Klaus Wagenbach

 4 Sterne bei 46 Bewertungen
Autor von Franz Kafka, Kafkas Prag und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Klaus Wagenbach

Klaus Wagenbach, geboren 1930. Verlagslehre; Studium der Germanistik, Kunstgeschichte und Archäologie; 1957 Promotion; danach Lektor im S. Fischer Verlag. Gründete 1964 den Verlag Klaus Wagenbach; lebt in Berlin.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Klaus Wagenbach

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Cover des Buches Franz Kafka (ISBN: 9783644496811)

Franz Kafka

 (22)
Erschienen am 01.06.2013
Cover des Buches Kafkas Prag (ISBN: 9783803111418)

Kafkas Prag

 (7)
Erschienen am 15.10.1993
Cover des Buches Warum so verlegen? (ISBN: 9783803124876)

Warum so verlegen?

 (4)
Erschienen am 15.03.2004
Cover des Buches Italienische Weihnachten (ISBN: 9783803113221)

Italienische Weihnachten

 (3)
Erschienen am 26.09.2019
Cover des Buches Franz Kafka. Bilder aus seinem Leben (ISBN: 9783803136251)

Franz Kafka. Bilder aus seinem Leben

 (2)
Erschienen am 22.04.2008
Cover des Buches Mein Italien, kreuz und quer (ISBN: 9783803125590)

Mein Italien, kreuz und quer

 (3)
Erschienen am 01.03.2007
Cover des Buches Die Freiheit des Verlegers (ISBN: 9783803136329)

Die Freiheit des Verlegers

 (1)
Erschienen am 08.06.2010
Cover des Buches Franz Kafka: Bilder aus seinem Leben. (ISBN: B003BFPWKO)

Franz Kafka: Bilder aus seinem Leben.

 (1)
Erschienen am 01.01.1983

Neue Rezensionen zu Klaus Wagenbach

Neu

Rezension zu "Italienische Weihnachten" von Klaus Wagenbach

Unterhaltsame Kurzgeschichten mit viel Charme
sternenstaubhhvor einem Jahr

Eine charmante italienische Weihnacht mit 17 unterhaltsamen Kurzgeschichten wartet in diesem Buch auf den Leser. Jede einzelne Geschichte ist ganz anders. Und gerade diese Unterschiedlichkeit macht den Reiz dieser bunten und gelungenen Kurzgeschichtensammlung aus. Die Schreibstile der jeweiligen Autoren haben mir sehr gut gefallen. Man kommt gut und leicht in die Erzählungen hinein und wird zu jeder Zeit aufs angenehmste unterhalten. Langeweile kann da nicht aufkommen. Der italienische Flair, der von den Geschichten ausgeht hat mir meine anregenden Lesestunden zusätzlich versüßt. Mit einer warmen Decke und einer Tasse Tee lässt sich so eine italienische Weihnachtsstimmung ins Haus holen. Eine gelungene Sammlung, die als Geschenk an sich selbst oder an gute Freunde, viel Freude bereiten wird.

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Rezension zu "Italienische Weihnachten" von Klaus Wagenbach

Bon natale alla italiana
aus-erlesenvor einem Jahr

Weihnachten und Wunder – das Passt. Eine wundervolle Zeit, in der man garn an Wunder glaubt. Überall auf der Welt! Und wenn dann auch noch Wunder in Erfüllung gehen, sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.

So wie bei Luigi Malerba. Gaspare wird von einem Propheten dazu verleitet nach Massa Martana zu fahren. Dort stünde nämlich demnächst ein Wunder ins Haus, bzw. in den Stall. Seine Frau hat nur ein müdes Lächeln für die Hirngespinste ihres Gatten übrig. Lässt ihn aber gewähren. Sie vertreibt währenddessen die Zeit im Kino. Gaspare fährt also aufs Geratewohl los, um dem Wunder beizuwohnen. Ein Goldkettchen hat aus dem heimischen Schrank noch schnell stibitzt. Denn schließlich soll man niemandem ohne Geschenk die Aufwartung machen. Und er selbst sieht sich in seiner Rolle auch als etwas ganz Besonderes. Allerdings muss er bald feststellen, dass er nicht der Einzige ist, der sich auf die Reise in den entfernten Ort macht. Zwei weitere Männer haben das gleiche Ziel. Auch sie mit Geschenken im Gepäck. Der Eine hat sogar was ganz Praktisches dabei: Etwas gegen den Gestank am Ort des Geschehens, hier riecht es doch penetrant nach Stall…

