Michael Berger findet in einem Buch zu den Kriegsverbrechen der Deutschen in Polen ein Bild, was vermeintlich seinen Vater als Täter zeigt. Er konfrontiert seinen Vater und versucht herauszufinden, wer sein Vater wirklich ist und damit auch die Frage, wer er selbst ist.
Das Buch ist als Gedankenfluss geschrieben und damit nicht ganz leicht zu lesen. Typisch für die zweite Hälfte der 60er und der beginnenden 70er. Die Handlung beginnt in einem Café und geht dann immer wieder in verschiedene vergangene Zeitebenen. Die letzten Kriegswochen, die Monate nach dem Finden des Bildes, die Suche nach Antworten. Man dringt tiefer in die Welt des Charakters Michael ein und beginnt so nachzuvollziehen, wie schwer es den jungen Leuten fällt, mit den Folgen der Entscheidungen der Vätergeneration umzugehen.
Wenn man sich einmal eingelesen hat, ist es wirklich eine interessante, aber keine leichte Lektüre. KEIN HÖRBUCH!


