Ich greife eigentlich eher weniger auf Gedichtbände zurück, denn ich schreibe diese Poesie viel lieber. Bei „Jahrbuch für das neue Gedicht“ handelt es sich um eine Sammlung, in der eine Redaktion Gedichte auswählt, die im Laufe eines Wettbewerbes eingeschickt wurden. Genau so kam ich auch zu diesem Buch: Mit stolz kann ich sagen, dass auch eines meines Gedichte den Weg in eben diesen Band, mit dem Titel „Der Augenblick“ gefunden hat. Natürlich (?) habe ich mir das Buch auch deswegen zugelegt und so konnte ich auch die vielen tollen Einsendungen der anderen „Poeten“ bewundern.
Das Buch ist sehr edel aufgemacht. Ein Leinenumschlag, Lesebändchen und dünne Seiten, die an Pergament erinnern. Da bekommt der Leser bereits beim umblättern ein schönes Gefühl. Die enthaltenen Texte sind verschieden. Es gibt kurze und lange, herzerwärmende und traurige, Gedichte zum Schmunzeln und zum Nachdenken, … Es ist toll so viel Facettenreichtum in nur einem Band versammelt zu haben, da gerade Gedichtbände sich ja meist nur mit einem Thema befassen. Von der Qualität her finde ich es sehr gemischt. Manche wirken wie das Gedicht eines kleinen Kindes, andere wie die großer Philosophen und wieder andere sind eben einfach dazwischen. Aber genau diese Mischung ist es, die die Freude bereitet das Buch in die Hand zu nehmen und einfach mal darin zu schmökern.
Was mich ein wenig stört ist das die Gedichte „hintereinander weg“ gedruckt wurden. Dadurch sind viele auseinandergerissen (setzen sich auf der nächsten Seite fort). Besonders bei Gedichten kommt es – für mich – aber nicht nur auf den Inhalt, sondern auch auf die Formatierung an. Ansonsten gefällt mir dieser Band aber gut, denn die bunte Vielfalt bietet eine Menge Abwechslung.

