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Buechner-Verlag

vor 2 Monaten

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Liebe Lovelybooks-Community,

herzlich möchte ich Euch zu einer Leserunde zum soeben erschienen Buches "Zur Welt kommen. Wie alles mit allem verbunden ist" einladen. Das handliche und bebilderte Nachdenkbuch von Klaus Simon lädt dazu ein die eigenen weltanschaulichen Auffassungen zu überdenken.


Ich freue mich auf eine interessante Leserunde und auf Eure Bewerbungen!
Ina vom Team des Büchner-Verlags


Autoren: Klaus Simon,... und 2 weitere Autoren
Bücher: Zur Welt kommen,... und 2 weitere Bücher
1 Foto

SaintGermain

vor 2 Monaten

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Klingt interessant, das Cover gefällt mir. Könnte ein Buch sein, das mir gefällt.

StMoonlight

vor 2 Monaten

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Klingt nach einer "etwas anderen" Thematik, für die ich gerne mein Glück versuche. :-)

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tob82

vor 2 Monaten

Plauderecke

Im Buch werden ja auch die drei "Betrachtungsebenen" der Naturwissenschaften angesprochen, als Mikro-, Meso- und Makrokosmos. Früher habe ich auch gerne mal gesagt, dass die Welt eigentlich so ist, wie sie im kleinsten aufgebaut ist (also auf dem Level von Atomen und kleiner). Heute finde ich das zweifelhaft. Direkt wahrnehmen kann ich nur die Dinge, die mir meine Sinne vermitteln. Das ist meine Wirklichkeit. Könnte man daher nicht zurecht eher sagen, dass alles andere nur Ideen und Konstrukte sind? Über Relativitätstheorie und Quantenmechanik kann ich nur lesen, aber sie nicht direkt erfahren. Oder wäre es zutreffender zu sagen, dass alle drei Ebenen "nur" Konstrukte sind und damit alle "gleich wirklich"? Dazu würde mich eure Meinung interessieren.

Rose75

vor 2 Monaten

Plauderecke
@Klaus_Simon

Meine Beiträge und die Rezension können gerne für die Webseite genutzt werden.

Rose75

vor 2 Monaten

Plauderecke
@tob82

Ich glaube, dass wir "nur" Konstrukte wahrnehmen. Es gibt doch die Geschichte von den amerikanischen Ureinwohnern, die die großen Schiffe von Kolumbus nicht gesehen haben. Erst die kleineren, mit denen die Männer an Land kamen. Ob das stimmt, weiß ich nicht, aber vorstellen kann ich mir das schon.

Da passt die provokative Frage von Albert Einstein dazu. " Existiert der Mond auch dann, wenn keiner hinschaut?"

tob82

vor 2 Monaten

Plauderecke
@Rose75

Es gibt tatsächlich Theoretiker, die meinen, dass man Quantenmechanik auch auf den Mesokosmos anwenden kann und dann müsste der Mond nicht vorhanden sein, wenn niemand hinschaut. Habe ich zumindest schon ähnlich in Büchern gelesen. Die große Mehrzahl an Physikern würde aber wohl antworten, dass im Mesokosmos die Gesetze der Newton'schen Mechanik gelten und somit der Mond unabhängig von einem Beobachter seine Bahnen zieht.

Klaus_Simon

vor 2 Monaten

Plauderecke

Zunächst vielen Dank in die Runde fürs Zustimmen zu den Kurz-Zitaten (im Falle von leseratte61 und Rose75 unter Pseudonym). Die Zitate sind mittlerweile online unter
www.buechner-verlag.de/buch/zur-welt-kommen-klaus-simon/.

