Klaus Werner-Lobo , Hans Weiss Das neue Schwarzbuch Markenfirmen

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Inhaltsangabe zu „Das neue Schwarzbuch Markenfirmen“ von Klaus Werner-Lobo

Unsere beliebtesten Marken gründen ihre Profite auf Ausbeutung, Kinderarbeit, Krieg und Umweltzerstörung. Das neue Schwarzbuch Markentfirmen deckt die skrupellosen Machenschaften der großen Konzerne auf - und zeigt zugleich, welche Macht jeder Einzelnen von uns hat, korrupte Regierungen und Multis zu einer menschenfreundlicheren Politik zu zwingen. Das Standardwerk für kritische Konsumenten!

Das Fatale ist, dass auch etliche Bio- und Fairtradefirmen Tochterkonzerne der Multis sind und kritisches konsumieren somit wenig bewirkt.

— bibliophilist1985
bibliophilist1985

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  • Rezension zu "Das neue Schwarzbuch Markenfirmen" von Klaus Werner-Lobo

    Das neue Schwarzbuch Markenfirmen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. June 2011 um 17:18

    Dies ist ein Buch, das wirklich aufrüttelt und berührt - und wütend macht. Aber wie Hannes Jaenicke sagt: "Wut allein reicht nicht!", und so zeigt es auch, was man tun kann. Durch dieses Buch werden viele Dinge, die man vorher nur unklar im Kopf hat, konkret, und man bekommt viele Fakten an die Hand, die auch handfeste Argumente bieten, und ich empfehle es uneingeschränkt weiter. Der erste Teil des Buchs behandelt verschiedene Themenfelder: Die Bekleidungsindustrie, die Medikamentenindustrie, Elektronik, Ernährung, Wirtschaft etc. Es wird gezeigt, was z.B. der Konzern Bayer mit dem Bürgerkrieg im Kongo zu tun hat, dass die Happy Meal-Figuren, an denen unsere Kinder sich so erfreuen, in Asien von Kindern hergestellt werden, die wie Sklaven schuften müssen, dass es in Westafrika sogar tatsächlich noch Sklaven gibt, auch Kinder, die dort Kakao pflücken, damit wir uns möglichst billig mit Milka vollstopfen können... Ja, jedem von uns ist irgendwo klar, dass es diese Dinge gibt. Jeder von uns weiß wohl irgendwo in einer Ecke seines Gedächtnisses, dass unsere Klamotten von H&M, Nike und Co. wohl nicht unter den besten Bedingungen hergestellt werden. Auch ich wusste das, aber es ein riesiger Unterschied, das irgendwie nur zu ahnen, oder die grausamen Fakten tatsächlich schwarz auf weiß zu lesen - denn sie sind grausamer als ich es gedacht hätte. Da gibt es Betriebe, in denen die Frauen nur einen Tag im Jahr frei haben, Betriebe, in denen sexuelle Belästigung an der Tagesordnung ist, das werden Kinder von ihren Eltern an die Kakaoplantagen verkauft mit der Hoffnung, dass sie dort ein besseres Leben finden, usw. usw... Es wird klar, dass die Verantwortung für das alles auch von den Konsumenten getragen wird. Denn indem wir diese Produkte kaufen, unterstützen wir diese Konzerne und die Praktiken, die sie betreiben. Aber das Buch will dennoch keine Schuldgefühle machen - es will eher informieren und dazu anregen, bewusster zu konsumieren. Dazu dient der zweite Teil. Hier werden einzelne Konzerne - Procter & Gamble, Microsoft, Coca Cola, McDonalds und viele mehr - einzeln vorgestellt. Es wird gezeigt, welche Produkte zu ihnen gehören (denn oft weiß man das gar nicht - man nimmt z.B. Pampers, Pringles und Pantene nur als einzelne Marken wahr, weiß aber meist nicht, dass sie alle drei zum gleichen Konzern, nämlich Procter & Gamble, gehören). Dazu gibt es Beschreibung davon, was genau an diesen Konzernen kritisiert wird, und am Ende gibt es Alternativvorschläge und Protestmöglichkeiten. Die Alternativvorschläge fallen leider manchmal etwas mau aus, aber ich bin der Meinung, dass man mit etwas Nachdenken schnell Alternativen finden kann. Natürlich hat nicht jeder die Mittel, sich komplett in Fairtrade-Kleidung einzukleiden (das weiß ich als Studentin nicht unbedingt wohlhabender Eltern sehr gut), aber jeder kann Fairtrade-Schokolade anstatt normaler Schokolade kaufen, auch wenn man sich dann vielleicht nur noch zwei Tafeln im Monat statt zwei pro Woche leisten kann. Jeder kann versuchen, auf regionale Produkte umzusteigen, jeder kann sein Shampoo von Alverde statt von Procter beziehen, jeder kann sein Handy und Laptop erstmal benutzen, bis es wirklich kaputt geht, statt sich jedes Jahr direkt ein Neues zuzulegen. Keiner von uns kann perfekt leben - etwas, dass man meistens direkt als Gegenargument an den Kopf geworfen bekommt, wenn man anfängt, über dieses Thema zu reden - aber das ist kein Argument, GAR NICHTS zu tun. Jeder von uns kann im Rahmen seiner Möglichkeiten seinen Konsum verändern und aufhören, diese Praktiken zu unterstützen. Zum Abschluss ein Zitat aus dem Buch, das mir am meisten im Gedächtnis geblieben ist: "Es geht gar nicht ums Gewissen. Wir sind in der westlichen Welt von so viel Luxus umgeben, dass wir den Luxus eines guten Gewissens nicht auch noch in Anspruch nehmen müssen. Es geht darum, die Verhältnisse zu ändern."

