Klaus Modick

 4 Sterne bei 648 Bewertungen
Autor von Konzert ohne Dichter, Klack und weiteren Büchern.
Autorenbild von Klaus Modick (© Hartmuth Schröder)

Lebenslauf von Klaus Modick

Klaus Modick wurde am 3. Mai 1951 in Oldenburg geboren. Nach seinem Abitur 1971 studierte er Germanistik, Geschichte und Pädagogik an der Universität Hamburg und promovierte dort 1980 in Literaturwissenschaft mit einer Arbeit über Lion Feuchtwanger. Anschließend war er unter anderem als Werbetexter, Lehrbeauftragter, Schriftsteller und Übersetzer tätig. Sein Romandebüt »Ins Blaue« veröffentlichte er 1985; heute ist er neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit auch als Übersetzer engagiert. So hat er mittlerweile zahlreiche englische und amerikanische Werke ins Deutsche, u.a. Louis Stevenson, William Gaddis und Charles Simmons übertragen. Für seine Arbeit wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem »Cité Internationale des Arts Paris« und dem »Bettina-von-Arnim-Preis«. Seit 2000 lebt Modick wieder in Oldenburg. 2011 war Modick für den deutschen Buchpreis nominiert.

Neue Bücher

Cover des Buches Die Schatten der Ideen (ISBN: 9783462303889)

Die Schatten der Ideen

 (17)
Neu erschienen am 15.04.2021 als E-Book bei Kiepenheuer & Witsch.
Cover des Buches Fahrtwind (ISBN: 9783462001303)

Fahrtwind

 (13)
Neu erschienen am 15.04.2021 als Hardcover bei Kiepenheuer & Witsch.
Cover des Buches Moos (ISBN: 9783462000887)

Moos

 (4)
Neu erschienen am 15.04.2021 als Taschenbuch bei Kiepenheuer & Witsch.
Cover des Buches Fahrtwind: Roman (ISBN: B08MCV1RMN)

Fahrtwind: Roman

 (1)
Neu erschienen am 15.04.2021 als E-Book bei Kiepenheuer & Witsch GmbH.

Alle Bücher von Klaus Modick

Cover des Buches Konzert ohne Dichter (ISBN: 9783462053746)

Konzert ohne Dichter

 (97)
Erschienen am 12.09.2019
Cover des Buches Klack (ISBN: 9783462046847)

Klack

 (55)
Erschienen am 09.02.2015
Cover des Buches Sunset (ISBN: 9783492274180)

Sunset

 (49)
Erschienen am 16.07.2012
Cover des Buches Schmale Pfade (ISBN: 9783866482326)

Schmale Pfade

 (37)
Erschienen am 09.02.2016
Cover des Buches Der kretische Gast (ISBN: 9783462051056)

Der kretische Gast

 (35)
Erschienen am 17.08.2017
Cover des Buches Mozarts letzte Arie (ISBN: 9783423215657)

Mozarts letzte Arie

 (30)
Erschienen am 01.01.2015
Cover des Buches Bestseller (ISBN: 9783462048537)

Bestseller

 (25)
Erschienen am 12.11.2015

Neue Rezensionen zu Klaus Modick

Cover des Buches Fahrtwind (ISBN: 9783462001303)Anna625s avatar

Rezension zu "Fahrtwind" von Klaus Modick

Der moderne(re) Taugenichts
Anna625vor 14 Tagen

Der namenslose Protagonist des kurzen Romans möchte nicht in die Fußstapfen seines Vaters treten und zum langweiligen "& Sohn" in dessen Unternehmen werden, und so macht er sich entgegen aller Hoffnungen seiner Eltern auf den Weg in die weite Welt. Mit dabei sind nur seine Gitarre und eine gehörige Portion Planlosigkeit und Sorglosigkeit, denn wohin es gehen soll, bleibt erstmal offen - Hauptsache weg, in die Ferne. Schon bald wird er von zwei netten, vornehmen Damen mitgenommen und findet Arbeit in deren Schlosshotel, doch hier soll seine Reise noch nicht enden - im Laufe des Romans verschlägt es ihn bis nach Italien. Die Umstände, die dazu führen, sind ihm selbst lange schleierhaft, will er doch eigentlich nur die Liebe der jüngeren der beiden Damen gewinnen...

