Klaus Wolschner

 4 Sterne bei 2 Bewertungen

Alle Bücher von Klaus Wolschner

Virtuelle Realität der Schrift

Virtuelle Realität der Schrift

 (1)
Erschienen am 09.02.2016
Wie Glaubensgefühle Geschichte machen

Wie Glaubensgefühle Geschichte machen

 (0)
Erschienen am 24.08.2018

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Rezension zu "Virtuelle Realität der Schrift" von Klaus Wolschner

Einiges was Sie schon immer über Ihr Bewusstsein wissen wollten
diegutevor einem Jahr

Klaus Wolschner, der bereits ein interessantes Buch über die mediale Welt der Menschen veröffentlicht hat, geht hier auf ganz spezielle Aspekte unserer Realitätbildung ein. Insbesondere der unseres Realitätsverständnisses in Bezug auf die Entwicklung von nationalen Schriftsprachen. Interessant ist seine Darstellung vor allem durch die "These", dass wir nicht erst seit dem 20. Jahrhundert zunehmend in virtuellen Realitäten leben, sondern dies schon immer getan haben.
Das Neue mit der Entwickling der Schriftspachen ist dabei die fortschreitende Herausbildung von abstraktem Denken, natonaler sowie individueller Identität und das Entstehen von reflexiven Selbstbildnissen, die unser heutiges (europäisches) ich-Verständnis entwickelt haben und bestimmen. Daneben stellt er die Bedeutung der wirkenden Mächte heraus, die die Beherrschung der Schrift von kleinen Bevölkerunggruppen auf die Gesellschaften und ihre kulturelle Entwicklung hatten und wie diese Macht mit beginn der Alphabetisierung allmählich verloren ging oder sich wandeln musste. Schließlich postuliert er, dass sich auch der computerisierte Mensch in Zukunft noch auf absehbare Zeit den Denkmustern der Schriftkultur bedienen wird.
Ich persönlich habe das Buch sehr genossen. Der Schriftschnitt hat eine großzügiges, bequemes Maß, es ist flüssig geschrieben und handelt das Thema angenehm geordnet, prägnant und umfassend vom allgemeinen Entstehen der menschlichen Sprache, über neurologische Erkenntnisse der Wissenschaft, historische Entwicklungen der europäischen Geschichte und ihren Schriftspachen bis zu einem kleinen Ausblick auf die Zukunft ab.
Einen Stern ziehe ich für die Rechtschreibung dieses "Print-on-demand"-Buches ab. Diese ist manchmal, auch grammatikalisch gesehen, etwas anstrengend. Ich habe mir schon überlegt, ob sie das (ob des Themas) absichtlich sein soll?
Alles in Allem kann ich das Buch aber nur wärmstens empfehlen.

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