Klaus Voormann

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Rezension zu "Birth of an Icon REVOLVER 50" von Klaus Voormann

Ein ganz besonderer bibliographischer Leckerbissen für alle Beatles-Fans
WinfriedStanzickvor einem Jahr



Das siebte Album der legendären Beatles, das vor über fünfzig Jahren veröffentlicht wurde, zählt nicht nur wegen seinen musikalischen Kunstwerken sondern auch wegen seinem Cover zu den von der amerikanischen Musikzeitschrift „Rolling Stone“ in der Liste „500 Greatest Albums of All Time“ aufgeführten Alben. Auf Platz 3 ist es dort notiert.

Um dieses Cover geht es in diesem außergewöhnlichen Buch, in dem der heute 78-jährige Grafiker Klaus Voormann mit einer langen Graphic Novel und anderen kurzen Texten erzählt, wie es damals zu diesem Album kam und warum von den Fans der Beatles oft als der fünfte, der deutsche Beatle genannt wurde.
Voormann lässt den Leser mit seiner gezeichneten Geschichte an diesem ganz besonderen Prozess teilhaben, wie er klebte, bastelte und collagierte. In den Begleittexten lässt er Zeitgenossen und auch heutige Fans (z.B. Hörst Köhler zu Wort kommen.

Ein ganz besonderer bibliographischer Leckerbissen für alle Beatles-Fans.




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Rezension zu "»Warum spielst du Imagine nicht auf dem weißen Klavier, John?«" von Klaus Voormann

Tolles Buch mit haufenweise bemerkenswerter Erinnerungen, nicht nur für Beatles-Fans.
Soerenvor 2 Jahren

Klaus Voormann kannte sie alle: John Lennon, George Harrison, B.B. King, Leon Russell und viele mehr. Er hat die Beatles in Hamburg kennengelernt, bevor sie berühmt worden. Daraus entwickelte sich eine Freundschaft, die über die Jahrzehnte hielt. Immer wieder luden er und sie sich gegenseitig zu Projekten ein und besuchten einander. Noch dazu ist Voormann Maler, Fotograf und war über die Jahre ein ebenso begnadeter wie gefragter Bassgitarrist, der mit dem Who-is-who der Musikszene spielte. Genauso lesen sich seine Memoiren auch. Es gibt Anekdoten über unzählige berühmte Leute, allerdings nie als Enthüllungsstory, sondern eher als Erinnerungen, im netten Plauderton erzählt. Zum Beispiel, wie er mit John Lennon um die Häuser zog oder ihn dieser spontan zu einem Konzert in Toronto überredete. Wie er mit Dr. Johns Band bei einem geplatzten Konzert hinter der Bühne festsaß. Oder wie er mit Paul, George und Ringo versucht hat, das Treffen mit Elvis zu rekonstruieren. Das und vieles mehr. Ein Fest für jeden Musikfan. Ein unaufdringliches und dadurch umso interessantes Zeitzeugnis. Da verzeiht man gerne, dass die Aufzeichnungen oftmals nicht chronologisch sind und manche Erlebnisse, von denen man denkt, dass er darüber bestimmt berichtet (zum Beispiel, dass er in einem Film mit Robin Williams mitgespielt hat), nicht kommen. Manches erscheint einem im Nachhinein auch nicht mehr so wichtig. Auf jeden Fall ein tolles Buch, nicht nur für Beatles-Fans.

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Rezension zu "»Warum spielst du Imagine nicht auf dem weißen Klavier, John?«" von Klaus Voormann

Rezension zu "»Warum spielst du Imagine nicht auf dem weißen Klavier, John?«" von Klaus Voormann
SVvor 11 Jahren

Ein Freund

Nein, hab ich wohl damals gedacht, beim Erscheinen des Buches 'Warum spielst du Imagine nicht auf dem weißen Klavier, John?' von Klaus Voormann, nicht schon wieder ein Beatles–Buch lesen. Obwohl Klaus Voormann, den ich als Musiker schon mein ganzes Leben lang kenne, in meiner persönlichen Werteskala recht weit oben ist.
„Ein anständiger Mensch“ denk ich von ihm, kanns nicht genau begründen natürlich, kenn ihn ja von Bildern, aus Zeitungen und von der Musik, an der er beteiligt war.
Und wo war der überall! Grandiose Bands, Ereignisse, als Grafiker erfolgreich, als Musiker geschätzt – und trotzdem hab ich das Buch erst jetzt gelesen, nachdem ich Eric Clapton „Mein Leben“ und den Artikel von Voormann in der Süddeutschen Zeitung dazu gelesen hatte, in dem er sich ein wenig enttäuscht über Clapton und seinen Egoismus geäußert hat, allerdings zurückhaltend, freundlich, fast verständnisvoll.
Diese Zurückhaltung ist in seinen Buch auf jeder Seite zu spüren. Er ist kein geschickter Schreiber, manchmal hats fast etwas Aufsatzhaftes, aber das stört nicht, macht eher den Inhalt wichtiger, deutlicher, ohne Ablenkung durch literarische Feinheiten.
Er beginnt damit, dass George Harrison anruft und sagt, er wär in Golling beim Stanglwirt und ob er nicht vorbeikommen könne.
Damit ist das Hauptthema der Geschichte da: The Beatles, seine Freundschaft mit allen vieren, am meisten mit Harrison vielleicht, ihr Treffen Anfang der Sechzigerjahre in Hamburg, ihre Geschichte, seine Geschichte, es ist seine Geschichte der verpassten Gelegenheiten, jemand der mit John Lennon, Yoko Ono, Eric Clapton zum Auftritt nach Toronto reist, kriegt viel Aufmerksamkeit, Anerkennung, seine Schüchternheit, das fehlende Selbstvertrauen haben vielleicht eine große Musikerkarriere verhindert, obwohl sie auf eine unauffällige Art sicher groß war.
Nachdem er zurück in Deutschland war, hat er produziert, Trio unter anderem, das Feinste, das die „Neue Deutsche Welle“ hervorgebracht hat, hat wieder als Grafiker gearbeitet und hat immer den Kontakt mit den Beatles gehalten, bis hin zum letzten Besuch bei George Harrison in England, kurz vor dessen Tod.
Paul McCartney hat ein Vorwort, eine Vorbemerkung beigesteuert zum Buch und ich denk, es ist eines der lesenswertesten Bücher über einen Musiker oder eine Musikerzeit, die man finden kann. Voormann widersteht jeder Versuchung schlagzeilenträchtige Details auszubreiten, er ist ein echter Freund der Beatles und schaffts wirklich mit großer Zuneigung und großem Respekt zu erzählen. Er lässt nicht die Enttäuschungen aus, die Fehlschläge, aber ist nicht voyeuristisch – er ist ein liebenswerter anständiger Mensch.
Danke fürs Buch Herr Voormann.

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