Wer sich nun an Eichendorffs "Taugenichts" erinnert fühlt, liegt vollkommen richtig - denn "Fahrtwind" ist sozusagen die modernisierte Version der Novelle aus der Spätromantik. Statt Violine spielt der Protagonist Gitarre, er soll nicht gärtnern, sondern Teil eines Unterhaltungsprogramms für rüstige Rentner werden, statt zu Pferd und mit der Postkutsche ist man mit dem Motorrad unterwegs, und statt über die Waldwege des frühen 19. Jahrhunderts macht sich der Protagonist auf den Straßen der 1970er Jahre auf den Weg.

Der Schreibstil ist dabei locker und entspannt und entspricht so ganz dem Gemüt des Protagonisten. Die Handlung hält sich, wenn auch in einer aktuelleren Version, bis auf kleinere Abweichungen sehr eng an die Vorlage. Daher enthält das Ganze teilweise sehr skurrile bis unglaubwürdige Elemente, die man an einem "normalen" Roman wohl kritisieren würde. Hier finde ich es aber vollkommen in Ordnung, weil es der Vorlage so nahe kommt. Dementsprechend kann ich auch die Naivität und Trägheit des Protagonisten akzeptieren. Das sowie der vorangegangene Punkt hätte mich an einem anderen Buch vermutlich gestört, und ich kann mir auch vorstellen, dass dies Leser abschreckt, die den "Taugenichts" nicht gelesen haben. Kennt man ihn aber, macht es teilweise sehr viel Spaß, die diversen Parallelen zu entdecken.

Trotz einiger Schwächen und Längen (die ich so aber tatsächlich an genau denselben Stellen auch im Original verspürt habe), hat mich Modicks Roman gut unterhalten. Wer den "Taugenichts" mag, hat sicher Spaß mit dieser moderneren Variante.

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Cover des Buches Fahrtwind (ISBN: 9783958628045)uli123s avatar

Rezension zu "Fahrtwind" von Klaus Modick

Moderne Version von Eichendorffs Taugenichts
uli123vor 22 Tagen

Gesprochen von dem Schauspieler Frank Stieren, lässt sich diesem Hörbuch gut folgen. Inhaltlich allerdings frage ich mich, ob dieses Buch wirklich Not getan hat. Inspiriert von Joseph von Eichendorffs „Aus dem Leben eines Taugenichts“ hat Klaus Modick eine moderne Version dieser romantischen Novelle verfasst, die allerdings so modern gar nicht ist, spielt die Handlung doch bereits Anfang der 1970er Jahre. Ein junger Mann, vornamenlos bleibend, Müller mit Nachnamen heißend, nimmt nach abgebrochenem Studium Reißaus aus seinem spießigen Elternhaus und begibt sich nur mit seiner Gitarre im Gepäck auf eine Reise in den Süden. Unterwegs trifft er auf skurrile Typen und steuert Stationen in Wien, Rom und am Gardasee an, sich als Musiker verdingend. 

Die Reise des Protagonisten erscheint mir wenig aufgeregt, ähnlich irreal wie die verschiedenen Bekanntschaften. Sein Blick auf Mitmenschen und Orte ist recht distanziert. Ein gewisser Unterhaltungswert resultiert aus den Texten verschiedener echter und von Müller gedichteter Musikstücke. 

