Klaus Modick

 4.1 Sterne bei 377 Bewertungen
Autor von Konzert ohne Dichter, Klack und weiteren Büchern.
Autorenbild von Klaus Modick (© Hartmuth Schröder)

Lebenslauf von Klaus Modick

Klaus Modick wurde am 3. Mai 1951 in Oldenburg geboren. Nach seinem Abitur 1971 studierte er Germanistik, Geschichte und Pädagogik an der Universität Hamburg und promovierte dort 1980 in Literaturwissenschaft mit einer Arbeit über Lion Feuchtwanger. Anschließend war er unter anderem als Werbetexter, Lehrbeauftragter, Schriftsteller und Übersetzer tätig. Sein Romandebüt »Ins Blaue« veröffentlichte er 1985; heute ist er neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit auch als Übersetzer engagiert. So hat er mittlerweile zahlreiche englische und amerikanische Werke ins Deutsche, u.a. Louis Stevenson, William Gaddis und Charles Simmons übertragen. Für seine Arbeit wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem »Cité Internationale des Arts Paris« und dem »Bettina-von-Arnim-Preis«. Seit 2000 lebt Modick wieder in Oldenburg. 2011 war Modick für den deutschen Buchpreis nominiert.

Alle Bücher von Klaus Modick

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Cover des Buches Konzert ohne Dichter9783462053746

Konzert ohne Dichter

 (92)
Erschienen am 12.09.2019
Cover des Buches Klack9783462046847

Klack

 (55)
Erschienen am 09.02.2015
Cover des Buches Sunset9783492274180

Sunset

 (44)
Erschienen am 16.07.2012
Cover des Buches Der kretische Gast9783462051056

Der kretische Gast

 (34)
Erschienen am 17.08.2017
Cover des Buches Bestseller9783462048537

Bestseller

 (25)
Erschienen am 12.11.2015
Cover des Buches Vierundzwanzig Türen9783462051063

Vierundzwanzig Türen

 (25)
Erschienen am 04.10.2018
Cover des Buches Die Schatten der Ideen9783492972505

Die Schatten der Ideen

 (17)
Erschienen am 10.08.2015
Cover des Buches Keyserlings Geheimnis9783462053357

Keyserlings Geheimnis

 (16)
Erschienen am 22.08.2019

Neue Rezensionen zu Klaus Modick

Neu

Rezension zu "Keyserlings Geheimnis" von Klaus Modick

Das Geheimnis wird gelüftet
Pongokatervor 2 Monaten

Klaus Modick versucht das dritte Mal das Leben eines Dichters im Roman einzufangen. Nach Feuchtwanger (Sunset) und Rilke (Konzert ohne Dichter) geht es hier um den deutsch-baltischen Schriftsteller Eduard von Keyserling, nicht zu Unrecht oft mit Fontane verglichen. Zwei biographisch verbürgte Dinge entfaltet er mit dichterischer Fiktion. Zunächst die Entstehung des bekannten Portraits von Lovis Corinth, dann das dunkle Geheimnis, warum Keyserling seine Heimat Hals über Kopf nach Wien verließ. Beide Episoden, insbesondere die Schlussepisode um das Geheimnis, sind Modick gelungen. Andere Teile wirken jedoch recht gewollt und blutleer. Ein guter Aperitif für die Keyserling-Lektüre, aber kein Meisterwerk wie Modicks Rilke-Roman.

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Rezension zu "Konzert ohne Dichter" von Klaus Modick

Handlungsarm und distanziert - der Zauber fehlt
Viv29vor 3 Monaten

Nachdem ich von "Keyserlings Geheimnis" des gleichen Autors sehr angetan war, habe ich "Konzert ohne Dichter" mit hohen Erwartungen gelesen. Der Vergleich zwischen beiden Büchern bleibt nicht aus, liegt beiden doch ein ähnliches Konzept zugrunde.

