Klaus Oppitz

 4.4 Sterne bei 30 Bewertungen
Autor von Die Hinrichtung des Martin P., Auswandertag und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Klaus Oppitz

Klaus Oppitz geboren 1971, veröffentlichte Kurzgeschichten in Anthologien und Literaturzeitschriften. Er arbeitete als Werbetexter und Regisseur und schreibt für Fernsehen und Bühne. Oppitz ist gemeinsam mit Rudi Roubinek und Robert Palfrader Autor von „Wir sind Kaiser“ und Autor des satirischen Romans „Auswandertag“ (2014). „Landuntergang“ berichtet aus demselben Land.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Klaus Oppitz

Cover des Buches Die Hinrichtung des Martin P. (ISBN: 9783218011808)

Die Hinrichtung des Martin P.

 (17)
Erschienen am 18.09.2019
Cover des Buches Auswandertag (ISBN: 9783701716258)

Auswandertag

 (8)
Erschienen am 26.08.2014
Cover des Buches Landuntergang (ISBN: 9783701716586)

Landuntergang

 (5)
Erschienen am 01.03.2016
Cover des Buches Lösungen sind nicht die Antwort BOX (ISBN: 9783701734146)

Lösungen sind nicht die Antwort BOX

 (0)
Erschienen am 24.01.2017
Cover des Buches Lösungen sind nicht die Antwort (ISBN: 9783701734139)

Lösungen sind nicht die Antwort

 (0)
Erschienen am 24.01.2017

Neue Rezensionen zu Klaus Oppitz

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Rezension zu "Die Hinrichtung des Martin P." von Klaus Oppitz

Drum prüfe, was Du im Netz postest...................
BabsyZvor 25 Tagen

Dieses kleine, gerade mal 149 Seiten starke Buch hat mich zutiefst bewegt. Was passiert, wenn ein achtlos hingeworfener Facebook-Kommentar für bare Münze genommen wird? Wenn man beweisen muss, dass man es ernst gemeint hat.

Ein kleines Mädchen wird ermordet, der Täter schnell gefasst. Die Öffentlichkeit ist entsetzt. Und Martin Pietsch, arbeitslos, enttäuscht vom Leben und sich selbst, trinkt zu viel Wein und kommentiert: „Gebt mir sein Messer und ich schlachte ihn genauso ab wie er das kleine Mädchen“. Ein Satz, der sein ganzes Leben verändern wird.

Klaus Oppitz zeigt in seinem Roman auf, was mit Menschen geschieht, die aus Kriegsgebieten fliehen, ihr schwieriges Leben in einem fremden Land, ihre Traumata. Und er konfrontiert uns mit den Folgen, die unsere Social-Media-Posts haben können.

Mein Fazit: ein Buch, das nachdenklich und betroffen macht. Absolut lesenswert!

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Rezension zu "Die Hinrichtung des Martin P." von Klaus Oppitz

Beklemmende und überzeugende Gesellschaftskritik
Babschavor 6 Monaten

Ein kleines Mädchen wird auf dem Spielplatz bestialisch ermordet. Schon bald ist der Täter, ein 17-jähriger Tschetschene, gefasst, wegen Mordes vor Gericht gestellt und verurteilt. Das Besondere: Das Land, in dem das passiert ist, hat kürzlich erst durch eine Verfassungsänderung die Todesstrafe wieder eingeführt.

Martin Pietsch, Systemprogrammierer mittleren Alters, intelligent, in einer unglücklich verlaufenden Beziehung verstrickt, seit drei Jahren auf Jobsuche und an den sozialen wie psychischen Auswirkungen seiner Gesamtsituation laborierend, erfährt von besagtem Verbrechen und lässt sich genau wie tausende Andere in einer Mischung aus Entrüstung, Langeweile und alkoholbedingter Enthemmung dazu hinreißen, seinem Unmut und seiner Wut hierüber durch Kommentare in den sozialen Netzwerken Luft zu machen. In einer Kurzschlusshandlung spätnachts postet er unbedacht und geistig umnebelt, dass  „man ihm das Messer des Täters geben solle und er diesen dann abschlachten werde wie dieser das Mädchen“. Schon bald danach setzt man sich mit ihm von einer Seite in Verbindung, die er nie für möglich gehalten hätte.

Das Buch fesselt von der ersten Seite an und überzeugt sowohl stilistisch wie sprachlich, vor allem aber durch die Lakonie, mit der der Autor die persönliche Geschichte seines Protagonisten mit den Geschehnissen um ihn herum verknüpft und alles unausweichlich aufeinander zulaufen lässt. Dies gilt insbesondere für den wahrlich beklemmenden Schlussteil, der einen als Leser emotional durchaus mitnimmt und betroffen macht. Oppitz Buch ist vor allem auch eine treffende und kritische Auseinandersetzung mit politischer und staatlicher Willkür wie auch der Todesstrafe als solcher. Genauso aber auch mit dem Wahnsinn und den Folgen des ungehemmten Auslebens des offenbar ja in weiten Bevölkerungseilen unbezähmbaren Triebs zur ungefilterten medialen Präsentation der eigenen Meinung zu allem und jedem.

Ein wichtiges, unbedingt lesenswertes Buch!

Kommentare: 2
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Rezension zu "Die Hinrichtung des Martin P." von Klaus Oppitz

Gäbe es mehr als fünf Sterne, dieses Buch würde sie bekommen.
Sikalvor einem Jahr

„Und wenn er es nicht tut, wird es ein anderer tun. Das Ergebnis wird dasselbe sein.“


Aber wird es das wirklich sein oder hat man ihn nur ausgewählt, um mit ihm stellvertretend die Gesellschaft zu testen?