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Cover des Buches Fahrtwind (ISBN: 9783462001303)Lesebiene017s avatar

Rezension zu "Fahrtwind" von Klaus Modick

Auf den Spuren eines (halb)modernen Taugenichts
Lesebiene017vor 2 Monaten

Klaus Modick, der in Kürze seinen 70. Geburtstag feiert, hat sich von Joseph von Eichendorff und dessen Novelle „Aus dem Leben eines Taugenichts“ inspirieren lassen. Genau genommen kam ihm die Idee bereits während seines Studiums in Hamburg: „Ich bin begeistert von dem namenlosen, abenteuerlustigen, schlagfertigen Bruder Leichtfuß, der gegen stumpfsinnige Arbeit und Nützlichkeitsethos opponiert, sich selbst nicht allzu wichtig nimmt und respektlos-ironische Blicke auf das Leben, die Leute und die Liebe wirft.“ (S. 9)

So entwirft Modick genau in diesem Stil einen neuen Taugenichts, den er als pflichtvergessenen Ich-Erzähler in die eigene Jugend der 1970er Jahre katapuliert, wo sich jener den Wünschen seiner Eltern widersetzt, in die vorbestimmten väterlichen Fußstapfen zu treten. Spontan und ohne Vorbereitung verlässt er das spießig-enge Elternhaus, um in sonnigere Gefilde aufzubrechen. Er will einfach nicht mehr nützlich sein und dem väterlichen Ruf nach Pflichterfüllung entfliehen. Die Reise darf nichts kosten, also wird der Daumen ausgestreckt. Zwei Damen gabeln ihn auf und nehmen ihn zunächst mit in ein Luxushotel nahe Wien, wo er zur Unterhaltung der Gäste beitragen soll. Die Gitarre ist stets seine Eintrittskarte und ebnet ihm den Weg von einem süffisanten Abenteuer ins nächste. Neben einem umfangreichen Repertoire populärer, zeitgenössischer Lieder (Verzeichnis befindet sich am Ende des Romans), komponiert der Musikus auch neue Songs mit eigenen gefühlsbetonten, freiheitsliebenden sowie poetischen Texten (die an v. Eichendorff angelehnt sein dürften). 

Natürlich verliebt sich der in der Blüte seines Lebens stehende Taugenichts schnell und heftig. Modick findet humorvolle Beschreibungen für diesen Zustand: „Unter der altersschwach tröpfelnden Dusche schwoll meine Vorfreude prächtig an, schrumpfte jedoch auf Normalmaß zusammen, als sich die bienenfleißig Bee Gees Summende nicht als die Ersehnte entpuppte, sondern als das Zimmermädchen.“ (S. 50) Der Ich-Erzähler pflegt stets einen distanziert-ironischen Blick auf sich und seine Umwelt.

So zügig wird der junge Mann aber noch keine Erfüllung in Liebesdingen finden. Es verschlägt ihn stattdessen wieder auf die Straße und in die Freiheit. Die ewige Stadt Rom wird seine nächste Station sein, danach wird er hochzufrieden in das wunderschöne italienische Landhaus, die „Villa Maria Ioana“, verschlagen: „Bei freier Kost und Logis fürs Nichtstun bezahlt zu werden, entsprach ziemlich meiner Idealvorstellung eines erfüllten Lebens.“ (S. 112) 

Der Taugenichts reist als Glücksritter. Er findet immer die richtigen Leute, die ihn nicht nur mitnehmen, sondern auch weiterbringen. Sie alle sind komplett sympathische, etwas schräge Charaktere. Es wird viel getrunken, gehascht und gut gegessen. Die Stimmung der 1970er Jahre mit Love and Peace and Rock ´n Roll wird wunderbar eingefangen, politische Schlagworte werden nur gestreift. „Fahrtwind“ ist ein Sommerbuch, etwas für die leichte Muse, etwas zur Entspannung. Man darf es nicht zu ernst nehmen, die glücklichen Wendungen nicht hinterfragen. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass sich der Autor mit diesem Roman einen Spaß erlaubt hat, indem er mit Joseph von Eichendorff zurück in die eigene Jugend reiste und ein „Was wäre wenn…“ entwarf. Wenn das ein Schriftsteller wie Klaus Modick macht, gelingt es auch. Mich hat der relativ kurze Roman amüsiert. Der locker-leichte, etwas altmodisch anmutende Schreibstil hat mir sehr gefallen. Modick verfügt über Witz und Esprit, man fliegt durch die Seiten. Die eingestreuten Verse und Reime, in denen der Protagonist seine Lebensgefühle wunderbar erfrischend zum Ausdruck bringt, habe ich als unterhaltsame Zugabe empfunden. Erwähnen muss man auch die atmosphärischen Landschaftsbeschreibungen, die Lust auf Urlaub machen.

