Klaus Zeyringer

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Lebenslauf

Klaus Zeyringer, geboren 1953 in Graz, habilitierte sich dort 1993 und war Professor für Germanistik in Frankreich. Er ist als Literaturkritiker u.a. für den »Standard« tätig sowie Jurymitglied der ORF-Bestenliste und moderiert Literatur-Veranstaltungen in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Im S. Fischer Verlag ist »Fußball. Eine Kulturgeschichte« erschienen sowie das zweibändige Werk »Olympische Spiele. Eine Kulturgeschichte. Band 1: Sommer« und »Olympische Spiele. Eine Kulturgeschichte. Band 2: Winter«.Klaus Zeyringer »ist ein begnadeter Erzähler, seine historischen Sachbücher sind eher Romane«. NZZ am Sonntag»Wie nur wenige WissenschaftlerInnen versteht es Klaus Zeyringer, seine LeserInnenschaft literarisch zu fesseln.« Die Wochenzeitung

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Klaus Zeyringer

Cover des Buches Breaking News (ISBN: 9783103976281)

Breaking News

(1)
Erschienen am 23.04.2025
Cover des Buches Das wunde Leder (ISBN: 9783518073599)

Das wunde Leder

(1)
Erschienen am 09.05.2018
Cover des Buches Fans (ISBN: 9783103970616)

Fans

(1)
Erschienen am 24.04.2024
Cover des Buches Fußball (ISBN: 9783596035878)

Fußball

(1)
Erschienen am 27.04.2016
Cover des Buches Die Würze der Kürze (ISBN: 9783103971200)

Die Würze der Kürze

(0)
Erschienen am 28.09.2022
Cover des Buches Reimverbote und andere Schreibaufträge (ISBN: 9783903575158)

Reimverbote und andere Schreibaufträge

(0)
Erschienen am 22.03.2024

Neue Rezensionen zu Klaus Zeyringer

Cover des Buches Breaking News (ISBN: 9783103976281)
Trishen77s avatar

Rezension zu "Breaking News" von Klaus Zeyringer

Trishen77
Zeitgeschehen, rückblickend

Zeitungen würden dann und wann mit ihren Meldungen gerne Geschichte schreiben (und manchmal tun sie das auch; wobei sie dann eher zum Objekt der Geschichte werden und nicht zu ihren Machern). In der Regel sind Zeitungen zwar wichtige Zeitzeugen, die Geschichte aber wird erst im Nachhinein geschrieben, wenn Entwicklungen sich überblicken und kontextualisieren lassen; mit dem Vorteil, dass man nun bereits weiß, wie es aus- und weiterging. Der Pressespiegel kann nicht in die Zukunft sehen und nur selten hinter sich selbst. Dennoch spiegelt er, verzerrt durch die Interessen der Herausgeber*innen, die Zeiten wider, ihre Ängste und Zerstreuungen, Agitation, Rhetorik und Propaganda.

Was sich historisch im Nachhinein als bedeutsam herausgestellt hat, sucht man in der damaligen Presse manchmal vergeblich oder ihm wird wenig Platz eingeräumt. Lange Zeit hatte das auch mit den Entfernungen zu tun, die Neuigkeiten zurücklegen mussten und mit der Klientel, den Zeitungsleser*innen, sowie der Nähe der Publikationen zu Orten der Macht wie Konigshöfen, wohlhabendem Bürgertum und mächtigen Industriellen.

Zeyringer und Prutsch greifen Ereignisse aus über drei Jahrhunderten heraus und zeigen, welche Art von Präsenz sie in der damaligen Berichterstattung hatten. Auch die Entwicklung des Pressewesens in diesem Zeitraum, seine Evolution quasi, wird geschildert.

Manches, wie etwa die Reaktionen der ausländischen Presse zum Aufstieg der NSDAP oder zur amerikanischen Unabhängigkeit, war für mich interessanter als bspw. die Berichterstattung zur Glorious Revolution. Überhaupt hätte ich mir ein bisschen mehr Abseits von Kriegen/Krisen gewünscht (wobei es klarerweise einfacher ist, weil man da ein fixes Datum hat und viel Berichterstattung aus allen möglichen (politischen) Winkeln).

So oder so ein spannendes Buch, wenn man sich für Zeitgeschichte interessiert.

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