Klaus Schmidt

 4,5 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor von Sie bauten die ersten Tempel, Die Brandnacht und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Klaus Schmidt

Klaus Schmidt, geb. 1935, ist Theologe und Historiker und bekannt durch Sachbücher und historische Biographien u. a. über Andreas Gottschalk (2002) und das mit Günther van Norden herausgegebene Buch "Sie schwammen gegen den Strom" über die Evangelische Kirche im Rheinland während der NS-Diktatur (alle im Greven Verlag Köln).

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches America (ISBN: 9783754318331)

America

Neu erschienen am 30.09.2021 als Taschenbuch bei BoD – Books on Demand.

Alle Bücher von Klaus Schmidt

Cover des Buches Sie bauten die ersten Tempel (ISBN: 9783423344906)

Sie bauten die ersten Tempel

 (6)
Erschienen am 17.06.2008
Cover des Buches Alle Macht den Träumen (ISBN: 9783922028246)

Alle Macht den Träumen

 (4)
Erschienen am 01.01.1994
Cover des Buches Die Brandnacht (ISBN: 9783877040539)

Die Brandnacht

 (3)
Erschienen am 08.08.2003
Cover des Buches Alle Straßen führen durch Köln (ISBN: 9783774303799)

Alle Straßen führen durch Köln

 (1)
Erschienen am 01.03.2006
Cover des Buches Sie bauten die ersten Tempel (ISBN: 9783406688065)

Sie bauten die ersten Tempel

 (1)
Erschienen am 08.06.2020
Cover des Buches Apotheken-Vorschriften in Brandenburg (ISBN: 9783769256987)

Apotheken-Vorschriften in Brandenburg

 (0)
Erschienen am 01.01.2012
Cover des Buches AMERIKA (ISBN: 9783754307168)

AMERIKA

 (0)
Erschienen am 30.07.2021

Neue Rezensionen zu Klaus Schmidt

Cover des Buches Die Brandnacht (ISBN: 9783877040539)J

Rezension zu "Die Brandnacht" von Klaus Schmidt

die brandnacht Darmstadt
JasminDvor 7 Jahren

 11./12. September 1944 Darmstadt ist der reinste Bombenteppich. Viele Bilder und Dokumente zeigen wie schlimm es in der gesamten Stadt aussah. Listen von Toten mit und ohne namen, wo sie gefunden wurden. Bilder der Zerstörung, die einen noch monatelang im Hinterkopf begleiten und einen nicht in ruhe lassen. Dieses buch bewegt mich noch heute da es aus meinem Bekanntenkreis jemanden gibt der es persönlich miterlebte. Da ich in mein eines Profil nicht mehr reinkomme und ich mich neu anmelden muss hab ich meine rezi nun kopiert

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Cover des Buches Die Brandnacht (ISBN: 9783877040539)J

Rezension zu "Die Brandnacht" von Klaus Schmidt

Bombenteppich Darmstadt
jasmin1990vor 8 Jahren

 11./12. September 1944 Darmstadt ist der reinste Bombenteppich. Viele Bilder und Dokumente zeigen wie schlimm es in der gesamten Stadt aussah. Listen von Toten mit und ohne namen, wo sie gefunden wurden. Bilder der Zerstörung, die einen noch monatelang im Hinterkopf begleiten und einen nicht in ruhe lassen. Dieses buch bewegt mich noch heute da es aus meinem Bekanntenkreis jemanden gibt der es persönlich miterlebte. 

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Cover des Buches Sie bauten die ersten Tempel (ISBN: 9783423344906)W

Rezension zu "Sie bauten die ersten Tempel" von Klaus Schmidt

Rezension zu "Sie bauten die ersten Tempel" von Klaus Schmidt
wolfschwerdtvor 12 Jahren

