Klaus Modick Sunset

(40)

Lovelybooks Bewertung

  • 38 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 1 Leser
  • 12 Rezensionen
(18)
(16)
(6)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Sunset“ von Klaus Modick

Pacific Palisades, 1956. Weltberühmt und wohlhabend, aber argwöhnisch beschattet von den Schergen der McCarthy-Ära, lebt Lion Feuchtwanger im kalifornischen Exil. Als ihn an einem Augustmorgen die Nachricht vom Tod Bertolt Brechts erreicht, ist er tief erschüttert. Er hatte Brechts Genie entdeckt, hatte ihn gefördert, war ihm eng verbunden gewesen. In stummer Zwiesprache mit dem toten Freund ruft Feuchtwanger die Stationen dieser Freundschaft wach …

Ein Bestsellerautor im Exil - feinfühlig und sehr interessant

— Gruenente
Gruenente

Stöbern in Romane

Kraft

Auf der Longlist... Mir erschließt sich nicht wirklich weshalb...

Bibliomania

Das Glück meines Bruders

Vergangenheitsbewältigung auf verschiedene Arten

locke61

Sieh mich an

Ich weiß, dass dieses Buch viele begeisterte Leser hat, doch mich konnte es leider nicht überzeugen.

loverosie1111

Der Sandmaler

Atmosphärische Schildungen, aber leider ziemlich eindimensionale Charaktere

leolas

Töte mich

Ein schlankes Büchlein, mit einer großartigen Geschichte voller Esprit. Ich fühlte mich gut unterhalten

brenda_wolf

Der Sommer der Inselschwestern

Ein wunderschönes Buch über die Kraft von Frauenfreundschaften und das Leben.

nati51

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Eine Freundschaft im Rückblick

    Sunset
    anma112015

    anma112015

    07. October 2016 um 14:21

    Auf einer Lesung von Klaus Modik erwarb ich den Roman, in dem die Freundschaft zwischen Berhold Brecht und Lion Feuchtwanger beschrieben wird. Die Rahmenhandlung erzählt aus der Sicht von Feuchtwanger über den Tag, als er die Mitteilung vom Tod Brecht´s erhält. Die Gesamthandlung ist eher unspektakulär, jedoch hat Klaus Modik einen ungewöhnlichen Schreibstil, der, wenn man sich erstmal eingelesen hat, Lust auf mehr macht. Mit wunderbaren Wortspielen gelingt es ihm, Landschaftsbilder und Stimmungen hervorzubringen. Einmal mehr war ich verwundert, wie man "den Dunst über dem Pazifik" beschreiben kann, damit der Leser das Gefühl hat, selbst vor Ort zu sein. Fazit: Endlich mal etwas anderes in den deutschen Bücherregalen. Ganz klare Leseempfehlung!

    Mehr
  • Verbeugung vor Feuchtwanger

    Sunset
    Pongokater

    Pongokater

    22. November 2015 um 18:50

    Die große Sympathie, die KlausModick für die Mittelpunktsfigur dieses Romans, den Schriftsteller Lion Feuchtwanger, empfindet, ist offensichtlich. Modick zeigt Feuchtwanger an dem Tag, als Bert Brecht starb, in seiner Villa am Pazifik. Der für praktische Dinge untaugliche Lion kämpft an einem Tag, an dem seine Frau abwesend ist, mit den Tücken des Alltagslebens und mit seinen Erinnerungen. An den verstorbenen Brecht, aber auch an andere Begebenheiten. Wer sich mit Feuchtwanger und Brecht beschäftigt hat, wird wenig Neues finden, aber das Altbekannte wird durch Modick auf angemessene Weise lebendig.

    Mehr
  • Schriftstellerfreundschaft

    Sunset
    Bibliomania

    Bibliomania

    Klaus Modick beschreibt in seinem Buch "Sunset" die inspirierende Freundschaft zwischen Lion Feuchtwanger und Bertholt Brecht. Lion Feuchtwanger erhält ein Telegramm: sein Freund Bertholt Brecht ist gestorben. Er ist zutiefst erschüttert und erinnert sich an seine Geschichte mit Brecht, mi seinen Hochs und Tiefs, gemeinsamen Arbeiten, Gesprächen und Diskussionen. Zwei Genies auf ihre Art, in toller Sprache. Sehr interessant und super für unterwegs. Hat mir wirklich gut gefallen!

    Mehr
    • 2
  • Poetisch, bilanzierend, wunderschön!