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  • Rezension zu "Das neue Schwarzbuch Markenfirmen" von Klaus Werner-Lobo

    Das neue Schwarzbuch Markenfirmen
    Anja_Lev

    Anja_Lev

    28. March 2010 um 19:38

    Vielleicht hatte ich zu viel erwartet, von nur knapp 400 Seiten inklusive Quellennachweisen und Firmenporträts - doch am Ende des Schwarzbuchs Markenfirmen bleibt trotzdem das Gefühl, wenig Neues gelesen und bei den meisten Themen nur an der Oberfläche gekratzt zu haben. Brent Spar, Regenwaldrodung, Sweatshops, was Klaus Werner-Lobo und Hans Weiss nennen, hat der interessierte Leser oft schon gehört. Verstärkt wird dies noch dadurch, dass oftmals zitiert wird, aus Zeitungen, TV-Recherchen oder von Umweltverbänden. Das macht die Tatsachen nicht weniger traurig, ärgerlich und erwähnenswert, doch an manchen Stellen hätte ich mir weitere Informationen oder Verweise auf spezifische Fälle gewünscht, die ich woanders nachlesen könnte. Weil dies fehlt, ziehe ich einen Stern meiner Wertung ab. Den anderen kostet das Buch die vermeintliche Aktualität, klebt auf meinem Exemplar doch der Aufkleber "Der Bestseller komplett akutalisiert". Beim Lesen fällt jedoch auf, dass die meisten Beispiele und Zahlen aus den 90er Jahren oder den Jahren 2000 und 2001 stammen. Besonders im Fall der Klage gegen Shell, die 2001 Obersten Gerichtshof der USA wieder aufgenommen wurde, hätte ich mir ein Update zum aktuellen Stand/ zum Verlauf gewünscht. Lediglich die Firmenporträts sind nachweislich aktualisiert, hier werden auch aktuellere Zahlen erwähnt. Für diesen Marketingschwindel ziehe ich den zweiten Stern ab. Positiv bleibt dennnoch: Weiss und Werner-Lobo bieten einen guten Überblick über die verschiedenen Felder internationalen Konsums, auf denen vielfaches Unrecht geschieht und Konzerne ihre Marktmacht ausnutzen. Viele Punkte erschrecken und rütteln damit hoffentlich den einen oder anderen Leser auf. Besonders erwähnen möchte ich noch Hans Weiss' Recherchen zu Medikamentenversuchen in Osteuropa, das ist die Art aktiver Arbeit / Recherche, die ich mir wünsche!

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