Klaus Schwab

 4 Sterne bei 8 Bewertungen

Lebenslauf von Klaus Schwab

Klaus Schwab, geboren 1938 in Ravensburg, ist Gründer und Vorsitzender des Weltwirtschaftsforums. Die in Genf ansässige internationale Organisation ist eine Plattform für Führungskräfte aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaften zur Bewältigung globaler Herausforderungen, unter anderem organisiert sie das Jahrestreffen ihrer Mitglieder in Davos. Sein 2016 erschienenes Buch »Die Vierte Industrielle Revolution«, das weltweit monatelang auf der Wirtschaftsbestsellerliste stand, wurde in über 30 Sprachen übersetzt und hat mehr als eine Million Exemplare verkauft.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Klaus Schwab

Cover des Buches Die Vierte Industrielle Revolution (ISBN: 9783570553459)

Die Vierte Industrielle Revolution

 (3)
Erschienen am 27.06.2016
Cover des Buches COVID-19: Der Grosse Umbruch (ISBN: 9782940631193)

COVID-19: Der Grosse Umbruch

 (3)
Erschienen am 25.09.2020
Cover des Buches Stakeholder-Kapitalismus (ISBN: 9783527510856)

Stakeholder-Kapitalismus

 (0)
Erschienen am 03.11.2021

Neue Rezensionen zu Klaus Schwab

Cover des Buches COVID-19: Der Grosse Umbruch (ISBN: 9782940631193)iwritereviewsnottragediess avatar

Rezension zu "COVID-19: Der Grosse Umbruch" von Klaus Schwab

You will own nothing, and you will be happy
iwritereviewsnottragediesvor 3 Monaten

Wir stehen aufgrund der Pandemie an einem Scheideweg: Entweder erschaffen wir eine integrative, gerechte und umweltfreundliche Welt, oder wir machen so weiter wie bisher. Der große Umbruch im Sinne Schwabs versteckt sich hinter der ersten der beiden Alternativen: Die Welt, wie wir sie bisher gekannt haben, ist dem Untergang geweiht, es wird keine Normalität mehr geben. Die Pandemie hat diese Veränderung angestoßen und muss genutzt werden, um die Gesellschaft im Sinne der Eliten zu transformieren.

Das Buch gliedert sich in drei Bereiche: Makro-Umbruch, Mikro-Umbruch und den persönlichen Neustart. Dabei wird zunächst erläutert, wie sich die Pandemie auf bestimmte Bereiche unseres Lebens auswirken wird (sowohl auf Mikro- als auch auf Makro-Ebene), wonach die Folgen der Pandemie auf individueller Ebene thematisiert werden.

Das Buch sollte als ein Weckruf verstanden werden. Klaus Schwab schafft es, dem Leser Sätze zu verkaufen, die man alle unterschreiben kann. Wer will nicht in einer sozialen, umweltfreundlichen und gerechten Welt leben? Es klingt geradezu verlockend. Allerdings hat die schöne neue Welt, die der Autor skizziert, ihren ganz eigenen Preis: digitale Überwachung ist an der Tagesordnung, Privateigentum gibt es nicht mehr, unsere Nahrung wird streng kontrolliert, Impfkampagnen werden stringent durchgezogen und individuelle Freiheiten sind ohnehin tabu. Wollen wir wirklich in so einer Welt leben? Die Vergangenheit hat uns gezeigt, dass die Beschneidung individueller Freiheiten zugunsten eines Kollektivs niemals funktioniert hat. Egal ob DDR, Sowjetunion oder China: alle waren bzw. sind Schreckens-Systeme, die das individuelle Wohlbefinden minimieren. Am Ende nagt die arbeitende Bevölkerung am Hungertuch und füllt den Eliten die Taschen. Aber hey, wir sind alle ganz gute Menschen. Dafür kann man sich natürlich schon mal einschränken...

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Cover des Buches Gastgeber der Mächtigen (ISBN: 9783898799850)Dr_Ms avatar

Rezension zu "Gastgeber der Mächtigen" von Jürgen Dunsch

Partys, Marketing und Networking der Globalisten
Dr_Mvor 2 Jahren

Manchmal verlaufen historische Entwicklungen in Sprüngen. Für Klaus Schwab scheint jetzt ein solcher Zeitpunkt gekommen zu sein. In seinem jüngsten Buch hofft er auf einen "großen Umbruch" nach Corona. Die Reichen werden immer reicher - so kann es nicht weiter gehen, ist eine seiner Erkenntnisse. Verblüffend daran ist jedoch, dass ausgerechnet Schwab, der das berühmt-berüchtigte Weltwirtschaftsforum gründete, die wirklichen Ursachen dieser katastrophalen Fehlentwicklung nicht sieht.