    Sunset
    Queenelyza

    Queenelyza

    29. January 2015 um 00:34

    Der große jüdische Autor Lion Feuchtwanger lebt, argwöhnlich beäugt während der McCarthy-Ära, im Exil in Kalifornien - als letzter der großen deutschen Emigranten. Im Jahr 1956 erhält er die Nachricht vom Tod Berthold Brechts, diese erschüttert ihn tief, war doch Berthold Brecht sein Protegé, sein Schüler, ja, sein Freund. Und während er sich des Freundes erinnert, erinnert er sich an die Stationen des eigenes Lebens, die sein literarisches Schaffen begründeten und voranbrachten. "Sunset" ist ein fiktionaler Roman, der sich allerdings an Tatsachen aus Feuchtwangers Leben orientiert. Was an diesem Roman besonders bewegt, sind diese ruhigen, fast schon wortkargen Schilderungen, die trotzdem so pointiert stattfinden, dass mit wenigen Worten eine Atmosphäre erzeugt wird, die greifbar nah erscheint. Ob dies die Gespräche mit der Regierung zum Zweck der Einbürgerung sind, die Beschreibungen von Feuchtwangers kalifornischer Residenz oder die Erinnerungen an die Erlebnisse mit Brecht - jedes Wort sitzt und kreiert eine Atmosphäre, als wäre der Leser direkt dabei. Viel passiert nicht, dennoch entsteht die Bilanz eines Lebens vor den Augen des Lesers. Ich kann gar nicht genau beschreiben, warum mich dieses Buch so bewegt hat. Die wunderbare Sprache ist das Eine, allerdings hat mich dieser Roman auch neugierig auf die Werke Feuchtwangers gemacht, von dem ich bisher nur wusste, dass er ein Werk namens "Jud Süß" geschrieben hat. Über Brecht wusste ich mehr, ich kenne schulbedingt einige seiner Werke - aber auch hier bin ich neugierig auf mehr geworden. Dieses Buch ist sprachlich geschliffen wie ein Diamant, aber gleichzeitig emotional und tieftraurig. Es zeigt eine Freundschaft, die außergewöhnlich war, zwischen zwei Ausnahmekünstlern, die beide hochtalentiert waren. Ein sehr privater intimer Einblick in eine Welt, die nicht immer nur Glamour ist. Auch diese Menschen sind auf der Suche nach Liebe, Orientierung, nach einer Heimat, einem Zuhause. Wie alle anderen auch - und warum sollen "Stars", auch wenn sie zur damaligen Zeit noch nicht so betrachtet und behandelt wurden, anders sein als der Mensch von nebenan? Ich habe es jedenfalls genossen, in Feuchtwangers kalifornischen Domizil zu Gast gewesen zu sein und bei seinen Begegnungen mit Brecht dabeizusein. Fast würde ich mir wünschen, diese Zeit wirklich miterlebt zu haben, so plastisch ist sie vor meinem Auge entstanden. Für mich ist dieses Buch eine großartige Lebensbilanz und ein wunderbar poetisches Werk, das lange nachklingen wird.