Nun zu den angesprochenen erkenntnistheoretischen Fragen (in meinem Büchlein ist das auf S.43-45 kurz angerissen): Es ist völlig klar, auf Grund des evolutionären Gewordenseins unserer Wahrnehmungs- und Erkenntnisfähigkeit verfügen wir über eine mesokosmische Perspektive. Und bereits hier aber stellen sich unsere Erkenntnisse als vorläufig heraus. Ich halte es durchaus für möglich, dass sich noch immer Irrtümer im Sinne von "die Erde ist eine Scheibe" darunter befinden; man wird sehen. Die Strukturen der Wirklichkeit, die wir in Theorien nachbilden, stellen selbst im mesokosmischen Bereich keine wirklichen Abbilder der Realität dar, die von uns *vor*gefunden werden. Sondern sie sind von Menschen *er*fundene Gesetzmäßigkeiten, also wirklich "nur" Konstrukte wie Sie schreiben. Und diese Konstrukte allerdings müssen sich in ihrer Übereinstimmung mit der Realität bewähren; sie sind insofern so gut wie möglich überprüft, wenigstens das.

Versuchen wir nun unsere Kenntnisse auf den Mikro- und Makrokosmos auszuweiten, dann haben wir auch hier nicht mehr zu erwarten als eben Konstrukte – allerdings mit zusätzlichen Schwierigkeiten bei Wahrnehmung und Vorstellung. Und während wir unserer mangelnden Wahrnehmungsfähigkeit mit technischen Mitteln ein wenig aufhelfen können, ist gegen das Versagen der Vorstellungsfähigkeit kein Kraut gewachsen. Wir können uns z.B. nicht Objekte vorstellen, die keinen Ort haben. Physiker schreiben: die Quantenphysik lässt sich nicht "verstehen", nicht "*be*greifen", und auch in der Makrowelt zeigt uns z.B. der Urknall das Ende unserer Vorstellungsmöglichkeiten auf. Die Ausbildung eines Quantenphysikers beginnt mit der Anwendung des mathematischen Formalismus; Klaus Kiefer hat das mit dem Lernen eines Kleinkindes verglichen: Man gewöhnt sich allmählich daran, dass das Verfahren Ergebnisse liefert, die sich in der Praxis bestätigen, und nutzt es nun einfach. Aber sich das noch vorstellen oder auch nur sagen warum es so ist – das kann niemand.

In weltanschaulichen Fragen ist das Wissen ja ohnehin am Ende und der Glaube beginnt (lediglich wird unser empirisches Wissen den Glauben als Korrektiv begleiten: ob der Glaube plausibel scheint). Und hier ergeben sich nun neue Konsequenzen. Nämlich dass alles, was wir uns bisher vorgestellt hatten – eine im Prinzip immer objektiver darstellbare äußere Realität, bei deren Beschreibung der Einfluss des Subjektes zunehmend verringert werden kann – offenbar nur für die Alltagswelt gilt (für den Gegenstand der klassischen Physik), nicht aber für die Welt /insgesamt/. Wenn wir über eine Welt, in der es verschränkte Teilchen gibt, überhaupt etwas glauben wollen, dann scheint es naheliegend, eine die Realität umspannende Wirklichkeit anzunehmen: einen Zusammenhang, den wir nicht messen können, und den wir gleichwohl voraussetzen müssen, falls wir das Gemessene ansatzweise einordnen statt unerklärt lassen wollen (S.39). Und die Fragwürdigkeit beginnt freilich immer dann, wenn diesem Rätselhaften explizite esoterische oder religiöse Ausprägungen zugesprochen werden, so als könnten wir das wissen…

tob82

vor 2 Monaten

Plauderecke
@Klaus_Simon

Bei den Kurz-Zitaten sind noch Fehler vorhanden. So habe ich versehentlich "die Tiefgang" statt "der Tiefgang" geschrieben und mind. der zweite Teil des dritten Zitats ist von Christian Mayer (also ein Fehler in der Zuordnung).

Klaus_Simon

vor 2 Monaten

Plauderecke
@tob82

Danke für den Hinweis, ich geb es morgen früh an Ina Beneke weiter.

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