Dieses schon etwas ältere Buch von Jürgen Dunsch stellt Schwab und sein WEF vor, zeichnet die einzelnen treffen in Davos nach und untersucht die Rolle von Schwab in den internationalen Beziehungen. Ziemlich am Ende des Buches findet man dann endlich auch einmal kritische Stimmen zu dieser privaten und sehr einflussreichen Organisation, die Umsätze von mehreren Milliarden Dollar jährlich produziert.

Ihre jährlich in Davos stattfindenden Treffen von global agierenden Konzernchefs und Staatslenkern führen nie zu irgendwelchen verbindlichen Vereinbarungen, vielmehr werden dort Meinungen ausgetauscht und Kontakte geknüpft, die erst später durchaus weitreichende Konsequenzen haben können. Leider gelingt es dem Autor nicht, wirklich hinter die Kulissen zu schauen oder gar tiefer in die "Globalistenwerkstatt" einzudringen, wie es Buch so schön heißt. Dass es den in Davos versammelten Eliten nicht um das Wohl ihrer Völker, sondern eher um die Abschaffung der Nationalstaaten geht, wird nur verklausuliert beschrieben.

Für global agierende Konzerne sind Nationalstaaten ein lästiges Hindernis auf dem Weg zur weltumspannenden Ausdehnung ihres Einflusses. Im Buch findet man dazu kaum Kritik. Nur ganz kurz kommt ein Wirtschaftsjournalist der NZZ zu Wort, der daran zweifelt, dass Wirtschaftsführer kompetent genug sind, um die Probleme der Welt zu lösen. Das wollen sie auch gar nicht. Vielmehr geht es ihnen um das Wohl ihrer Unternehmen, um günstige Rahmenbedingungen, die sie gerne mit Staatslenkern aus aller Welt besprechen möchten. Und dazu ist Davos tatsächlich der passende Ort.

Krisenbewältigung oder gar eine vorausschauende Krisenverhinderung gehören nicht zu den Kernkompetenzen dieser Leute. Wäre es so, hätten sie die Krise von 2008/2009 vorhergesehen. Was also wirklich in Davos stattfindet, sind Partys, Marketing und Networking. Alles verschleiert mit einem hochtrabenden Begriff wie Weltwirtschaftsforum und dem Anspruch, die Probleme der Welt zu besprechen.

Leider gelingt es dem Autor nicht wirklich, die ganze Show, die dort jährlich abläuft, zu durchschauen. Stattdessen liefert er ein trocken geschriebenes Buch ab, das penibel die jährlichen Themen und Abläufe nachvollzieht und Schwab anschließend einen gewissen Heiligenschein verpasst, der ihm nicht gut steht. Immerhin erfährt man als Leser, sofern man das Buch bis zum Ende durchhält, einiges über das WEF, auch wenn es Dunsch nicht gelingt, die Dinge kritisch und tiefgreifend zu durchleuchten oder wirkliche Zusammenhänge zu erklären.

Wer verstehen möchte, wie Klaus Schwab tickt, sollte besser sein jüngstes Buch lesen.

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Cover des Buches Die Zukunft der Vierten Industriellen Revolution (ISBN: 9783421048400)L

Rezension zu "Die Zukunft der Vierten Industriellen Revolution" von Klaus Schwab

Präziser Ausblick auf die zukünftig zu erwartenden Entwicklungen
Lesefreund6203vor 4 Jahren

Präziser Ausblick auf die zukünftig zu erwartenden Entwicklungen

„Systemführerschaft“ ist das schlagende Stichwort, das als Resümee in den Augen Schwabs als die Form politischer Gestaltung in der Zukunft stattfinden soll, ja muss, um den vielfachen Möglichkeiten, Chancen, aber auch Risiken und Herausforderungen des technischen Fortschritts auf globaler, industrieller Ebene konstruktiv und erfolgreich zu begegnen.