    Mehr
  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher
    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) Buchhandlung_am_Schaefersee (36/30) Buchrättin (31 / 30)  Buecherschmaus (0/40) Buecherwurm1973 (16/40) Cadiya (20/20) Caillean79 (30 / 30) Calypso49 (17/20) Caroas (16/30) Ceciliasophie (7/20) Chiara-Suki (7/20) ChrischiD (29 / 20) Coconelle (6/20) Code-between-lines (36/30) creativeartless (11/20) crimarestri (3/20) Cuchilla_Pitimini  Cuileuni (1/20) CupcakeCat (18/30) Curin (4/30) czytelniczka73 (34 / 30) daneegold (27/40) DaniB83 (14/40) Daniliesing (21/40) Danni89 (24/20) danzlmoidl (2/20) darigla (5/20) DarkChocolateCookie (12/20) Darkshine (3/20) DaschaKakascha  Deengla (25/40) Deli (21/40) dieFlo (4/40) digra (30 / 30) disadeli (20 / 20) divergent (36 / 30)  Donata (24/20) Donauland (5/20) DonnaVivi (23 / 20) Dorina0409 (12/20) Dreamworx (40 / 40) Dunkelblau (15/40) eifels  eldora151 (10/40) Elektronikerin (14/20) Elke (21/20) el_lorene (32/40) EmilyThorne (0/40) EmmaBlake (4/30) Eternity (30/30) Evan (20 / 20) fairybooks (20/20) Finesty22 (4/20) Fornika (40/30) Fraenzi (0/20) franzzi (21/20) fredhel (33 / 30) FritzTheCat (1/20) Gela_HK (1/30) Ginevra (40 / 40) glanzente (34 / 30) Glanzleistung (31 / 30) Gloeckchen_15 (29/20) gra (10/20) GrOtEsQuE (31/30) Gruenente (31 / 30) gst (40 / 40) Gulan (23/30) gusaca (30 / 30) Gwendolina (34/40) hannelore259 (25/40) hexe2408 (20/20) hexepanki (30 / 30) Hikari (27/40) histeriker (24 / 20) Honeygirl96 (0/20) Icelegs (40 / 40) Igela (32/30) Igelmanu66 (39/40) ImYours (15/20) Insider2199 (32 / 30) IraWira (31 / 30) jacky2801 (5/20) Jadra (20 / 20) jala68 (20 / 20) Jamii (7/40) janaka (31 / 30) Jarima (34 / 30) jasbr (40 / 40) Jeami (15/20) Jecke (39/20) joel1 (0/20) JulesWhethether (9/20) JuliB (40 / 40) Kaiaiai (7/20) Karin_Kehrer (27 / 20) katha_strophe (38 / 30) kathiduck (20/30) kattii (34/40) Kerstin-Scheuer  Ketty (20 / 20) Kidakatash (21/30) Kiki2707 (6/20) kingofmusic (20 / 20) KirschLilli (5/20) KitKat88 (5/40) Kiwi_93 (10/20) Kleine1984 (31/30) kleinechaotin (3/40) Klene123 (36/40) Knorke (21/20) Koromie (0/20) Krinkelkroken (23/20) krissiii (0/20) Kuhni77 (24 / 20) Kurousagi (6/20) kvel (3/30) LaDragonia (2/20) LadySamira091062 (33/20) LaLeLu26 (1/20) Lara9 (0/40) Laralarry (20 / 20) laraundluca (24/20)  LaTraviata (30/30) Lena205 (38/40) LenaausDD (33/30) Leni02 (3/30) LeonoraVonToffiefee (39/40) lesebiene27 (35/40) LeseJette (16/40) Lese-Krissi (20 / 20) LeseMaus (3/20) Leseratz_8 (20/20) Lesewutz (14/20) Lesezirkel (20 / 20) leucoryx (30 / 30) LibriHolly (21/40) Lienne (6/30) lilaRose1309 (18/30) Lilawandel (30 / 30) Lilith79 (12/20) lille12 (1/40) Lilli33  (38/30) LillianMcCarthy (37/40) LimitLess (30 / 30) Lisbeth0412 (15/40) Lissy (40 / 40) Literatur (18/30) Littlebitcrazy (40 / 40) Loony_Lovegood (21/40) Looony (6/20) Los_Angeles (0/20) love_reading (10/20) LubaBo (22/20) Lucretia (17/30) lunaclamor (4/30) mabuerele (34/30) Maggi90 (3/20) MaggieGreene (18/20) maggiterrine (30 / 30) Maikime (8/20) mareike91 (30 / 30) martina400 (30 / 30) -Marley- (4/20) M-ary (15/20) MeinhildS  MelE (38/30) merlin78 (2/20) Mexistes (0/40) mieken (23/30) Mika2003 (2/20) Milena94 (4/20) MiniBonsai (0/30) minori (7/20) MissErfolg (15/20) miss_mesmerized (38/40) MissTalchen (34/30) mistellor (30 / 30) Mizuiro (18/30) mona0386 (0/20) mona_lisas_laecheln (30/30) Mondregenbogen (0/20) Mone80 (13/40) monerl (0/30) MrsFoxx (4/20) Mrs_Nanny_Ogg (40 / 40) N9erz (30/30) Naala (0/40) naddelpup (0/20) naninka (34/30) Narr (20/40) nemo91 (20 / 20) Nessi984 (0/20) Niob (28/30) Nisnis (35/20) nonamed_girl (20 / 20) Nuddl (7/30) Oncato (6/20) paevalill (16/20) pamN (1/20) Pelippa (21/20) Phini  (20/20) PMelittaM (33/30) PollyMaundrell (26/30) Pony3 (1/30) Queenelyza (40 / 40) Queen_of_darkness (0/40) QueenSize (5/20) rainbowly (29/20) readandmore (0/20) Ritja (30 / 30) Rockyrockt (2/30) rumble-bee (22/40) SagMal (2/20) SarahRomy (6/40) Salzstaengel (0/40) samea (24/20) sarlan (15/20) Saskia512 (0/30) scarlett59 (13/20) schabe (0/20) schafswolke (40 / 40) Schlehenfee (40 / 40) Schnien87 (27/20) Schnuffelchen (0/20) Schnutsche (28 / 20) SchwarzeRose (7/40) Seelensplitter (37 / 30) Sick (39/30) Sikal (40 / 40) Si-Ne (37/20) Smberge (7/30) Snordbruch (20/20) solveig (40 / 40) Somaya (28/30) SomeBody (8/30)  sommerlese (40 / 40) Sommerleser (35/20) Sophiiie (40 / 40) spandaukarin (0/20) spozal89 (31/30) Starlet (4/40) stebec (40/40) stefanie_sky (40 / 40) steffi290 (23/30) SteffiR30 (11/20) Steffis-Buecherkiste (2/20) SteffiWausL (40/40) sternblut (11/30) sternchennagel (40 / 40) Stjama (12/20) stoffelchen (7/20) Sulevia (21 / 20) sunlight (30 / 30) sursulapitschi (39/30) Suse*MUC (2/20) SweetCandy (4/20) sweetcupcake14 (7/20) sweetyente (3/20) Synapse11 (8/20) Taku (0/20) Talathiel (32/30) Talie (20 / 20) Taluzi (37/20) Tatsu (40 / 40) Thaliomee (20 / 20) TheBookWorm (20/20) The iron butterfly (31 / 30) Tiana_Loreen (24/20) tigger (0/20) Tinkers (6/20) Traeumeline (4/20) uli123 (30 / 30) unfabulous (40 / 40) vb90 (8/30) Verena-Julia (9/30) vielleser18 (30/40) VroniMars (33 / 30) WarmwasserSophie (2/20) Watseka (26/40) weinlachgummi (33/40) Weltverbesserer (16/20) werderaner (3/20) widder1987 (10/20) Willia (20 / 20) Winterzauber (35/30) Wolfhound (14/30) Wolly (38 / 30) Wortwelten (0/30) xbutterblume (15/20) Xirxe (32/40) xxYoloSwagMoneyxx (11/20) YasminBuecherwurm (1/30) Yrttitee (1/20) YvesShakur (2/20) YvetteH (40 / 40) Yvonnes-Lesewelt (22/30) zazzles (40 / 40) Zwerghuhn (26/30)

