Klemens Pütz

 4.8 Sterne bei 44 Bewertungen

Neue Bücher

Unverfrorene Freunde
 (44)
Neu erschienen am 21.09.2018 als Hardcover bei Ullstein Buchverlage.

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Klemens PützUnverfrorene Freunde
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Unverfrorene Freunde
Unverfrorene Freunde
 (44)
Erschienen am 21.09.2018
Klemens PützTierwelt der Antarktis und Subantarktis
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Tierwelt der Antarktis und Subantarktis
Tierwelt der Antarktis und Subantarktis
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Erschienen am 01.06.2009

Neue Rezensionen zu Klemens Pütz

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Rezension zu "Unverfrorene Freunde" von Klemens Pütz

Unverfrorene Freude
mysticcatvor 4 Stunden

Das Buch „Unverfrorene Freunde. Mein Leben unter Pinguinen“ wurde von DEM Pinguinforscher geschrieben, von Klemens Pütz, der das Leben dieser Tiere seit bereits über drei Jahrzehnten erforscht. Da Pinguine meine absoluten Lieblingstiere sind, seit ich als Kind einen Stoffpinguin geschenkt bekommen habe, war ich auf dieses Buch ganz besonders gespannt. Erschienen ist es als Hardcover im Ullstein Verlag im September 2018. Eine E-Bookversion ist ebenfalls zum gleichen Preis erhältlich, jedoch würde ich aufgrund der tollen Fotos, die immer wieder im Buch zu finden sind, die gedruckte Version empfehlen.

 

Worum geht es?

Der Pinguinforscher berichtet über seine Arbeit mit Pinguinen, ganz besonders wird Stellung zum Zusammenleben, ganz besonders Partnerwahl, Brut- und Aufzuchtsverhalten genommen. Von den Arten, die im Buch näher beschrieben werden, handelt es sich hauptsächlich um Pinguine, die in der Antarktis heimisch sind, jedoch wird auch kurz auf kleinere Arten in wärmeren Gewässern eingegangen.

Themen wie „Pinguintourismus“ und „Klimawandel“ werden abgehandelt, informativ, mit Argumenten dafür und dagegen und stets ohne kritischem Zeigefinger, was das Lesen des Buches für mich sehr angenehm gemacht hat, da ich nie das Gefühl hatte, dass der Autor mir seine Meinung aufzwingen möchte, sondern dem Leser Anregungen und Informationen bietet, auf Basis derer die Bildung einer eigenen Meinung ermöglicht wird.

 

Meine Meinung zum Buch:

Da Pinguine meine Lieblingstiere sind, hatte ich bereits viel an Vorwissen, was den Lesegenuss dieses Buches überhaupt nicht geschmälert hat. Neben fachlichen Aspekten wird hier auch das Leben als Forscher beschrieben, wodurch dieses Buch meiner Meinung nach in keiner gut sortierten Schulbibliothek fehlen sollte. Die Erlebnisse sind persönlich, ungefiltert und zeigen auch die Schattenseiten der Forschungstätigkeit auf. Die Liebe des Autors zu seinem Beruf kommt beim Lesen ganz klar hervor, denn ich selbst könnte es mir nicht vorstellen, im „ewigen Eis“ mehrere Wochen oder Monate zu verbringen.

Die Beschreibungen sind kurzweilig, die Erzählung wird immer wieder durch mehrseitige Bilder von besuchten und beforschten Pinguinen beschrieben.

Ganz besonders interessant fand ich die Gedanken zum Tierschutz und verschiedenen gesetzlichen Vorgaben, die den Forschern das Leben schwer machen. Ich glaube, dass jede Methode, um an Mageninhalt zu kommen, besser ist, als den Pinguin dafür töten zu müssen, auch in diesem Bereich konnte ich viel Neues lernen.

 

Fazit: Ein toll geschriebenes Buch für alle, die sich für das Thema Pinguine oder Tierforschung im Feld interessieren.

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B

Rezension zu "Unverfrorene Freunde" von Klemens Pütz

Eine Reise in die Welt der Pinguine
buechertraeumevor 2 Tagen

Klemens Pütz erzählt in seinem Buch nicht nur ein paar lustige Anekdoten über flauschige, tollpatschige Pinguinküken, sondern gewährt dem Leser Einblick in die Lebensweise der flugunfähigen Vögel und in seine alltägliche Arbeit als Forscher. Dabei erklärt er nicht nur wie man einen Pinguin fängt oder ihm einen GPS-Tracker anlegt, sondern macht auch auf darauf aufmerksam, wo und inwiefern verschiedene Pinguine unter der wachsenden Umweltverschmutzung leiden. Manche Erklärungen zu Methoden oder Geräten gehen ein bisschen zu sehr ins Detail und sind so für einen Laien nicht unbedingt interessant.

