Das blutende Land: Roman

von Klaus N. Frick 
4,0 Sterne bei1 Bewertungen
Das blutende Land: Roman
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Inhaltsangabe zu "Das blutende Land: Roman"

Brutale Kämpfe, tödliche Intrigen und uralte Magie - Klaus N. Fricks düsteres Epos entführt den Leser in eine neue, faszinierende Dark Fantasy-Welt

Das Imperium der Eskoher herrscht mit eiserner Hand über das Land Patloren. Als blutige Aufstände ausbrechen, wird der Bauernsohn Sardev in die Kämpfe verwickelt. Er gerät in Gefangenschaft – bei einem der letzten noch lebenden Zauberer. In einem Zeitalter, in dem sich die Magie ihrem Ende zuneigt, wird er zum Opfer eines grausamen magischen Experiments: Sardevs Geist wird mit dem eines Wolfes verschmolzen. Fortan soll er den Eskohern als menschliche Waffe dienen. Der Zauberer allerdings verfolgt ein Ziel, das nur sein eigenes Überleben vorsieht, und Sardev erweist sich als der Einzige, der ihn aufhalten kann.

Düster, grimmig, actionreich - Sword & Sorcery für Fans epischer Fantasy

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426444054
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:544 Seiten
Verlag:Knaur eBook
Erscheinungsdatum:26.10.2017

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    Monkbergs avatar
    Monkbergvor 5 Monaten
    Am Ende verlieren alle

    Das Blutende Land ist nicht eigentlich eine Dystopie. Man muss schon sagen: leider. Der Roman von Klaus Frick zeigt vielmehr recht realistisch, was die Gier nach Macht bewirken kann. Die Faktoren, die zur Katastrophe führen, sind allerdings viele und die Mitstreiter, die ohne es zu ahnen in schöner Gemeinsamkeit gegeneinander arbeiten, zahlreich.

    Darum verlangt die Lektüre über weite Strecken vielleicht mehr Geduld, als der Leser aufbringen möchte. Wer durchhält, wird jedoch belohnt.

    Nein, auch das ist der falsche Ausdruck. Frick geht immer bis an die Schmerzgrenze. Seine Protagonisten werden schonungslos bloßgestellt. Da ist zum Beispiel jener jüngerer Sohn aus der Oberschicht mit dem entsprechenden Standesdünkel, der einen unbedeutenden Statthalter-Posten in der Provinz zugeteilt bekommt, auf dem er aller Wahrscheinlichkeit nichts anstellen kann – und der natürlich unbedingt eine gute Figur machen will, Bedeutung erlangen. Der darum ein leichtes Opfer der Einflüsterungen einer weiteren Figur dieses Romans wird, die von einer anderen Gruppe mit schwindender Macht ausgesandt wurde, um ihn von den wirklichen Vorgängen abzulenken. Das geht schief, in gleich mehrerer Hinsicht. Doch es führt hier zu weit, bis ins Detail auszuführen, hinter welchen Heiligen Gral alle Gruppen her sind, die das Land letztlich nur zum Bluten bringen.

    Bluten und leiden werden in dem Krieg, der aus den Machenschaften verschiedener Beteiligter entsteht, hauptsächlich wieder die kleinen Leute. Menschen, die nichts getan haben, das ihr Leiden rechtfertig. Das im Übrigen ungeschönt dargestellt wird. Urteile werden gnadenlos vollstreckt, die Henker lassen ihren teils unschuldigen Opfern kein letztes Fitzelchen Würde, die Mörder und Vergewaltiger erfahren keinerlei Läuterung und die Schlachten sind, was sie heißen: Es ist ein Hauen und Stechen, Schreien, Blut, Gestank, dass man davon entsetzt ist.

    Niemand kommt ungeschoren davon.

    Nicht der junge Held des Romans, der zu Beginn des Romans aus Unwissenheit Unrecht begeht und in der Folge bitterbose am eigenen Leib erfährt, was Besessenheit wirklich bedeutet. Frick schreibt keine attraktiven Helden, denen die Frauen zu Füßen liegen. Hier wird keine Welt gerettet, wir erleben im Gegenteil einen Untergang, mit dem keiner der Protagonisten gerechnet hat, der aber das Ausmaß einer Lawine annimmt. Frick zeigt das alte Thema des Zauberlehrlings. Die Geister, die im Blutenden Land gerufen werden, nehmen an den Rufern Rache.

    Am Ende ist nach dem Krieg eindeutig vor dem Krieg. Es gibt nur quasi Sieger, Menschen, die zu ihrem eigenen Erstaunen überlebt haben und nun wieder bei Null beginnen müssen – wie übrigens alle Überlebenden, auch realer Katastrophen.

    Niemandem wird vom Autor etwas geschenkt.

    Wer keinen der bekannten „echten“ Kriegsromane lesen möchte und keinen Bock auf die übliche „Junge-rettet-im-Alleingang-die-Welt“ High-Fantasy mehr hat, sollte unbedingt „Das Blutende Land“ lesen. Der Roman ist es wert.

    Alle anderen seien hiermit gewarnt.

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