    Mehr
    • 8480
  • Das Verhältnis von Lion Feuchtwanger und Bertolt Brecht

    Sunset
    Gruenente

    Gruenente

    15. November 2014 um 16:11

    Lion Feuchtwanger ist ein wohlhabender Bestsellerautor. Der "kleine Jude", wie er früher genannt wurde hat es geschafft: er hat Geld, ein tolles Haus, gesellschaftliche Anerkennung und eine wunderbare Frau. Was ihm fehlt ist sein bester Freund, Bertold Brecht. Die plötzliche Nachricht seines Todes erschüttert den Exilanten. Denn das ist es, sein prächtiges Haus in Pacific Palisades: ein Exil. Die amerikanische Staatsbürgerschaft wird ihm in der McCarthy-Ära verweigert. Er wird immer wieder zu neuen Verhören und gesprächen über seine Freunde und politische Einstellung gezwungen. Das Buch beschreibt ein paar Tage im Leben Feuchtwangers, die er allein in seinem Haus verbringt. Die Krankheit, die ihm ein Jahr später den Tod bringen sollte, zeigt schon erste Anzeichen. Sein Ringen um Worte und seine Alltagsuntauglichkeit wird eindringlich beschrieben. Die Vergangenheit holt ihn durch die Todesnachricht seines Freundes ein. Ein Freund, dessen Werk damals (1956) kaum anerkannt wurde und schon mal gar nicht zu einem gesicherten finanziellen EInkommen führte, während Feuchtwanger sich über Geld keine Gedanken machen musste. Anfang des Jahres las ich ein Buch (Die Königsallee von Hans Pleschinski) über die Familie Mann. Thomas Mann, ebenfalls Exilant, kehrt im Gegensatz zu Feuchtwanger zurück nach Deutschland und wird dort wie ein Popstar gefeiert. Beide Bücher zusammen geben für mich ein interessantes Bild der deutschen literarischen Welt Mitte der 1950iger Jahre. Sunset ist ein eindrucksvoll gut geschriebenes Buch über einen Mann, der die Literatur geprägt hat.

