Vierundzwanzig Türen

von Klaus Modick 
3,9 Sterne bei17 Bewertungen
Vierundzwanzig Türen
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Schöne Weihnachtsgeschichte!

Alle 17 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Vierundzwanzig Türen"

'Ein Buch, so rätselhaft wie ein Adventskalender' Der Spiegel.
Im Haus des Erzählers geht es in der Vorweihnachtszeit turbulent zu. Seine beiden Töchter kommen langsam in das Alter, in dem Weihnachtswünsche teuer werden und Familienrituale an Kraft verlieren. Doch der Adventskalender, den die Mutter von einem alten Mann geschenkt bekommt, fesselt die Aufmerksamkeit der ganzen Familie. Er erzählt auf vierundzwanzig Bildern eine faszinierende Geschichte aus der Nachkriegszeit: Drei Männer stehlen ein Worpsweder Gemälde, um damit den Kauf von Heizmaterial und Lebensmitteln zu finanzieren. Ein Schneesturm zwingt sie zur Einkehr in einem einsamen Gehöft, wo eine junge Frau in den Wehen liegt.Meisterlich kontrastiert Klaus Modick die satte Welt der Gegenwart mit einer ebenso behutsam wie anrührend erzählten Weihnachtsgeschichte, in der es um Liebe, Hoffnung und ein Verbrechen geht.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783462051063
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum:04.10.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    SusanDs avatar
    SusanDvor 2 Monaten
    Wunderbare VOrweihnachtsgeschichte

    Der Erzähler genießt die Vorweihnachtszeit mit seiner Familie, in der die pubertierenden Töchter eigentlich so gar kein Interesse an Bräuchen und Riten haben. Als seine Frau eines Tages mit einem sehr ungewöhnlichen Adventskalender nach Hause kommt, den sie von einem alten Mann geschenkt bekommen hat, reißen sich plötzlich alle Familienmitglieder darum, wer das nächste Türchen öffnen darf.

    Anhand der dahinter versteckten kleinen Gemälde wird eine Geschichte aus der Kriegszeit erzählt, in der drei junge Männer ein wertvolles Gemälde stehlen, um es auf dem Schwarzmarkt gegen Essen und Heizmaterial einzutauchen.

    Aufgeteilt ist diese „Weihnachtsgeschichte“ in – wen wundert es – die vierundzwanzig Türen des Adventskalenders, die sich nach und nach zusammenfügen. Gegenwart und Geschichte sind dabei deutlich voneinander getrennt.

    Auf eine wunderbare Art stellt der Autor dabei die heutige Zeit mit ihrem Wohlstand dem Mangel der (Nach-) Kriegsjahre gegenüber und nimmt den Leser mit eine dunkle Zeit deutscher Geschichte. Der Schreibstil ist dabei leicht und flüssig.

    Die Personen sind liebevoll charakterisiert und dem Autor gelingt es sehr schön, die unterschiedlichen Stimmungen und Beweggründe der Menschen und der Zeit einzufangen und zu beschreiben.

    Die Spannungskurve zieht sich durch das gesamte Buch und der Leser wird gänzlich in den Bann der Zeit gezogen.

    Diesen Autor der deutschen Gegenwartsliteratur sollte man unbedingt gelesen haben – und dies ist ein sehr schönes Buch für die Vorweihnachtszeit, in der sich unser Konsumdenken verbessern lässt.

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    W
    wasichgelesenhabevor 10 Monaten
    Adventslektüre

    Ein buchiger Adventskalender...das war, was ich gesucht habe.
    Das versprach dieses Buch, welches in 24 Kapiteln eine Geschichte in drei verschiedenen Zeitebenen erzählt. Der Protagonist ist ein Familienvater und berichtet von der Vorweihnachtszeit mit Frau und zwei pubertierenden Töchtern in der heutigen Zeit. Gleichzeitig gehen seine Erinnerungen immer wieder in die Zeit seiner Kindheit zurück. Der Adventskalender der Familie erzählt in 24 Zeichnungen die Geschichte von drei jungen Männer an Weihnachten unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkrieges.

    Nun muss ich leider gestehen, dass ich dieses Buch nach dem 12. Kapital abgebrochen habe. Ich habe einfach keinen Zugang gefunden. Die Schilderungen des Familienlebens sowie der Kindheitserinnerungen des Protagonisten ergeben keinen wirklichen Handlungsstrang sondern sind vielmehr eine Aneinanderreihung von Anekdoten und verlieren sich in teilweise philosophischen Betrachtungen, auf die man sich einlassen muss. Und auch die Geschichte aus dem Adventskalender kommt nicht wirklich in Fahrt und ist langatmig.

