Klaus Thiele-Dohrmann Die gekrönte Venusfrucht

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Inhaltsangabe zu „Die gekrönte Venusfrucht“ von Klaus Thiele-Dohrmann

Nicht alle Kapitel dieses vielseitig informierenden Büchleins waren für mich gleich interessant. Besonders gefielen mir die Märchen aus den verschiedenen Kulturen. Vor allem aber hat mich erstaunt, wieviel es zu diesem Thema zu sagen gibt.

— RobinBook
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  • Alles über den Granatapfel, der eigentlich gar kein Apfel ist

    Die gekrönte Venusfrucht

    RobinBook

    07. November 2015 um 08:17

           Produktinformation Broschiert: 269 Seiten, Verlag: Diana; Auflage: Diana (1999), Sprache: Deutsch, ISBN-10: 3453163974, ISBN-13: 978-3453163973, Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12 x 2,6 cm    Produktbeschreibungen Gleich zu Anfang wird mit der alten Mär aufgeräumt, Eva hätte einen Apfel vom Baum der Erkenntnis gegessen. Falsch. 1. Zwischen Mesopotamien und Palästina (vermutete Paradiesgegend) findet man keine Apfelbäume. 2. In der gesamten Genesis kommt das Wörtchen "Apfel" kein einziges Mal vor und 3. stammt das ganze sowieso von schludrigen Bibelübersetzern, die "malus" mit "malum" verwechselten. Gemeint war "schlecht", heraus kam der Apfel. Nein, was Eva mit großer Wahrscheinlichkeit verspeist haben dürfte, war ein Granatapfel -- und das ist nun wiederum kein Apfel. Welch schöne Idee, in kleinen Gedichten und Geschichten den Spuren dieser Venusfrucht einmal nachzugehen, die ja fast in der gesamten älteren Literatur und Malerei gewürdigt wurde. Heute müssen da vergleichsweise andere Granaten in Stellung gebracht werden. Empfindsamere Geister jedoch wie Oscar Wilde, Goethe, Edith Wharton und Rilke wussten noch um die erotische Strahlkraft dieser rotgoldenen Frucht, die schon der Liebesgöttin Venus heilig war. Die Granate (ja, das unschöne Kriegsgerät hat seinen Namen daher), bot. "punica (ja, der auch) granatum", gedeiht nur in warmen Klimazonen und gilt seit alters her als Fruchtbarkeitssymbol. Den Schriftsteller Hermann Peter Piwitt gar befruchtete sie beim Liebesspiel mit einer drallen Schönen zu Vergleichen mit einer "kosmischen Zwiebel". Selbst Mörike war aus der Ruhe gebracht: "Ich stand am Morgen jüngst im Garten, vor dem Granatbaum sinnend still." Schnell jedoch schweifen seine Sinne ab von der edlen Frucht -- und hingewandt zu der im Grase schlummernden Jolande -- galoppieren die hehren Verse unversehens vom andante ins rasendste presto. Das "saftige Fruchtfleisch" hat sie alle umgetrieben; von Schiller bis Heine liefern sie hier ihre (erotischen) Preziosen ab. Das ist schön und kurzweilig und wer danach immer noch nicht genug hat, findet im Anhang noch einige abgehobene Granatapfelrezepte zum Nachkochen. --Ravi Unger Über den Autor und weitere Mitwirkende Klaus Thiele-Dohrmann, geboren 1936; studierte Psychologie und Literaturwissenschaft; lebt als Autor und Wissenschaftsjournalist in Hamburg und ist Mitarbeiter verschiedener Zeitungen (u.a. DIE ZEIT) und Rundfunksender (NDR, Bayerischer Rundfunk). Buchveröffentlichungen u.a.: Intuition (1990); Abschied vom Gewissen (1991); Der Charme des Indiskreten - Eine Kulturgeschichte des Klatsches (1995); Europäische Kaffeehauskultur (1997); Aretino - Kurtisanenfreund und Fürstenplage (1998). Soweit AMAZON Meine Meinung: Nicht alle Kapitel dieses vielseitig informierenden Büchleins waren für mich gleich interessant. Besonders gefielen mir die Märchen aus den verschiedenen Kulturen. Vor allem aber hat mich erstaunt, wieviel es zu diesem Thema zu sagen gibt.

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