    Mehr
  • Götterdämmerung

    Sunset
    Lesemanie

    Lesemanie

    12. April 2013 um 10:51

    1956 lebt Lion Feuchtwanger, weltberühmt und wohlhabend, doch von Alter und Krebs geschwächt, in Kalifornien. Seine Frau ist an diesem bestimmten Tag nicht zu Hause. Sie treibt den Antrag auf amerikanische Staatsbürgerschaft voran, den ihr Mann und sie seit Jahren verfolgen – ein schwieriges Unterfangen, denn auch wenn McCarthys „Red Scare“ zu Ende ist, muss sich Feuchtwanger, wie viele Intellektuelle zu jener Zeit, des Verdachtes erwehren, antiamerikanistischer Kommunistenfreund zu sein. Feuchtwanger irrt durchs Haus, befasst sich mit Stoff für seinen neuen Roman (Jefta und seine Tochter), und versucht, den geschriebenen Anweisungen seiner Frau zu folgen, um sich mit Essen zu versorgen. Doch er ist abgelenkt und schwelgt in Tagträumen und Erinnerungen, denn am Morgen ist ein Telegramm eingetroffen – Bertolt Brecht ist in Berlin gestorben. Die Nachricht trifft Feuchtwanger schwer; den viel jüngeren Brecht betrachtet er in gewisser Weise beinahe als Ziehsohn. Trotz aller künstlerischen Unterschiede lässt er schwermütig seine Beziehung zu Brecht Revue passieren, erinnert sich an ihr erstes Aufeinandertreffen, an Brechts Affären, seine Wutausbrüche, gemeinsames Arbeiten.  Dabei tritt nicht nur Brecht auf (u.a. beschrieben als „genialisches Naturereignis“). Die Feuchtwangers sind schließlich nicht die einzigen, die Hollywood als Exil gewählt haben, und auch nicht die einzigen, die von McCarthys Schergen beschattet werden. Charlie Chaplin, Thomas und Heinrich Mann und Humphrey Bogart, sind im Hause Feuchtwanger ein- und ausgegangen, und auch daran erinnert sich Feuchtwanger/Modick an diesem Tag. Modicks Buch ist schmal – dicht an dicht reihen sich große Namen, historische Ereignisse und eine Vielzahl an Gedanken und Überlegungen – besonders im Hinblick auf die Arbeit des Schriftstellers und Sprache. So bleibt beispielsweise besonders der Absatz im Gedächtnis, in dem Feuchtwanger/Modick zu dem Schluss kommt, dass die Übersetzung eines Textes immer eher „die Totenmaske des Originals“ sei: „Der Duft, die Nuance ist fort, das Leben ist gewichen“. Das Buch ist ein atemlos vorgetragener Monolog, den man am besten auch in einem Rutsch durchliest – und den man am ehesten zu schätzen weiß, wenn man einige Bücher von Feuchtwanger kennt, und zumindest in groben Zügen mit Brechts Arbeit vertraut ist. Andererseits: nötig ist es nicht. Wenn es sich hier nicht um Brecht und Feuchtwanger handelte, sondern um zwei fiktive Schriftsteller, wäre das Buch immer noch lesenswert, und sollte mit angehaltenem Atem von der ersten zur letzten Seite verschlungen werden. Aber im Nachhinein bitte einmal durchatmen, und die schönsten Formulierungen und Gedanken Revue passieren lassen. Mehr Rezensionen unter http://lesemanie.blogspot.de/

    Mehr
  • Rezension zu "Sunset" von Klaus Modick

    Sunset
    Matzbach

    Matzbach

    Manche Bücher sind wie Alkohol. Es gibt dicke Wälzer, die keinen oder kaum einen Eindruck hinterlassen, dann aber auch kleine, hochprozentige, die richtig reinhauen. So auch dieses vergleichsweise schmale Buch (191 Seiten) von Klaus Modick, das mehr Gehalt als 154382 derzeitige Bestseller hat. Wie so oft bei dem Autoren spielt die Handlung auf zwei Zeitebenen, der Gegenwart des Jahres 1956, an dem Tag, an dem Lion Feuchtwanger das Telegramm erhält, das ihn über den Tod seines Freundes Bertolt Brecht informiert, und in rückblickartig geschilderten Stationen dieser Schriftstellerfreundschaft, die über dreißig Jahre anhielt. Wichtige Stationen waren die Münchener Räterepublik, vor allem aber das gemeinsame Schicksal des Exils. Viele bekannte Namen tauchen im gemeinsamen Bekanntenkreis auf. Eingewoben in diese Darstellung sind Schaffensprozesse des Entstehens von Büchern und Selbstreflexionen des Autoren (Feuchtwanger von Modick in den Mund gelegt) über den Sinn des Schreibens: "Aber vielleicht ist Schreiben zu allen Zeiten, in allen Lagen, gefährlich gewesen und wird es immer sein, weil eine Persönlichkeit hinter den Worten steht, die sich gegen Dummheit und Brutalität der Welt auflehnt. Ja, Schreiben ist verdächtig wie eine Geheimsprache, ein Zeichengeben unter Eingeweihten" (S. 138). Wie hohl ist dagegen vieles, was heute auf dem Literaturmarkt angepriesen wird. Aber vielleicht haben wir auch nur das Glück, in weniger bewegten Zeiten zu leben?