    Vermutlich habe ich einfach etwas anderes erwartet und im Moment keinen Kopf, mich auf dieses Buch einzulassen. Ich würde nicht ausschließen, dass ich es zu einem späteren Zeitpunkt mal wieder zur Hand nehme.

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    BereNikes avatar
    BereNikevor 7 Jahren
    Rezension zu "Vierundzwanzig Türen" von Klaus Modick

    Eine schöne Geschichte für die Adventszeit.
    Gerade zu Weihnachten denken die Menschen an ihre Kindheit zurück. Der Autor verknüpft dies mit einer "Geschichte in der Geschichte" aus der Zeit unmittelbar nach dem Krieg und viele der Schilderungen erinnern an die Erzählungen der eigenen Eltern oder Großeltern oder auch, ein gewisses Alter vorausgesetzt, auch an die eigene Kindheit.
    Der Schreibstil gefällt mir persönlich nicht besonders, deshalb gab's einen Stern Abzug.

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    bücherelfes avatar
    bücherelfevor 8 Jahren
    Rezension zu "Vierundzwanzig Türen" von Klaus Modick

    Spannendes geschieht in der Familie des Erzählers. Seit seine Ehefrau von einem alten Herrn in der Vorweihnachtszeit einen aussergewöhnlichen Adventskalender geschenkt bekommen hat, lassen sich sogar die im Stadium akuter, pubertärer Coolness steckenden beiden Töchter dazu herab, sich darauf einzulassen. Dieser Adventskalender hat es in sich.

    Tür für Tür ein Blick in die Vergangenheit.

    Schnell wird klar, dass der Adventskalender eine fortlaufende Geschichte aus der Zeit kurz nach dem zweiten Weltkrieg erzählt. Jeden Tag ein Kapitel. Aus einer Zeit, der Entbehrung, des Hungers, der Kälte. Drei Männer stehlen ein Worpsweder Gemälde und tauschen es ein gegen Heizmaterial und Lebensmittel. Ein Schneesturm überrascht sie und zwingt sie zur Einkehr in ein einsames Gehöft, wo kurz darauf eine junge Frau ein Baby bekommt; einen Sohn. Es ist der 24. Dezember.

    Klaus Modick wechselt geschickt zwischen dem turbulenten Leben der Familie des Erzählers in der Gegenwart und der längst vergangenen Geschichte aus der Nachkriegszeit. Und Kapitel für Kapitel fühlt der Erzähler sich zurückversetzt in seine eigene Kindheit. Und erzählt uns davon. Jede Illustration löst etwas in ihm aus. Ein Gefühl von Zuhause sein, ein Gefühl von Wärme, ein Gefühl wie warme Milch mit Honig. Und wer beim Lesen dieser Rezension ein Gefühl von drohendem Kitsch verspürt, liegt falsch und sollte flugs einen virtuellen Ausflug zu Jub Mönster, dem Illustratoren von Vierundzwanzig Türen unternehmen.

    „Vielleicht endet Kindheit nie, weil ihre Prägungen uns bis zum Tod begleiten; sie verdünnt sich nur und wird fadenscheinig wie die Strümpfe, die ich, bereits mehrfach gestopft, von meinem Bruder übernahm und aufzutragen hatte, bis sie eines Tages so durchlöchert waren, dass meine Mutter, um sie zu retten, mehr Garn in sie hätte wirken müssen, als an ihnen noch war. Und so wirkt auch das Erzählgarn unserer Erinnerungen beständig daran, dass unsere Kindheit erhalten bleibt, sich jedoch stetig verändert, weil wir ihr den Stoff unserer Gegenwart zusetzen.“

    Fazit: Ein eindrücklich illustrierter literarischer Adventskalender der besonderen Art. Tür für Tür absolut lesenswert.

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    milasuns avatar
    milasunvor 9 Jahren
    Kurzmeinung: Schöne Weihnachtsgeschichte!
    Drachenfreundins avatar
    Drachenfreundin
    charlotte77s avatar
    charlotte77
    BrittaRoeders avatar
    BrittaRoedervor 2 Jahren
    Laecheln86s avatar
    Laecheln86vor 3 Jahren
    DasLeseschafs avatar
    DasLeseschafvor 3 Jahren

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