Mit einem, und das ist wichtig, dass Schab dies eindrücklich und scharf formuliert betont, wesentlichem Blick auf „Inklusivität“. Denn ansonsten sieht Schwab noch dunklere Wolken über der Menschheit auftauchen, als eh bereits im Raume stehen. Inkludierung von Entwicklungsländern, Umweltinstituten und Bürgern aller Einkommensgruppen, um der jetzt bereits sichtbaren Entwicklung der Akkumulation von Kapital und Einfluss nur weniger nachhaltig begegnen zu können.

Als Gründer und Leiter des Weltwirtschaftsforums hat Schwans Stimme gerade in dieser Hinsicht hoffentlich auch das nötige Gewicht (das fundierte Wissen ist allemal sichtbar im Buch vorhanden) um gefährlichen Entwicklungen mit gemeinsamen Kräften entschieden entgegen zu treten.

„im Zusammenspiel werden Datenflut, gewaltige Speicherkapazitäten und kognitive Kräfte Industrie und Gesellschaft auf allen Ebenen verändern und bislang unvorstellbare Möglichkeiten eröffnen“. So drückt es Satya Nadella, CEO von Microsoft, im Geleitwort präzise aus. Und führt im Sinne Schans fort: „Letztlich steht und fällt die digitale Welt von heute mit dem Vertrauen“. Dem Vertrauen aller in eine kreative Gestaltungsmöglichkeit der Zukunft und nicht dem Vertrauen nur weniger in die eigenen materiellen Ressourcen. Kooperation statt erbitterter Konkurrenz, das ist das Gebot der Stunde und die notwendige Voraussetzung, diese Welt zunächst einmal überhaupt zu erhalten, um dann eine „bessere Zukunft für alle“ aus den immensen technischen Möglichkeiten zu generieren.

So kann das Werk nicht nur als Informationsquelle über den Stand der Dinge bei der Industrie 4.0 gelesen werden, nicht nur als Ausblick auf bereits nahe kommende technische Veränderungen und Wandel im Arbeitsleben der Welt, sondern auch als klare Mahnung gegenüber den Entwicklungen der letzten beiden Jahrzehnte in Form eines „Abhängens der Masse“ von Kernbereichen dieses unaufhaltsamen Fortschritts.

„Der wirtschaftliche Nutzen….konzentriert sich zunehmend, die Ungleichheit wächst“. So mahnt Schwab und erläutert im Lauf der Lektüre die Ursachen für diese Entwicklung, die sich aktuelle mehr und mehr rasant ergebenden neuen Möglichkeiten und die Haltung, die es benötigt, diesen Herausforderungen kreativ Herr zu werden.

„Verpassen wir die Gelegenheit, neue Technologie so zu entwickeln, dass sie dem Allgemeinwohl dienen…..ist es durchaus möglich, dass sich die Probleme, vor denen wir heute stehen, noch verschärfen“.

Dem Schwab mit diesem Werk massiv entgegentritt, denn nur „neues Denken und briete Kenntnisse“ möglichst umfassend und bei allen bekannt bietet die Chance auf ein konstruktives Umsteuern statt eines destruktiven „weiter so“, das nur wenigen dient.

Wofür allein schon ein Blick in das, wie das restliche Werk ebenso, hervorragend vorgelegte Kapitel über Biotechnologie aufzeigt, eine der Schlüsseltechnologien, an denen sich entscheiden wird, ob am Ende das „privilegierte Leben“ vorrangig bedient wird, oder neue Wege der biotechnologischen Forschung allen Menschen zu Nutzen sein werden gegenüber Krankheiten, Altern und Erweiterung der naturgegebenen Möglichkeiten bis hin zur Landwirtschaft, die am Ende die Schlüsselwirtschaft zum Überleben der Menschheit in Gänze sein wird. Denn bei Mangel an Nahrung und Wasser oder bei Konzentration dieser Güter auf einige „Global Player“ rein zum Zweck der Rendite -Steigerung ist unschwer das Aufkommen brachialer Verteilungskämpfe am Horizont bereits zu erkennen.

Klug, informativ, mit klarer Prognose und klarer Handlungsempfehlung bietet Schwab einen fundierten Blick auf die vierte industrielle Revolution, so dass am Ende niemand mehr sagen kann, er hätte es nicht absehen können, was an Möglichkeiten und Risiken vor der (zeitlichen) „Haustür“ steht.

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