Die Archäologie auf dem Gebiet der heutigen Türkei, war bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts vernachlässigt worden. Schließlich machte man lange Zeit die Ursprünge der Zivilisation, die ersten Städte, die Wiege der Kultur, in Mesopotamien aus. Mit der Entdeckung von Jericho, das älter als alle Städte in Mesopotamien war, begann in der Archäologie ein Umdenken, wie der Archäologe Klaus Schmidt in dem Buch „Sie bauten die ersten Tempel“ darstellt.
Nicht nur anhand der archäologischen Jericho-Geschichte zeigt Schmidt auf, wie sehr die Interpretation archäologischer Funde von persönlichen Neigungen und Zielen der Ausgräber abhängig ist. Denn gerade die Archäologie im Lande der Bibel hatte oft das Ziel, die Richtigkeit der biblischen Angaben zu beweisen. Umgekehrt diente oft genug die Bibel als Interpretationshilfe archäologischer Funde. Und wie Schmidt im Kapitel der Jericho- Schock sehr anschaulich beschreibt, führt dies nicht nur zur Fehlinterpretation des konkreten Fundes, sondern zur Entwicklung grundlegender historischer Fehleinschätzungen und damit auch zu irreführenden Forschungsansätzen.
Zentrales Thema des Buches „Sie bauten die ersten Tempel“ ist das erst seit 1995 ausgegrabene Göbekli Tepe in der südöstlichen Türkei, an dessen Grabungen der Autor selbst beteiligt war. Trotzdem Führt Schmidt den Leser zunächst in einer umfassenden Exkursion an die Schauplätze anderer bedeutender Ausgrabungsstätten, wie beispielsweise Catal Höyük, Cayönü, Nevali Cori und Gürcütepe. Einerseits stellten diese Orte bereits für sich jeweils archäologische Sensationen dar, denn sie belegen, dass bereits zwischen dem 10. und 8. Jahrtausend vor unserer Zeit der Übergang von der Jäger-Sammler- Kultur zu sesshaften Ackerbaugesellschaften stattgefunden hatte. Auf der anderen Seite belegen die Orte diesen Prozess dort, wo ihn bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts noch niemand erwartet hatte.
Die ganze Exkursion, bei der dem Leser die Funde und Erkenntnisse vermittelt werden, die jeweils zu Veränderungen alter Geschichtsauffassungen führten, bringt den Leser schließlich an den Ort der jüngsten Sensation, Göbekli Tepe.
Göbekli Tepe, so wird bei der Beschreibung der Ausgrabungen und Funde schnell deutlich ist nicht etwa eines neuentdecktes, größeres oder älteres Catal Höryük. Göbekli Tepe ist eine zentrale Kultstätte des Neolithikums, die offensichtlich ein wichtiger Baustein für das Verständnis des Überganges zur Sesshaftwerdung ist.
Auch wenn Interpretationen über die Bedeutung der Anlage und der zahlreichen Bildnisse derzeit eher Spekulation sind, so ist eines schon heute klar: das hier gefundene Heiligtum ist Jahrtausende älter als Stonehenge oder die Tempelanlagen auf Malta.
Die Menschen von Göbekli Tepe, so der aktuelle Forschungsstand, bauten die ersten Tempel. Und Klaus Schmidt stellt dem Leser diese im Rahmen eines ausführlichen Grabungssberichtes in allen spannenden Einzelheiten vor. Denn das Buch „Sie bauten die ersten Tempel“ ist letztendlich ein verständlich geschriebener archäologischer Grabungsbericht. Wissenschaftliche Begriffe werden von Schmidt locker erklärt oder übersetzt. Und man muss nicht zurückblättern, wenn ein einmal verwendeter und erklärter Fachbegriff ein Zweites mal auftaucht. Die Schlüsselbegriffe werden immer wieder erklärt, der Autor ist sich seiner interessierten Laienleserschaft durchaus bewusst.
Schmidt, der heute als Referent für Prähistorische Archäologie Vorderasiens in der Orient- Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts in Berlin arbeitet, schafft es bei aller Begeisterung immer wieder, den Leser auf den Boden der Tatsachen zurückzuführen. Denn allzu verlockend sind vorschnelle, phantasievolle Interpretationen des Vorgefundenen. Einige bietet Schmidt auch selbst an, um sie aber anschließend wieder in Frage zu stellen. Dem Leser wird schnell klar, dass man es (nicht nur) hier vor allem auch bei den zahlreichen Tierdarstellungen zum großen Teil mit Artefakten zu tun hat, deren Bedeutung sich wohl nie erschließen lassen werden.
Das, was sich heute schon sagen lässt, bringt Schmidt am Ende des Buches auf den Punkt: „ . . . die zunehmend sich zur Gewissheit verfestigende Ahnung, . . . nämlich dass Kult und Religion, die sich in diesen Tempeln manifestiert haben, einst gewaltige Triebfedern der Entwicklung während des Neolithikums in vorderen Orient waren, verspricht Einsichten in die Menschheitsgeschichte . . . welche die weitere Erforschung des heiligen Berges . . auf jeden Fall lohnen.“
Und die Erforschung geht tatsächlich weiter und der Leser steckt mittendrin. Zumindest verspricht Schmidt, dass allein aufgrund der neuen Ergebnisse der Grabungskampagnen von 2005 und 2006, wohl bald ein weiterer Band über das rätselhafte Heiligtum der Steinzeitjäger von Göbekli Tepe zu erwarten ist.

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