Klaus Seehafer Casanovas späte Liebe

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Inhaltsangabe zu „Casanovas späte Liebe“ von Klaus Seehafer

Giacomo Casanova ist nach langen Jahren des Reisens in seine Heimatstadt Venedig zurückgekehrt. Noch immer glänzt der große Verführer mit seinem Charme, doch betrachtet er nun auf seinen Spaziergängen als gereifter Mann die Lagunenstadt, die Liebe und die Philosophie mit leiser Melancholie. Klaus Seehafer hat mit diesem historischen Roman ein sensibles, wunderbar unaufdringliches Porträt des alternden Casanova gezeichnet.

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    Casanovas späte Liebe

    R_Manthey

    26. June 2015 um 11:00

    Casanova wurde am 2. April 1725 in Venedig als Kind eines Schauspielerehepaares geboren. Allerdings wird auch vermutet, dass der Patrizier Grimani sein wahrer Vater sei. Casanova muss sehr intelligent, gewandt und einfühlsam, aber auch freiheitsliebend und stolz gewesen sein, denn sein Lebenslauf war auch abseits seiner Liebesabenteuer sehr ungewöhnlich. 1755 wird er aufgrund falscher Anschuldigungen in die "Bleikammern" Venedigs gebracht und dort ohne Prozess fast 18 Monate festgehalten, bis ihm die eigentlich unmögliche Flucht gelingt. Danach folgt ein Irrweg durch europäische Städte mit Anstellungen an höchster Stelle und anschließendem tiefen Fall. Schließlich gelingt es ihm, 1774 wieder nach Venedig zurückgehen zu dürfen. In diesem Jahr enden übrigens seine späteren Memoiren. Das alles kann der Leser dieses Buches an dessen Ende in einer sehr lehrreichen Gegenüberstellung von Casanovas Lebensdaten und wichtigen Ereignissen in der europäischen Geschichte dieser Zeit lernen. Seehafers Kurzroman spielt an nur einem Tag, dem 2. April 1775 in Venedig, als Casanova seinen von ihm erst spät bemerkten 50. Geburtstag erlebt. Casanova wäre nicht der, den wir uns vorstellen, wenn der Tag nicht im Bett mit einer leidenschaftlichen Frau beginnen und auch enden würde. Doch der zärtliche Liebhaber ist in die Jahre gekommen, und Zweifel nagen an seiner Seele. Er, der immer in der Gegenwart gelebt haben will, rechnet sich aus, was noch kommen wird. Und er denkt darüber nach, was gewesen ist. Bei seinen zwei ziemlich langen Spaziergängen durch Venedig, die ihn an diesem Tag zu alten und jungen Bekannten führen und auch seine quälende Fragen nach dem Verräter beantworten werden, der ihn vor 20 Jahren in die Bleikammern brachte, philosophiert Casanova über das Älterwerden und die Frage, was von einem bleibt, wenn man gegangen ist. Natürlich wissen wir nicht, wie Casanova wirklich gedacht hat. Und natürlich projiziert der Autor auch ein wenig von sich und seinen Vorstellungen und Wünschen in seine Romanfigur. Aber das ist ihm wirklich gut gelungen. Entstanden ist eine einfühlsame und nachdenkliche Erzählung über Casanova, die Selbstzweifel eines alternden Helden, seine Widersprüche und das alltägliche Leben im Venedig von 1775. Fazit. Ein sehr gut lesbarer und sensibler Kurzroman über eine historische Figur, die sich selbst zur Projektionsfläche fremder Sehnsüchte gemacht hat. Und vielleicht auch darüber, was wirklich zählt, wenn man die wilden Jahre hinter sich hat.

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