    Mehr
    • 2
    awogfli

    awogfli

    21. January 2013 um 01:55
  • Rezension zu "Sunset" von Klaus Modick

    Sunset
    walli007

    walli007

    05. January 2013 um 11:40

    Am Morgen An einem Morgen im August des Jahres 1956 erhält der Schriftsteller Lion Feuchtwanger ein Telegramm mit der Nachricht vom Tode seines Freundes Berthold Brecht. Er wird zu dem Staatsakt anlässlich der Beerdigung eingeladen. Ost-Berlin kann er aus seinem Kalifornischen Exil allerdings nicht an einem Tag erreichen, deshalb kommt ihm die Einladung gleichzeitig wie eine Ausladung vor. Dennoch betrauert er den frühen Tod seines Freundes und erinnert sich an gemeinsame Lebensstationen und auch an Ereignisse des eigenen Lebens. Er ist einfach gut dieser Autor. Das bewog mich in der Bücherei zuzugreifen als ich das Buch sah. Was hast du dir denn da geliehen, war mein Gedanke als ich mit dem Lesen begann. Zwar kenne ich einen kleinen Teil des Werkes von Brecht allerdings nichts von Feuchtwanger. Ich bewegte mich also in relativ unbekannten Terrain. Sollte ich das Buch überhaupt beenden? Ach, was knapp 200 Seiten, warum nicht. Und es ist klasse. Der Autor schafft es einfach auch eine unbekannte Welt mit prallem Leben zu füllen. Förmlich hört man Brecht agitieren und Feuchtwanger beruhigen. Sie streiten und beleidigen sich, um sich Minuten später mit einem Lachen zu versöhnen. Die Beschreibung des in Erinnerungen versunkenen Feuchtwangers, seine Zerstreutheit, sein Ringen ums Wort zieht einen einfach in ihren Bann. So wird Interesse geweckt am Leben und Wirken zweier Autoren, deren Lebenswege sich kreuzten und trennten. In einigen kurzen Stunden verbrachte ich einen Tag mit dem älteren Lion Feuchtwanger, der dem Alter trotzen möchte, sich aber leider gut zwei Jahre später dem Krebs geschlagen geben musste. Ein wunderbares Erlebnis, dass durchaus Auswirkungen auf meinen Lesekanon haben wird.