Am Ende schließt sich der Kreis dieser fantastischen Reise. Natürlich findet der Taugenichts seine Angebetete, auch hier lassen v. Eichendorff und die Romantik grüßen. Die Irrungen und Wirrungen auf dem Weg dorthin sind aber auf alle Fälle ein kurzweiliges Lesevergnügen.

Mir hat dieser luftige Roman Lust gemacht, weitere Werke des Autors kennenzulernen.

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Gespräche aus der Community

Aba und ich möchten gerne im September Sunset lesen. Wer sich angesprochen fühlt und gerne mitmachen möchte, der ist willkommen wir würden uns freuen.

Wir möchten gerne im September Sunset zusammen lesen. Wer möchte kann gerne uns folgen. Das Buch kann leider nicht gestellt werden. Jeder liest mit seinem eigenem Buch.

Wir freuen uns über einen Austausch!

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Letzter Beitrag von  abavor 9 Monaten

Hilfe.

Jetzt auch als Hörbuch: Klaus Modicks „Keyserlings Geheimnis“

Der Dichter-Dandy mit dem dunklen Geheimnis

Klaus Modicks Künstlerroman über einen großen deutschen Literaten

Keyserling liebt das Leben. Das Leben zeichnet Keyserling. Und Lovis Corinth malt ihn. Als von der Syphilis zerfurchter Mann bleibt er der Nachwelt erhalten. Doch wer war Keyserling wirklich? Den skandalumwitterten Literaten umgeben Mythen und Geheimnisse. Klaus Modick nähert sich voller Witz und Schwung der Vergangenheit des baltischen Grafen an.

Im Jahr 1901 weilt der Graf wie Corinth und andere Künstler zur Sommerfrische am Starnberger See. Darunter sind auch ihr Gastgeber Max Halbe und Frank Wedekind. Keyserling beauftragt Corinth, ein Porträt von ihm anzufertigen. Während der Sitzungen versucht der Maler hinter die Fassade seines Kunden zu blicken. Warum flog dieser aus seiner Studentenverbindung? Was war der Anlass dafür, dass seine Familie ihn verstieß? Doch nichts. Keyserling bleibt stumm. Später aber kommt Licht ins Dunkel. Dann nämlich, als Keyserling mit Frank Wedekind ein Konzert besucht. Kommt ihm die Sängerin nicht merkwürdig bekannt vor? Sollte Sie diejenige sein, welche damals …? Nein, es kann nicht … Oder doch? Ist sie der Grund für den Skandal, der ihn einst zur Flucht nach Wien zwang?

Modicks halbfiktive Künstlerbiografie ist eine lebendige Suche. Er ergründet die Spuren eines Dandys und Außenseiters, der zu einem brillanten Schriftsteller wurde. Das ungekürzte Hörbuch aus dem Audiobuch Verlag wird gelesen von Detlef Bierstedt. Bierstedt ist vielen als deutsche Synchronstimme von George Clooney bekannt. Sein angenehmes Timbre führt mit Charme durch den Roman.

Zu diesem großartigen Titel möchten wir mit euch eine neue Hörrunde starten! Wir stellen euch 15 Hörbuchexemplare zur Verfügung, auf die ihr euch bewerben könnt, indem ihr uns die folgende Frage beantwortet:

Mit welchem deutschen Schriftsteller (Keyserling ausgenommen) würdet ihr gerne mal ein Glas Wein trinken und warum?

Wir freuen uns auf zahlreiche Bewerbungen und eine neue Hörrunde mit euch! Allen viel Erfolg, wir drücken fest die Daumen.
166 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Klaus Modick wurde am 02. Mai 1951 in Oldenburg (Deutschland) geboren.

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