Klaus Wowereit ... und das ist auch gut so.

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Inhaltsangabe zu „... und das ist auch gut so.“ von Klaus Wowereit

Sein Leben, seine Arbeit, seine Visionen – Klaus Wowereit, wie er wirklich ist<br /><br />Er ist Deutschlands schillerndster Politiker. Wer ihn für einen Partylöwen hält, wird nach dieser ungewöhnlich offenen Lebensbeschreibung sein Urteil überdenken. Denn kein deutscher Politiker hat sich seinen Aufstieg so hart erarbeitet wie Klaus Wowereit. Von seiner Jugend als eines von fünf Kindern einer alleinerziehenden Arbeiterin in Berlin-Lichtenrade bis zur Wiederwahl zum Regierenden Bürgermeister von Berlin spannt sich der Bogen dieser Autobiographie, die zugleich eine politische Standortbestimmung ist. Wowereits Kennzeichen ist Mut: Er verordnete Berlin ein riskantes Sparprogramm, er wagte eine umstrittene Koalition, er bekennt sich zu seiner Homosexualität.<br /><br />»Nach heutigen Maßstäben hätte meine Familie wahrscheinlich zum Prekariat gezählt – jener von den Wortkünstlern meiner Partei erfundenen Gesellschaftsschicht, deren richtigen Namen man nicht auszusprechen wagt: Malocher«, schreibt Klaus Wowereit. Aber zum Lamentieren hatte diese Familie keine Zeit: Sie alle arbeiteten hart, sie sparten, aber sie verstanden es auch, mit Familienfeiern den Zusammenhalt zu festigen. Nur so konnten die Wowereits mehrfache Schicksalsschläge meistern – den frühen Tod zweier Brüder, die Pflegebedürftigkeit der Mutter im Alter. In den siebziger Jahren weckte Willy Brandt die politische Begeisterung des jungen Gymnasiasten Wowereit, der auch als Jurastudent mehr an konkreten gesellschaftlichen Reformen als an abstrakten Weltverbesserungstheorien interessiert war. Aber Wowereit belässt es nicht bei der persönlichen Rückschau. Aus seinen offen beschriebenen Erfahrungen heraus entwickelt er sein Verständnis von Politik und bezieht zu allen gesellschaftlich relevanten Fragen unserer Zeit pointiert Stellung.<br /><br /><br />• Eine romanhafte Karriere – authentisch und mitreißend erzählt<br />• Ob Zuwanderungsgesetz, Sparkurs oder Neue Armut – Klaus Wowereit bezieht offen Stellung<br /><br />

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  • Rezension zu "... und das ist auch gut so." von Klaus Wowereit

    ... und das ist auch gut so.

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. December 2011 um 18:59

    Wahlwerbung? Ja oder Nein? Ja und Nein! Ja deshalb, weil Wowereit es versteht, sich ins rechte Licht zu setzen. Nein, weil er manches ehrlicher anspricht, als man es von Politikern gewöhnt ist. An erster Stelle muss ich dabei die „coolen“ Worte nennen, mit denen Wowereit seine Homosexualität abhandelt. Immerhin war während der meisten Zeit meines Lebens Homosexualität noch strafbar. Da bedurfte es und bedarf es für mich immer noch gelegentlich einer gewissen Umgewöhnung. Wowereit hat mit den Worten, die Eingang in den Buchtitel gefunden haben, jedoch die richtigen Worte gewählt und offensichtlich den Nerv der Jetztzeit getroffen. - Diese Seite Wowereits hätte mich freilich nicht dazu gebracht, sein Buch zu lesen. Es war die Seite des Untertitels. Sie versprach mir nicht nur Einblick in die ungewöhnliche Karriere eines cleveren Mannes aus dem unteren Bürgertum - aus dem Prekariat kommt er meines Erachtens nicht, auch wenn er ihm seine Kindheit zuordnet und damit kokettiert, wiewohl er anderseits die „mediale Mystifizierung der Prollkultur“ (gibt es sie und darf sie so ohne weiteres mit dem Prekariat verbunden werden?) verheerend findet - , sondern vor allem Einblick in seine Beziehung zu den Verhältnissen und zu den politischen Kräften, denen er seinen Aufstieg verdankt. In dieser Erwartung wurde ich auch nicht enttäuscht. Wowereit schildert seinen Werdegang von der Grundschule bis zu seiner Wahl zum Regierenden Bürgermeister von Berlin in einer Offenheit, die man fast ungewöhnlich nennen möchte, wäre da nicht so ein Satz wie „Ich galt als sauber“. Warum schreibt er hier nicht „Ich war sauber.“? Weil dieser Satz sprachlich nicht so gut klingt klingt? Weil der Satz die Sicht der Bürger und nicht seine eigene wiedergeben sollte? Weil ein literarischer Adjunkt, der Wowereit vermutlich bei der Entstehung des Buches begleitet hat, ihm diese Formulierung in den Mund gelegt hat? Weil er wirklich sagen wollte, dass er - ich füge (unzulässiger Weise?) hinzu: nur - als sauber galt? Lese ich hier zu viel aus einem einzigen Wort heraus? Lese ich überdies auch unerlaubt etwas zwischen den Zeilen, wenn mir auffällt, dass Wowereit zum Besuch von George W. Bush in Berlin eigentlich nur etwas über das gemeinsame Essen bei guter Stimmung wiedergibt, kein Wort zu der Arbeit, die mit einem Arbeitsessen, das es wohl war, verbunden ist? - Aber weg von kritischem Argwohn. Insgesamt eine lesenswerte Halbzeit-Biografie. Wowereit ist nicht immer so zurückhaltend in seinen Ansichten wie in Bezug auf Bush. Sein Buch verrät viel über den pragmatischen Politiker, der nicht überall bloß dem parteilichen und gesellschaftlichen Mainstream folgt. In diesem Pragmatismus liegt wahrscheinlich der Schlüssel für seinen Erfolg. Ich frage mich, ob er mit dem zu seinem Pragmatismus passenden nunmehrigen rot-schwarzen Senat in Berlin auch die Weichen für ein noch höheres Amt stellen wollte oder ob eine andere Koalition ausschließlich an unterschiedlichen Ansichten zu Sachfragen gescheitert ist. Die Zukunft wird es zeigen. Dann gibt es vielleicht ein Buch zu Wowereits zweiter Halbzeit.

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