Klaus Scherer Am Ende der Eiszeit

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Inhaltsangabe zu „Am Ende der Eiszeit“ von Klaus Scherer

Der preisgekrönte Fernsehreporter und Bestsellerautor Klaus Scherer ('Wahnsinn Amerika') reist vom grönländischen Tasiilaq aus ostwärts durch Island und den skandinavischen Norden, den Wissenschaftler gern 'Europas letzte Wildnis' nennen, bis ins boomende russische Jakutsk, der kältesten Stadt der Welt, und über die Beringstraße hinweg nach Alaska, wo er Jahre zuvor schon einmal Polarkreisgemeinden besucht hat. Überall trifft er auf Menschen, die ihm von ihrem Leben zwischen Traditionen und Zeitenwende erzählen, vom Wandel ihrer Welt, von der Arktis im Aufbruch. Wohin auch immer dieser sie führen mag – er sorgt jetzt schon dafür, dass der ehedem ferne Norden uns näher rückt.

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  • Interessanter Blick in den Alltag am Polarkreis

    Am Ende der Eiszeit
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    06. December 2013 um 13:42

      Grönland, Island, Norwegen, Schweden, Finnland, Russland, Amerika, das sind jene Länder, die Klaus Scherer in den einzelnen Kapiteln des Buches näher betrachtet. Auf Veränderungen hin. Denn all diese Länder haben Teil am Polarkreis und erleben das, was an teils abstrakten Diskussionen über den Klimawandel in den Medien geführt wird, hautnah und ganz praktisch.   Veränderungen in der Steigerung der Durchschnittstemperatur, die für die Anwohner des Polarkreises längst keine Prognosen mehr sind, sondern handfeste Realität. Vom sich zurückziehenden Eis über länger eisfrei bleibende Meere bis hin zu dauerhaft veränderten Landstrichen durch den Klimawandel. Veränderungen, die erkennbar bereits zu einem anderen Handeln, zu einer Anpassung an die neuen Gegebenheiten in diesen Ländern geführt haben.   Dem geht Scherer nach. Sein Schwerpunkt ist nicht (auch wenn dies natürlich hintergründig mitschwingt) die höheren Temperaturen an sich, sondern was die Menschen vor Ort daraus machen, wie aktuell und vielfältig am Polarkreis „gelebt wird“.   Interessant dargeboten, flüssig erzählt und sorgfältig recherchiert, so nimmt Scherer den Leser mit auf die Reise an den ein oder anderen „Rand der Welt“ und dem, was dort an Veränderungen im Leben der Menschen vor sich geht.   „Alles, was wir machen, ist ursprünglich“, so erzählt es eine Musikerin, die ihre Texte in der finnischen Ureinwohnersprache Sami singen und vor allem durch ihre Haltung verdeutlichen, dass der Mensch nur mit der Natur leben kann, will er seine Seele behalten und nicht zur „seelenlosen Ameise in der Stadt“ werden. Modernes Leben im immer wieder herzustellenden Einklang mit den natürlichen Gegebenheiten, das ist eine der Realitäten Finnlands entgegen vielen Klischees. Ein Land mit durchaus faszinierender Flora und Fauna, wie Scherer im Weiteren zu berichten weiß.   Dabei geht es, hier wie in den anderen Betrachtungen, gar nicht so sehr um die „großen Projekte“ oder intensive „Aussteiger“. Auch wenn die nun Erreichbarkeit bis dato unerreichbarer Ölvorkommen vieles um den Polarkreis herum an Veränderungen in Gang gesetzt hat und vielleicht noch setzen wird, wenn sich die Interessen der Ölgesellschaften vollends durchsetzen (auch davon berichtet Scherer).   Das Hauptaugenmerk liegt auf dem ganz einfachen Alltag, auf den Veränderungen, die gerade im letzten Jahrzehnt mehr und mehr Einzug gehalten haben. Sei es eine breiter werdende Rückbesinnung auf die eigenen Wurzeln in Finnland, sei es der spürbare Aufbruch Islands in die Zukunft (mit großer Lebensfreude, wie sich nicht nur an den Rekord Geburtenraten im europäischen Vergleich festmachen lässt), sei es der Ipod bei den Innuit inmitten eines traditionellen Festes und althergebrachter Tätigkeiten und vielen Weiteren, vertieften Eindrücken mehr.   Reportagen vom Polarkreis, ganz alltäglich, ohne viel Aufheben, welche den Leser auf den Stand der aktuellen Lebensentwicklungen in diesen Regionen bringen und die veränderten Bedingungen durch den Klimawandel in ihrem langsamen Einsickern in den Alltag zeigen. Mit den verschiedenen Optionen und Gefahren auch, die sich daraus ergeben. Ergänzt durch vielfache, beeindruckende Fotografien ein sehr interessantes Buch über eine geographische Region, von der man ansonsten nicht allzu viel „Alltägliches“ erfährt.

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