Zusätzlich zu locker und leicht verständlich geschriebenen Texten gibt es in dem Buch zwei Bildblöcke (je 16 Seiten) auf denen verschiedene Pinguinarten in unterschiedlichen Lebenslagen, aber auch Ausschnitte vom Alltag in der Feldforschung zu sehen sind. Außerdem unterbrechen Infoboxen und Grafiken die Kapitel um Einzelheiten zu veranschaulichen.

Mich hat das Buch mit seiner Mischung aus Witz und Weisheit beinahe restlos überzeugt. Der lockere Schreibstil ist angenehm zu lesen, es gibt reichlich lustige Anekdoten aus Pütz Tagen in der Feldforschung und man kann außerdem noch jede Menge über Pinguine lernen. Wer sich für die Tiere interessiert, kann mit diesem Buch nichts falsch machen!

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Barbara62s avatar

Rezension zu "Unverfrorene Freunde" von Klemens Pütz

Zwischen zwei Welten
Barbara62vor 4 Tagen

Seit fast 30 Jahren arbeitet der Meeresbiologe Klemens Pütz als Pinguinologe und verbringt dafür jedes Jahr mehrere Monate im subantarktischen Raum, dem entlegensten, kältesten, stürmischsten, trockensten, isoliertesten und lebensfeindlichsten Kontinent. Damit ist er gleich seinen Forschungsobjekten ein Wanderer zwischen zwei Welten: Während er zwischen Bremerhaven und der Antarktis pendelt, wechseln die Pinguine zwischen Land und Meer. Kein Job für Weicheier, eher unromantisch, dafür aber auch niemals langweilig, wie er selbst es zusammenfasst, denn Pinguine leben unter extremen Bedingungen und vollbringen dafür unglaubliche Anpassungsleistungen. Als freier Pinguinforscher ist Klemens Pütz keiner universitären Bürokratie unterworfen und kann sich seine Themen selbst aussuchen, unterstützt von der Stiftung Antarctic Research Trust (ART), an deren Gründung er 1997 beteiligt war. Er betreibt Grundlagenforschung, Schwerpunkt ist das Verhalten der Pinguine auf See, wo sie 70 Prozent ihrer Zeit verbringen. Mit Sendern werden die Wanderungsrouten aufgezeichnet, mittels Magenspülungen untersucht, was sie unterwegs fressen. Die Arbeit besteht aus einer für mich erstaunlichen Mischung aus Hightech und sehr kreativer Improvisation, beides gut verständlich beschrieben. Ziel ist die Gewinnung von Daten, die sich vor allem für den Artenschutz einsetzen lassen, denn fast überall gehen die Pinguinpopulationen zurück. Dabei ist Klemens Pütz kein Aktivist, sondern Pragmatiker durch und durch, sucht überall Mittel und Wege zur Mitgestaltung und kennt keine Berührungsängste zu Wirtschaft, Politik und Tourismus. Trotz aller Sorgen um das Klima und die Folgen für "seine" Pinguine erkennt er auch Erfolge, was mir beim Lesen Hoffnung gemacht hat.

Ein Hauptanliegen des Autors ist es, mit Märchen und Mythen über Pinguine aufzuräumen, denn die Realität ist spannender als jedes Klischee. So habe ich beispielsweise erfahren, dass die befrackten Vögel keineswegs treu und monogam leben, dass Pinguinkolonien keine sozialen Verbände, sondern Zweckgemeinschaften sind, und dass man die charaktervollen Vögel weder nett noch niedlich nennen darf. Wahr ist dagegen, dass in der Pinguincommunity die Gleichberechtigung dank der bei beiden Geschlechtern vorhandenen Brutfalte vollständig umgesetzt ist, womit sie uns eindeutig eine Schnabellänge voraus sind.

"Unverfrorene Freunde" besteht hauptsächlich aus drei Teilen: „Pinguine an Land“, „Pinguine im Wasser“ und „Welt im Wandel – Pinguine in Gefahr“,  zwischendurch bleibt Zeit für den interessanten persönlichen Werdegang des Autors. Zwei ausführliche Bildteile, die einerseits die arktische Tierwelt, andererseits den Forscher in Aktion zeigen, mehrere Zeichnungen und Karten, graue Kästen mit Informationen zu Begriffen wie „Subantarktis“, „Krill“, „Falklandkrieg“ oder „Antarktisvertrag“, eine Übersicht über den Grad der Gefährdung der 18 Pinguinarten sowie ein kleines Literaturverzeichnis runden dieses ebenso informative wie ausgesprochen unterhaltsame, oft in flapsigem Ton verfasste Sachbuch ab. Und da laut Klemens Pütz der Mensch das am ehesten zu schützen bereit ist, was er kennt, leistet dieses Buch hoffentlich auch einen wichtigen Beitrag zum Überleben der Pinguine. Ohne sie wäre unsere Welt um eine bedeutende Attraktion ärmer.

http://xn--mit-bchern-um-die-welt-wlc.de/klemens-puetz-dunja-batarilo-unverfrorene-freunde/

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