Andrea Camilleri nimmt eine Zeitungsmeldung zum Anlass sich ein paar Gedanken über Weihnachten zu machen. In South Dakota wohnt ein Mann für den Weihnachten an 365 Tagen im Jahr stattfindet. Er zelebriert das nicht, in dem er einfach die üppige Weihnachtsdeko am Haus nicht abnimmt, sondern in dem er seiner tiefsten Überzeugung Leben einhaucht: Er ist der Weihnachtsmann. Drei rentiere hat er auch, zwei Weibchen und einen Bock. Als letztem jedoch im Laufe des Jahres nach ein bisschen Zweisamkeit zumute ist, und er mit ansehen muss, wie der Weihnachtsmann mit einer der Auserwählten schmust – ohne dabei jedoch die Regeln des Anstands zu verletzen, damit das mal klar ist – ist es mit der Illusion schnell vorbei. Er nimmt den Rauschebart ins Visier und anschließend aufs Geweih.

Luciano de Crescendzo lässt Baum- und Krippenliebhaber – in Neapel mehr als nur eine Frage des Geschmacks – aufeinander losgehen. Leonardo Sciascia lässt Kinderstimmen zum Leben erwachen. Kurzum: „Italienische Weihnachten“ kommt 2019 in der zweiten Auflage in die Läden. Mehr als nur eine hübsche Idee, um anderen eine Freude zu machen. Wenn der Weihnachtskonsumwahnsinn überhandnimmt, sind diese Geschichten das Wunder, das Weihnachten innewohnen sollte.


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Rezension zu "Wieso Bücher?" von Klaus Wagenbach

Literaturgeschichte (leider ohne Coverbild)
Duffyvor 2 Jahren

Es gibt Verlage, die man am Layout erkennt, Diogenes etwa. Genauso ist es mit dem Wagenbach- Verlag und seiner länglichen Buchform mit rotem Leinenumschlag. So kommt auch die "Festschrift" zum 30jährigen Jubiläum daher, die leider nur noch antiquarisch zu bekommen ist, allerdings ohne große Schwierigkeiten im Netz.
Die Geschichte eines der wichtigsten Verlage Deutschlands wird hier nachgezeichnet, denn der gründete sich 1964, mitten im Aufbruch der Linken und aus dieser Richtung rekrutierte sich ein Stamm von Schreibern, die den Verlag mittrugen. Der hatte es nicht leicht, denn die "Systemkritik" war Neuland, das Denken der Jugend nahm eine andere Richtung als das Establishment. So hatte Wagenbach selbst in den 70ern wegen einiger Veröffentlichungen einige Begegnungen mit der Justiz. Doch er antwortete darauf mit einer gewissen verlegerischen Sturheit und so blieb es nicht aus, dass es innerhalb des Verlages zu Richtungsstreits und Neuorientierungen kam. Doch der Verlag überlebte und das Auf und Ab bescherte den Lesern, u.a. auch in der DDR, wohin die Bücher teilweise geschmuggelt und kostenfrei verteilt wurden, das wohl ehrlichste und informativste politische Material, was in diesen Zeiten gedruckt wurde. Dass damit niemand reich wurde, muss nicht erwähnt werden.
Nicht nur die Geschihte des Verlags bis dahin wird hier in keinesfalls ausuferndem Format vorgestellt, sondern es melden sich auch einige der namhaften Autoren der ersten Stunde zu Wort, um mit Beiträgen über die Lesekultur in Deutschland Grundsätzliches zu sagen.
Klaus Wagenbach kann man nicht genug danken und Respekt zeugen, dass er mit dem Verlag einen der wichtigsten Beiträge zur deutschen Nachkriegsliteratur geliefert hat. Ohne sein kleines Unternehmen sähe es heute im Verlagswesen anders aus. Und die Qualität der ersten 30 jahre setzt sich weiter durch. Die Ecke in den Buchhandlungen mit den roten Büchern ist eine feste Größe. Das ist in der augenblicklichen Literaturszene wie eine kleine Insel im Meer der Banalitäten. Möge es diesen Verlag noch recht lange geben.

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