"Konzert ohne Dichter" führt uns ins die Künstlerkolonie Worpswede zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Aufhänger ist das Gemälde "Das Konzert" des Malers Heinrich Vogeler, welches vorne im Buch farbig abgedruckt ist. Das ist eine gute Idee und ich habe es mir beim Lesen oft angesehen, da es in der Geschichte eine tragende Rolle spielt und Details davon immer wieder beschrieben werden.

Die Rahmenhandlung spielt im Jahr 1905, als ebendieses Gemälde in einer Ausstellung gezeigt werden soll und Vogeler an die Zeit zurückdenkt, in der er das Bild malte. Zahlreiche Rückblicke führen uns in dieses Zeit, durch die Freundschaft zwischen Vogeler und dem Dicher Rainer Maria Rilke. Leider tun sie das aber ziemlich blutarm. Vogeler sinniert ausgesprochen viel, wir sind selten bei einer Handlung wirklich dabei, sondern erfahren sie durch Vogelers Gedanken oder bekommen sie im Fließtext fast reportageartig erzählt. Gerade zum Ende hin hatte ich fast das Gefühl, daß der Autor rasch fertig werden wollte, denn die letzten Geschehnisse werden ein wenig lieblos heruntererzählt. Bei "Keyserlings Geheimnis" war ich beeindruckt, wie lebendig Charaktere, Orte und Geschehnisse wirkten, oft hatte ich beim Lesen fast das Gefühl, vor Ort zu sein. In "Konzert ohne Dichter" hatte ich das nie. Die Charaktere bleiben mir fremd, blieben fast nur Namen. Die Schönheit von Worpswede wird nicht spürbar.

Die sehr handlungsarme, sinnierende Erzählweise schleppt sich dahin, da leider für mich auch die Atmosphäre fehlte, die auch handlungsarmen Büchern etwas Besonderes geben kann. Ich habe zwischendurch eine Woche mit dem Lesen aufgehört, weil es mich nicht gereizt hat. Während ich bei "Keyserlings Geheimnis" von der Sprache des Autors ganz hingerissen war, findet sich hier dieser Zauber nicht wieder. Natürlich ist der Schreibstil gut, aber das gewisse Etwas fehlte mir hier.

Das Buch, einige Jahre vor "Keyserlings Geheimnis" verfaßt, erschien mir wie eine blassere, kraftlosere Aufwärmübung, als ob die Kraft und der Zauber, die "Keyserlings Geheimnis" so herausheben, hier noch nicht erweckt worden wären.

Informativ ist aber auch "Konzert ohne Dichter", die sorgfältige Recherche merkt man durchaus, die sorgfältige Arbeitsweise ebenso. Die Thematik ist ebenfalls durchaus interessant und wer etwas über die Hintergründe dieses Bildes oder über Vogeler und Rilke erfahren möchte, wird hier viele Informationen finden. In diese Welt eintauchen konnte ich aber leider keineswegs und so bin ich froh "Keyserlings Geheimnis" zuerst gelesen habe, weil ich nach "Konzert ohne Dichter" auf weitere Bücher des Autors nicht neugierig gewesen wäre.

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Rezension zu "Klaus Modick über Leonard Cohen" von Klaus Modick

‚Vielleicht war hoffnungslose Liebe die einzig wahre Liebe? Ja, vielleicht.‘
sabatayn76vor 3 Monaten

‚Vielleicht war hoffnungslose Liebe die einzig wahre Liebe? Ja, vielleicht.‘ (CD 1, Track 19)

Lukas und sein Freund Harry machen Musik, reisen durch die Provinz, covern z.B. Lieder von den Beatles. Dann hört Lukas ‚Suzanne‘ von Leonard Cohen, kann sich danach zwar weder an den Titel des Liedes noch an den Interpreten erinnern, doch er ist fasziniert von dem Stück.

Und eines Tages kehrt Cohens Musik zurück in Lukas‘ Leben, begleitet ihn bei ersten sexuellen Abenteuern, bei seinem Studium, bei einer Autoreise gen Nepal, die Lukas schließlich nach Griechenland führt, bis in sein Erwachsenenleben hinein.