    Mehr
  • Rezension zu "Sunset" von Klaus Modick

    Sunset
    devildoll

    devildoll

    05. February 2012 um 12:27

    Mit seinem neuen Roman Sunset liefert Klaus Modick einen Exilroman, wie es so noch keinen vergleichbaren gibt. Das Neue an diesem Roman ist nicht nur die vergleichsweise Kürze, sondern auch die Tatsache, dass Klaus Modick die großen Exilliteraten von ihrem Sockel hebt und sie menschlich zeigt. Ähnlich einem Karikaturisten, der am Montmatre die Touristen malt, zeichnet Modick ein Bild von Feuchtwanger, Brecht, den Manns und all den Anderen, das ihre Schwächen zeigt. In Feuchtwangers Erinnerung erlebt der Lesende Cocktailpartys, auf denen sich mit Eisler („der notorisch Angeheiterte“), dem „armen Heinrich“ Mann und seiner „stämmigen, versoffenen Nelly“, Thomas Mann („tratschsüchtiger Indiskretion“ verfallen), dessen Tochter Erika („die spitzzüngige Giftspritze“)und Charlie Chaplin das who is who der Exilanten im Hause des Autors am Paseo Miramar versammelt. Nur einer steht abseits. Bei ihm sind sich alle einig. Brecht ist ein Versager, ein Querkopf. Und genau dessen Tod ist der Auslöser für Feuchtwangers Erinnerungen. Er erinnert sich nicht nur an die Intrigen Manns, die Partys und Affären. Er erinnert sich auch an eine lange Freundschaft, die ihn mit Brecht verbunden hat. Er ist nun allein im Exil und blickt zurück auf die Zeit, in der er Brecht in München kennen- und sein Genie zu schätzen gelernt hat. Aber auch auf die Zeit, die sie gemeinsam im Exil verbracht haben. Modick beschreibt diese Freundschaft zwischen dem väterlichen Lion und dem Weiberheld Brecht mit viel Humor. Brecht leiht sich immer wieder Geld, das er nie zurückzahlt, wird zur Aufheiterung von Feuchtwanger mit ins Bordell genommen, platzt in einen Familienurlaub und reist ab ohne zu bezahlen. Auch wenn es so scheint, als ob es sich hier um eine sehr einseitige Freundschaft handelt schätzt Feuchtwanger Bertolt Brecht als seinen „liebsten, vielleicht einzigen Freund“. Er arbeitete gerne mit ihm zusammen, auch wenn es nicht immer einfach war und Bertolt Brecht wenig kompromissbereit war. Brecht bleibt im amerikanischen Exil ein Versager. Seine Ideen finden keinen Anklang. Es wird darüber gelacht und die Nase gerümpft, dass er immer eine Botschaft transportieren will, was Sam Goldwyn zu der Aussage veranlasst:" Wenn ich eine Botschaft senden will, schicke ich die mit Western Union.“. Wie viel Wahrheit in der Schilderung dieser Freundschaft liegt, weiß wohl nur Modick selbst. Immer wieder verwischen in seinem Roman die Grenzen zwischen Realität und Fiktion. Als ihn das Telegramm von Brechts Tod erreicht ist es schon lange leiser geworden im Hause Feuchtwanger. Er ist übriggeblieben. Brecht ist tot, ebenso wie der große Mann und auch Lion Feuchtwanger spürt das Alter. Körperlich ist er trotz morgendlicher Gymnastik nicht mehr der Fitteste und das Gedächtnis muss von seiner Frau Marta durch Notizen mit Anweisungen aufgefrischt werden, wenn sie wie an diesem Tag nicht da ist um ihn zu umsorgen. Als es klingelte hatte er schon Angst es seien die Hexenjäger von McCarthy, die ihn erneut verhören wollten, wie sie auch die Anderen so oft verhört hatten. Aber es ist der Bote von Western Union mit dem Telegramm. Einen Kondolenzbrief an Helene Weigel, bekommt er nicht zustande. Ihm, dem Autor, „dem kleinen Meister“ fehlen die Worte seine Trauer und seine Gefühle auszudrücken. Aber nicht nur über die Gefühle bezüglich des Todes Brechts schweigt er. Auch über seine toten Kinder hat er nie gesprochen, nicht einmal mit Marta. Sind sie der Grund für die vielen geopferten Töchter in seinen Büchern. Was treibt das Schreiben an? Und auch hier verwischen die Grenzen von zum einen Realität und Fiktion, zum anderen aber auch zwischen den Autoren Modick und Feuchtwanger. Offenbart Modick hier ein Stück der eigenen Motivation? Die Verarbeitung der eigenen Geschichte im künstlerischen Schaffen? Am Ende des Tages sieht Lion Feuchtwanger der Sonne zu, wie sie im Meer versinkt und schließt mit seinen Erinnerungen ab. Mit Modicks Roman ist es fast wie mit der Karikatur des Malers am Montmatre. Man betrachtet sie und fragt sich, ob das nun sehr humorvoll, oder doch schon ein bisschen dreist ist.

    Mehr
  • Rezension zu "Sunset" von Klaus Modick

    Sunset
    Rock-n-Roll

    Rock-n-Roll

    18. December 2011 um 21:28

    Der alte Lion Feuchtwanger erhält in seinem Exil die Nachricht vom Tod seines besten Freundes Bert Brecht, den er seit fast 10 Jahren nicht mehr gesehen hat. Einen Tag lang erlebt der Leser einen nachdenklichen und stillen Feuchtwanger, der trauert, sich erinnert, mit dem eigenen körperlichen Verfall kämpft, dem Verlust seiner Tochter literarisch verarbeitet durch das Schreiben eines seiner letzten Werke. Ein Buch, das sehr leise ist, aber viele Weisheiten beinhaltet, über das Leben, Freundschaft, Liebe, Kunst, dem Eltern-Kind Konflikt und die, durch die Nationalsozialisten enzwungene Entwurzelung, mit der jeder Betroffene anders umgeht. Dieses Buch ist nicht nur interessant im Hinblick auf Feuchwanger und Brecht, sondern gibt auch einen guten Einblick auf die McCarthy Ära und setzt sich kritisch mit dem Umgang der USA mit der Definition und dem Preis für Kunst auseinander. Großartig!

