungen
Autor von Konzert ohne Dichter, Klack und weiteren Büchern.
Autorenbild von Klaus Modick (© Hartmuth Schröder)

Lebenslauf von Klaus Modick

Klaus Modick wurde am 3. Mai 1951 in Oldenburg geboren. Nach seinem Abitur 1971 studierte er Germanistik, Geschichte und Pädagogik an der Universität Hamburg und promovierte dort 1980 in Literaturwissenschaft mit einer Arbeit über Lion Feuchtwanger. Anschließend war er unter anderem als Werbetexter, Lehrbeauftragter, Schriftsteller und Übersetzer tätig. Sein Romandebüt »Ins Blaue« veröffentlichte er 1985; heute ist er neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit auch als Übersetzer engagiert. So hat er mittlerweile zahlreiche englische und amerikanische Werke ins Deutsche, u.a. Louis Stevenson, William Gaddis und Charles Simmons übertragen. Für seine Arbeit wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem »Cité Internationale des Arts Paris« und dem »Bettina-von-Arnim-Preis«. Seit 2000 lebt Modick wieder in Oldenburg. 2011 war Modick für den deutschen Buchpreis nominiert.

Neue Bücher

Cover des Buches Fahrtwind (ISBN: 9783462003550)

Fahrtwind

 (19)
Neu erschienen am 18.08.2022 als Taschenbuch bei Kiepenheuer & Witsch.

Alle Bücher von Klaus Modick

Cover des Buches Konzert ohne Dichter (ISBN: 9783462053746)

Konzert ohne Dichter

 (98)
Erschienen am 12.09.2019
Cover des Buches Klack (ISBN: 9783462046847)

Klack

 (56)
Erschienen am 09.02.2015
Cover des Buches Sunset (ISBN: 9783492274180)

Sunset

 (51)
Erschienen am 16.07.2012
Cover des Buches Der kretische Gast (ISBN: 9783462051056)

Der kretische Gast

 (37)
Erschienen am 17.08.2017
Cover des Buches Schmale Pfade (ISBN: 9783866482326)

Schmale Pfade

 (37)
Erschienen am 09.02.2016
Cover des Buches Bestseller (ISBN: 9783462048537)

Bestseller

 (27)
Erschienen am 12.11.2015
Cover des Buches Mozarts letzte Arie (ISBN: 9783423215657)

Mozarts letzte Arie

 (30)
Erschienen am 01.01.2015
Cover des Buches Zwischen den Attentaten (ISBN: 9783423140331)

Zwischen den Attentaten

 (27)
Erschienen am 01.10.2011

Neue Rezensionen zu Klaus Modick

Cover des Buches Vierundzwanzig Türen (ISBN: 9783462051063)
Federfees avatar

Rezension zu "Vierundzwanzig Türen" von Klaus Modick

Inhaltlich langweilig, sprachlich zieht Modick alle Register
Federfeevor 10 Monaten

3,5, aufgerundet auf 4

Wie soll ich dieses Buch bewerten? Ich weiß es nicht. Ich habe mich gelangweilt, ich habe gelacht, ich habe die poetischen Naturbeschreibungen genossen...

Der Ich-Erzähler, wohl der Autor selbst, erzählt in zwei Handlungssträngen eine Art Weihnachtsgeschichte. Der eine spielt kurz nach dem Krieg, in Hunger- und Schwarzmarktzeiten und der andere in der Jetztzeit, hauptsächlich in der Familie des Erzählers mit den beiden Teenagertöchtern. Ein alter Mann hat ihnen einen selbst gebastelten künstlerischen Adventskalender geschenkt, der beim Erzähler viele Erinnerungen auslöst, also eigentlich noch ein dritter Handlungsstrang, der uns das Typische seiner Kindheit und Jugend vor Augen führt. Ich habe darin wiedererkannt, aber für jüngere Leser ist das sicher langweilig, weil unbekannt.

Erstaunlich finde ich das Sprachvermögen des Autors: mal poetische Natur- und Landschaftsbeschreibungen, mal die typische voll geile krasse Jugendsprache, mal das Überkandidelte von Kulturfuzzis. Man muss es Klaus Modick lassen: er ist ein Sprachvirtuose.