Ich hatte keine besondere Erwartung ans Hörbuch zu Klaus Modicks ‚Leonard Cohen‘ und ließ mich einfach überraschen, was da auf mich zukommt. Anfangs hatte ich durchaus meine Zweifel, ob das Hörbuch etwas für mich ist, aber da ich selbst großer Cohen-Fan bin, habe ich einfach weitergehört.

Am ehesten habe ich wahrscheinlich Geschichten ÜBER Cohen erwartet, doch was man mit dem (Hör-) Buch bekommt, ist eine Lebensgeschichte, die sich immer wieder mit Cohens Musik überschneidet. Mir hat das Ganze insgesamt gut gefallen, weil man zwischen den Zeilen immer wieder von Cohens Musik, seinen Songtexten und von dem Einfluss des Künstlers auf Musikhörende erfährt.

Was mich anfangs sehr irritiert hat, war die Stimme des Sprechers, dessen Nase so verstopft klingt, dass ich ihm gerne ein virtuelles Nasenspray und ein Taschentuch gereicht hätte. Mit der Zeit hat mich dies nicht mehr gestört, aber die beste Wahl fand ich Klaus Modick als Sprecher nicht.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Keyserlings Geheimnisundefined
Jetzt auch als Hörbuch: Klaus Modicks „Keyserlings Geheimnis“

Der Dichter-Dandy mit dem dunklen Geheimnis

Klaus Modicks Künstlerroman über einen großen deutschen Literaten

Keyserling liebt das Leben. Das Leben zeichnet Keyserling. Und Lovis Corinth malt ihn. Als von der Syphilis zerfurchter Mann bleibt er der Nachwelt erhalten. Doch wer war Keyserling wirklich? Den skandalumwitterten Literaten umgeben Mythen und Geheimnisse. Klaus Modick nähert sich voller Witz und Schwung der Vergangenheit des baltischen Grafen an.

Im Jahr 1901 weilt der Graf wie Corinth und andere Künstler zur Sommerfrische am Starnberger See. Darunter sind auch ihr Gastgeber Max Halbe und Frank Wedekind. Keyserling beauftragt Corinth, ein Porträt von ihm anzufertigen. Während der Sitzungen versucht der Maler hinter die Fassade seines Kunden zu blicken. Warum flog dieser aus seiner Studentenverbindung? Was war der Anlass dafür, dass seine Familie ihn verstieß? Doch nichts. Keyserling bleibt stumm. Später aber kommt Licht ins Dunkel. Dann nämlich, als Keyserling mit Frank Wedekind ein Konzert besucht. Kommt ihm die Sängerin nicht merkwürdig bekannt vor? Sollte Sie diejenige sein, welche damals …? Nein, es kann nicht … Oder doch? Ist sie der Grund für den Skandal, der ihn einst zur Flucht nach Wien zwang?

Modicks halbfiktive Künstlerbiografie ist eine lebendige Suche. Er ergründet die Spuren eines Dandys und Außenseiters, der zu einem brillanten Schriftsteller wurde. Das ungekürzte Hörbuch aus dem Audiobuch Verlag wird gelesen von Detlef Bierstedt. Bierstedt ist vielen als deutsche Synchronstimme von George Clooney bekannt. Sein angenehmes Timbre führt mit Charme durch den Roman.

Zu diesem großartigen Titel möchten wir mit euch eine neue Hörrunde starten! Wir stellen euch 15 Hörbuchexemplare zur Verfügung, auf die ihr euch bewerben könnt, indem ihr uns die folgende Frage beantwortet:

Mit welchem deutschen Schriftsteller (Keyserling ausgenommen) würdet ihr gerne mal ein Glas Wein trinken und warum?

Wir freuen uns auf zahlreiche Bewerbungen und eine neue Hörrunde mit euch! Allen viel Erfolg, wir drücken fest die Daumen.
166 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Klaus Modick wurde am 02. Mai 1951 in Oldenburg (Deutschland) geboren.

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