    Mehr
  • Rezension zu "Sunset" von Klaus Modick

    Sunset
    Zebrafink

    Zebrafink

    14. March 2011 um 06:53

    Ein Tag im Leben Lion Feuchtwangers. Aber nicht irgendein Tag, sondern der Tag an dem er vom Tod seines bestens Freundes Bert Brecht erfährt. Feuchtwanger schreibt an seinem letzten Roman "Jefta und seine Tochter" kann sich aber nicht vollständig darauf konzentrieren. Seine Gedanken schweifen immer wieder ab zu seinem Freund Brecht, zu seiner Vergangenheit mit Marta und zu seiner toten Tochter. Außerdem erfährt man noch allerlei über die damaligen Einbürgerungsszenarien der USA. Modick schreibt gut und fesselnd und wer sich für Exilautoren interessiert sollte dieses Buch gelesen haben.

    Mehr
  • Rezension zu "Sunset" von Klaus Modick

    Sunset
    Clari

    Clari

    27. February 2011 um 17:18

    Kriegsfluchtort und deutsche Künstlerkolonie Pacific Palisades. Im Jahr 1956 findet man den emigrierten deutschen Schriftsteller Lion Feuchtwanger,1884 -1958, in Kalifornien. Er geht seinen morgendlichen Gymnastikübungen nach, als ihn ein Telegramm mit der Nachricht erreicht, dass Bertold Brecht in Berlin gestorben ist! Tief erschüttert geht er noch einmal seine Erinnerungen durch, die ihn mit dem von ihm als Genie erkannten Dichter verbunden haben. Lion Feuchtwanger lebte als letzter der ehemaligen Emigranten im von der MacCarthy Ära scharf kontrollierten Amerika. Die üppige Fauna im warmen Kalifornien erlaubte dem wohlhabenden und weltberühmten Autor ein behagliches Dasein. Da traf ihn der Tod des Freundes, der erst 58 Jahre alt war, tief. Atmosphärisch einfühlsam und prägnant sind die Fetzen der Erinnerungen, mit denen Klaus Modick Feuchtwanger in die längst vergangenen Epochen von Beginn der zwanziger Jahre bis hin zur Nachkriegszeit des Zweiten Weltkrieges in Kalifornien folgt. Nach Pacific Palisades, einem Stadtteil von Los Angeles, hatten sich einschlägige Künstler und Autoren vor der Verfolgung durch die Nazis gerettet. Brecht ist einer von ihnen, der jedoch Feuchtwanger schon Ende der zwanziger Jahre in München kennen gelernt hatte. Beide so gegensätzliche Naturen gingen eine Arbeitsgemeinschaft ein. Brecht war teilweise der Ideengeber, und Feuchtwanger war der erfolgreiche und kaufmännisch auf der sicheren Seite lebende Autor, zu dem sich Kollegen aus Deutschland später auch in Amerika hingezogen fühlten. Die Emigrationsjahre so erfolgreicher Schriftsteller, Künstler und Musiker wie Heinrich und Thomas Mann, Hanns Eisler, Fritz Lang (Regisseur), Ludwig Marcuse, Alfred Döblin u. weitere finden Erwähnung. Sie zeigen ein Milieu, in dem Neid, Eifersucht, Erfolg und Missgunst dicht beieinander zu finden waren. Feuchtwanger ergeht sich in Teils melancholischen Erinnerungen, die sein inneres Befinden feinfühlig und empathisch wiedergeben. Die Jahre der Emigration waren für alle Beteiligten nur schwer zu ertragen, und man hatte sich in Pacific Palisades mehr oder weniger eng zusammengeschlossen. Feuchtwanger war einer der erfolgreichsten deutschen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, der auch finanziell dem einen oder dem anderen unter die Arme greifen konnte. Furchterregend waren hingegen für ihn und die anderen die Fragen der Einwanderungsbehörden, die auf politische Zuverlässigkeit abzielten und schwer an den Nerven der Befragten zehrten. Klaus Modick öffnet mit seinen Aufzeichnungen den Blick weit zurück in eine Zeit, in der die besten Künstler und Schriftsteller Deutschland verlassen hatten, um in Amerika Zuflucht zu suchen. Feinsinnig und in poetischen Bildern zeichnet er das Leben Feuchtwangers in diesen langen Jahren nach, womit ein atmosphärisch eindrucksvolles Porträt des inneren Lebensgefühls dieses Mannes entstanden ist. Klaus Modick ist ein ausgewiesener Kenner der Werke Feuchtwangers, womit seinen Ausführungen ein hohes Maß an Kompetenz und Authentizität anhaftet.

    Mehr