Kommentare: 1
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Cover des Buches Der kretische Gast (ISBN: 9783462051056)
Moguls avatar

Rezension zu "Der kretische Gast" von Klaus Modick

Eine etwas waghalsige Kombination von verschiedenen Themen
Mogulvor einem Jahr

Das Buch zwei Erzählstränge, die ineinander verwoben sind. Einerseits ist es die Geschichte des leipziger Ärcheologen Johann Martens, der 1943 in das vom Deutschland besetzte Kreta zwangsversetzt wird und so der Front im Osten entkommt und den kretischen Widerstand kennenlernt. Anderseits des Studenten Lukas Hollbach der 1975 einen Trip nach Kreta macht, um etwas herauszufinden, von dem er selbst nicht genau weiß, um was es sich handelt. Er hat in Hamburg auf dem Flohmarkt ein Foto erstanden, auf dem ein Mann abgebildet ist, den ihn irgendwie an seine Kindheit erinnert. Natürlich gibt es auch noch eine tragische Liebesgeschichte.

Das Hauptthema des Buches ist heikel, handelt es doch von der Besetzung Kretas durch die Nazis und die damit verbundenen Greueltaten. Kombiniert wird dieses Thema mit zwei Liebesgeschichten und der gastfreundlichen Urlaubsinsel Kreta in den 1970iger Jahren. Geht das gut? Das Buch ist gut geschrieben, schildert die Abgründe des Krieges ohne groß etwas zu beschönigen und bringt einem Land und Leute aus der Aussensicht näher. Ehrlich gesagt habe ich mit der Story etwas Mühe und die Liebesgeschichten sind zu kitschig als dass sie mit dem Abschlachten der Bevölkerung durch die Nazischergen kombiniert werden können. Das meine persönliche Meinung, aber vielleicht habe ich das Buch einfach falsch verstanden.

Fazit: Aus meiner Sicht interessant, was man über Kreta im zweiten Weltkrieg erfährt, aber der Rest passt nicht wirklich dazu. Sehr bedingte Leseempfehlung.

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Cover des Buches Fahrtwind (ISBN: 9783958628045)
MissStrawberrys avatar

Rezension zu "Fahrtwind" von Klaus Modick

Jugend damals, Jugend immer
MissStrawberryvor einem Jahr

Mitten in den wilden 1970ern – das Leben ist bunt, die Jugend rebellisch und die Zeiten einfach irgendwie im Aufbruch. Da ist es eigentlich kein Wunder, dass der Ich-Erzähler, der gerade das Abi in der Tasche hat, einfach ein paar Sachen plus Gitarre packt und losgeht. Ohne festes Ziel, einfach weg. Sein Roadtrip bringt ihm mehr Erkenntnisse, als alle Schulzeit zuvor und jede Moralpredigt, die ihm bisher unterkam …

 

Es ist herrlich, dem Protagonisten quasi an den Lippen zu hängen. Klaus Modick hat den perfekten Stil, den jungen Mann lebendig werden zu lassen, und Frank Stieren setzt dem Ganzen als Sprecher noch die Krone auf. So absurd oder abstrus die Szenen auch manchmal sind, sie sind mitten aus dem Leben der (damaligen) Zeit gegriffen und wunderbar auf den Punkt gebracht.

 

Jedes Jahrzehnt hat seine Besonderheiten und je älter man selbst wird, desto herrlicher ist es, auf das eine oder andere davon zurückzusehen. Ich war in den 1970ern ein Kind und habe sie quasi von einem weiteren, anderen Standpunkt aus gesehen, dennoch erkenne ich so vieles davon wieder.

 

Modick lässt seinen Helden Eichendorffs „Aus dem Leben eines Taugenichts“ er-leben, sich zum Vorbild machen, aus einer Art jugendlichem Protest trotzig stolz hochhalten. Das ist wunderbar gelungen und trifft so viele „wunde Punkte“ – weil es auch bestens in die heutige Zeit passt, mit kleinen Änderungen, Anpassungen und etwas Phantasie.

 

Eigentlich passiert so gar nichts Großes, aber das so gekonnt, dass man einfach gefesselt ist von der Geschichte, den jungen Mann begleitet und mit ihm erwachsen wird. Erstaunt stellt man fest, dass es eine gar nicht so lange Zeitspanne war, die man wild und taugenichtsig verbracht hat, aber dennoch ist so außerordentlich viel geschehen, hat sich verändert, hat begonnen. Ein Zufall reiht sich an den nächsten und man sieht: So ist das Leben eben! Dinge geschehen. Manche passen, manche weniger, aber insgesamt webt sich daraus ein Leben und meist passt schon alles super zusammen.

