Knut Beck

 4,3 Sterne bei 244 Bewertungen
Autor*in von Briefe 1932-1942, Briefe 1920-1931 und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Knut Beck

Cover des Buches Briefe 1932-1942 (ISBN: 9783100970930)

Briefe 1932-1942

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Erschienen am 25.05.2005
Cover des Buches Briefe 1897-1914 (ISBN: 9783100970886)

Briefe 1897-1914

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Erschienen am 01.04.1995
Cover des Buches Briefe 1914-1919 (ISBN: 9783100970893)

Briefe 1914-1919

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Erschienen am 01.02.1998
Cover des Buches Briefe 1920-1931 (ISBN: 9783100970909)

Briefe 1920-1931

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Erschienen am 12.10.2000

Neue Rezensionen zu Knut Beck

Cover des Buches Auf Reisen (ISBN: 9783104001791)
Jorokas avatar

Rezension zu "Auf Reisen" von Stefan Zweig

Auferstehen einer vergangenen Welt
Jorokavor einem Jahr

Ich bin durchaus kritisch an dieses Buch herangetreten. Was bringt es, über 100 Jahre bis ca. 70 Jahre alte Reiseberichte zu lesen, selbst wenn sie ein Stefan Zweig geschrieben hat? Nach anfänglichen Anpassungsschwierigkeiten in den Schreibstil von Zweig erschloss sich mir aber zunehmend der Schatz, der dieses Buch zu bieten hat. Es ist ein Blick in eine vergangene Zeit, vielleicht zu Städten/Plätzen, die man selber bereits besucht hat, die aber in der alten Beschreibung vertraut fremd wirken. Ein kleine Zeitreise, mit Liebe zum Detail und mancher poetischer Anwandlung.


Stefan Zweig reiste gerne. Er nimmt uns mit nach Belgien (Brügge, Lüttich, Löwen, Antwerpen),


Frankreich (Provence), England (London, Oxford), Indien, Kanada, USA, Italien, Galizien, Österreich (Salzburg, Wien), Schweiz und Russland.


Schön ist auch die Entwicklung seines Stiles von den Anfängen 1902 bis zum letzten Reisebericht in den späten 30igern zu verfolgen. Die letzte Geschichte 'Das Wien von Gestern' im Jahre 1940 ist der letzte Eintrag und kein Reisebericht im engeren Sinn mehr sondern ein Rückblick in eine schon damals verlorene Welt. Stefan Zweig begab sich Anfang 1942 freiwillig auf seine letzte Reise ohne Wiederkehr.


Ich habe das Buch größtenteils auf Reisen gelesen. Wie passend.

Cover des Buches Brennendes Geheimnis (ISBN: 9783745051902)

Rezension zu "Brennendes Geheimnis" von Stefan Zweig

Eindrucksvolle Novelle
Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren

"Brennendes Geheimnis" ist eine Novelle, die der Autor Stefan Zeig erstmals 1911 in dem Band "Erstes Erlebnis - Vier Geschichten aus Kinderland" veröffentlichte. Für mich ist es das erste Wer des Autors gewesen, daher war ich auf die Geschichte, aber vor allem auf die Art und Weise der Erzählung sehr neugierig.

Es geht um einen jungen Baron, der namentlich nicht erwähnt wird. Er reist in den Semmering, einer Gemeinde in Niederösterreich, der als Kurort bekannt ist, um sich dort ein paar Tage die Zeit zu vertreiben. Sein Ziel ist es, sich von einer Frau die Tage versüßen zu lassen. Die einzige Frau, die seinem Geschmack entspräche ist eine Mathilde mit ihrem zwölfjährigen Sohn Edgar, der sich von einer längeren Krankheit erholt. Der Baron schmiedet den Plan, über den Sohn an die Mutter heranzukommen und hat damit auch nach kurzer Zeit erste Erfolge. Doch was er nicht ahnt ist die Kraft eines zurück gewiesenen Jungen.

Ich habe viel über Zweig gelesen, daher hatte ich mir auch diese Novelle vorgenommen. Seine Leitthemen seien Tragik, Drama, Melancholie und Resignation - diese finden sich auch in "Brennendes Geheimnis" wieder. Mir hat die Sprache gut gefallen und auch die Art und Weise, wie er die "kleine Geschichte" dazu verwendet, den Charakteren eindrucksstarke Akzente zu verleihen.

Cover des Buches Brennendes Geheimnis (ISBN: 9783745051902)
Viv29s avatar

Rezension zu "Brennendes Geheimnis" von Stefan Zweig

Auf der Schwelle zum Erwachsenwerden
Viv29vor 5 Jahren

Stefan Zweig erzählt in dieser Novelle psychologisch interessant über das Seelenleben eines 12jährigen Jungen, der die verwirrende Zeit zwischen Kindheit und Jugend erlebt. Wie immer ist Zweigs Sprache eine Freude zu lesen, sehr ausgefeilt und bildhaft.

Aufhänger ist hier eine Begegnung in der Sommerfrische - ein gelangweilter Baron sucht nach einem kleinen Liebesabenteuer, entdeckt eine für ihn attraktive Frau und beschließt, mit ihrem 12jährigen Sohn Freundschaft zu schließen, um so an die Mutter heranzukommen. Bis hierhin erleben wir das Geschehen aus der Perspektive des Barons. Als er des etwas einsamen Jungen annimmt und dieser voller Dankbarkeit und Zuneigung für den Baron ist, wechselt die Perspektive und wird begleiten den Sohn durch verwirrende und traurige Tage.

Entsetzt muß er feststellen, daß weder seine Mutter, noch der neue väterliche Freund an ihm interessiert sind, sondern alles tun, um ihn auszuschließen, seiner Gegenwart zu flüchten. Er war Mittel zum Zweck und wird nicht mehr gebraucht, die Mutter war ohnehin bereits recht kühl zu ihm. Die Schmerzen, die der Junge angesichts dieser Enttäuschung empfindet, sind lebendig dargestellt, ebenso, wie die Zuneigung für den Baron in Haß umschlägt. Interessant zu lesen ist, wie der Junge wohl ahnt, daß die Erwachsenen hier auf einer Ebene aneinander interessiert sind, die er nicht verstehen, nicht einmal benennen kann. Gefühle der Lust existieren für ihn noch nicht einmal in der Theorie, trotzdem ist er nicht mehr Kind genug, um das Geschehen in gänzlicher Unschuld zu sehen. Zweig stellt diesen Zwiespalt, dieses ansatzweise erwachsende Bewußtsein gekonnt dar.

Die seelischen Qualen und Entwicklungen des Jungen, seinen Blick auf die Erwachsenenwelt verfolgt man als Leser gebannt und dies vor der gut geschilderten Kulisse des alten großbürgerlichen Österreichs.

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