Klaus Schlesinger Alte Filme

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Inhaltsangabe zu „Alte Filme“ von Klaus Schlesinger

124 S. (Quelle:'Sonstige Formate/01.03.1981')

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  • Rezension zu "Alte Filme" von Klaus Schlesinger

    Alte Filme

    Ferrante

    26. September 2007 um 14:50

    Dieser Roman entstand 1976 in der DDR und trägt den Untertitel "Eine Berliner Geschichte". Ich nahm ihn nur zufällig aus der Wühlkiste u.a. zusammen mit Keyserlings "Wellen" mit, da sich der Klappentext interessant anhörte. Und wirklich, die Geschichte eines Büroarbeiters, dem plötzlich die Enge und Eintönigkeit seines Lebens und seiner Ehe drastisch klar wird, fesselt einen von Anfang an durch die unmittelbare Erzählweise, in der der Schwerpunkt auf der direkten Rede der Figuren liegt. Mit nur knappen schildernden Passagen wird dennoch diese Gefühlswelt und ihr Aufbrechen in dem Berliner Künstlermilieu, in das der Protagonist stolpert, sehr stimmungsvoll greifbar gemacht. Das positive Ende, in dem der Protagonist seine Ehe besser gestalten kann und sich beruflich plötzlich verändert und seinen "richtigen Platz" findet, war vielleicht in der DDR nötig, aber trotzdem fand ich es schön. Diese aktuelle Ausgabe vom Aufbau-Verlag ist auch ansprechend gemacht, also heißt es zugreifen, wenn man Lust auf gute Gegenwartsliteratur hat!

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  • Rezension zu "Alte Filme" von Klaus Schlesinger

    Alte Filme

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. July 2007 um 22:02

    Kotte ist Beamter, Beamter im Dienste der Deutsch Demokratischen Republik. Sein Zuhause nennt er eine Wohnung mit zweieinhalb Zimmern die er sich noch mit einer knapp 80 Jährigen in Teilmiete teilt. In diesem zweieinhalb genormten Zuhause sitzt noch seine berufstätige Frau und eine Tochter. Er arbeitet 5 Tage die Woche als Konstrukteur und sucht allabendlich Zerstreuung bei Fußballspielen und alten Filmen, aus den 30ern und 40ern, im Fernsehen. Das ist sein ganzes Leben, das ist Kotte, Günter Kotte. Doch etwas versetzt den Mann in Irritation. Ein Bewusstsein für seine Situation stellt sich langsam ein und bringt ihn dazu am Abend nicht mehr in seinem Sessel vor dem Fernseher zu sitzen und zufrieden dem Flimmern auf der Matscheibe beizuwohnen sondern hinauszugehen, um die Häuser zu ziehen. Schnell haben 4 Bier und 4 Klare, in einer Kneipe um die Ecke, sein Fußball und seine alten Filme aus den 30ern und 40ern verdrängt, und das jeden Abend. Er möchte hinaus, raus aus dem ganzen Mief, Fesseln abschütteln und Grenzen sprengen. Etwas neues erleben, etwas Neues sein. Seine Frau, Karla, fährt über ein Wochenende zu Schulungen, seine Tochter ist bei den Großeltern untergebracht und er ist ganz alleine. Wieder beginnt er sein Ritual, 4 Bier und 4 Klare. Nächste Kneipe, die nächsten 4 Bier und die nächsten 4 Klare. Nächste Kneipe, die nächsten 4 Bier und die näch…dann zählt er nicht mehr mit. Mehr als betrunken betritt er die nächste Kneipe wird aber nicht eingelassen. Nur ein rotbärtiger Fremder kann den Wirt davon überzeugen ihn doch gewähren zu lassen. An seinen Tisch soll sich Kotte setzen, meint der rotbärtige namens Jakob. Jakob, Maler-Zeichner-Künstler, lädt Kotte auf Wein ein, lädt ihn ein mit auf eine Fete zu kommen, lädt ihn ein auf die andere Seite zu blicken…dorthin wo Kotte sich hinsehnt… Ein, mit knapp 120 Seiten, recht dünnes Büchlein habe ich damals aus der Krabbelkiste gefischt das den Titel [b]Alte Filme[/b] trägt. Da gibt’s nicht viel zu erzählen meint man und dem ist auch so. Der Autor Klaus Schlesinger erzählt von Kotte und Jakob die äußerlich verschieden, innerlich aber doch identisch sind. Das einzige das die beiden trennt ist die Tatsache das der eine gerne dorthin möchte wo der andere jetzt ist und der andere sich ein Stück weit zurück dahin sehnt wo der eine sich noch befindet. Kotte, gebrochen, gelangweilt und ausgespukt von einer durchgenormten Gesellschaft, möchte einen Neuanfang und sich von allen Zwängen befreien. Jakob hat sich befreit von Wohnung mit Frau und Kind kann aber nicht ganz davon lassen. Schlesinger erzählt souverän und ohne Anwandlung von (N)ostalgie von einem der auszog um sein Leben zu ändern scheint aber dann unschlüssig welches Ende er seiner Figur zu Teil werden lassen will: [i]“Bleib sitzen und nimm was das Leben dir gibt oder steh auf und nimm was du kriegen kannst”[/i], scheint die Moral der Geschichte zu sein, die unbefriedigende Lektion die Kotte, und auch der Leser, lernen muss. Und um am Ende noch eine Frage aus dem Buch zu beantworten: Die DDR wird Meister denn sie gewinnt eindeutig 1:0 gegen den freien Willen Kottes…schade.

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