 

Mir gefällt Modicks Idee, mir gefällt die Umsetzung. Klar, manches hätte man sich anders wünschen können, doch wäre es dann noch der „Taugenichts der 1970er“ gewesen? Wohl weniger. Ich spürte deutlich, wie viel Spaß Modick hatte und das hat sich auf mich übertragen, auch wenn die eine oder andere Stelle vielleicht so nicht hätte sein müssen für mich. Für Modick schon. Und genau das macht für mich den „Fahrtwind“ zu einer runden, wunderbaren Geschichte. Ich hatte super viel Spaß, trotz mancher kleinen „Hänger“. Für fünf Sterne reicht es dennoch nicht ganz, dafür aber gibt es vier besonders leuchtende Sterne!     

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Gespräche aus der Community

Aba und ich möchten gerne im September Sunset lesen. Wer sich angesprochen fühlt und gerne mitmachen möchte, der ist willkommen wir würden uns freuen.

Wir möchten gerne im September Sunset zusammen lesen. Wer möchte kann gerne uns folgen. Das Buch kann leider nicht gestellt werden. Jeder liest mit seinem eigenem Buch.

Wir freuen uns über einen Austausch!

147 Beiträge
abas avatar
Letzter Beitrag von  abavor 2 Jahren

Hilfe.

Jetzt auch als Hörbuch: Klaus Modicks „Keyserlings Geheimnis“

Der Dichter-Dandy mit dem dunklen Geheimnis

Klaus Modicks Künstlerroman über einen großen deutschen Literaten

Keyserling liebt das Leben. Das Leben zeichnet Keyserling. Und Lovis Corinth malt ihn. Als von der Syphilis zerfurchter Mann bleibt er der Nachwelt erhalten. Doch wer war Keyserling wirklich? Den skandalumwitterten Literaten umgeben Mythen und Geheimnisse. Klaus Modick nähert sich voller Witz und Schwung der Vergangenheit des baltischen Grafen an.

Im Jahr 1901 weilt der Graf wie Corinth und andere Künstler zur Sommerfrische am Starnberger See. Darunter sind auch ihr Gastgeber Max Halbe und Frank Wedekind. Keyserling beauftragt Corinth, ein Porträt von ihm anzufertigen. Während der Sitzungen versucht der Maler hinter die Fassade seines Kunden zu blicken. Warum flog dieser aus seiner Studentenverbindung? Was war der Anlass dafür, dass seine Familie ihn verstieß? Doch nichts. Keyserling bleibt stumm. Später aber kommt Licht ins Dunkel. Dann nämlich, als Keyserling mit Frank Wedekind ein Konzert besucht. Kommt ihm die Sängerin nicht merkwürdig bekannt vor? Sollte Sie diejenige sein, welche damals …? Nein, es kann nicht … Oder doch? Ist sie der Grund für den Skandal, der ihn einst zur Flucht nach Wien zwang?

Modicks halbfiktive Künstlerbiografie ist eine lebendige Suche. Er ergründet die Spuren eines Dandys und Außenseiters, der zu einem brillanten Schriftsteller wurde. Das ungekürzte Hörbuch aus dem Audiobuch Verlag wird gelesen von Detlef Bierstedt. Bierstedt ist vielen als deutsche Synchronstimme von George Clooney bekannt. Sein angenehmes Timbre führt mit Charme durch den Roman.

Zu diesem großartigen Titel möchten wir mit euch eine neue Hörrunde starten! Wir stellen euch 15 Hörbuchexemplare zur Verfügung, auf die ihr euch bewerben könnt, indem ihr uns die folgende Frage beantwortet:

Mit welchem deutschen Schriftsteller (Keyserling ausgenommen) würdet ihr gerne mal ein Glas Wein trinken und warum?

Wir freuen uns auf zahlreiche Bewerbungen und eine neue Hörrunde mit euch! Allen viel Erfolg, wir drücken fest die Daumen.
166 BeiträgeVerlosung beendet
littlesparrows avatar
Letzter Beitrag von  littlesparrowvor 4 Jahren
Vielen Dank, dass ich diese Leserunde begleiten durfte. Gern habe ich eine Rezension dazu verfasst. https://www.lovelybooks.de/autor/Klaus-Modick/Keyserlings-Geheimnis-1509953896-w/rezension/1653754827/ Diese ist gleichlautend auch auf meinen Blog erschienen. https://lilislesemomente.blogspot.com/2018/08/klaus-modick-keyserlings-geheimnis.html Sowie bei Büchereule, lesejury, Hugendubel, Thalia, Weltbild und Amazon.

Zusätzliche Informationen

Klaus Modick wurde am 02. Mai 1951 in Oldenburg (Deutschland) geboren.

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in 775 Bibliotheken

von 228 Lesern aktuell gelesen

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