Martin Pietsch, 43 Jahre und hoffnungslos arbeitssuchend, immer redlich und  bemüht, fährt sein Leben an die Wand. Seinen Frust lässt er zuerst an seiner Freundin aus, dann am Alkohol. Der nächste Tag ist ernüchternd. Ein Posting - wie er es nüchtern nicht einmal ansatzweise gedacht, geschweige denn geschrieben hätte. Interessant sind allerdings die Kommentare darauf. Denkt die ganze Gesellschaft wirklich so wie er? Wollen wirklich alle einen Mörder für seine Taten bluten sehen? Auge um Auge, Zahn um Zahn?


Es scheint erst, dass ihm seine Kommentare in den sozialen Medien ihm zum Verhängnis werden. Die Einstellung konnte er – wenn auch aus einem anderen Grund – vergessen. Aber jetzt wird er gerade wegen seiner Postings zu einem Einstellungsgespräch gebeten. Oder ist es eine Falle? Werden sie ihn gleich an Ort und Stelle festnehmen? Verhetzung, Wiederbetätigung oder was es sonst noch alles sein könnte… Warum hat er diese Sätze nur stehen lassen?


Aber da war ja noch ein Hoffnungsschimmer. Man könnte seine Worte auch anders deuten. Als Aufruf gegen verbale Gewalt im Netz. Daran wird er sich halten – so hat er das wirklich gemeint. Nur braucht er es nicht anders gemeint zu haben als er es geschrieben hat. Der Vertrag liegt genau deshalb vor ihm – weil er es so gemeint hat. Wenn auch unter erheblicher Alkoholeinwirkung.


Klaus Oppitz gelingt es innerhalb weniger Seiten eine Spannung zu erzeugen, die subtil im Leser aufkeimt und sich breit macht ohne dem Leser eine Chance zu geben, sich dagegen zur Wehr zu setzen.


Mit jedem Absatz, mit jedem Wort wird der Leser einem Ereignis entgegengeschleudert um letztendlich mit einer unglaublichen Wucht regelrecht überrollt zu werden.

„Pietsch will sein altes Leben zurück. Jetzt hat er eine Gelegenheit. Auch wenn es eine grausame Gelegenheit ist.“


Der Autor zeichnet hier nicht nur eine klassische Dilemmadiskussion und bietet einiges an Stoff für Debatten rund um die Todesstrafe, vielmehr noch zeigt er eine Seite unserer Gesellschaft, die an Grausamkeit kaum zu überbieten ist.

Was das Netzt oftmals aufzeigt, stellt jede noch so schreckliche Diskussion über die Todesstrafe in den Schatten.

Und Klaus Oppitz wirft mit seinem Buch Licht auf diese Schatten…

5 Sterne

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Die Hinrichtung des Martin P.

Was würde passieren, wenn Verfasser von Hasspostings tun dürften, was sie schreiben? Wenn ihnen nach einer Morddrohung das Recht gegeben würde, tatsächlich zu töten? Ein Thriller, der aus der Parallelwelt der sozialen Medien direkt in einen Albtraum führt.
Bewirb dich für die Leserunde und gewinne 1 von 15 Exemplaren!

Liebe Leserin, lieber Leser!

DAS BUCH:
Martin Pietsch ist 43 Jahre alt, hoffnungslos arbeitslos und gerade dabei, seine Beziehung gegen die Wand zu fahren. Als in einer großen Wohnanlage ein 17-jähriger Tschetschene ein kleines Mädchen tötet, brennen Pietsch mit einer gehörigen Dosis Frustration (und einer ebenso gehörigen Dosis Alkohol im Blut) die Sicherungen durch. Er reagiert sich in einem Hassposting gegen den Kindsmörder ab. Pietsch brüstet sich damit, ihn eigenhändig umbringen zu wollen – und erhält dafür euphorischen Zuspruch aus dem Netz. Womit er jedoch nicht rechnet: Er wird tatsächlich beim Wort genommen. Er soll den Täter hinrichten. Und bekommt dafür auch noch eine Menge Geld geboten. Und einen festen Job. Es wäre die Lösung all seiner Probleme. Aber natürlich wird Pietsch niemanden töten. Das kann er doch nicht! Oder? Kann er?

Klaus Oppitz gelingt eine düstere Erzählung über allgegenwärtige Hasspostings und darüber, was passieren könnte, wenn ihre Verfasser tun dürften, was sie schreiben. Dabei blickt er tief in die Psyche sowohl der Täter als auch der Opfer – und fördert dabei Unbequemes zu Tage.


DER AUTOR:
Klaus Oppitz, geboren 1971, arbeitete als Werbetexter und Regisseur und schreibt für Fernsehen und Bühne. Oppitz ist, zusammen mit Robert Palfrader und Rudi Roubinek, Autor der ORF-Satire „Wir sind Kaiser“. Als Kabarettist steht er mit profil-Ressortleiter Michael Nikbakhsh als Duo „Nikbakhsh & Oppitz“ auf der Bühne des Wiener Rabenhof Theaters. Bisher sind von Klaus Oppitz die satirischen Romane „Auswandertag“ und „Landuntergang“ erschienen, sowie die politische Zitatesammlung „Lösungen sind nicht die Antwort“.


LESEPROBE:
..findest du hier!

WEITERES:
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Eurer Kremayr&Scheriau-Team

153 BeiträgeVerlosung beendet
Letzter Beitrag von  LiberteToujoursvor einem Jahr

https://www.lovelybooks.de/autor/Klaus-Oppitz/Die-Hinrichtung-des-Martin-P--2035011936-w/rezension/2372283257/

Ich hatte letztendlich dann zwar doch ein bisschen was an der Handlung auszusetzen, trotzdem möchte ich mich herzlich für das Buch bedanken!

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in 42 Bibliotheken

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