Klaus Püschel , Bettina Mittelacher Tote schweigen nicht

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Inhaltsangabe zu „Tote schweigen nicht“ von Klaus Püschel

Eben noch war der Tod eines Menschen rätselhaft, die Wahrheit verborgen. Rechtsmediziner legen sie frei. Man könnte auch sagen: Sie legen die Finger in die Wunde, im wahrsten Sinne des Wortes. Als Detektive in Weiß tragen sie entscheidend dazu bei, ein Verbrechen aufzuklären und den Täter seiner gerechten Strafe zuzuführen. „Von den Toten lernen für die Lebenden“ ist das Credo der Rechtsmedizin.

„Wir lesen in den Toten wie in einem Buch und bringen sie ein letztes Mal zum Sprechen“, sagt Prof. Dr. Klaus Püschel.

Als Anwälte der Toten beschäftigen sich die Rechtsmediziner mit Hintergründen des Daseins, den elementaren Abläufen im Leben eines Opfers und bei seinem Sterben - und das mit großem Tiefgang.
Dieses Buch hellt die finstersten Seiten des Lebens auf. Es schildert unter anderem den Fall eines Mannes, der ein Flugzeug als Waffe benutzt, um seine Familie auszulöschen, den brutalen Showdown eines Serienkillers, den Fall Uwe Barschel sowie die Geschichte einer Elster als Mörderin. Das Buch erzählt, wie ein böser Samariter fünf Seniorinnen binnen zehn Tagen tötet, von Müttern, die ihre Kinder absichtlich todkrank machen und von Klaus Störtebeker.

Ein spannendes und informatives Buch über Fälle der Rechtsmedizin.

— evafl

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    Tote schweigen nicht

    evafl

    30. August 2017 um 13:40

    Durch Prof. Dr. Klaus Püschel werden Tote zum letzten Mal zum „Sprechen“ gebracht, denn durch die Rechtsmedizin können noch Erkenntnisse auf Todesursache etc. festgestellt werden. Im Buch erläutert er, durch welche Verletzungsmuster man auf welchen möglichen Geschehensablauf schließen kann, erläutert wie man tatsächlich bei verschiedenen Fällen noch eine Wendung erlebt hat. Im Buch werden Fälle wie der von Wettermann Kachelmann sowie der kleinen Yagmur geschildert. Einblicke in die Rechtsmedizin finde ich unheimlich spannend, so dass ich Bücher dieser Art bzw. Thematik schon einige gelesen habe. Entsprechend habe ich für mich schon eine gewisse Vorbildung in diesem Thema bzw. ggf. auch bevorzugte Autoren, was es einem neuen Autor bzw. Berichterstatter dann wohl immer schwer macht. Dennoch war ich sehr gespannt auf „Tote schweigen nicht“, was ich schon lange lesen wollte. Der Schreibstil gefällt mir ganz gut, das Buch ist gut zu lesen, verständlich, angenehm geschrieben, nichts großartig kompliziert verfasst. Natürlich sind manche Schilderungen nicht einfach, aber das war mir schon klar. Fachbegriffe werden immer wieder erläutert, so findet man zu den geschilderten Beispielen anschließend noch in einem grau hinterlegten Text eine ausführliche Erklärung dazu, das fand ich interessant. Teilweise war es mir aber ein wenig zu sehr fachlich bzw. auch in die Länge gezogen, was aber eben meine Ansicht ist. Die Schilderung der einzelnen Fälle haben mir hingegen sehr gut gefallen, es war spannend zu lesen, sehr informativ und wirklich interessant. Generell habe ich es als sehr interessant empfunden, wer sich mit Fällen befasst hat, so habe ich ja auch schon einige andere Bücher gelesen, in denen manche Fälle meiner Ansicht und Erinnerung nach auch aufgetaucht sind. Man findet nicht bei jeder einzelnen Geschichte Fotos, aber die abgebildeten Fotos fand ich sehr passend (z.B. Störtebeckers Schädel, der tote Uwe Barschel in der Badewanne) und interessant. Alles in allem ein wirklich spannendes Buch, das aber auch immer wieder aufzeigt wie grausam Menschen sein können, wie eiskalte manche Menschen im speziellen sind und wie jeder doch ganz anders tötet – eben auf seine ganz eigene Art und Weise. Für mich ein wirklich interessantes, unterhaltsames und informatives Buch, wenngleich es mir manchmal ein wenig zu fachlich war, da hätte ich lieber noch eine Geschichte mehr, dafür weniger an Erläuterung gewünscht. Dadurch hatte ich das Gefühl, dass Längen entstanden sind. Von mir gibt es hier 4 von 5 Sternen und eine Empfehlung. 

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